Archive for September, 2007


Die Charaktereigenschaften eines wahren Gläubigen (Mu’min)

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Al-’Allaamah ’Abdur-Rahmaan Ibn Naasir As-Sa’dee
Aus dem Buch: Essential Q&As about Eemaan (p. 58-63)
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Vorwort:

Die nachfolgend aufgezählten Charaktereigenschaften sollten als eine Richtschnur angesehen werden, die den Muslimen dabei helfen Ihren Charakter zu verbessern. Dabei wurden die guten und schlechten Charaktereigenschaften gegenübergestellt, damit dem Leser beide Seiten klar werden und die Abneigung vor den schlechten Charaktereigenschaften steigt. Desweiteren muss darauf hingewiesen werden, dass ein Ungläubiger ebenfalls einige gute Eigenschaften in sich tragen kann und umgekehrt (Ein Muslim einige schlechte Eigenschaften). Vielmehr sollte mit diesem kurzen Artikel die Eigenschaften die ein Muslim tragen und nicht tragen sollte dargelegt werden.


Was sind die Charaktereigenschaften der Gläubigen (Mu’min), die sie von den Ungläubigen unterscheiden?

Dies ist gewiss eine großartige Frage. Durch das Erkennen der Unterschiede zwischen den Mu’min und anderen Leuten, wird der Unterschied zwischen der Wahrheit und der Falschheit merklich klar, wie der Unterschied zwischen Leuten der ewigen Glückseeligkeit und den Leuten des ewigen Elends klar wird.

Wisse, dass der wahre Mu’min jemand ist, der an Allah und all seine Namen und Attribute, die im Buche (Qur’an) und in der Sunnah zu finden sind, mit ihrer korrekten Bedeutung, glaubt. Sie müssen vollkommen anerkannt werden. Darüber hinaus verherrlicht der Mu’min Allah, indem er Allah frei erklärt von all dem, was seine Perfektion in Seinen Namen und Attributen bestreitet. Folglich erfüllt sich sein Herz mit Imaan, Wissen, Überzeugung, Klarheit und er wird vollkommen mit Allah befasst sein.

Der Mu’min wendet sich allein an Allah, die Taten der Anbetung zu Allah verrichtend, die Allah verpflichtend über die Zunge seines Propheten (Friede und Segen Allahs auf ihm) verkündet hat. Dies tut der Mu’min mit Aufrichtigkeit zu Allah, hoffend auf die Belohnung Allahs und fürchtend gegenüber Allahs Bestrafung.
Der Mu’min ist Allah dankbar in seinem Herzen, mit seiner Zunge und mit den Handlungen seiner Glieder. Er ist dankbar für Allahs Segen und dem Umfang der Güte, die Allah ihm gewährte, die er in jeder Stunde des Tages genießt. Der Mu’min ist dankbar und äußert Sätze des Gedenkens an Allah und er sieht keinen anderen Segen größer an als das, was Allah ihm gab. Er sieht auch keine Großzügigkeit größer an, als die von Allah ausgeht.

Der Mu’min spottet über die materialistischen Luxusartikel dieses weltlichen Lebens, so wie er fixiert ist auf die Freude sich Allah reumütig zuzuwenden und sich vollkommen an Ihn alleine zu richten. Damit nimmt er einen ausreichenden Anteil der weltlichen Freuden und genießt sie, aber nicht in der Art und Weise, wie es die Ungläubigen oder die Achtlosen tun. Er gönnt sich etwas in der Art und Weise, die ihm behilflich ist bei der Aufrechterhaltung der Rechte Allahs und der Rechte der Diener Allahs.

Durch die eigene Befriedigung in dieser Weise und das hoffen auf Allahs Belohnung erfüllt der Mu’min sein Verlangen, sein Herz ruht friedlich und findet Ruhe. Er ist nicht betrübt, wenn ihn einige Angelegenheiten treffen, die er nicht mag. Dadurch hat Allah ihm die Glückseeligkeit in diesem weltlichen Leben mit der Glückseeligkeit im Jenseits verbunden.

In Bezug auf die achtlosen Ungläubigen sind die Angelegenheiten nicht die gleichen. Er leugnet die Präsenz und Perfektion seines großen Herrn Allahs, welche beide durch intellektuelle und textliche Beweise, sowie wissenschaftliche Beweise und Ergebnisse feststehen. Er widmet keinen einzigen Gedanken in diese Dinge.

Wie er sich selbst von Allah trennt durch das Nichtanerkennen Allahs Existenz und das Nichtverehren von Allah, bezieht der Ungläubige sich auf Dinge, die in der Natur zu finden sind und verehrt diese. Dadurch wird sein Herz ähnlich dem eines weidenden Tieres.

Der Ungläubige hat kein anderes Anliegen als das Sammeln und Genießen von materiellen Dingen. Sein Herz ist stet in einem Zustand der Unruhe, ängstlich etwas von den Dingen zu verlieren, die er liebt, ängstlich, dass ihn Angelegenheiten treffen könnten, die er nicht mag. Er besitzt nicht den Imaan, der ihn schwierige Dinge als leicht ansehen lässt und das Gewicht des Unheils leichter macht.
Der Ungläubige wurde seiner Freude an dem Imaan beraubt, der Süße sich Allah zu nähern und der Früchte des Imaans im Diesseits und im Jenseits.

Der Ungläubige hofft weder auf Allahs Belohnung, noch fürchtet er irgendeine Bestrafung. Seine einzige Hoffnung und Angst ist verbunden mit dem Verlangen seiner minderwertigen, materialistischen, weltlichen Begierden.

Von den Charaktereigenschaften des Mu’min ist die Demut sich der Wahrheit zu fügen, und ebenso die Demut im Umgang mit anderen. Er ist herzlich zu den Dienern Allahs, egal welchen Status oder welche Position sie haben. Diese Herzlichkeit findet sich wieder in seinen Aussagen, Taten und Absichten.

Wie auch immer, der Ungläubige ist hochmütig und schaut hinab auf die Wahrheit. Er schaut auch auf ander Leute hinab. Er ist verblüfft von sich selbst und er macht keinen Versuch herzlich zu jemanden zu sein.

Der Mu’min hat ein reines Herz, das frei von Schwindel, Groll und Neid ist. Er liebt für die Muslime das, was er für sich selbst liebt und er hasst für sie, was er für sich selbst hast. Er engagiert sich selbst für Ihre besten Interessen zu arbeiten. Er trägt die Last von ihnen verletzt zu werden und unterdrückt sie keineswegs.

Das Herz des Ungläubigen ist siedend mit Groll und Neid. Er will nichts Gutes oder Nutzen für jemand anders, außer es befindet sich ein weltliches Ziel für ihn selbst dahinter. Er achtet nicht darauf andere zu unterdrücken, wenn er dazu in der Lage ist, während er der Schwächste unter ihnen ist im Ertragen von Unheil, wenn es ihn erreicht.

Der Mu’min hat eine wahrhaftige Zunge und geht mit Leuten in einer guten Art und Weise um. Er ist sanftmütig, ruhig, friedlich, geduldig und zuverlässig. Er ist leicht umgänglich und ein guter Gastgeber.

Der Ungläubige ist unbesonnen, rau und voll mit Sorgen und Bestürzung. Er lügt und ist unzuverlässig. Er ist streitsüchtig mit einem aggressiven Temperament.
Der Mu’min wendet sich zu keinem anderen vollkommen hin als zu Allah. (D.h. man kann seinen Bruder um Hilfe bitten, nur ist dieser nur durch den Willen Allahs dazu im Stande Hilfe zu leisten). Beides, sein Herz und sein Gesicht werden geschützt gegen das sich Unterwerfen vor anderen außer zu Allah. Er ist tugendhaft, stark, tapfer und großzügig. Er hat Anstand und wählt das Gute. Er ist Rechtschaffen und sucht das Gute.

