Sabr – Geduld

1. Teil

„Und bestimmt werden Wir euch prüfen mit etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz, Seelen und Früchten. Doch verkünde frohe Botschaft den Geduldigen." (2:155)

Manche Muslimin leben im Namen Allahs und lassen sich nie entmutigen was immer eintrifft. Das kommt daher weil sie ständig an Allah denken und das Leben als ständige Prüfung und Geschenk Allahs sehen. Für jedes Geschenk wird gedankt mit "Alhamdulillah"; "Gelobt sei Allah", und bei jeder Prüfung sagt man "Natauakal ‘ala Allah"; "Ich vertraue auf Allah". Die Geschichte des Islam ist voll von solchen Beispielen, und manche Prüfungen für die Muslimin dauerten lange und dauern heute noch an. Ein Beispiel einer immerwährenden Prüfung ist der Tschetschenienkonflikt, der länger dauert als nur seit Machtergreifung Jelzins. Die Tschetschenen führten schon immer Krieg gegen die Russen, denn sie waren Muslimin seitdem ein Sahabi, ein Gefährte des Propheten s.a.s., zu ihnen kam und diesem unnachgiebigem Volk den einzig wahren Glauben predigte. Dieser ständige Kampf gegen andere Völker, die sie zu überennen versuchten, gegen Tartaren, Mongolen und den immer wieder kommenden Vorstößen der Russen, ließ sie hart werden in jeder Hinsicht. Aber ohne den Islam hätten sie nicht solange überlebt. Jedes Jahrhundert mit Krieg, Terror und Überfällen zu durchleben, war der Islam oft der einzige Lichtschimmer in dieser endlosen Reihe der Prüfungen. Aber sie wurden nie besiegt! Weder in der Sowjetzeit, in der schon der Besitz eines Korans allein mit sibierischer

Gefangenschaft bestraft wurde, noch heute, wo sie trotz überwältigender Militärpräsenz der Russen immer noch stolz die Schahada sprechen und Allah für Seine Gnade danken. Im 19Jhd. führte ein Mann namens Shamil einen Feldzug gegen die Expansionsversuche des Zaren und fügte der russischen Armee zahlreiche beschämende Niederlagen zu. Eines Tages wurde er in einer Schlacht schwer verletzt und fiel gegen Mittag ins Koma. Zehn Tage später erwachte er neben seiner Mutter am Nachmittag. Seine ersten Worte waren: "Sag, Mutter, habe ich das Mittaggebet verpasst?" Sein letzter Gedanke als er ins Koma fiel war bei Allah und sein erster als er erwachte auch beim König der Könige. Irgendwann wurde er jedoch gefangen und einem Kommandeur vorgeführt. Der Kommandeur, beeindruckt über den Mut von Shamil, fragte ihn, wieso er denn immer weiterkämpfe, wo er doch weiß wie riesig Russland sei und wie klein Tschetschenien. Nach all dem was er in der Moskauer Militärakademie gelernt hatte, würden die Tschetschenen irgendwann sowieso verlieren. Denn Europa begann atheistisch zu werden und man hatte keinen Glauben mehr an Wunder. Shamil sagte ihm, der Glaube, den er im Herzen trägt, macht das Unmögliche möglich. Der Kommandeur antwortete damit, dass Mekka, das Zentrum seines Glaubens, weit entfernt liegt, und er, Shamil es doch nie sah und wohl nie hinkommen wird. Was gibt ihm die Gewissheit, das sein Glaube stimmt. Shamil sagte, Allah ist mit jedem Menschen der an Ihn glaubt, nicht nur in Mekka, sondern auch im entferntesten Winkel der Welt. Er braucht Mekka nicht erst zu sehen, sein Herz gibt im die Bestätigung. Irgendwann gelang Shamil die Flucht, und er wanderte bis nach Mekka. Dort lebte er einige Jahre. Bei seinem Tod wurde er dort begraben. Einem Ort, von dem die Tschetschenen damals nur träumten, aber felsenfest daran glaubten. Die Jahre vergingen, die Russen besetzten das Land, wurden zurückgeworfen, kamen wieder usw. bis heute. Aber stets erduldeten die Muslimin dort ihre Schicksalsschläge mit Geduld in Namen Allahs. Der Prophet s.a.s. sagte: „Der Gläubige ist zu bewundern, da alles für ihn gut ist. Und niemandem außer einem Gläubigen zeichnet dies aus: Wenn ihm etwas Erfreuliches widerfährt und er dankt (Allah) dafür, so ist das gut für ihn. Wenn er von einer Prüfung heimgesucht wird und sich in Geduld übt, so ist das auch gut für ihn."(nach Abu Yahya Suhaib ibn Sinan r.a., Muslim) Jeder von uns wurde oder wird von Allah geprüft. Sei es am eigenem Leib, mit Armut, oder an der geliebten Familie. Wer ein empfindsames Herz hat, spürt mehr Schmerz als jemand mit einem Herz aus Stein. Wer etwas leidiges sieht, was ihm nahe geht, aber nichts dagegen tun kann, wird ebenfalls geprüft, sofern er etwas dagegen tun würde. Die schlimmste Prüfung ist aber, wenn etwas passiert, was den Glauben schwanken lassen kann. Es gibt viele, die z.B. das ihre Familienmitglieder sterben und fragen: "Warum Allah?" Das schlimmste was dann passieren kann, ist Gott für grausam zu halten und sich von Ihm abzuwenden. Wohin führt es wenn ohnehin nicht ins Verderben. Ein Leben ohne Glaube an den Mächtigen Herrn ist so unendlich leer, denn nichts ergibt dann noch einen Sinn. Ein solches Leben ähnelt dem Hinvegetieren von Tieren, nur das diese mit Absicht so erschaffen worden sind (und Allah dennoch anbeten). Wer jedoch selbst dann einen starken Glauben behält, den macht so etwas nur stärker.

