Archive for September, 2008


Wie man Ikhlaas erlangt

Wie man Ikhlaas erlangt – Ibnul Qayyim

Veröffentlicht in April 30, 2008 von Abu-Ibrahim

Wie man Ikhlaas erlangt

Sheikhul Islaam Ibn Qayyim al-Jawziyyah

Ikhlaas (Aufrichtigkeit) kann nicht mit der Liebe zum gelobt werden und der Gier für das, was die anderen Leute haben, im Herzen vereint werden, außer in der Art und Weise wie Wasser und Feuer vereint werden.

Also wenn dein Bewusstsein dir mitteilt Ikhlaas zu suchen, dann wende dich erst der Gier zu und schlachte sie mit dem Messer der Hoffnungslosigkeit[1], dann wende dich der Liebe zum gelobt werden zu und gib es auf, wie jene, die dieses Leben auf dieser Welt anbeten, das Jenseits aufgeben. Wenn du erfolgreich die Gier geschlachtet und die Liebe zum gelobt werden aufgegeben hast, dann wird Ikhlaas leicht für dich.

Und wenn du fragst:

„Und was wird das Schlachten der Gier und das Aufgeben der Liebe zum gelobt werden leicht für mich machen?”

So antworte ich: Was das Schlachten der Gier angeht, so ist das, was es dir erleichtert dein Wissen mit der Gewissheit, dass es nichts gibt, was auch immer begehrt wird, außer dass seine Schätze allein mit Allaah sind, niemand besitzt sie, außer Ihm und dem Sklaven wird nichts von dem gegeben, außer von Ihm.

Und was das Aufgeben der Liebe zum gelobt werden angeht, so ist das, was es dir erleichtert, dein Wissen, dass niemands Lob nutzt und ziert und niemands Schmähung schadet und jemanden hässlich machen, außer der Lob und die Schmähung von Allah, alleinig. Ein Beduine sagte zum Gesandten Allaahs (sallallahu ‘aleihi wa sallam):

„Gewiss, wen auch immer ich lobe ist geschmückt und wen auch immer ich schmähe ist ungeschmückt.”

So sagte Allaahs Gesandter (sallallahu ‘aleihi wa sallam):

„Dies ist (für) Allaah, ‘aza wa jal, (allein).”

So gib den Lohn derer auf, deren Lob dich nicht schmückt und deren Schmähung dich auch nur irgendwie verschlechtern. Und ersuche das Lob Jenen, Dessen Lob all den Schmuck hat und Jenen, Dessen Schmähung all die Hässlichkeit hat. Und es ist unmöglich dies zu erlangen, außer durch Geduld und Gewissheit und wann immer du auch Geduld und Gewissheit verlierst, wirst du wie jemand, der den Ozean ohne ein Bot überqueren will.

Allaah, der Verherrlichte, sagte (in der ungefähren Bedeutung):

„So sei standhaft (o Muhammad). Gewiss, Allahs Versprechen ist wahr. Und diejenigen, die nicht überzeugt sind, sollen dich ja nicht ins Wanken bringen.” [30/60]

Und Er, der Allhöchste, sagte (in der ungefähren Bedeutung):

„Und Wir bestellten unter ihnen (den Kindern Israels) Vorbilder, die (sie) nach Unserem Befehl leiteten, als sie sich standhaft gezeigt halten und von Unseren Zeichen überzeugt waren.” [32/24]


[1] Die Hoffnung auf die Habseligkeiten dieser Welt aufgeben.

http://kitabundsunnah.wordpress.com/2008/04/30/wie-man-ikhlaas-erlangt-ibnul-qayyim/#_ftn1

Ar-Riyah (Der versteckte Shirk)

Veröffentlicht in Dezember 14, 2007 von Abu-Ibrahim

Ar-Riyaa: Versteckter Shirk
Abu Ammar Yasir al-Qadhi

Sprachlich kommt Riyaa von dem Wort „ra’aa“, welches meint, zu sehen, zu betrachten, anzuschauen. Das abgeleitete Wort „Riyaa“ bedeutet „Augendienerei, Heuchelei, Verstellung“.

Aus der Sicht der Shari’ah: „Das verrichten von Taten, die Allah gefällig sind, mit der Absicht anderen zu gefallen als Allah.“ So entsteht Riyaa im Herzen.

Mahmoud ibn Labiid berichtete, dass der Gesandte Allahs (saws) sagte: „Die Sache, die ich am meisten für euch fürchte ist der versteckte Shirk; Riyaah“ (Ahmad in seinem Musnad)

Abu Sa’iid berichtete, dass Allahs Gesandter (saws) zu ihnen kam als sie über ad-Dajjal redeten, und sagte: „Soll ich euch nicht über das informieren, was ich für euch mehr fürchte als die Gefahren des Dajjal? Es ist der versteckte Shirk; eine Person steht im gebet und verschönert sein Gebet, weil er sieht wie die Leute auf ihn schauen.“ (Sunan Ibn Majah vol. 2, #3389)

Abu Musaa al-Ash’arii berichtete, dass Allahs Gesandter (saws) eines Tages eine Rede hielt und sagte: „Oh Leute! Fürchtet diesen Shirk (damit ist Riyaah gemeint), es ist unauffälliger als das Kriechen einer Ameise.“ (Als Authentisch eingestuft in Sahih al Targheeb wat-Tarheeb, nr. 33)

Die Primärursache von Riyaa ist eine Schwäche im Iman. Wenn eine Person keinen starken Glauben in Allah hat, bevorzugt er die Bewunderung der Leute über dem Wohlgefallen Allahs.

Es gibt drei Symptome, die auf Riyaa hinweisen und es ist wesentlich, dass ein Gläubiger alle vermeidet.

1) Die liebe zum Lob – wie in einem Hadith berichtet wird über die ersten drei Personen, die ins Höllenfeuer geworfen werden; der Gelehrte (der für Ruhm unterrichtete), der Märtyrer (der für Ruhm kämpfte) und die Person, die ihr Geld für wohltätige Zwecke ausgab (damit die Leute sagen er sei Großzügig). All diese drei Personen begehrten das Lob der Leute mehr als das Wohlgefallen Allahs. Die Person, die das Lob der Leute wünscht muss in sich einen Stolz fühlen, damit er sich angemessen gelobt fühlt. Das ist eine Gefahr, deswegen wird er arrogant und überheblich.