Der Ungläubige ist das Gegenteil von dem. Sein Herz ist dem Erschaffenen fest verbunden. Er fürchtet dessen Unheil und hofft auf Ihrem Nutzen, seine gesamte Energie ihnen gegenüber aufwendend. Er ist weder tugendhaft, noch ist er stark oder tapfer, außer wenn es um das Erlangen seiner minderwertigen Beweggründe geht. Er hat keinen Anstand, noch interessiert es ihn ob das, was er erworben hat sauber oder schmutzig ist.
Der Mu’min verbindet das Suchen nach Mitteln, die Ihm nutzen, mit dem Setzen seines Vertrauens allein in Allah, indem er sich allein auf Allah verlässt. Er sucht in all seinen Angelegenheiten die Hilfe Allahs. Er wird feststellen, dass Allah, der Größte, ihm hilft.
Der Ungläubige weiß nichts über tawakkul (Vertrauen auf Allah), er achtet nur auf sein eigenes Übel und nicht auf das anderer, selbst erniedrigend. Allah gab ihm Fähigkeiten, die er nur für seinen eigenen Vorteil nutzt, deswegen führt es ihn zur Nutzlosigkeit. Wenn er etwas erreicht, von den Dingen, die er liebt, dann führt es ihn nur schrittweise zu einer Bestrafung.
Der Mu’min begegnet allen Segen, die er auf seinem Weg erhält mit Dankbarkeit und er nutzt sie zu seinem Vorteil in einer Art und Weise, die zu noch mehr Gutem führt.
Der Ungläubige begegnet den Segen mit Überschwänglichkeit und Hochmut, sich lieber beschäftigend mit dem Segen als mit Allah, der ihm diesen Segen gab und deswegen geht keine Dankbarkeit von Ihm aus. Er nutzt den Segen für seine minderwertigen Ziele. Mit all seiner Überschwänglichkeit trennen sich rasch seine Segen von ihm.
Der Mu’min begegnet Unheil mit Geduld und zählt auf Allahs Belohnung, mit der Hoffnung, dass Allah die Schwierigkeiten von Ihm nimmt. Die Güte und die Belohnung, die Allah Ihm gibt anstelle seines Schadens ist größer als die geliebte Sache, die er verlor oder die Not, die er aushielt.


Der Ungläubige begegnet Unheil mit Bestürztheit und Sorge und deswegen erhöht sich sein Unheil und er wird beidseitig getroffen, äußerlich und in seinem Herzen. Er hat keine Geduld und Hoffnung auf irgendeine Belohnung. Wie schwer ist sein Verlust und wie groß ist seine Traurigkeit!

Der Mu’min verehrt Allah, indem er in all Seine Gesandten vertraut. Er ehrt Sie und liebt Sie mehr als alle anderen Schöpfungen Allahs. Er bestätigt, dass all die Güte, die die Schöpfung seit der Bestehung erlangte, allein das Resultat ihrer (die Gesandten) Arbeit und Ihrer Leitung ist. Er weiß, dass alles Schlechte, was Sie (die Schöpfung) traf ein Resultat des Widerstandes gegen die Gesandten ist. Weiterhin weiß er, dass Sie (die Gesandten) die besten aller Geschöpfe sind, im Bezug auf Ihre Güte, die sie verbreiteten, insbesondere ihr Imaam und letzter Siegel der Propheten, Mohammed (Friede und Segen Allahs auf ihm). Derjenige, den Allah als Barmherzigkeit für seine Schöpfung schuf und Ihn mit allen Arten der Rechtschaffenheit sandte, um die Menschen zu verbessern und auf den geraden Weg zu leiten.

Die gesetzlosen Ungläubigen stellen das Gegenteil von dem dar. Sie rechtfertigen die Feinde der Gesandten und honorieren ihre Aussagen. Sie trotzen dem, womit die Gesandten kamen, wie es auch ihre Vorgänger taten. Das ist das größte Anzeichen der Absurdität ihres Intellekts und die extreme Minderwertigkeit ihres Benehmens.

Der Mu’min verehrt Allah, indem er die Gefährten und die Führer der Muslime liebt, die Führer der Rechtleitung.

Der Ungläubige stellt das Gegenteil von dem dar.

Der Mu’min verrichtet Taten für den Willen Allahs und verhält sich gut gegenüber den Dienern Allahs, dank seiner vollkommenen Aufrichtigkeit zu Allah.

Der Ungläubige arbeitet nur um seine eigenen minderwertigen Ziele zu erreichen.


Die Brust des Mu’min ist breit, voll von nützlichem Wissen, einwandfreien Imaan, wendend an Allah, Allah gedenkend und liebenswürdig zu anderen. Seine Brust ist frei von minderwertigen Charaktereigenschaften.

Der achtlose Ungläubige stellt das Gegenteil von dem dar, seitdem er keine Maßnahmen ergriffen hat seine Brust in dieser Art zu weiten.


UND ALLAH WEIß ES AM BESTEN



Teste dein Verständnis

– Was ist der Unterschied zwischen dem Gläubigen und dem Ungläubigen in Bezug auf die Art und Weise wie sie Allahs Segen erhalten?

– Was ist der Unterschied zwischen ihnen und Bezug auf das Umgehen mit dem Unheil?

– Beschreibe das Herz des Ungläubigen!

– Was motiviert den Gläubigen? Und was motiviert den Ungläubigen?


Übersetzt von Abd Al-Wajid
 

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Die Folgen des Begehens von Sünden

 

Von Ibn Al-Qayyim Al-Jawziyyah

Der große Gelehrte Ibn Al-Qayyim Al-Jawziyyah schrieb die folgenden Worte in einer berühmten Abhandlung, namens Al-Jawaab Al-Kaafi, als Antwort auf einen Brief, verfasst an Ihn von einer Privatperson, die einen Ratschlag suchte im Bezug auf die Frage, wie er sich von einer großen Sünde befreien kann. Werfen wir einen allgemeinen Blick auf die Folgen des Begehens von Sünden.

Eins: Die Abwendung von Wissen
Wissen ist ein LICHT, welches Allah in die Herzen wirft und Ungehorsam (gegenüber Allah) löscht dieses LICHT. Imaam Shaafi’i sagte:
„Ich beklagte mich bei Waki’ über die Schwäche meines Gedächtnisses, also forderte er mich auf den Ungehorsam (Ungehorsam gegenüber Allah, der durch das verrichten von Sünden bewirkt wird) zu unterbinden und belehrte mich, dass Wissen LICHT ist und dass Allahs LICHT nicht den Ungehorsamen gegeben wird.

Zwei: Die Abwendung von Nahrung
Ebenso wie TAQWAA (Gottesfurcht) Nahrung bringt, so verursacht das Verlassen von TAQWAA Armut. Es gibt nichts, dass in der Lage ist diese Nahrung zu bringen, wie das Verlassen von Ungehorsam.

Drei: Die Abwendung vom Gehorsam gegenüber Allah
Auch wenn es keine andere Strafe für Sünden geben würde, als dass es den Sünder vom Gehorsam gegenüber Allah abwendet, so wäre dies ausreichend.

Vier: Ungehorsam schwächt das Herz und den Körper.
Das Schwächen des Herzens (durch Ungehorsam) ist eine Sache, die klar ist. Ungehorsam stoppt nicht die Schwächung bis das Leben des Herzens vollkommen beendet ist.

Fünf: Ungehorsam reduziert die Lebensdauer und löscht jeden Segen.
Ebenso wie Rechtschaffenheit die Lebensdauer erhöht, so wird sie durch Sünden reduziert.

Sechs: Ungehorsam sät seine eigenen Samen und hat seinen Ursprung in sich selbst bis man sich von ihm trennt. Und von ihm (Ungehorsam) herauszukommen wird schwer für den Diener.

Sieben: Sünden schwächen den Willen und die Entschlossenheit des Herzens, so dass das Verlangen nach Ungehorsam stark wird und das Verlangen nach Reue Stück für Stück schwächer wird, bis das Verlangen nach der Reue vollkommen vom Herzen verschwindet.

Acht: Jede Art von Ungehorsam ist eine Hinterlassenschaft eines Volkes inmitten der Völker, welche Allah, der Mächtige und Majestätische, zerstörte. Homosexualität ist eine Hinterlassenschaft der Leute von Lut (as). Das Nehmen von mehr als der eigentliche Anteil und das Geben von weniger, ist eine Hinterlassenschaft der Leute von Shu’ayb (as). Das Suchen von Größe und Macht im Land und das Verursachen von Korruption ist die Hinterlassenschaft der Leute des Pharao. Hochmut, Arroganz und Tyrannei ist die Hinterlassenschaft der Leute von Hud (as). Also trägt der Unge-horsame den Umhang dieser (ungehrosamen) Völkern, welche die Feinde von Allah swt. Waren.

Neun: Ungehorsam, vom Diener ausgehend, ist ein Anlass dafür, um von Allah in Verachtung gelassen zu werden.