Ein gläubiger Muslim ist ein unverbesserlicher Optimist!!!!!!!!!!

Baut er etwas auf, was daraufhin zerstört wird, sind seine Taten dennoch niedergeschrieben und er macht weiter. Verstirbt ihm jemand, weiß er, der Verstorbene befindet sich in Allahs Obhut und er kann für ihn beten. Am Ende aller Tage trifft er den Verstorbenen wieder, und dann für die Ewigkeit ohne Krankheit und Tod. Jede Prüfung ist in Wirklichkeit eine Anerkennung Allahs. Denn Allah liebt die Muslimin dafür, dass sie Ihn und Seinen geliebten Propheten s.a.s. anerkennen und folgen.

Und dafür lässt er das Unglück, das die Sünder in der Hölle trifft, bereits im Diesseits auf sie fallen, damit ihre Sünden hier bereits ausgewaschen werden.

Nach einem Hadith stirbt jeder, der unter Steinschutt begraben wird, als Schahid, und wird Jaum al Achir ohne Hissab (Abrechnung) ins Paradies geführt. Wenn man an die Toten nach dem Erdbeben im Iran denkt, wird kaum einer von ihnen es Allah verdenken oder übel nehmen, wenn sie ihren Lohn im Paradies sehen. Dieses Erdbeben ist Allahs Wille gewesen, kann all das Leid das Wohlgefallen Allahs aufwiegen? Eher sorgen sollten sich die Menschen machen, die ihr Leben ohne jegliches Leid leben. Eine einzelne vergossen Träne aus Herzschmerz kann vielleicht die Waage am Tage des Gerichts zum Guten senken!

 