Abu Hureira (ra) zitierte den Gesandten Allahs (saws), dass er sagte: „Allah, der Großartigste und Glorreiche, sagte: „Stolz ist Mein Mantel, und Großartigkeit Mein Gewand, wer immer mit Mir konkurriert, in Bezug auf irgendeinen von ihnen, so werde Ich ihn in die Hölle werfen.“ (Sahih Muslim, vol. 4 #6349, Sunan Abu Dawud, vol.3 #4079)

Abu Hureira (ra) zitierte die Warnung des Gesandten Allahs (saws) über eine Person, die sich selbst verehrt. „Es gibt drei misstrauende Dinge: Begierden, denen man folge leistet, Habsucht, der man folge leistet und Selbstbewunderung und Eingebildetheit einer Person und das ist die schlimmste der Dreien.“

Allah warnt auch davor in die Kategorie dieser Christen und Juden zu fallen, die im Qur’an erwähnt werden:

„Du sollst nicht meinen, dass diejenigen, die sich ihrer Tat freuen und gerühmt zu werden wünschen für das, was sie nicht getan haben, der Strafe entronnen seien. Ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.“ [3:188]

2) Furcht vor Kritik

Niemand mag es kritisiert zu werden. Die Abneigung der Kritik betreffend religiösen Praktiken kann in zwei Kategorien aufgeteilt werden:

a) Die erste Kategorie ist die einer Person, die ein Gebot von Allah vernachlässigt, um die Kritik seiner Gleichen zu vermeiden. Wie auch immer, die wahren Gläubigen werden im Qur’an wie folgt beschrieben: „…und werden den Vorwurf des Tadelnden nicht fürchten. Das ist Allahs Huld; Er gewährt sie, wem Er will; denn Allah ist Allumfassend, Allwissend.“ [5:54]

b) Die zweite Kategorie ist die einer Person, die bestimmte Gebote des Islams, nicht um Allah willen befolgt, aber, weil er sich fürchtet, von Leuten, die auf ihn schauen kritisiert zu werden, wenn er es nicht tut. Z. B. ein Mann würde seine Pflichtgebete in der Moschee verrichten, weil er nicht will, dass die Leute ihn dafür kritisieren, dass er zu Hause betet oder dass sie denken er würde überhaupt nicht beten.

3) Habgier gegenüber dem Besitz der Leute

Wenn eine Person begehrt, was die Leute besitzen, ob es ihr Rank ist, ihr Geld oder ihre Fähigkeiten, dann wünscht er sich, dass sie ihn beneiden. Z. B. wenn er, einer Person gegenüber, eifersüchtig wird, auf Grund seiner Position in der Gesellschaft, versucht er durch jedes mögliche Mittel, die gleiche Position zu erreichen. Solche Begierden verleiten Leute dazu ihr Leben damit zu verbringen, eine Schau zu machen für andere Leute, so dass sie sie um ihren Rank, ihr Geld und ihre Fähigkeiten bewundern.

Diese drei Kategorien werden in der folgenden Aussage des Prophet Muhammad (saws) angedeutet: Abu Musaa überliefert, dass eine Person zum Propheten (saws) kam und fragte: „Eine Person kämpft um Ehre zu verteidigen (d.h. Kritik zu umgehen), ein anderer um seine Tapferkeit zu prüfen (d.h. dafür gelobt zu werden), und ein anderer um damit anzugeben (d.h. das seine Position gesehen wird), wer kämpft von diesen Dreien auf dem Wege Allahs?“ Er (saws) antwortete:

„Wer auch immer kämpft um das Worte Allahs herrschend zu machen [d.h. Ehre des Islams zu bringen und sie im Land zu verbreiten], der ist derjenige, der auf Allahs Wege kämpft.“ (sahih al-Bukhari vol. 4 #65)

Einige Gelehrte raten:

„Entfernt von euch die Ursachen von Riyaa, indem ihr die Meinung der Leute in ihrer Wichtigkeit so betrachtet, wie die von Tieren und kleinen Kindern. Differenziere nicht in deiner Anbetung in der Anwesenheit von Leuten und ihrer Abwesenheit oder zwischen ihrem Wissen über eure Taten oder ihrer Ignoranz ihnen gegenüber. Seit euch eher dem endlosen Wissen Allahs bewusst.“

Wege Riyaa zu vermeiden

1. Wissen im Islam erweitern

2. Dua

Der Prophet lehrte die spezifische Du`a für Riyaa:
„Allahumma innaa na3uudhu bika an-nushrika bika shay’an na3lamuhu, wa nastaghfiruka limaa laa na3lamuh. [Oh Allah, wir suchen Zuflucht bei dir vor dem bewussten Begehen von Shirk und erbitten deine Vergebung für (den Shirk, den wir unwissentlich begingen]“

3. Nachdenken über Paradies und Hölle

4. das Verdecken von guten Taten

5. Nachdenken über die eigenen Fehler

6. Begleiten der Frommen

7. Wissen über Riyya

 

http://kitabundsunnah.wordpress.com/2007/12/14/ar-riyah-der-versteckte-shirk/

Der Countdown läuft – letzten 10 Tage des Ramadan und Lailat-ul-Qadr
 
 
Kaum zu glauben – doch es ist schon wieder soweit: Die letzten 10 Tage des Ramadan haben uns erreicht, das letzte Drittel, das uns die Errettung vor der Hölle verspricht – sprich unsere Chance, noch gaaanz schnell einen „Endspurt“ einzuschlagen und den begehrten „Tickets ins Paradies“ noch ein gaaanzes Stück näher zu kommen.
Daher noch mal schnell einige Tipps, die uns dabei behilflich sein sollten, die letzten zehn Tage sinnvoll zu nutzen:

1.) Gottesdienst (Ibadat), vor allem in den Nächten, stark vermehren:

Von A’ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr (r), die gesagt hat:
„Der Prophet, Allahs Heil und Frieden auf ihm (s), pflegte, wenn die zehn (letzten Nächte) des Ramadan kamen, sein Gewand (zum Gebet) herzurichten und die Nacht über zu wachen und seine Familie aufzuwecken.“ (Buchari)

InschaAllah wird uns der vermehrte Gottesdienst in den letzten zehn Nächten, vor allem nachts, nicht all zu schwer fallen, da unsere Körper bereits durch das Fasten im Ramadan und die generell vermehrte Ibada (Quiyamul Layl, Tarwaih-Gebet etc.)  an eine gewisse Disziplin gewöhnt sind.

Lasst uns die letzten zehn Tage inschaAllah, wie Muhammad sas. Uns empfohlen hat, mit vielen Gebeten, Koranlesen, Dhikr (Gedenken an Allah) und Du’a (Bittgegebeten verbringen.

2.) Durchführen des I’tikaf

A’ischa (r), die Gattin des Propheten (s) berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats Ramadan zurückzuziehen, bis Allah, der Erhabene, ihn sterben ließ. Nach seinem Tod pflegten sich auch seine Frauen zurückzuziehen.“ (Buchari)

„I’tikaf bedeutet dem Wort nach „sich an einen Ort verschließen und warten“. Als islamischer Fachbegriff bedeutet der I’tikaf, sich in eine Moschee zu begeben, um – sei es auch nur für eine kurze Zeit – sich von den geistigen und körperlichen Sünden und Verfehlungen zu entfernen und danach zu trachten, vollständig in eine Atmosphäre voller Harmonie, innerer Ausgeglichenheit und Gottesruhe einzutauchen und auf diese Weise für eine Weile nur mit dem Schöpfer alleine zu verweilen. „

Der große Gelehrte Atâ bemerkte: „Jemand, der sich in den I’tikaf begibt, ist wie jemand, der sich vor die Tür eines großen Königs begibt, weil er von ihm etwas benötigt und sagt: ‚Solange mein Bedürfnis nicht gestillt wird, werde ich nicht von hier weichen’. Und dieser ist in das Gotteshaus eingetreten und sagt: ‚Wenn Du mir nicht vergibst, dann weiche ich nicht von dieser Stelle’”.