Al-Hasan Al-Basri (ra) sagte: „Sie werden verachtenswert in Allahs Angesicht, daher missachten sie Allah. Wären Sie ehrenhaft in Allahs Angesicht, dann hätte Allah Sie geschützt.“

Allah, der Erhabene sagt:
„Hast du nicht gesehen, daß sich vor Allah anbetend niederwirft, wer in den Himmeln und auf Erden ist – ebenso die Sonne und der Mond und die Sterne und die Berge und die Bäume und die Tiere und viele Menschen? Für viele aber ist die Strafe fällig geworden. Und wer von Allah erniedrigt wird, dem kann keiner Ehre geben. Wahrlich, Allah tut, was Er will.“ (22:18) [ungefähre Übersetzung]

Zehn: Die Krankheitsauswirkungen des Sünders fallen auf die, die um Ihn sind. (Die sich Ihm gesellen und somit auch an Seinen Sünden teilhaben.)
Wie es auch bei den Tieren resultiert, wenn sie von einem Leid getroffen werden.

Elf: Der Diener Allahs fährt mit seinen Sünden fort bis diese sehr leicht für Ihn werden und sie Ihm unwesentlich erscheinen und diese Sünde ist eine Sünde der Zerstörung. Immer wenn eine Sünde in der Sicht des Dieners unwesentlich erscheint, wird sie im Angesicht Allahs groß!

Ibn Mas’ud (ra) sagte: „Gewiss, der Mu’min sieht seine Sünden, als stände er am Fuße eines Berges, mit Angst erfüllt, dass dieser auf ihn stürzen wird. Während der Sünder seine Sünden wie eine Fliege betrachtet, welche an seiner Nase vorbei fliegt. Also versucht er sie loszuwerden indem er mit seiner Hand herum schwingt.“ [Al-Bukhary] [ungefähre Übersetzung]

Zwölf: Ungehorsam erntet Erniedrigung und Demut.
Ehre:Alles von ihr liegt in der Abhängigkeit von Allah.

Abdullah Ibn Al-Mubaarak sagte: Ich habe Sünden gesehen, die Herzen töteten und Erniedrigung wird geerntet bei deren Fortführung (der Sünden).
Das Verlassen von Sünden belebt das Herz und die Vorbeugung gegenüber der Seele ist besser für dieses (das Herz).

Dreizehn: Ungehorsam verdirbt den Intellekt (bzw. Verstand).
Der Intellekt hat Licht und Ungehorsam löscht dieses Licht. Wenn das Licht des Intellekts erloschen ist, wird es schwach und mangelhaft.

Vierzehn: Wenn der Ungehorsam ansteigt, wird das Herz des Gläubigen versiegelt, so dass er einer der Achtlosen wird.
Allah, der Erhabene, sagt:
„Nein, jedoch das, was sie zu tun pflegten, hat auf ihre Herzen Schmutz gelegt.“ (83:14) [ungefähre Übersetzung]

Fünfzehn: Sünden bewirken die unterschiedlichsten Arten der Verderbnis, die im Land vorkommen. Verdorbenheit des Wassers, der Luft, der Pflanzen, der Früchte und der Wohnstätten.

Allah, der erhabene, sagt:
„Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer sichtbar geworden um dessentwillen, was die Hände der Menschen gewirkt haben, auf daß Er sie die (Früchte) so mancher ihrer Handlungen kosten lasse, damit sie umkehren.“ (30:41)
[ungefähre Übersetzung]
Sechzehn: Das Verschwinden von Schamhaftigkeit, welches ein wesentlicher Bestandteil im Leben eines Herzens ist und Basis von all dem Guten ist. Es ist authentisch vom Gesandten Allahs, Friede und Segen Allahs auf ihm, überliefert, dass er sagte: Imran ibn Husain (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: „Schamhaftigkeit kann nur Gutes einbringen." (Al-Bukhari und Muslim) Nach Muslim sagte er (s): „Schamhaftigkeit ist durch und durch gut.", oder er sagte: "Jegliche Schamhaftigkeit ist gut." [ungefähre Übersetzung]

Ein Dichter sagte: „Und bei Allah, es ist nichts Gutes im Leben oder auf der Welt, wenn der Anstand verschwindet.“

Siebzehn: Sünden schwächen und reduzieren im Herzen des Dieners die Verherrlichung Allahs, dem Allmächtigen.

Achtzehn: Sünden sind der Grund dafür, dass Allah Seinen Diener vergisst (also nicht beachtet, denn Allah ist der Allwissende und vergisst niemals etwas). Ihn verlassend und sich selbst überlassend, um sich selbst gegenüber Seiner Seele und Seinem Shaytaan zu wehren. Und darin ist die Zerstörung, von der keine Erlösung zu erhoffen ist.

Neunzehn: Sünden entfernen den Diener vom Reich des Ihsaan (Gutes tun) und er ist verhindert die Belohnung derer zu erlangen, die gutes tun. Wenn Ihsaan das Herz erfüllt, wird das Herz vor dem Ungehorsam behütet.

Zwanzig: Ungehorsam führt zum Einstellen von Allahs Huld und rechtfertigt Allahs Strafe. Kein Segen hört auf den Diener zu erreichen, mit Ausnahme in Folge einer Sünde und keine Strafe wird über ihn verhängt, mit Ausnahme in Folge einer Sünde.

Ali (ra) sagte: „Keine Prüfung Allahs kommt herab außer sie ist fällig bei einer Sünde und diese Prüfung kann nicht abgewendet werden außer durch Reue.“

Allah, der Erhabene, sagt:
„Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, was eure Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles.“ (42:30) [ungefähre Übersetzung]

Und Allah, der Erhabene, sagt auch:
„Dies (ist so), weil Allah niemals eine Gnade ändern würde, die Er einem Volk ge-währt hat, bis sie sich selbst (zum Schlechten) verändern. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.“ (8:53) [ungefähre Übersetzung]
Möge Allah uns gnädig sein und uns helfen die Sünden zu verlassen, die die Gründe unserer Probleme sind. Amin

[Der Großteil dieses Artikels wurde abgeleitet von Ibn Al-Qayyims „Al-Jawaab Al-Kaafi“ und die „Krankheitsauswirkungen der Sünden“ von Muhammad Saalih Ibn Al-’Utheimin]

Wa’l Hamdu Lillahi Rabbi’l Aalamin

Übersetzung von Abd Al-Wajid

 

 

 

Das Leben ist eine Fitnah!
 

von Shaykh Saalih ibn ‚Abdil-‚Azeez Al-Shaykh

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Allahs Segen und Friede sei auf den letzten seiner Gesandten für die gesamte Menschheit, und auf Seinen Gefährten, Seinen Familienangehörigen und auf all die, die Seinem Wege folgen bis zum jüngsten Tag.

Das Hauptthema der Sura Al-‚Ankaboot (die Spinne), wie einige Gelehrten erwähnt haben, ist die Fitnah (Versuchungen, Prüfungen und Widerwärtigkeiten).

Schon zu Beginn der Sura wird die Fitnah erwähnt.
Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

Alif Lam Mim.
Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: "Wir glauben", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiß die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiß wird Er die Lügner erkennen. (29:1-3)

Da die Fitnah ausdrücklich am Anfang der Sura erwähnt wird, stellt sich die Frage:

Mit welcher Art der Fitnah wird der Mensch geprüft?
Eine Person kann z.B. durch seinen Verstand geprüft werden, oder durch die Dunyaa (das diesseitige Leben). Möglicherweise könnte er durch seine Eltern geprüft werden oder durch seine Familie. Er könnte vielleicht auch durch ein langes Leben geprüft werden. Seine Fitnah könnte auch sein, dass er überhaupt keine Nöte im Leben hat. Die Realität zeigt, dass eine Person durch eine Vielzahl von Prüfungen getestet wird. All diese Prüfungen werden in dieser Sura erwähnt.

Allah (subhana wata’ala) erwähnt in der Sura Al-‚Ankaboot die verschiedensten Prüfungen und die Fundamente, auf der diese Proben aufgebaut sind.
Ebenso erklärt Allah(subhana wa ta’ala), wie eine Person sich vor diesen Versuchungen schützen kann. Dies ist so, weil dieses weltliche Leben nur ein Test und eine Prüfung ist.

Iyyaadh ibn Himaar überliefert, und diese Überlieferung wurde von Imam Muslim in Seinem Sahih-Werk gesammelt, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: Allah der Hocherhabene hat gesagt:“ Oh Muhammad! Wahrlich Ich habe dich nur gesandt damit Ich dich prüfe und damit Ich andere durch dich prüfe.“

Deshalb ist das Leben nur eine einzige Fitnah. Und diese Fitnah kann
durch böse oder gute Sachen erfolgen. Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

Jedes Lebewesen soll den Tod kosten; und Wir stellen euch auf die
Probe mit Bösem und Gutem als eine Prüfung; und zu Uns sollt ihr zurückgebracht werden. (21:35)

Schau was Allah (subhana wa ta’ala) zu Beginn der Sura sagt: Meinen die Menschen…

Wer ist mit dem Wort „Menschen“ hier gemeint? Diese Aussage impliziert beide, die Gläubigen und die Ungläubigen, sowie die Jungen und die Alten. Mit dieser Aussage werden alle Typen der Menschen angesprochen.

Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: "Wir glauben", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt?(29:2)

Du sagst das Du ein Gläubiger bist! Nun wann kann Dein Glauben den wahren Imaan verwirklichen? Es ist dann der Fall, wenn Du mit Prüfungen konfrontiert wirst und diese erfolgreich, nach Allahs Befehlen, bestehst.

Man kann sogar durch Seine eigene Nafs (Seele, Ego) geprüft werden. So gibt es Menschen die aufgrund Ihrer Schönheit und Ihren guten Eigenschaften geprüft werden. Eine Frau könnte durch Ihren eigenen Besitz geprüft werden, und ein Mann könnte ebenso durch Sein Vermögen geprüft werden. Andere widerrum können durch ihre Eltern geprüft werden.

So wirst du in dieser Sura die Erwähnung aller dieser Arten der Fitan finden, ihre Ursprünge und die Lösungen diese Fitan zu überstehen.

 

Die Fitnah durch ungläubige Eltern

Nimm dieses Gleichnis, welches in dem ersten Teil der Sura erwähnt wird.

Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, seine Eltern mit Güte zu behandeln. Wenn sie sich aber darum bemühen, dass du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu mir wird eure Rückkehr sein, da werde ich euch kundtun was ihr zu tun pflegtet. (29:8)

Hierbei musst du beachten, dass es Eltern gibt die Fitnah verursachen und Ihr Ziel ist es den Diener dazu zu bringen, Shirk zu begehen.
Ist dies keine Fitnah? In der Tat das ist eine gewaltige Fitnah!

 

Die Tafsir Gelehrten sind sich einer Meinung, dass diese Verse aufgrund des Ereignisses des Sahabis Sad ibn Waqqas mit seiner Mutter, offenbart wurde, als diese versuchte Sad wieder zum Unglauben zu bringen. Sogar in solch einer Situation hat Allah (subhana wa ta’ala) befohlen, den Umgang mit den Eltern mit Güte zu erdulden bzw. zu entgegnen, aber nicht das man Ihren Intentionen Folge leistet.
Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

…Wenn sie sich aber darum bemühen, dass du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu mir wird eure Rückkehr sein, da werde ich euch kundtun was ihr zu tun pflegtet. (29:8)

Und Allah (subhana wa ta’ala) sagt am Anfang des Verses:
Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, seine Eltern mit Güte zu behandeln.

Dieses ist eine fürchterliche Fitnah! Nun was ist aber der Weg um dieser Versuchung zu entkommen?
Die Antwort lässt sich mit dem korrekten Verständnis der Gesetzgebung Allahs festlegen und zwar, dass Du ihnen nicht folgst wenn Sie dich zum Kufr und zum Shirk aufrufen oder zum Ungehorsam gegenüber Allah, dennoch solltest du den gütigen Umgang Ihnen gegenüber wahren.

Es gibt einige Menschen die durch diese Fitnah geprüft werden, und dann ihren Eltern nicht mit Güte sondern mit Härte entgegnen, und sind folglich um einige Stufen in das Verbot gelangt.
Derjenige, der bei solch einer schwierigen Angelegenheit geduldig ausharrt, den gütigen Umgang Ihnen gegenüber wahrt, und ihnen nicht folgt (wenn sie ihn zu dem Ungehorsam gegenüber Allah aufrufen), ist es der erfolgreich sein wird!

 

Die Fitnah zu einer Minderheit zu gehören

Eine weitere Art der Fitnah ist es, wenn eine Person einer breiten Masse von Ungläubigen begegnet oder gar unter Ihnen leben muss. Sie sind Nichtmuslime, und nun kommt ein Gläubiger Muslim und bemerkt, dass er und die gläubigen Muslime sehr wenige sind, und dass die Nichtmuslime, die Heuchler, die Kriminellen, oder die Ungehorsamen die Mehrheit die deutliche Mehrheit ausmachen. Wie kann er sich selbst nun aufrecht erhalten? Wie? Das ist eine Art der Fitnah, die das Herz angreift.

Nur wenige Menschen bleiben in so einer Situation standhaft. Die meisten schauen auf die anderen Personen hinauf und sehen dass die Mehrheit mit dem Bösen ist und fallen dennoch dort hinein. In dieser Sura wird eine solche Angelegenheit erwähnt, mit der dazugehörigen Lösung! Nun Lies die Sura und denke über diese Situtation nach. [Eine weitere Erläuterung folgt im Text]

 

Die Fitnah zu sehen wie die Ungläubigen sich vergnügen

Eine weitere Art der Fitnah, die in dieser Sura erwähnt wird, ist, dass eine Person sieht, wie die Feinde Allahs und des Propheten Muhammads (Allahs Segen und Friede auf ihm) ein langes und sicheres Leben führen. Er sieht dass die Feinde Allahs lange auf der Erde leben, ihre Stärke genießen und andere unterdrücken und dies sind die Feinde Allahs, Ungläubige.

Dies könnte eine Person dazu verleiten den Versuchungen dieser Dunyaa zu folgen und somit den Ungläubigen zu helfen andere vom Wege Allahs abzubringen. n.

Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar (11:40)

Einige der Gelehrten erklärten, dass die Anzahl der Menschen die Nuh folgten nur 13 waren. Andere dagegen sagen, dass ca. 70 Männer und Frauen ihm folgten. n.
Er blieb für fast 1000 Jahre mitten unter ihnen, während der Shirk weit verbreitet war. Man betete die Idole: Wadd, Suwaa‘, Yaghooth, Ya’ooq, und Nasr, an. (Siehe Sura 71:23)

Und er hat die Menschen am Tage und in der Nacht aufgerufen, versteckt und offenkundig und niemand wollte sich zu der kleinen Gruppe von Gläubigen bekennen. Ist das keine Fitnah, die die Herzen angreift?
Gewiss war dies eine gewaltige Fitnah. Es waren nicht nur 10, 20 oder 50 Jahre oder gar 100 Jahre. 200 Jahre gingen vorbei, 300, 400, 500, bis fast 1000 Jahre erreicht wurden. Dann kam endgültig der Ausweg von Allah, dem Allmächtigen und Majestätischen.

Und Wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiss die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiss wird Er die Lügner erkennen.(29:3)

Wann wird man dies erkennen können? Dann wenn sich die Fitnah anbahnt und erfolgreich zu sein scheint.
Also das Thema dieser Sura, wie wir bereits festgestellt haben, ist eine Fitnah wie man sie sogar in der Geschichte Nuhs erkennen kann. Diese Lektion ist die Fitnah und wie man sich vor ihr schützen kann, wenn sie eine lange Zeit andauert.

Manche Leute denken fälschlicherweise, dass Allahs Angelegenheiten sie so erreichen wie sie es sich vorstellen. n.

Er swt wird die Menschen testen, so wie Er Nuh und sein Volk getestet hat, als sie unter ihrem Volk (zu Allah rufend) für 950 Jahre lebten, und nachdem nur eine kleine Schar an Menschen gläubig wurde.
Somit ist ein Weg, die Prüfungen mit denen Allah swt. einen konfrontiert zu bestehen, die Geduld!

Allah sagt:

Aber Wir erretteten ihn und die Schiffsinsassen; und Wir machten sie zu einem Zeichen für alle Völker. (29:15)

 

Die Fitnah der Argumentation

Dann erkennen wir in der Geschichte Ibrahims eine weitere Art der Fitnah – Gegner, die gegen die Auforderung argumentieren und kämpfen.
Sie fügen sich nicht, im Gegenteil sie hecken nur aus und planen, gegen die Aufforderungen.
Bestimmte Sachen der Dunya, die sie lieben, werden ihnen sehr lieb gemacht , wie Allah(subhana wa ta’ala) sagt:

Und er (Ibrahim) sagte: "Ihr habt euch nur Götzen statt Allah genommen, um die Beziehung zueinander im irdischen Leben zu pflegen. Dann aber, am Tage der Auferstehung, werdet ihr einander verleugnen und verfluchen. Und eure Herberge wird das Feuer sein; und ihr werdet keine Helfer finden (29:25).

Daher befindet sich in der Argumentation eine Art der Fitnah. Nur Wenige Leute haben Geduld an der Wahrheit festzuhalten, ohne von dieser Art der Fitna beeinflusst zu sein, wie z.B. die Zweifel, die die Polytheisten und Ungläubigen in Gedanken der Muslime einflößen.