 2. Teil

Der Prophet s.a.s. sagte: „Wenn Allah einen Menschen begünstigen will, erlegt Er ihm Härte auf." (Ryadh Salihin) Wenn man sich die islamischen Staaten ansieht und um wie viel die Menschen dort schlechter leben, sollte man nicht unbedingt denken, es liegt allein daran, das sie unfähig sind, sich besser zu organisieren. Es liegt auch daran, das Allah sie besonders prüft im Gegensatz den Menschen denen es besser geht. Und auch daran, dass scheitan eher zu den Muslimin geht um diese zu verderben und versucht sie in Situationen zu bringen, in denen sie sündigen. Und welche Situation ist schlimmer als einen ganzen Staat erkranken zu lassen an Korruption und Tyrannei. Zu den kouffar geht scheitan dagegen nicht so oft, bei denen war er schon erfolgreich, solange diese nicht Muslimin werden. Unser geliebter Prophet s.a.s. sagte auch, dass jeder einen Märtyrertod stirbt, der an einer schweren Krankheit dahinsiecht. Aber jede einfache Krankheit ist auch eine Prüfung. Der Prophet s.a.s. sagte: „Die Pest ist eine Qual, welche Allah der erhabene, als Strafe schickt, wem Er will. Aus dieser Qual wird Barmherzigkeit für die Gläubigen; denn jeder Diener Allahs, der durch die Pest gequält wird und an seinem Wohnsitz geduldig ausharrt, wohl wissen, dass ihm nur das geschehen wird, was Allah für ihn bestimmt hat, wird den gleichen Lohn erhalten wie ein Märtyrer." (Bukhari)

Also niemals sagen, warum gerade ich. Besser sagen Alhamdulillah!

Der Prophet s.a.s. sprach über das Leid und sagte: „Für eine jede Sorge, Krankheit, Leid, Bekümmernis, Verletzung oder Gram, die einen Muslim plagt, sogar der Stich eines Dorn, nimmt Allah etwas von seinen Sorgen fort." (Bukhari ua Muslim) So sieht man das Leid mit ganz anderen Augen und ärgert sich nicht lange drüber, wenn einem was schlechtes passiert. Der wahre Gläubige verliert niemals den Glauben, und befände er sich am schlimmsten Ort auf der Erde, den man sich vorstellen kann.

 

Wenn man sich die Menschen heute ansieht, fällt einem auf, vor allem hier im Westen, das die meisten eigentlich fast alles haben. Vor allem hier in Deutschland, hier gibt es ein ausgeprägtes Sozialnetz, das selbst jetzt, wo es dünner geworden ist, immer noch den meisten Staaten der Welt überlegen ist. In den Drittweltländern ist so etwas meist ein Traum, aber auch in dem meisten Drittweltländern haben es die Menschen einfacher als in den Kriegsgebieten, wo Hunderte getötet und ausgebeutet werden wie Vieh. Und dann gibt es heutzutage Menschen, die denken die Welt sei so schlecht und alles so deprimierend, nur weil der Lieblingsverein ein Spiel verloren hat, anstatt Alhamdulillah zu sagen. Jaum al Achir werden sie sich wünschen, sie hätten den ganzen Tag zu Allah gebetet, als Dank niemals den Hunger gekannt zu haben. Manche haben das Problem, das sie nichts zu essen haben für den nächsten Tag, und manche das sie nicht wissen welches Kleid sie zur Party anziehen sollen. Dem ersteren Fall werden viele Sünden vergeben, wenn der Glaube dann stark ist und aufgrund der Entbehrungen die sie im Diesseits erdulden mussten. Wer hier hungert, friert, gehetzt und bedroht wird, wird im Paradies in absoluter Sicherheit sein und unendlichen Lohn bekommen, wenn er nur die Schahada aufsagt. Aber diejenigen, die hier wegen Kleinigkeit einen Riesenaufstand machen und Allah nicht für das danken, war Er ihnen in Seiner unendlichen Güte gab, wird gesagt: "Zahlt nun im Jenseits, wofür ihr im Diesseits zu faul wart."

Gerade die Reichen und Wohlhabenden in dieser Welt scheinen sich am meisten vom wahren Glauben zu entfernen. Dabei spielt die Religion keinen Unterschied. Es gibt reiche Ölscheichs, die soviel Geld an einem einzigen Tag verschwenden, wofür in Somalia ein ganzes Dorf monatelang leben könnte. Aber diese Menschen machen sich nicht mehr die Mühe darüber nachzudenken was sie da verpulvern, sie leben nur noch fürs Diesseits. Bei solchen Menschen fragt man sich , wer die harte Prüfung zu ertragen hat, die Armen und Hungernden an ihrer Geduld oder die Reichen und Maßlosen an ihrer Genusssucht? Der Prophet s.a.s. hungerte manchmal tagelang, dann wurde er einmal eingeladen zu einem Essen bestehend nur aus Olivenöl und Brot, dankte Allah aber so überschwänglich, als habe man ihm einen Ochsen serviert.