Für einen Gläubigen, der viel Druck und Stress fühlt – gerade in diesen für die Muslime schwierigen Zeiten – kann der I’tikaf zu einem Ruhepunkt und zu einer „geistigen und seelischen Erholung“ werden. Es ist, als ob er in den Tagen des I’tikaf die „Himmelfahrt übt“ und bei Allah Zuflucht sucht mit seinen Gebeten und Duas. Mit diesen und anderen Gottesdiensten ergibt er sich vollends und freiwillig seinem Schöpfer.

Es wird berichtet, dass Ibn Abbas (r) einmal vor dem Grab des Propheten (s) stand, darauf deutete und folgendes sagte: „Ich hörte den, der hier im Grab liegt, folgendes sagen: ‚Wer einen Tag in den I’tikaf geht um Allahs Wohlgefallen zu erlangen, für den wird Allah eine Entfernung von drei großen Graben zwischen ihm und dem Feuer legen, die größer sind als (die Entfernung) zwischen Ost und West.’“ (Baihaqi, Tabarani)

Lasst uns „Urlaub“ für Allah swt. nehmen und der Sunna des Propheten Muhammads swt. folgen. Sei es auch nur für ein Wochenende, oder sei es auch nur, dass wir nachmittags nach der Schule/Studium/Arbeit die Moschee aufsuchen (oder gar unser Zimmer), und uns für einige Stunden voll und ganz mit Allah swt zu beschäftigen, voller Demut!!

Bedingungen und ähnliches bezüglich des Itikaf: http://www.dmkbs.de/itikaf.html

3.)  Die „Suche“ nach Lailatul Quadr (Nacht der Bestimmung)

                   „Wir haben ihn ja herabgesandt in der Nacht der Bestimmung. Und was lässt dich wissen,                       was die Nacht der Bestimmung ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend    
                      
Monate, Es kommen die Engel herab und der Geist in ihr, mit der Erlaubnis ihres Herrn,
                           zu jeder Angelegenheit, Frieden ist sie, bis zum Aufgehen der Morgendämmerung.“
                                                                                      (97:1-5)

Von Abu Huraira (r), der gesagt hat: „Allah Gesandter (s) hat gesagt: ‚Wer die Lailatu l-Qadr über (im Gebet) steht und auf sie trifft im Glauben und Hoffnung (auf den Lohn des Jenseits), dem wird vergeben, was von seinen Sünden vorausgegangen ist.“ (Muslim)

Von ’Ubada ibn as-Samit, der gesagt hat: „Der Prophet (s) kam heraus, um uns über die Lailatu l-Qadr zu unterrichten. Da stritten sich zwei Männer von den Muslimen, und er sagte: ‚Ich bin herausgekommen, um euch über die Lailatu l-Qadr zu unterrichten, und der und der haben sich gestritten, und es (1) wurde von mir genommen, und das ist wohl gut für euch, also sucht sie in der neunten, der siebten und der fünften (Nacht) (2)“ (Buchari)

Anas ibn Malik (r) berichtete: „Der Gesandte Allahs (s) sagte: ‚Wer immer, bis der Ramadan zu Ende geht, das Abend- und Nachtgebet mit der Gemeinschaft verrichtet, der wird in der Lailatu l-Qadr viel Freude daran empfinden.’” (Baihaqi)

„Die Lailatu l-Qadr ist für die Gläubigen Sicherheit und Schutz. Sie ist Güte und Frieden. Die Lailatu l-Qadr ist der Kern und die Quelle des Ramadan, denn in dieser Nacht kam der Koran vom Lauh Mahfudh (der wohlverwahrten Tafel (3) in die Himmel der Menschen herab und der Engel Dschibril brachte dem Propheten Muhammad (s) die ersten offenbarten Verse. Von da ab wurde der Koran, die allumfassende Wahrheit und der Kern der Barmherzigkeit für die Menschen, nach und nach offenbart. Aus diesem Grund ist diese Nacht besser als tausend Monate oder als ein ganzes Menschenleben. „

Wer diese gesegnete Nacht verpasst, der hat fürwahr eine große Chance vertan. So ist es nach dem zitierten Hadith angeraten, die Lailatu l-Qadr in den letzten zehn Tagen der ungeraden Nächte im Ramadan zu suchen.


Anas (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) gesagt hat: „Wenn die Lailatu l-Qadr anbricht, kommt Dschibril in Begleitung von Engeln herab und bittet um Barmherzigkeit für den Knecht (Allahs), der sich mit Gottesdiensten beschäftigt und Allahs gedenkt, während er steht oder sitzt.“ (Baihaqi)

Es gibt eine wunderbare Überlieferung, in der die Mutter der Gläubigen A’ischa (r), den Propheten (s) fragte: „O Gesandter Allahs, wenn ich weiß, welche Nacht die Lailatu l-Qadr ist, was sollte ich dann sagen?“ Er wies sie dann an zu sprechen: Allahumma innaka ’afuwwun tuhibbu l-’Afwa fa’fu ’annii. Das bedeutet: O Allah, Du bist der Vergebende, und Du liebst die Vergebung, so vergib mir. (Ahmad, Ibn Madscha, Tirmidhi)

Die beschriebene Nacht hat einen „Wert“ von über tausend Monaten oder – anders ausgedrückt – von mehr als 83 Jahren!  Wie Muhammad sas. sagte: Wer diese Nacht verpasst hat einen UNGLAUBLICHEN Verlust erlitten! Wer trotz all den genannten Hadithen diese Nacht nicht bewusst „sucht“ und in den nächsten Tagen so Allah will seine Ibada verstärkt, dem möge Allah swt. endlich die Augen öffnen Allahs „ausgestreckte Hand“ für seine Diener anzunehmen und nicht bewusst abzulehnen.

„Möge Allah unsere Herzen reinigen, unseren Glauben stärken und uns befähigen, jegliche Hindernisse auf dem Weg zu Ihm zu überwinden. Möge Er uns zudem gestatten, nur Ihm in unseren Handlungen zu dienen, sowohl mit unserer Arbeit, in der Schule oder im Studium, in unserer Familie und auch sonst überall. Möge Er es uns ermöglichen, wenn die Zeit kommt, endgültig zu Ihm zurückzukehren, mit denen zusammen zu sein, die Er liebt und die Ihn lieben.