Die Fitnah der Leidenschaften und Begierden

Hiernach erwähnt Allah (subhana wa ta’ala) die Geschichte Lots (Friede sei auf ihm). Hier wird die Fitnah der Begierden der Männer erwähnt, die gegen die wirkliche Natur eines Mannes verstoßen. Dies, zusammen mit einer Anzahl anderer Leidenschaften und ihrer äußerlichen Förderung, behaupteten sie (das Volk Lots), dass nichts schlimmes daran ist.
Gegen jeden, der ihnen diese Handlungen verbot, widersetzten sie sich.
Er (Lut) verbat es ihnen und sagte:„Vergeht ihr euch tatsächlich an Männern und macht die Wege unsicher? Und bei euren Versammlungen begeht ihr Abscheuliches!" Jedoch die Antwort seines Volkes waren nur die Worte: "Bringe Allahs Strafe über uns, wenn du die Wahrheit redest."(29:29)

Es war eine gewaltige Fitnah für Lot als Seine Frau aus seinem eigenen Heim auch in das Unheil fiel und eine von Ihnen wurde. Sie spornte die Männer an mit den Männern, die neu zu ihrem Land kamen, geschlechtlichen Verkehr zu haben.

Sodann erretteten Wir ihn und die Seinen, mit Ausnahme seiner Frau; denn sie gehörte zu denen, die zurückblieben.(7:83)

Deswegen sind die Leidenschaften und Begierden eine Form der Fitnah. Wie kann sich jemand vor seinen Leidenschaften retten? Er kann sich vor ihnen retten, indem er erkennt dass diese eine Art der Fitnah sind.
Allah hat die Begierden im Fleisch der Menschheit bestimmt, damit diese die Menschen dazu führt, einerseits Ihre Abstammung zu schützen (indem sie Kinder bekommen) und andererseits auch um den Menschen zu prüfen.
Hat er Geduld oder nicht? Setzt er ständig durch was Allah von ihm verlangt, oder kehrt er zu seinen Begierden zurück und verliert die Handhabe über sie.

Also war in dieser Geschichte die Fitnah der Auslöser für Allahs Strafe über die Menschen, welche nicht von Dingen abließen, die der Mächtige und Majestätische, verbot.

 

Die Fitnah der Ungehorsamkeit gegenüber Wissen

Eine weitere Art der Fitnah ist, wenn Menschen Wissen haben und die Gesellschaft weiß was richtig ist, jedoch nicht gemäß dem Wissen handelt. Eine unwissende Person kann belehrt werden, aber wenn Wissen sich über die gesamte Gesellschaft verbreitet hat und die Menschen die „Grenzen“ kennen und einige Erkenntnisse besitzen, jedoch bestreiten was sie wissen, ist dies dann keine Fitnah?!
Wissen ist kein Segen für sie gewesen, im Gegenteil es wurde nur eine Fitnah. Allah der Mächtige und Erhabene erwähnt, dass die Stämme von Ad und Thamud Wissen besaßen. Sie wussten und hatten Einsicht doch trotz diesem rebellierten sie und übertraten.

Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

Und (Wir vernichteten) die ‚Ad und die Thamud; und dies ist aus ihren Wohnstätten für euch klar ersichtlich. Und Satan ließ ihnen ihre Werke wohlgefällig erscheinen und hielt sie von dem Weg ab, obwohl sie einsichtig waren. (29:38)

Der Satan verschönerte ihnen ihre Taten und brachte sie von dem Weg ab, obwohl sie Leute der Einsicht waren. Waren sie unwissend? Nein. Waren sie fehlerhaft in Teilen ihres Wissens? Nein. Sie hatten Wissen, jedoch verschönerte der Satan ihnen ihre Taten und brachte sie vom Weg ab. All dies während sie eine gute Einsicht besaßen. Es ist eine gewaltige, fürchterliche Fitnah wenn eine Person Wissen besitzt jedoch den Satan folgt, indem er das Wissen was ihm sein Herr Allah, der Mächtige und Majestätische, gegeben hat, verleugnet.

 

 

Die Fitnah der Beweisführung

Gewaltig kann auch eine Fitnah sein, die nur aus Dialogen und Debatten besteht. Heutzutage sind Dialoge üblich verbreitet: Debatten mit Christen, Debatten zwischen Menschen, Debatten zwischen den Religionen, Debatten zwischen Rechtschulen, Debatten zwischen Sekten etc. Dieses Debattieren ist eine Art der Fitnah.
Shows über diese Idee werden zurzeit oft im Fersehen übertragen, da sie einen Einfluss auf Menschen mit schwachen Herzen haben. Man sieht verschiedene Religionen und Sekten- Die einen beten etwas an und die anderen etwas anderes. Eine Person könnte somit unsicher werden. Aber der wahre Gläubige weiß, dass diese Auswahl nur eine weitere Prüfung ist, dass die Wahrheit nur einen Weg hat und das diese anderen Menschen so sind wie Allah, der Mächtige und Majestätische, sie beschrieben hat:

sie werden sich plagen und abmühen; sie werden in einem heißen Feuer brennen. (88:3-4)

Sie wollten den Weg zu Allah, dem Mächtigen und Majestätischen, finden, doch waren sie im Irrtum.
Aber im Bezug auf das Thema Diskussionen- diskutiert ein Mann oder nicht? Debattiert ein Mann oder nicht. Das ist wahrlich eine Fitnah.
Doch wer ist derjenige der mit ihnen diskutieren soll? Derjenige, der Wissen besitzt! Nicht jeder!
Daher sollte hier erwähnt werden, dass es manche Leute gibt, die auf Auseinandersetzungen eingehen, entweder mit den verdorbenen Muslimen, den Christen, den Juden oder anderen Religionen oder verirrten Ideologien, diese werden gelegentlich bezwungen oder die Gegenpartei ist stärker.
Allah der Mächtige und Erhabene hat in dieser Sura klargestellt, dass sich die Fitnah ausbreiten wird, wenn der Dialog nicht von den Gelehrten geführt wird.
Allah der Mächtige und Erhabene sagt:

Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift(die Juden und die Christen); es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben. Und somit haben Wir dir das Buch herniedergesandt, und so glauben diejenigen daran, denen Wir das Buch gegeben haben; und unter diesen sind einige, die daran glauben. Es sind aber nur die Ungläubigen, die Unsere Zeichen leugnen. (29:46-47).

Bis der Mächtige und Erhabene sagt:

Nein, es sind klare Zeichen in den Herzen derer, denen das Wissen gegeben wurde. Es gibt keinen, der Unsere Zeichen leugnet außer den Ungerechten. (29:49).

So, verbietet uns Allah das Diskutieren mit den Leuten der Schrift, es sei denn auf die beste Art und Weise. Aber wer sollte solche Diskussionen führen? Derjenige, der diskutiert ist der jenige der den Koran kennt und versteht wie Allah (subhana wa ta’ala) sagt:

Nein, es sind klare Zeichen in den Herzen derer, denen das Wissen gegeben wurde. (29:49)

Hierauf bezogen, wer auch immer den Koran, die klaren Zeichen, die klaren Gleichnisse die man im Koran findet, die Hinweise im Koran, die Beispiele im Koran, wie man Diskussionen führt, Beispiele wie man mit bösen Sündern debattiert, den hochmütigen Menschen, solche die gegen jede Grenzen verstoßen und jede Kategorie von Menschen, nicht kennt- wer auch immer das alles nicht weiß, der ist nicht fähig zu diskutieren.

Daher ist es nicht erlaubt für jede Person Diskussionen mit ihnen einzugehen, wobei er dann seine eigenen Meinungen und Denkensweisen vertritt. Stattdessen sollten die Diskussionen von den Gelehrten durchgeführt werden.
Hiwaar (diskutieren) oder mujaadalah, sind Wörter, die im Koran nur für Leute mit Wissen gebraucht werden, welche die Grenzen kennen die Allah und sein Gesandter( salalahu alahi wa salam) gesetzt haben.
Also deswegen kann die Fitnah sehr wohl durch Argumentationen erscheinen. Eine Person könnte kommen und sagen:“ Diskutiere mit mir!
Warum diskutierst du nicht mit mir?“ Dann fängt er an ein Thema zu suchen über was er debattieren will….

Deswegen sollte eine Person in solch einer Situation auf seine Religion Acht geben und die Ehre seiner Religion aufrechterhalten und gut darstellen. Wer auch immer ihn in seiner Brust trägt ist mit der Wahrheit, da der Koran der permanente Beweis ist gegen alle Menschen!

Es könnte sein das eine Person die Beweise nicht kennt die er braucht (für die Diskussion), in diesem Falle sollte er das sagen was Allah der Mächtige und Erhaben gesagt hat:

Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben."(29:46)

Dies ist die generelle Art und Weise um mit ihnen zu diskutieren und diejenigen die den Koran kennen und die Shareeha verstehen kennen die bestimmten und gesamten Details.