Obwohl wir als Muslimin den Ramadan fasten, ist das kein Vergleich mit denen in der Welt, die das Jahr durchfasten, weil sie nichts zu essen haben. Aber es ist gut, weil es uns erinnert, welche Gnade Allah uns schenkt aus Seinem unermesslichem Schatz.

Wenn uns dann etwas schlimmes passiert, sollten wir, anstatt direkt zu klagen, abwägen wie viel gutes wir im Leben bekamen und wie viel wir davon verdient haben!!!

Was glaubt ihr, hat ein Mensch, egal welcher, jemals auch nur einen einzigen Regentropfen und einen Sonnenstrahl verdient, den Allah der Welt schenkt? Können wir Allah das auch nur im geringsten zurückzahlen? Wie dann erst das Paradies? Man muss sich damit abfinden, dass man ein Leben lang geprüft wird. Schlimmer wird es, wenn gar keine Prüfungen kommen.

Allah sagt in Seinem heiligem Buch: „Und Wir werden euch ganz gewiss so lange prüfen, bis Wir die kenntlich machen, die sich unter euch mit aller Kraft (für Unsere Sache) einsetzten und standhaft sind…" (47:31)

Nach einem Hadith des Prophten s.a.s. heisst es außerdem: „Der Gläubige, ob Mann oder Frau, wird immer wieder geprüft werden, am eigenen Leib, an seinen Nachkommen und an seinem Gut, bis er ohne Sünde Allah, Dem Erhabenem, gegenübersteht." (Tirmidhi)

Das tut Allah, weil Er in Seiner Gnade will, dass die Muslimin am Tage des Gerichts so rein wie möglich sind.

SubhanaAllah Al Qudus, gelobt sei Er für diese Gnade. Wer kann sich da noch beschweren, bei einem schweren Schicksalsschlag? Schicksalsschläge hatte der Prophet s.a.s. im Leben genug gehabt. Sowohl von anderen Menschen zugefügt, als auch natürlichen Ursprungs. Alle seine Söhne sind gestorben, aber beklagt hat er sich nie. Man sagt das dass schlimmste was passieren kann, ist, wenn die eigenen Kinder sterben. Der Prophet s.a.s. wusste das er seine Kinder im Paradies wiedersieht, trotzdem war ihm das Herz schwer. Aber seinem Glauben schadete es niemals, er lebte das Leben so gut weiter wie er konnte. Er, der von seinem eigenem Volk gejagt wurde und gesteinigt, dem sein Besitz entzogen wurde und der zusah wie seine Anhänger niederen Ranges in Mekka öffentlich gefoltert wurden und schließlich ins Exil nach Medina ging, vergab bei seiner Eroberung den Einwohnern Mekkas und zeigte eine Güte die ihresgleichen sucht. Jeder andere hätte ein Massaker veranstaltet. Allahuma salli ‘ala sajduna Muhammad Habibullah So zeigte er den Arabern, die zwar edel und ehrenhaft, aber auch extrem nachtragen sein konnten, das er jeglichem Unglück in dieser Welt keinerlei große Bedeutung zumaß, weil nach seiner Ansicht all das vergänglich ist. Warum sich wegen etwas ärgern, was ohnehin irgendwann ohne Bedeutung ist.

1.Jeder von uns ärgert sich sicher bei Beleidigungen und Ungerechtigkeiten. Aber wenn man sie sicher durchlebt hat und Allah lobt und preist, wird diese Ungerechtigkeit am Tage des Gerichts hervorgeholt und als Gute Taten dem Gläubigen gutgeschrieben.

2.Der Islam mag keine Jammerlappen und Pessimisten!!!

            3.Der Islam ist auch keine Religion derer die schwach im Geiste sind und nur

Trübsinn blasen!!!