Möge Er uns in der Lailatu l-Qadr mit Segen und Barmherzigkeit überhäufen und uns mit Seinen größten Gaben versorgen. Amin.“

* www.muslimehelfen.org

 

Lailat-ul-Qadr – Nacht der Bestimmung (aus der Weekly Lecture-Reihe)

 

Abû Huraira (r) berichtete, dass der Prophet (Friede und heil auf ihm) zum Anlass des

Fastenmonats Ramadân sagte: ‚Ein gesegneter Monat ist zu euch gekommen. In ihm hat Allah

das Fasten für euch zur Pflicht gemacht. In ihm werden die Tore des Paradieses geöffnet, die

Tore der Jahîm (Hölle) geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt. In ihm gibt es eine

Nacht, die besser ist als tausend Monate. Wer den Segen dieser Nacht verpasst, der hat (einen

enormen) Verlust erlitten.‘

(Ahmad Ibn Hanbal, Nasaî und Baihâqî)

 

SubhanAllah. Allah (subhana wa ta’ala) hat uns in diesem gesegneten Monat auch eine gesegnete

Nacht gegeben, die Lailat-ul-Qadr:

 

„Wir haben ihn (den Qur’an) in der Nacht der Bestimmung herabgesandt.

Und was lehrt dich was die Nacht der Bestimmung ist?

Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.

Die Engel und der Ruh (Gabriel) kommen in ihr mit der Erlaubnis des Herrn herab mit jedem

Anliegen.

Voller Frieden ist sie bis zum Anfang der Morgenröte.“ (Sure Al-Qadr)

 

In dieser Lailat-ul-Qadr geschah folgendes:

Von `A´ischa, Mutter der Gläubigen, Allahs Wohlgefallen auf ihr, die sagte: „Das erste, mit dem

der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, die Offenbarung begann, war das

wahrhaftige Traumgesicht während des Schlafs, er hatte keinen Traum gesehen, der sich nicht

wie das Morgenlicht bewahrheitet hat. Danach wurde ihm (von Allah) die Einsamkeit lieb

gemacht. Dazu wählte er die Berghöhle von Hira´, in die er sich gewöhnlich für mehrere Nächte

zurückzog und Allahs Nähe suchte – eine Art Gottesverehrung. Anschließend begab er sich zu

seiner Familie und kümmerte sich um die Versorgung der nächsten Runde, er kehrte dann

abermals zu Chadija zurück, um sich für ähnliche Versorgung vorzubereiten. (Und dies

geschah so weiter,) bis die Wahrheit zu ihm kam, während er sich in der Berghöhle von Hira´

aufhielt. Dort kam der Engel zu ihm und sagte: „Lies!“ Darauf sagte er: „Ich kann nicht lesen.“

(Der Prophet berichtete davon, indem) er sagte: „Da ergriff er mich und drückte mich bis zu

meiner Erschöpfung, ließ mich dann los und sagte erneut: „Lies!“ Ich sagte (wieder): „Ich kann

nicht lesen.“ Da ergriff er mich und drückte mich zum zweiten Male bis zur Erschöpfung, ließ

mich dann los und sagte: „Lies!“ Ich sagte: „Ich kann nicht lesen“, dann ergriff er mich und

drückte mich zum dritten Mal, alsdann ließ er mich los und sagte: »„Lies im Namen deines

Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus geronnenem Blut. Lies, und dein

Herr ist der Edelste, der mit dem Schreibrohr lehrt, lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“

(96:1-5)

Mit diesen Versen kehrte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, mit einem

bebenden Herzen zurück. Dann trat er bei (seiner Frau) Chadija Bint Chuwailid, Allahs

Wohlgefallen auf ihr, ein und sagte: „Hüllt mich ein, hüllt mich ein!“ Sie hüllten ihn ein, bis die

Furcht von ihm abließ. Hier dann erzählte er Chadija und berichtete ihr von dem Ereignis: „Ich

bangte um mein Leben.“ Darauf sagte Chadija: „Niemals wirst du bei Allah eine Schande

erleben denn du bist wahrlich derjenige, der die Verwandtschaftsbande pflegt, dem Schwachen

hilft, dem Mittellosen gibt, den Gast freundlich aufnimmt und dem Notleidenden unter die Arme

greift.“ Chadija verließ dann mit ihm das Haus und ging zu dem Sohn ihres Onkels, Waraqa Ibn

Naufal Ibn Assad Ibn ‚Abdu-l-`Uzza, der in der

Ğahiliyya zum Christentum übergetreten war, er

beherrschte die hebräische Sprache und pflegte – solange es Allah wollte, aus dem Evangelium

in hebräischer Sprache abzuschreiben – er war ein Greis, der später erblindet ist. Chadija sagte

zu ihm: „O Sohn meines Onkels, höre von dem Sohn deines Bruders, was er sagt!“ Waraqa

sagte dann zu ihm: „O Sohn meines Bruders, was bringst du mit?“ Hier berichtete ihm der

Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, was er gesehen hatte. Da sagte Waraqa zu

ihm: „Das ist die Botschaft (arab.: N

āmūs: auch Ğibril,) wie sie Allah auch Moses offenbarte.

Ich wünsche mir, ich wäre jung genug, um solange am Leben zu bleiben, um es zu erleben,

wenn dich deine Leute vertreiben!“ Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede

auf ihm: „Werden sie mich wirklich vertreiben?“ Waraqa erwiderte: „Ja! Kein Mensch war mit

Ähnlichem gekommen, wie du es gebracht hast, ohne dass er (mit seinem Volke) angefeindet

wurde. Wenn ich an diesem deinem Tag noch am Leben bin, werde ich dich mit aller Kraft

unterstützen.“ Es dauerte aber nicht mehr lange, da starb Waraqa, und der Empfang von

weiteren Offenbarungen erlebte für eine Weile einen Stillstand.“

(Sahih Al-Bucharyy Nr. 3)

 

Der Countdown läuft – letzten 10 Tage des Ramadan und Lailat-ul-Qadr‏

TEIL 2

 

Das der Qur’an in der Lailat-ul-Qadr offenbart wurde, bedeutet, dass hier zum einen die Offenbarung

begonnen hatte, und zum anderen der Qur’an von der beschützten Tafel zum Haus Beit-al-usa in den

ersten Himmel gebracht wurde. Und von diesem Haus wurde der Qur’an auf 23 Jahre verkündet.

Lailat-ul-Qadr ist eine Nacht voller Segen, in der die Engel aufgrund des Segens herabkommen. In ihr

werden auch einige Sachen entschieden, aber Gott weiß es am besten.

 

„Wahrlich, Wir haben es in einer gesegneten Nacht herabgesandt – wahrlich, Wir haben damit

gewarnt; in dieser (Nacht) wird jegliche weise Sache entschieden.“ (44:3,4)

 

Sie ist besser als 1000 Monate. Wenn wir sie mit Aufrichtigkeit und der Liebe zu Gott nutzen, dann

Bekommen wir die Hassanat für den aufrichtigen Gottesdienst und die guten Taten, die wir für 1000

 

Monate bekommen würden. Also darf man diese Nacht nicht verpassen, die beste Nacht im ganzen

Jahr. SubanAllah.