Die Fitnah der Dunyaa (des Diesseits)

Eine weitere Fitnah die in dieser Sura erwähnt wird ist, ist dass Allah das Leben in der Dunyaa verschönert mit all seinen nutzlosen Vergnügungen und Freuden und allen Dingen, die Spaß machen, um auf ihr einen Genuss zu verspüren.
Eine Person könnte sich diesen Dingen hingeben und das Jenseits vergessen.
Allah der Mächtige und Erhabene sagt im letzten Teil der Sura:

Dieses irdische Leben ist nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel; die Wohnstatt des Jenseits aber – das ist das eigentliche Leben(Hayaawan), wenn sie es nur wüssten!(29:64)

Daher gibt es eine Menge Menschen die durch die Fitnah des Diesseits geprüft werden, indem sie seine nutzlosen Freuden und Vergnügungen genießen und denken, dass diese Sachen andauernd bleiben, jedoch kennen sie das wahre Leben nicht!
Allah der Mächtige und Erhabene sagt:

…das ist das eigentliche Leben(Hayawaan), wenn sie es nur wüssten!(29:64)

Hayawaan (das eigentliche Leben) ist ein steigender Ausdruck von dem Wort Hayat (Leben), also meint der Vers, dass das Jenseits, das Paradies und das Höllenfeuer, das wahre und vollkommene, endlose Leben sind.
Wer auch immer nun das wahre Vergnügen und den vollkommenen Lebensgenuss und die Befriedigung sucht, der wird es nur im nächsten Leben im Paradies finden.
Wer auch immer frei von den schädlichen Sachen sein will, und von ihnen im Diesseits flieht, der flieht gleichzeitig auch von der Hölle, denn alle schädlichen Sachen werden in der Hölle sein.

Eine Anzahl von Gelehrten (Ibn Qayaam Al-Jawziyyah einbezogen) haben gesagt: Was auch immer Allah über die Freuden des Diesseits im Koran berichtet, es ist für dich, damit du auf die Freuden des Diesseits schaust und sie mit den großen Freuden des Diesseits vergleichst.

Für jedes Beispiel einer Sache, die man genießt oder womit sich die Menschen verwöhnen und jedes Beispiel für eine schädliche Sache im Diesseits, sogar wenn es nur eine geringe Menge an Kummer auslöst, so benutzt Allah diese Beispiele um dich an das Jenseits, seine Strafe, seine Qual und sein Verlust (die Hölle) zu erinnern.
Wer auch immer das wirkliche wahre Leben und seine Freuden sucht, so lass ihn nach der ewigen Glückseligkeit suchen.
Dieses weltliche Leben, mit seinen Vergnügungen und Freuden ist nicht mehr als nutzlos und somit ist es eine Art der Fitnah.
Schau auf die Menschen heutzutage und schau wie sie geprüft werden durch die Vergnügen dieser Dunyaa!
Warum haben die Herzen der Menschen sich verhärtet und sind unempfänglich geworden? Weil sich die Menschen zu den Freuden und Vergnügen gewandt haben!

Warum haben sie sich von dem Jenseits hinweg entfernt? Weil sie sich zu den Freuden und Vergnügen gewandt haben!
Warum haben sie kaum etwas vom Koran im Gedächtnis? Weil sie sich zu den Freuden und Vergnügen gewandt haben!
Der aufrichtige, intelligente Mann ist derjenige der an Allahs Aussage denkt:

Dieses irdische Leben ist nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel; die Wohnstatt des Jenseits aber – das ist das eigentliche Leben(Hayaawan), wenn sie es nur wüssten!(29:64)

Die Fitnah der Gefahrlosigkeit und Sicherheit

Eine weitere Sorte der Fitnah, die in dieser Sura erwähnt wird, ist die Fitnah der Gefahrlosigkeit und Sicherheit.
Schau dir die Sicherheit von Haram (Mekka) an und der Plätze die herum liegen. Nach langen Jahren der Sicherheit, haben die Menschen angefangen zu denken, dass ihnen kein Unheil in Mekka widerfährt.
Erdbeben ereigneten sich in Orten außerhalb von Mekka, in Mekka hat das nicht stattgefunden.
Gräueltaten, schwierige Lebensumstände, das sind Sachen, die die anderen befallen…. Die Menschen, die in Haram leben sagen:“ Wir sind Allahs liebste Kinder, oder sie sagen: „ Wir sind Allahs bevorzugtes Volk“, oder sie sagen ähnliche Sachen.

Allah, der Mächtige und Erhabene, hat diese Fitnah am Ende der Sura Al-‚Ankaboot verdeutlicht.

Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweg gerissen werden? Wollen sie da noch an (etwas) Falsches glauben und die Huld Allahs leugnen?(29:67)

Dies ist ein Segen Allahs, der nicht zu einer Art der Fitnah werden darf!
Allah bestimmte, dass die Menschen gefahrlos und sicher in Haram leben, während der Zeit des Propheten und auch nach der Zeit des Propheten, solange Er will.

Allah sagt doch:

Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweg gerissen werden? Wollen sie da noch an (etwas) Falsches glauben und die Huld Allahs leugnen?(29:67)

Werden sie dann an die Falschheit glauben nachdem Allah sie so gesegnet hat?!
Werden sie dem Shirk und dem Kufr verfallen, und den Propheten Muhammad (sallallaahu alayhi wa sallam) ablehnen, und sich dem Gehorsam der Teufel verpflichten? Oder fallen sie in die Angelegenheiten, die etwas leichter sind als die vorigen, wie Ungehorsamkeit, Sünden, Übertretung?

Diese Menschen sind undankbar für den Segen Allahs. Wer ist es, der ihnen diesen Segen gab? Allah der Mächtige und Erhabene!
Allah sagt:

Was ihr Gutes habt – es ist von Allah. Wenn euch jedoch ein Schaden trifft, dann fleht ihr Ihn um Hilfe an!(16:53)

Allah hat den verschiedenen Arten der Fitnah erlaubt, Seine Diener zu befallen, es gibt jedoch eine Menge Diener die glauben, dass Prüfungen und Proben nur die anderen Menschen befallen, und man selbst nicht durch Schwierigkeiten geprüft wird.

So gibt es manche die sagen, dass der Verlust von Reichtum oder Erkrankungen, diese und jene Person trifft, man selbst fühlt sich sicher.
Schwere Erkrankungen greifen eine Person schwer an, Möge Allah uns vor ihnen schützen.

Man denkt, dass Schlaganfälle und ähnliche Sachen nur andere Personen treffen und man selbst nicht betroffen wird, aber solch eine Person denkt nicht über die Worte Allahs des Erhabenen und Mächtigen nach:

Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweg gerissen werden? Wollen sie da noch an (etwas) Falsches glauben und die Huld Allahs leugnen?(29:67)

 

Abschließende Erklärung

Dies waren einige Beispiele von den verschiedensten Arten der Fitan und der Prüfungen die in der Sura Al Ankaboot erwähnt werden.
Das Ende und der Anfang der Sura behandeln dasselbe Thema, wie einige Gelehrte sagen: “ Das Thema der Sura Al Ankaboot lässt sich in den ersten und letzten Versen der Sura festlegen.
Allah der Mächtige und Erhabene sagt:

Alif Lam Mim.
Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: "Wir glauben", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiß die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiß wird Er die Lügner erkennen. (29:1-3)

Was ist der Ausweg aus all diesen Situationen? Die Antwort findet man am Ende der Sura genauer gesagt im letzten Vers:

Und diejenigen, die in Unserer Sache wetteifern – Wir werden sie gewiss auf Unseren Wegen leiten. Wahrlich, Allah ist mit denen, die Gutes tun. (29:69)

Ich bitte Allah das Er uns mit all dem segnet, was wir gehört haben, und dass Er uns von den Leuten des Qur’ans macht, welche Seine meist geliebten Menschen sind, und das Allah unser Wissen vermehrt und uns an das erinnert was wir vergessen haben.
Und außerdem frage ich Allah, dass Er uns von denen macht, die das Erlaubte (Halal) in seinem Buch als Erlaubt betrachten, und dass Allah uns zu denen macht, die das Verbotene in Seinem Buch als Verboten erklären, und das Allah uns zu denen macht, die fest an die verbogenen Angelegenheiten, die uns durch den Koran berichtet wurden sind, glauben. Wahrlich Allah ist der Höchste, der Großzügige.

Teste dein Wissen!