4.Es waren keine solchen die den Islam durch die heiße Wüste Arabiens brachten, durch Nordafrika, durch die Steppen bis hin nach China. Es waren Menschen voller Ideale, deren Glaube wie die Sonne in ihrem Herzen leuchtete und sie sicher durch alle Tragödien des Lebens brachte. Genau so sollten wir auch sein.

5.Ich habe im Laufe meines Lebens mit vielen Muslimin geredet, die den Glauben nicht richtig lebten. Und viele von ihnen halten sich nicht an die Regeln, weil sie nicht die gleiche Hoffnung teilten wie ich. Einige sagten mir, sie hätten auch mal gebetet und gefastet, aber nie einen Unterschied bemerkt zu Zeiten wo sie es nicht taten. Andere wiederum sagten mir sie erkennen nicht an, warum die Ungläubigen soviel Spaß im Leben haben sollten und wir nicht. Und dann gab es welche, die an der selben Frage scheiterten, wie zuvor unzählige Christen; warum lässt Gott all das Leid zu in der Welt? Allah schuf den freien Willen und gab ihn den Menschen. Der Mensch trägt damit die Verantwortung für seine Taten, kann aber Dinge tun, wo Allah ihm zuerst freie Hand lässt. Es braucht den Glauben an das Jenseits und die Vergeltung und Belohnung von all dem, um diese Frage zu beantworten.

6.Der Mensch mit den schlimmsten Schicksalsschlägen auf Erden, wird in Jenseits Allah danken für sein Leben, denn er hat ziemlich wenig abzuzahlen, aber viel zu bekommen. Und der Mensch, dem im Diesseits alle Wünsche und mehr erfüllt wurden, wird sich wünschen mit ersteren tauschen zu können. Denn wahre Zufriedenheit kommt nicht von materiellem Reichtum und einem Leben in Luxus, sondern dem Gefühl Allah nahe zu sein.

7.Dafür ziehen manche in den Djihad und sterben einen Tod wo ihr Körper von Granaten zerfetzt wird, andere arbeiten ihr Leben lang und versorgen ganze Großfamilien. Z.B. die Eltern mancher von uns, die als Gastarbeiter hierher kamen und nicht nur ihre Familie hier versorgen sondern auch die im Heimatland unterstützen. Wenn jemand einen guten Freund verliert, sagte der Prophet s.a.s., dass Allah dazu spricht: "Es gibt keine Belohnung für Meinen gläubigen Diener wenn ich seinen besten Freund von den Bewohnern dieser Welt zu Mir genommen habe und er dies mit Geduld trägt, als das Paradies."(nach Abu Huraira, Bukhari)

8.Ich hörte aber auch Ausreden dieser Art: "Es gibt eh keine Moslems mehr, warum also sollte ich mich an Gesetze halten, an die sich sonst niemand hält außer ein paar Dorfbewohner irgendwo." Eine Schwester sagte mir einmal, sie sei allein und Glauben und Stärke kann sie nicht so ohne weiteres aufbringen. Meine Antwort war, wenn man allein sein Gebet verrichtet in einer Umgebung, in der niemand Gott und Seinen Propheten achtet, wo die Menschen kalt sind und engherzig und einen verachten weil man Fremd oder anders ist; dann ist man dennoch nicht allein.

9.Prägt euch folgendes gut ein: Wenn ich mein Gebet verrichte, und wäre ich auch der letzte Muslim auf dieser Welt und alle lebenden Menschen und Djinn Götzendiener schlimmster Art, bin ich als Muslim dennoch in der Mehrzahl. Der Teppich auf dem ich bete, das Haus, die Erde unter mir, die Pflanzen, die Tiere, die Luft, die Berge, die Meere, der Planet, die Sonne, alle Sterne und das Universum, die Engel in jedem Himmel, die so zahlreich sind, das nur Allah ihre Zahl kennt, die Himmel selbst, die Paradiese und die Höllen, der Thron Allahs und Seine Träger, die Erzengel und alles was lebt und erschaffen wurde lobt und preist Allah, sagt ständig "SubhanaAllah al Qudus, SubhanaAllah ua bihamdik….". Welche noch so große Anzahl von Zweiflern kann dem Herz eines gläubigem Muslim noch etwas anhaben, wenn man weiß, das man mit der Natur der Schöpfung ist und nicht gegen sie. Die Engel beten für die Muslimin, die das Gebet verrichten, da kommen die Hassparolen oder spöttische Bemerkungen gar nicht erst an.