In dieser Nacht gibt es Zeichen im Himmel, die man, wenn man Glück hat, sehen kann. Das Wetter ist

bei Tag und Nacht mild und es kann ein bisschen regnen, die Nacht ist hell und die Sterne werden

klar und am morgen scheint die Sonne weißlich ohne helle Strahlen. Wenn jemand andere Zeichen

behauptet sollte man aufpassen und nur das glauben, was auch durch Überlieferungen überliefert

wurde. Man spürt außerdem in dieser Nacht etwas gesegnetes, die Leute sind auch anders.

Diese Lailat-ul-Qadr ist irgendwann in den letzten 10 ungeraden Nächten:

 

`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und

Friede auf ihm, sagte: „Erwartet Lailatu-l-Qadr in den letzten zehn Tagen des Ramadan, die

ungerade Zahlen (Witr) haben.“

(Sahih Al-Bucharyy Nr. 2017)

 

Die Lailat-ul-Qadr kann also in der Nacht zum 21., 23., 25., 27. oder 29. sein. Welche, wissen wir nicht

genau. Ibn Abbas hat gesagt, dass es die Nacht zum 27. sei, man kann dies aber nicht zu 100 %

behaupten. Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) wollte uns sagen, wann sie genau ist, aber als er es

sagen wollte, sah er, wie zwei Muslime sich stritten und so hat der Prophet es nicht mehr gesagt, weil

Gott es nicht mehr wollte. Da sieht man auch, wie wichtig es ist, friedlich zu sein und seine

islamischen Geschwister zu lieben. Da wir nicht wissen welcher Tag genau die heilige Nacht ist,

sollten wir sie alle mit Gebeten verbringen und Allah (subhana wa ta’ala) gedenken und vor allem um

Vergebung unserer Sünden bitten. Deswegen verbrachte der Prophet (Friede und Heil auf ihm) in

jedem Ramadan die letzten zehn Tage in der Moschee und vermehrte seine Ibadaat. Diese Praxis

bezeichnet man als

I`tikaf (sich zurückziehen).

 

Aischa (r) erzählte: ‚Der Gesandte Allahs (s) pflegte in den letzten zehn Nächten des Ramadan

die Gebete sehr zu vertiefen und er weckte seine Familie dazu und hielt sich von seinen Frauen

fern.‘

(Bukhari und Muslim; Riyad us-Salihin Nr. 99)

 

Wer den Ramadan richtig gemacht hat und diese Nacht getroffen hat, dem werden seine früheren

Sünden inschaAllah vergeben werden:

 

Abu Huraira (r) berichtete, dass der Prophet (s) sagte: ‚Wer immer – aus dem Glauben heraus

und aus der Hoffnung auf den Lohn Allahs – Lailat-ul-Qadr im Gebet verbringt, dem werden

seine vergangenen Sünden vergeben. Und wer immer – aus dem Glauben heraus und der

Hoffnung auf den Lohn Allahs – im Ramadan fastet, dem werden seine vergangenen Sünden

vergeben.‘ (Bukhari, Muslim)

 

Diese eine Nacht überschreitet den Wert von 30.000 Nächten. Während ihm hofft der Gläubige auf

Vergebung von Allah für seine vergangenen Sünden, indem er weiß, dass der Prophet (Friede und

Heil auf ihm) all denjenigen versprochen hat, welche sich in den letzten zehn Tagen überwinden, dass

all ihre Sünden vergeben werden. Um dies zu erreichen, erinnert sich der Gläubige an die Ratschläge

des Propheten (Friede und Heil auf ihm) mit den verschiedenen Worten, die er benutzte, wie „strebt“,

„verfolgt“, „sucht“ und „haltet aufmerksam Ausschau“ nach Lailat-ul-Qadr. Die Person, welche sie

verpasst, hat wahrlich eine große Menge an Gutem versäumt.

Der Gesandte Allahs (Friede und Heil auf ihm) zeigte uns einige Dinge, welche wir in dieser

gewaltigen Nacht tun sollen. In seiner gesegneten Sunna finden wir die folgenden Dinge:

Das Ziel ist es, einen Grossteil der Nacht im Gebet zu verbringen, Qur’an zu lesen, Du’a zu machen,

und Allah zu gedenken (Dhikir). An dieser Stelle sei erwähnt, dass es kein besonderes „Lailat-ul-Qadr-

Gebet“ gibt. Das freiwillige Gebet in dieser Nacht unterscheidet sich durch nichts von den anderen

freiwilligen Gebeten in der Nacht, die man im Ramadan macht bzw. außerhalb, also dem Tarawih

bzw. Qiam Aleil (siehe Salat-ul-Tarawih), für die man nur mit dem Herzen die Absicht fasst. Es ist

vorzüglich ein Tarawih mit langen Qur’an-Rezitationen in den Nächten zu verrichten, auf welche

Lailat-ul-Qadr fallen könnte. Man kann während dem Gebet den Qur’an in der Hand halten und viel

lesen und man kann auch im Sujud (Niederwerfung mit der Stirn am Boden) viel Du’a machen, denn

während dem Sujud bist du Gott am Nahesten, Alhamdolillah.

Folgende Beispiele des Gebetes führte Scheich Abul Hussain in seinem Vortrag an:

Wenn Du in der Moschee hinter dem Imam Tarawih gebetet hast, kannst Du in der Lailat-ul-Qadr,

wenn Du zu Hause bist, viel Qur’an lesen und Du’a machen. Dann könnte man ein bisschen schlafen

gehen, weil Du in der Nacht auch schlafen sollst. Danach kannst Du wieder aufstehen und 2 Rak’at

sehr lange beten bis Fajr eintrifft. Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) hat diese 2 Rak’at bis zum

Morgen gebetet und dann Fajr gebetet. Für jemand, der nicht in der Moschee betet: Diese könnten

Tarawih vor allem im letzten Drittel der Nacht beten und somit lange 11 Rak’at beten. Oder bsp. 4

Rak’at beten, dann schlafen und dann 7 Rak’at beten. Man kann sich das aufteilen, wie man will, nur

muss man darauf achten, dass man immer nach der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm)

geht, auch in der Lailat-ul-Qadr.

Auf jeden Fall solltet ihr auch in der Lailat-ul-Qadr schlafen, denn der Prophet (Friede und Heil auf

ihm) hatte auch in dieser Nacht geschlafen, aber auch viel gebetet, man soll nicht übertreiben, denn

Gott will es uns leicht, nicht schwer!