1. Welche Arten der Fitnah, die die Menschen ausgesetzt sind, werden in der Sura AL Ankaboot erwähnt?
2. Wie viele Menschen glaubten durch Nuhs Dawa, und für wieviele Jahre rief er sie zu Allah?
3. Inwiefern steht der Anfang der Sura im Bezug zu dem Ende der Sura Al Ankaboot?
4. Wie kann Gefahrlosigkeit und Sicherheit für einige Menschen zu einer Fitnah werden?

 

Übersetzt von Mohammed-Nabil Abdullah 

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 Ein Muslim im Ramadan ist wie ein Engel:

 Am Tag befreit er sich von Sünden und in der Nacht betet er zu Allah!

 

 

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Allahu a3lam

 
***DeN mEnScHeN mUsS mAn KeNnEn Um iHn Zu LiEbEn,
 ALLAH mUsS mAn LiEbEn Um iHn Zu KeNnEn***
 
 

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*****Die Nahrung des Herzens ist der Glaube;

die Nahrung des Verstandes ist Wissen*****

 
 

Glitter Photos

 

*****Gehorchst du der Dunya, wirst du an der Dunya gemessen***** 

 

 

"ربنا آتنا في الدنيا حسنة وفي الآخرة حسنة وقنا عذاب النار"

 

 

 

 

 

Dinge die das Herz verunreinigen..

Wir alle wissen, dass jede Tat der Sünde und des Ungehorsams den Iman schwächer macht, das Herz verdirbt und für seinen Untergang sorgt. Und wenn das Herz verdorben ist, führt das zu weiteren Sünden, und die führen wiederum dazu, daß das Herz noch weiter verdorben wird, bis man sich in einem Kreislauf befindet.

Ibn Al-Mubarak sagte:

Ich habe Sünden gesehen, die das Herz töten, und einige haben dazu geführt, dass man süchtig nach ihnen geworden ist. Sich abwenden von schlechten Taten gibt dem Herzen Leben, und der Kampf gegen die Nafs ist das Beste dafür.

Noch gefährlicher als Sünden sind allerdings die Taten, die nicht haram sind, und das Herz verderben können, denn eine Sünde zu erkennen ist leicht, eine erlaubte Tat, die das Herz verdirbt, zu erkennen ist sehr schwer.
Ibn Al-Qayyim (r) hat von diesen Taten im Besonderen vier erwähnt, die nur schwer zu erkennen, aber deren Auswirkungen auf das Herz gewaltig sind.

das erste :
Zu viel unnötiges Gerede

Im Musnad wird von Anas berichtet, dass der Prophet (a.s.s.) sagte:

„Der Glaube eines Dieners ist nicht eher in Ordnung, bis sein Herz in Ordnung ist, und sein Herz ist nicht eher Ordnung, bis seine Zunge in Ordnung ist.“

Das zeigt, dass der Prophet (a.s.s.) die Reinigung des Glaubens von der Reinigung des Herzens abhängig gemacht hat, und die Reinigung des Herzens von der Reinigung der Zunge.
Ibn Umar überliefert vom Propheten (a.s.s.):

„Sprecht nicht viel ohne dabei Allahs zu gedenken, den so ein ausgiebiges Gerede ohne die Erinnerung an Allah lässt das Herz hart werden, und derjenige ist am weitesten von Allah, der ein hartes Herz hat.“

Und Umar ibn Al-Khattab sagte:

„Wer viel redet, begeht viele Fehler, und wer viele Fehler begeht, begeht auch viele Sünden, und das Feuer hat eine besonderes Recht auf diese gewohnheitsmäßigen Sünder.“

Und der Prophet (a.s.s.) sagte zu Mu’adh ibn Jabal, und er hielt dabei seine Zunge zwischen seinen Fingern:

„Halte dich damit zurück“ Und Mu’adh sagte: „O Gesandter Allahs, werden wir zur Verantwortung gezogen für das, was wir sagen?“

Und der Prophet (a.s.s.) sagte:

„Gibt es etwas, was die Menschen noch mehr auf ihren Gesichtern ins Feuer wirft, als die Ernte ihrer Zunge?“

Und die Ernte der Zunge ist in diesem Fall die Strafe für etwas Verbotenes, was man gesagt hat, denn am Tag der Auferstehung wird jeder Mensch die Ernte bekommen für das, was er in dieser Welt vorbereitet hat.

Und ebenso Abu Hurairah überliefert vom Propheten (a.s.s.): „Der Diener spricht ein Wort, dem er keine Beachtung schenkt, und er wird dafür (für dieses Wort) in die Tiefen des Feuers geschickt, tiefer als die Entfernung zwischen Osten und Westen.“ (subhanallah wieviele dinge sagen wir im alltag ohne wirklich darauf zu achten? )
Und noch einmal von Abu Hurairah, nach dem der Prophet (a.s.s.) sagte:

„Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, soll Gutes sprechen oder schweigen.“

Daher gibt es nur zwei Kategorien von Gerede: das Gute, das empfohlen ist, und das Schlechte, das man unter allen Umständen vermeiden sollte. Und allein das zeigt, dass man vor jedem Wort, das man ausspricht, sich fragen sollte, ob es etwas Gutes ist. Wenn nicht, sollte man den Gedanken daran sofort beiseite schieben.
Der Prophet (a.s.s.) sagte:

„Alles, was der Sohn Adams sagt, ist gegen ihn, außer Al-Amr bi-l-Maruf wa An-Nahia ´ani-l-Munkar (Das Gute gebieten und das Schlechte verwehren) und die Erinnerung an Allah.“

Und das erklärt, warum die Salaf in jeder Sekunde ihre Lebens auf ihre Zunge geachtet haben, damit sie nicht ein Wort verlässt, das man für leicht hält, wofür man aber am Tag der Auferstehung mit der Hölle bestraft wird.

Umar ibn Al-Khattab besuchte einmal Abu Bakr und fand ihn, wie er mit seinen Finger an seiner Zunge gezogen hat. Und er sagt ihm „Halte ein, möge Allah dir vergeben!“ Abu Bakr antwortete: „Diese Zunge hat mich an gefährliche Orte gebracht.“
Abu Hurairah überliefert von Ibn Al-Abbas:

„Am Tag der Auferstehung wird man für keinen Teil des Körpers mehr Wut empfinden als für die Zunge, es sei denn, daß man sie nur dafür benutzt hat, um das Gute zu befehlen.“

Vom Propheten (a.s.s.) wird überliefert:

„Der Blick ist ein vergifteter Pfeil des Schaitan. Wer ihn für Allah zu Boden schlägt, dem wird Er eine erfrischende Süße geben, die er in seinem Herzen finden wird an dem Tag, an dem er Ihm begegnet.“

Schaitan erhält Eintritt in das Herz eines Dieners durch den Blick, und er lässt das, was man gesehen hat, auf das der Blick gefallen ist, schöner aussehen als es in Wirklichkeit ist, bis er es für das Herz zu einem Götzen macht, den es verehrt. Dann kommt er mit falschen Versprechungen und dem Feuer der Begierde (Asch-Schahwa), das noch größer wird durch verbotene Taten, die der Diener nicht verrichtet hätte, wenn er nicht durch einen Blick ein falsches Götzenbild ins Herz bekommen hätte.
Es wird gesagt, dass zwischen dem Auge und dem Herzen eine direkte Verbindung besteht. Wenn der Blick des Auges verdorben ist, folgt ihm das Herz. Und das Herz wird wie ein Behälter, in dem sich alles, was man an Schlechtem und Verdorbenen sieht, ansammelt, bis sich soviel angesammelt hat, dass es keinen Platz mehr gibt für die Liebe zu Allah, für Taqwa, für das Bewusstsein, dass Allah einen zu jeder Zeit sieht und hört, und für die Freude an Seiner Nähe. In so einem Herzen kann sich nur das Gegenteil all dessen befinden.
Daher ist der unkontrollierte Blick Ungehorsam gegenüber Allah und Seinem Wort:

„Sprich zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist dessen, was sie tun, recht wohl kundig.“ (24:30)

Nur wer Allah gegenüber gehorsam ist, wird zufrieden sein in dieser Welt und in der kommenden Welt erfolgreich sein.

Den Blick nicht zu beherrschen lässt das Herz blind werden, so dass es nicht unterscheiden kann zwischen Wahrheit und Falschheit, zwischen Sunnah und Bid’ah. Zügelt man seine Blicke nur für Allah und hält sie nur für Ihn unter Kontrolle, wird das Herz reich an Einsicht und Licht von Allah.

Al-Hassan Al-Basri sagte:

„Wer seine Zunge nicht kontrolliert, hat seine Religion nicht verstanden.“

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What if?