10.Und Allah schaut mit Wohlgefallen auf die Gläubigen,

kein Leid ist so groß, das Allahs Gnade sie nicht unermesslich übersteigt.

3.Teil

Einige Berichte von Menschen, deren Geduld und Glaube unglaublich war: Adam aleih salam :

Er sah das Paradies und verlor es, harrte aber in Geduld und Reue aus und beging keine Sünde. Nuh aleih salam :Er predigte 950 Jahre lang, bis Allah in von der Pflicht entband und sein störrisches Volk untergehen ließ. Ayyub aleih salam :

Er besaß Reichtum, eine große Familie, Land und Gesundheit. Allah nahm ihm alles und ließ ihn Jahre in einer gräßlichen Krankheit und großer Armut leben. Aber keinen Augenblick zweifelte dieser an Allahs Gerechtigkeit. Dienerin der Tochter von Fer’un :

Fer’un bekam heraus das sie eine Anhängerin von Musa aleih salam war und ließ ihren Mann und ihre fünf kleinen Kinder bringen sowie einen großen Kessel voll siedendem Wasser. Obwohl er sie alle nacheinander hineinwarf, zuletzt ihren Jüngsten, ein Säugling, schwörte sie ihren Glauben nicht ab. Am Ende warf man sie auch hinein. Für die Ägypter war Fer’un eine Gottheit. Diese einfache Frau degradierte ihn zum Nichts.Die Mutter von dem Propheten Al-Yasa’ a.s. und Freund von Ilyas a.s. :

Sie und ihr Sohn Al-Yasa’ waren die einzigsten Gläubigen in Zarepta.

Jeder, der sie sah, beleidigte sie obszön und verachtete sie. Ihr verstorbener Mann wollte nie von der Stadt wegziehen, obwohl sie ihn oft darum gebeten hatte. Nach seinem Tod blieb sie dort. Zu seinen Lebzeiten sagte er ihr: "Es zählt nicht viel, seinem Glauben treu zu bleiben, solange man mitten unter den Gläubigen lebt. Aber in der Fremde, inmitten von Versuchung und Widrigkeiten seine Standhaftigkeit zu bewahren, das ist das Zeichen wahren Glaubens." Eines Tages besuchte sie der Prophet Iliyas a.s. und sah, das nur sie Würde und Anstand hatten in dieser sündigen Stadt.Scheikh Abdalhamid Kischk:

Er predigte leidenschaftlich den Islam wie kein anderer in Ägypten und kam mit vielen anderen sowohl bei Saddat als auch bei Abdanasser ins Gefängnis, in dem jeden Tag Folter und Misshandlungen in den unwürdigsten Verhältnissen. Als er im hohen Alter in Freiheit kam (Ägypten unterzeichnete einige Menschenrechtserklärungen und ließ die Bekanntesten Gefangenen frei), predigte er weiter, bis er auch Mubaraks Regierung zu unbequem war. Gestorben ist er im Gebet bei einer Sadjda, in dem Moment wo man Allah am nahesten ist. Die Muslimin der früheren Sowjetunion:

Die Besatzung der Sowjets war anders, als die der Europäer, wie Frankreich in Nordafrika. Die Sowjets waren sture Atheisten, radikal und grausam, nun sind sie weg, aber der Gebetsruf erschallt immer noch in vielen Städten und Dörfern. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind des Volkes Filastin :