 

Anas (r) erzählte: […] Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte: „Hört, ich fürchte Allah mehr

als ihr alle, und ich bin frömmer. Dennoch faste ich und ich esse, ich bete (des Nachts) und

schlafe (auch), und ich heirate Frauen. Wer sich von meiner Sunna abwendet, gehört nicht zu

mir.‘

(Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 143]

 

Dieses Bittgebet ist speziell für Lailat-ul-Qadr:

 

A’ischah berichtete, dass sie den Gesandten Allahs (Friede und Heil auf ihm) fragte: „Oh

Gesandter Allahs! Wenn ich weiß, wann die Nacht von Lailat-ul-Qadr ist, was soll ich dann

sagen?“ Und er unterwies ihr zu sagen: „Allahumma innaka afuwwun tuhibbul afwa fa´fuanni –

Oh Allah! Du vergibst und du liebst die Vergebung. So vergib mir.“ (Ahmad, Ibn Madschah und

At Tirmidhi)

 

Darüber hinaus ist es ebenfalls empfehlenswert, in den Nächten, auf welche Lailat-ul-Qadr fallen

könnte die weltlichen Vergnügungen aufzugeben, um die Zeit und Gedanken ganz allein für die

Anbetung an Allah zu sichern.

Meine lieben Geschwister, wir gehorchen, dienen und verehren Allah nicht in der Art, welcher Seiner

Majestät gebührt.

 

„Und sie haben Allah nicht richtig nach Seinem Wert eingeschätzt. Und am Tage der

Auferstehung wird die ganze Erde in Seinem Griff sein, und die Himmel werden in Seiner

Rechten zusammengerollt sein. Preis (sei) Ihm! Hoch Erhaben ist Er über das, was sie

anbeten.“ (39:67)

 

“Und Er gab euch alles, was ihr von Ihm begehrtet; und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählen

wolltet, würdet ihr sie nicht vollständig erfassen können. Siehe, der Mensch ist wahrlich

frevelhaft, undankbar.“ (14:34)

 

Liebe Brüder und Schwestern, wenn ihr die Moscheen für Tarawih in den letzten zehn Nächten des

Ramadans füllt, so erinnert euch daran, dass Allah euch wissen lassen will: „Wisse, dass Allah der

streng Strafende ist und dass Allah der oft Vergebende und Allerbarmer ist.“ Man soll nicht nur auf die

27. Nacht warten und da als einzigen Tag im Jahr beten, denn das wäre sehr schlecht. Man soll

immer regelmäßig beten und nach der gesegneten Nacht suchen, und wenn man sie trifft, ist die

Belohnung sehr groß, inschaAllah.

Es soll eine Nacht geben, irgendeine Nacht in Deinem Leben, in welcher Du im Paradies oder in der

Hölle aufwachen mögest. Anas Ibn Malik betete in seinem Sterbebett zu Allah: „Oh Allah, beschütze

mich vor einer Nacht, dessen Morgen die Reise zum Höllenfeuer bringt.“ Denkt über diesen Morgen

nach. Möge Frieden in Lailat-ul-Qadr bis zur Morgenröte herab gesendet werden. Möge es so sein,

dass ihr die Moscheen nach Fajr an einem Tag, welcher bald kommen wird, verlasst und Allah derGepriesene und Erhabene euch eure Sünden vergeben hat. Amin.
 
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Wasalamaleikum warahmatullah,
Eure Schwester im Islam

Die Wunder der Salaf

Die Wunder der Salaf

Veröffentlicht in Juli 26, 2008 von Abu-Ibrahim
 
 
 

Meine Mutter – Mein Bester Freund

von Muhammad Alshareef

Aseer ibn Jaabir berichtet: Wann immer Leute aus dem Jemen kamen, fragte Umar sie: „Ist Uways Al-Qaranee unter euch?”, bis er schließlich eines Jahres Uways traf. Er sagte: „Bist du Uways Al-Qaranee?” Er antwortete: „Ja.” Umar fuhr fort: „Gereist über Muraad, dann über Qaran?” Umar fragte dann: „Warst du einmal von Lepra befallen und deine Haut heilte, mit Ausnahme von einer Stelle der Größe eines Dirhams?” Uways bestätigte: „Ja.” Umar fragte schließlich: “Hast du eine Mutter, die am Leben ist?” Er antwortete: „Ja.” Umar sagte dann: „Ich hörte den Gesandten Allahs – Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagen: ‚Uways ibn Aamir wird mit einer Delegation aus dem Jemen zu euch kommen, gereist über Muraad, dann über Qaran. Er war einst befallen von Lepra und seine Haut heilte, mit Ausnahme einer Stelle der Größe eines Dirhams. Er hat eine Mutter, welche er liebevoll behandelt. Wenn er für etwas bei Allah schwören würde, würde Allah seinen Eid erfüllen. Wenn ihr könnt, dann fragt ihn danach, für euch um Vergebung zu bitten‘“ Umar bat ihn dann: „Frag nach Vergebung für mich.“ Und Uways Al-Qaranee tat dies.

Allah Ta’ala befahl uns im Quran:

„ Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht „Pfui“ zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. Und senke für sie in Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: „Mein Herr, erbarme dich ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben!“ [QS: 17/23-24]

Ad-Daylami berichtet von Al-Husayn ibn Ali, dass der Prophet (sas) sagte: “Wenn Allah etwas Kleineres als „Uff“ als Respektlosigkeit gegenüber den Eltern gekannt hätte, hätte Er es als Haram verordnet.“ Ein Mann kam zum Propheten (sas), um die Erlaubnis für den Jihad zu erbitten. Der Prophet (sas) fragte ihn: „Sind deine Eltern am Leben?“ Er sagte: „Ja.“ Er – Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: „Erfülle Jihad (durch liebevolle Behandlung) an ihnen.“ [Bukhari]

Wenn jemand zu euch kommen und euch ein kostenloses Essen anbieten würde, was wäre eure Antwort? Zweifellos würdet ihr lächeln, liebevoll mit ihm reden und ihnen einen besonderen Platz in eurem Herzen reservieren.

Warum habt ihr dann für eure Eltern nur einen kalten Blick, harte Worte und raue Behandlung übrig? Sie haben lediglich die Bedeutung in unserem Leben, die wir ihnen zukommen lassen. Für 20 oder 30 Jahre haben sie uns gespeist, uns Kleidung gegeben, uns gewaschen und ihre Barmherzigkeit über unsere Haut ausgeschüttet. Ihre Liebe für uns stirbt nie und sie reicht sogar über uns hinaus, zu unseren Kindern und zu den Kindeskindern.

Liebe Brüder und Schwestern, wir alle haben Eltern, ob sie mit uns sind oder nicht. Aber viele von uns geben ihnen weder die Stellung noch den Respekt und die Ehre, welche ihnen zusteht. Heute will ich euch und mich selbst an die wahre Stellung unserer Eltern erinnern, möge Allah ihnen allen Gnade erweisen!

Birr Al-Waalidayn ist eine Charakteristik des Mu’min. Al-Hasan Al Basree definierte diese wie folgt: “Al-Birr ist es, den Eltern zu gehorchen in allem, wonach sie fragen, solange es nicht Ungehorsam gegenüber Allah ist.