If you never felt pain,
Then how would you know that I’m a Healer?

If you never went through difficulties,
Then how would you know that I’m a Deliverer?

If you never had a trial,
Then how could you call yourself an overcomer?

If you never felt sadness,
Then how would you know that I’m a Comforter?

If you never made a mistake,
Then how would you know that I’m forgiving?

If you knew all,
Then how would you know that I will answer your questions?

If you never were in trouble,
Then how would you know that I will come to your rescue?

If you never were broken,
Then how would know that I can make you whole?

If you never had a problem,
Then how would you know that I can solve them?

If I gave you all things,
Then how would you appreciate them?

If I never corrected you,
Then how would you know that I love you?

If you h ad all power,
Then how would you learn to depend on me?

If your life was perfect,
Then what would you need Me for?

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Kinder können Wunder bewirken

Vor langer Zeit, in der Zeit der Tabi´in (Das ist die Generation von Muslimen, die nach den Sahabi kam), war Bagdad eine sehr große Stadt des Islam. Mehr sogar, sie war die Hauptstadt der islamischen Welt, und wegen der großen Anzahl der Gelehrten, die dort lebten, war sie auch das Zentrum der Islamwissenschaft.
Eines Tages, schickte der damalige Herrscher von Rom einen Botschafter mit drei Fragen für die Muslime nach Bagdad. Als dieser die Stadt erreicht hat, teilte er den Kalifen der Muslimen mit, dass er drei Fragen als Herausforderung für die Muslime hatte.
Der Khalif rief alle Gelehrten der Stadt zusammen. Der römische Botschafter stieg eine hohe Bühne hinauf und sagte:" Ich bin zu euch mit 3 Fragen gekommen. Wenn Ihr sie beantwortet, dann werde ich euch mit einem großen Reichtum belohnen, den der König von Rom mit mir geschickt hat."
Die Fragen sind wie folgt:
"Was gab es vor Allah?"
"In welcher Richtung ist Allahs Angesicht gerichtet?"
"Was macht Allah in diesem Moment?"
Die große Menge war ruhig.
In der Mitte dieser Menge brillanter Gelehrten und Studenten stand ein Mann mit seinem jungen Sohn.
"Oh mein lieber Vater! ich kann ihn beantworten und ihn zum Schweigen bringen" sagte der Jugendliche. So bat er den Kalifen um Erlaubnis und er bekam sie.
Der Römer sprach jetzt den jungen Muslimen an und wiederholte seine erste fragte: "Was gab es vor Allah?"
Der Junge fragte zurück: "können Sie zählen?"
"natürlich“, erwiderte der Mann.
"zählen Sie dann bitte von Zehn an rückwärts"
Der Römer zählte: "Zehn, neun, acht, „ bis er "…, eins" erreichte und da hörte er auf zu zählen.
"Aber was kommt vor eins?" fragte der Junge.
"Es gibt nichts vor eins, das war es schon!" antwortete der Mann.
"wenn also nichts nach der arithmetischen "eins" kommt, wie können sie es erwarten, dass vor dem absoluten wahren "Einen", dem Ewigen, dem Ewigbleibenden, dem Ersten, dem Letzten, dem Offenbaren und dem Inwendigen irgend etwas kommt ?"
Der Mann war überrascht von dieser direkten Antwort, die er nicht widersprechen konnte. Also fragte er weiter: "Dann sag mir in welcher Richtung Allahs Angesicht gerichtet ist?"
"Bringen Sie eine Kerze und zünde Sie sie!" sagte der Junge, "und sagen Sie mir dann in welche Richtung die Flamme zugewandt ist."
"Aber die Flamme ist bloß Licht. Sie leuchtet in allen vier Richtung, Norden, Süden, Osten und Westen. Sie zeigt nicht in eine bestimmte Richtung" antwortete der Mann verwundert.
Der Junge schrie: "Wenn sich das physikalische Licht in allen Richtungen ausbreitet, so dass Sie mir nicht sagen können in welche Richtung es zugewandt ist, was erwarten Sie denn vom dem "Nur-us-Samawati-wal-‚Ard": Allah – Das Licht der Himmeln und Erde, Licht über Licht. Allah ist allen Richtungen gleichzeitig zugewandt!"
Der Römer war überrascht und wunderte sich, dass so ein junger Mensch seine Fragen in solch eine Weise beantwortete, so dass die Beweise nicht zu bestreiten waren.
Verzweifelt wollte er mit der letzten Frage weitermachen. Aber der Junge hat vorher gesprochen: "Warten Sie mal! Sie sind es, der die Fragen stellt, und ich bin es der die Antworten zu diesen Herausforderungen gibt. Es ist also nur gerecht, dass Sie an meine Stelle runterkommen, und dass ich hoch an Ihrem Platz stehe, so dass die Antworten genauso wie die Fragen gehört werden können."
Der Römer war dieses Argument sehr sinnvoll, also kam er runter von der Bühne, wo er stand, und der Junge kletterte an seine Stelle. Der Mann wiederholte dann seine letzte Frage: "sag mir, Was macht Allah in diesem Moment?""
Der Junge antwortet stolz: "In diesem Moment, hat Allah einen Lügner und Spötter über den Islam von dieser Bühne runter gebracht und niedrig gemacht. Und denjenigen, der an der Einzigkeit von Allah glaubte, hat er erhöht und somit die Wahrheit bewiesen.Jeden Augenblick offenbart Er Sich in neuem Glanz. (Surat 55 Ar-Rahman, Vers 29)."
Der Römer hatte nichts mehr zu sagen, so kehrte er geschlagen in sein Land zurück.
Dieser Junge ist einer der berühmtesten Gelehrten des Islams geworden. Allah, der Erhabene, hat ihm eine Menge Weisheit und Wissen vom Deen (Religion) gegeben. Sein Name war Abu Hanifah (rahmatullah ‚alayhi, möge Allah ihm Gnade erweisen) und er ist heute als al-Imam-e-A’zam, der Größte Imam und Gelehrte vom Islam, bekannt.
Möge Allah uns erbarmen und uns und unseren Kindern Wissen und Weisheit geben. Amin.

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A Tearful Du’a
All praises are for you Allah, how I hope that you are there.

For sinful though I know I am, your displeasure I can not bear.

Never, till this moment, did I realize how much I’ve strayed.

Never, till now, was I more conscious of all those times when I should have prayed.

For sins are like heavy baggage, that one carries through Life, the airport.

Why didn’t I realize sooner, that Earth is but a place of sport ?

Ya Allah ! Forgive me. Save me from the fire of Hell.

Forgive me as you did my parents, from Jannah though they fell.

Ya Allah ! Protect me. From myself for my soul is weak.

Let me not falter ever, for Jannah is the abode I seek.

Ya, Allah! Please help me. For I don’t understand and thus, I fear.

What happened to all those moments when I never doubted that you were near ?

My actions once were guided, by my faith which, once, was strong.

Ya Allah! please guide me. What happened, what went wrong ?

Each footstep that I used to take, I took with you ever near my side.

The Quran was my faithful companion, Rasulullah my beloved guide.

How I yearn for those bygone days Allah, for I know that the day comes near,

When we’ll each receive our just rewards, and Truth will stand sparkling clear.

Life is like a spider’s web Allah. We get caught in its tricky snare

So thoroughly are we disillusioned, time for salat we can not spare.

I sit here and I wonder, Ya Allah! Why did I fall so low?

What happened to my faith Allah? Where did my Iman go?

In this earthly life of ours, so often does sin seem right.

Falsehood seems to be the truth, as if days are confused with night.

Man is an imperfect creature. And thus, Man shall always wrong.

For the road to Jan’ah is rocky, and the journey seems awfully long.

Ya Allah ! Our creator, we are all just peices of clay.

Please help us with our steps in life, and let us not lose our way.

All praises are for you Allah, I know that you are near.

I know that you have read my heart, and my words I know you hear.

Insha’Allah,
Ameen


                                         

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No time?

I knelt to pray but not for long,
I had too much to do.
I had to hurry and get to work
For bills would soon be due.
So I knelt and said a hurried prayer,
And jumped up off my knees.
My Muslim duty was now done
My soul could rest at ease.
All day long I had no time
To spread a word of cheer.
No time to speak of Allah to friends,
They’d laugh at me I’d fear.
No time, no time, too much to do,
That was my constant cry,
No time to give to souls in need
But at last the time, the time to die.
I went before the Lord,
I came, I stood with downcast eyes.
For in his hands God held a book;
No time?

It was the book of life.
God looked into his book and said
Your name I cannot find.
I once was going to write it down…
But never found the time"
Now do you have the time to pass it on?

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