Über 50 Jahre jüdisch-zionistischem Terror, tägliche Razzien und Angriffe, direkte und Exekutionen und planlose Bombardierungen nach Lust und Laune. Aber ungebrochener Wille. Den Versprechungen und Hoffnungen der Uno, Nato, verräterischen Machthabern arabischer Staaten und kouffar glauben sie lange nicht mehr, aber Allah bricht kein Versprechen und vergisst nichts. und vielen mehr…. Der Geduldigste unter den Menschen war Muhammad Rasulullah, "kein Prophet hat soviel gelitten wie ich" sagte er. Aber dennoch war sein unerschütterlicher Glaube, seine Geduld und seine felsenfeste Überzeugung so groß, dass er mit dem Islam das Lebendigste hinterließ, was je ein Mensch brachte. Bis heute hin bestimmt der Prophet s.a.s. mit in der Welt, und sein Einfluss wächst. Ein einzelner Mensch hat soviel erreicht, obwohl er ein Prophet war, sah er sich stets wie seine Gemeinschaft und erhöhte sich in keiner Weise den anderen Menschen gegenüber, damit jeder seinem Beispiel folgen kann und sein Werk weiterbringen kann mit Mut und Entschlossenheit. In einem Hadith sagt der Prophet s.a.s.: "Niemand ist mit dem Hören eines Übels geduldiger als Allah." Von Anbeginn der Zeit, als die ersten Djinn ungläubig wurden, Scheitan sich Ihm trotz Seiner Majestät widersetzte, Adam a.s. sündigte und die Menschen auf der Welt die unglaublichsten Blasphemien ausgestoßen haben, hat Allah dennoch alles versorgt und Geduld gezeigt ohnegleichen.Bei jedem Mensch, der ohne Bismillah eine Tat beginnt, bei jedem, der das Gebet vernachlässigt, bei jedem der hunderte von Menschen umbringt und ganze Kriege entfacht und, das schlimmste von allem, bei jedem Menschen, der Ihn, Allah, Dem Einzigen Gott, nicht anerkennt, ignoriert, Ihm Götzen beigesellt oder gar nicht an Seine Existenz glaubt, zeigt Allah Geduld und lässt allen Menschen Zeit, bis zu ihrem letzten Atemzug (wie es im Hadith steht) zu bereuen oder das Tor der Reue sich schließt. Alles wird von Seinen Engeln in den Büchern des Lebens aufgezeichnet. Alles was einem Muslim schlechtes passierte, und sei es noch so klein, wird am Tage des Gerichts hervorgebracht. Dann sagt Allah: "Du Mein Knecht hast dich nicht beklagt, aber Mich gelobt und gedankt. Dir seien etliche Sünden dafür genommen."

Egal was euch geschieht, liebe Brüder und Schwester, verliert nie Glauben und Hoffnung an Allah. Verrichtet das tägliche Gebet, lest den Koran, gedenkt Allah mit Tasbih und Dikhr und sagt stets La ilaha ila Allah ua Alhamdulillah wenn etwas schlimmes geschieht. Nichts kann so schlimm sein und diese Worte aufzuwiegen. „Oh die ihr glaubt, sucht Hilfe im Geduld und Gebet; wahrlich, Allah ist mit den Geduldigen." (2:153)

Keine Freude eines ganzes Lebens dieser Welt ist gleich einem Moment im Paradies, und kein Leid eines ganzes Lebens dieser Welt ist gleich einem Moment in der Hölle!

Selbst wenn alles um einen Muslim herum vergeht und verstirbt, er geschunden und allein in grausamen Verhältnissen lebt, aber er standhaft bleibt, ist er der Gemeinschaft der Propheten würdig, von denen viele ebenso lebten. Die Welt ist schön, voller Farben und Hoffnung. Es gibt zu jeder Nacht einen Morgen, und zur Nacht des Todes einen Morgen bei Allah für alle Ewigkeit. Wahrer Glaube zeigt sich in der Standhaftigkeit, denn Standhaftigkeit ist ein Glanz.

„Den Standhaften wird wahrlich ihr Lohn gegeben ohne zu rechnen."(39:10) La ilah ila Allah, ua la na’budi ila iyak na’udu bika ua nastaghfiru bika, inaka Hamidun Madjid Allahuma astarna min kul balaa us arsaqna bi sabr fi dunja, ual qabr, ua jaum al ba’th Amin ua aleikum salamua rahmatullah ua barakatuhu