Uqooq ist es, die Eltern zu verleugnen, indem man ihnen alles von seiner Güte verwehrt.“

Nach dem Ijma’ der Ulamaa’ ist es Pflicht, Respektvoll und Gehorsam gegenüber den Eltern zu sein! Ibn Hazm sagte: “Den Eltern zu gehorchen ist eine Pflicht! Und er zitierte den Vers:

„ Und dein Herr hat befohlen: “Verehrt keinen außer Ihm, und (erweist) den Eltern Güte.“ [QS:17/23]

Für ein besseres Verständnis des Birr Al-Walidayn (Güte zu den Eltern) haben die Gelehrten folgende Bedingungen formuliert:

Erstens: Er sollte das Wohlbefinden der Eltern über das aller anderen setzen: über seines, das seiner Frau und seiner Kinder.

Zweitens: Er sollte ihnen gehorchen in allen Angelegenheiten, die sie ihm befehlen oder verbieten, unabhängig, ob es seinen Wünschen entspricht oder nicht, solange diese nicht den Ungehorsam gegenüber Allah verlangen.

Drittens: Er soll ihnen alles anbieten, von dem er denkt, dass es ihnen Freude bereitet, egal ob sie danach fragen oder nicht. Er soll es ihnen anbieten mit Güte und Barmherzigkeit und dem ständigen Bewusstsein, dass – egal was er macht – er der wahren Güte, die ihnen zusteht, nicht gerecht wird.

Allahs Liebe kommt, wenn unsere Eltern uns lieben. Und Allahs Zorn kommt, wenn unsere Eltern uns zürnen. Ibn Abbas (ra) sagte: „Es gibt drei Sachen, die nicht akzeptiert werden, wenn ihr Gegenstück nicht erfüllt ist. (Und er erwähnte):

„ Und Wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre -: “Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr.“ [QS: 31/14]

Ibn Abbaas fuhr fort: „Somit wird Allah die Taten derer nicht annehmen, die Allah gegenüber dankbar sind, jedoch nicht gegenüber den Eltern.“

Der Prophet (sas) sagte: „Die Freude Allahs ist von der Freude der Eltern und der Zorn Allahs ist vom Zorn der Eltern.”

Lasst uns darüber nachdenken, wie die meisten von uns ihre Eltern behandeln. Wir schrecken zurück, wenn sie etwas benötigen. Nie besuchen wir sie, wenn wir erst einmal weggezogen sind. Tatsächlich werden viele Leute ihre Eltern los, indem sie sie in Altersheimen unterbringen. Und wenn es mal zu einer Auseinandersetzung zwischen uns und unseren Eltern kommt, streiten wir mit ihnen, als ob sie unsere schlimmsten Feinde wären; möge Allah uns alle beschützen.

Vergleicht dies mit jenen, die vor uns kamen. Dhibyaan ibn Ali ath-Thowree (ra) reiste zu seiner Mutter nach Makkah. Dort – in der brodelnden Hitze – grub er ein kleines Loch und füllte es mit Wasser. Dann wandte er sich zu seiner Mutter und sagte: „Ummi, setz dich in dieses Wasser, um dich abzukühlen.“

Für viele von uns sind unsere Freunde wertvoller als unsere Mütter und unsere Väter. Vergessen haben wir die Zeit, in der ein Mann zu dem Propheten (sas) kam und fragte, wem seine Gefährtschaft mehr zusteht, als dem Propheten (sas)? Er (sas) sagte: „Deiner Mutter!“ Der Mann fragte wieder und wieder, und der Prophet (sas) antwortete: „Deiner Mutter! Deiner Mutter!“ Bis er (sas) beim vierten Mal sagte: „Deinem Vater.“ Wenn heutzutage die häufige Frage gestellt wird: „Wer ist dein bester Freund?“, wie viele Menschen würden dann antworten: „Meine Mutter!“ Dies aber ist die Art, wie diese Frage beantwortet und praktiziert werden sollte.

Was unsere Eltern zufrieden stellt, kommt vor allem anderen, solange es nicht mit dem Ungehorsam gegenüber Allah zu tun hat. Die Gelehrten haben dies verstanden und anhand ihrer eigenen Leben Beispiele gesetzt.

Haywah bin Shurayh (ra), einer der Imame unserer Ummah, pflegte gegenüber seines Hauses zu unterrichten. Seine Mutter rief ihn während des Unterrichts, damit er die Hühner fütterte. Er stand auf und verließ den Unterricht kurz, um die Hühner zu füttern.

Wir alle wollen, dass Allah uns annimmt, wir alle würden gerne ins Paradies kommen. Schaut herunter – liebe Brüder und Schwestern – und ihr werdet das Paradies unter den Füßen eurer Mutter entdecken.

Mu’aawiyah ibn Jaahimah As-Sulamee erzählte:

Mein Vater, Jaahimah (ra) ging zum Propheten (sas) und fragte: “Oh Gesandter Allahs, ich möchte gerne kämpfen für Allahs Wohlgefallen und ich komme, um nach deinem Rat zu fragen. Der Prophet (sas) fragte ihn: “Ist deine Mutter am Leben?” Er sagte: “Ja.” Der Prophet (sas) riet ihm darauf: “Dann bleib in ihrer Nähe, da bei ihren Füßen das Paradies ist.” [Ahmad und An-Nasaa’ee]

Andererseits gilt, die Eltern traurig zu machen oder sie sogar zum weinen zu bringen, als einer der vielen Wege, Allahs Zorn auf sich zu lenken. Imam Ahmad berichtet von Abdullah ibn ‘Amr ibn Al-Aas (ra): Ein Mann kam zum Propheten (sas), um ihm seinen Treueid zu geben. Er sagte: “Ich bin gekommen, um dir meinen Treueid für die Hijra zu geben und ich habe meine beiden Elternteile weinend zurück gelassen.” Der Prophet (sas) wies ihn an: “Gehe zurück, und genauso wie du sie zum weinen gebracht hast, bringe sie wieder zum lachen.” Ibn Umar (ra) sagte: “Einen der beiden Elternteile zum weinen zu bringen, gehört zu den Uqooq, ist eine große Sünde!”

Shaykh al-Qaasim sagte einst: “Subhaan Allah! Wie können wir unsere Eltern schluchzend zurücklassen, mit Tränen, welche den Thron Allahs erschüttern, die Engel in den Himmeln durcheinander bringen und wir behaupten, dass wir Jihad machen, damit Allah mit uns zufrieden ist. Gehe zurück und mach sie glücklich mit deinem Besuch, so wie du sie traurig gemacht hast mit deiner Abreise. Wenn sie lachen und zufrieden sind, wird Allah zufrieden sein.”

Während der Beerdigung seiner Mutter, weinte Al-Haarith Al-Aklee (ra). Als er nach dem Grund gefragt wurde, warum er weinte, antwortete er: „Warum sollte ich nicht weinen, wenn eine meiner Türen ins Paradies nun geschlossen ist?”

Teil II:

Wir ernten, was wir in einem fernen Land sähen. Vor langer Zeit wurde ein Junge blind geboren. Seine verwitwete Mutter –als gute Muslima, die sie war – hat ihre Hoffnung im Du’a nie aufgegeben und kontinuierlich gebetet. Einige Jahre später hat der Junge seine Sehfähigkeit zurück erlangt. Al-Hamdu lillaah.

Ihr wurde bewusst, dass ihr Dorf nicht der geeignete Ort war, um ihrem Sohn eine hervorragende islamische Ausbildung zu ermöglichen. Sie entschied sich daher, mit ihrem Sohn an der Hand, nach Makkah auszuwandern. Dort konnte sie beobachten, wie er in Quran und Hadith unterwiesen wurde und das Letztere zu seinem Schwerpunkt wurde. Er machte weite Reisen, um Ahadith zu sammeln und stellte diese in einem Buch zusammen, welches in seiner Authentizität dem Quran folgt. Nie hat der junge Mann seine Mutter vergessen, die ihn wohl erzogen hatte. Diese hatte ihm den Namen Muhammad ibn Isma’il gegeben und vielen von uns ist er bekannt unter dem Namen: Al-Imam Al-Bukhari!

Liebe Brüder und Schwestern, wie häufig kommt es vor, dass ein Bauer Weizen säht und Sonnenblumen herauskommen? Nie ist wohl die richtige Antwortet! Wie kann es dann sein, dass einige den Samen von der einen Pflanze sähen und eine andere Pflanze erwarten. Das kann einfach nicht geschehen. Genauso lassen einige Eltern ihre Kinder im Sumpf von Fernsehen, Musik, Filmen und Kafir Freunden verkommen. Wenn das Kind dann die Schule abschließt und dann fragt, ob es mit seiner Freundin zum Abschlussball gehen darf, oder wenn er mit dem Eintritt in die Universität aufhört, zu beten, oder wenn er mit einer Ungläubigen heiratet, dann fragen die Eltern: „Wie konnte das passieren?“

Brüder und Schwestern, wir ernten, was wir sähen. Woher sollen unsere Kinder Gehorsam lernen, wenn wir es unseren Kindern nicht beibringen? Wenn wir selber den Islam nicht praktizieren, wen können unsere Kinder dann als Vorbilder nehmen? Wie bringt ihr einem Kind bei, zum Fajr aufzuwachen, wenn er seine eigenen Eltern Tag für Tag beobachtet, wie sie das Gebet verschlafen? Ihr fragt euch vielleicht, wie kann ich mein Kind zu einem guten Muslim erziehen, der seinen Eltern gehorcht? Zieht folgendes in Erwägung:

Erstens: Man sollte seine Kinder während der gesamten Jugend zur Disziplin heranziehen. Hisham ibn Abd Al-Malik vermisste einmal einen seiner Söhne beim Jumu’ah. Als er ihn später traf, fragte er ihn: Warum hast du Jumu’ah verpasst?“ Sein Sohn antwortete: „Mein Esel war nicht in der Lage, die Strecke zu schaffen.“ Sein Vater sagte daraufhin: „Konntest du nicht zu Fuß zur Masjid!“ Für das ganze nächste Jahr, ließ Hisham ibn Abd Al-Malik seinen Sohn zum Jumu’ah zu Fuß gehen.

Zweitens: Die Frömmigkeit des Vaters und der Mutter erreicht die Kinder. Im Quran berichtet uns Allah die Geschichte von Khidr, wie er die Wand für die Waisen wieder aufbaute.

„Und was nun die Mauer anbelangt, so gehörte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein Schatz für sie (verborgen), und ihr Vater war ein rechtschaffener Mann gewesen; so wünschte dein Herr, dass sie ihre Volljährigkeit erreichen und ihren Schatz heben mögen – als eine Barmherzigkeit deines Herrn; und ich tat es nicht aus eigenem Ermessen.“ [QS: 18/82]

Schaut, wie Allah diese Waisen beschützte, wegen der Frömmigkeit ihres Vaters. Im Tafsir steht geschrieben, dass es ihr Großvater vor sieben Generationen gewesen ist! Sa’eed ibn Jubary sagte: „Ich verlängere häufig mein Gebet um meines Sohnes Willen, vielleicht beschützt ihn Allah aus diesem Grund.“

Lasst uns abschließend noch einmal über die Vorzüglichkeit nachdenken, die der Respekt gegenüber den Eltern mit sich bringt.

Es ist eine der größten Dinge, die wir tun können. Im Bukhari und Muslim, berichtet Abd Allah ibn Mas’ood (ra), wie ein Mann den Propheten – Sal Allahu alayhi wa Sallam – fragte: „Welche Tat ist die am meisten geliebte bei Allah? Er – Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: “Das Gebet zur rechten Zeit.“ Der Mann fragte: „Und dann?“ Er – Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagte: “Die Eltern zu respektieren und zu ehren.” Er sagte: „Und dann?” Der Prophet (sas) antwortete: „Jihad um Allahs willen.”

Es ist ein Mittel, durch das unsere Sünden vergeben werden. Allah befiehlt im Quran: „Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, gegen seine Eltern gütig zu sein…“ [QS: 46/15]

Im nächsten Vers heißt es: „ Das sind die, von denen Wir die guten Werke annehmen…“[QS: 46/16]

Unsere Eltern zu respektieren, wird uns ins Paradies führen! Abu Hurayrah (ra) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs – Sal Allahu alayhi wa Sallam – sagen: „Möge er untergehen! Möge er untergehen! Möge er untergehen!“ Man fragte: „Wer, Oh Gesandter Allahs?“ Der Prophet (sas) sagte: „Derjenige, dessen Eltern ein hohes Alter erreichen – ein Elternteil oder beide – und der dann nicht ins Paradies eintreten wird (wegen der Güte, die er ihnen vorenthalten hat).” [Muslim]

Und wenn unsere Eltern nicht mehr da sind, dann endet unsere Güte ihnen gegenüber nicht.

Malik ibn Rabi’ah Al-Saa’idi berichtet: Wir saßen mit dem Gesandten Allahs (sas), als ein Mann von den Ansar kam und fragte: „Oh Gesandter Allahs, ist irgendetwas vom Birr (der Güte) meinen Eltern gegenüber übrig geblieben, was ich ihnen nach ihrem Tod zukommen lassen kann?“ Der Prophet (sas) sagte: “Ja, vier Sachen: Bete und frage um Vergebung für sie, erfülle ihre Eide, sei gut zu ihren Freunden und erhalte die Verwandtschaftsbande, welche nur über ihren Bezug bestehen. Das ist, was vom Birr nach ihrem Tod übrig ist.“

Aamir ibn Abd Allah ibn Az-Zubayr (ra) sagte: “Mein Vater starb und für ein ganzes Jahr habe ich Allah nach nichts anderem gefragt, außer dass Er meinem Vater vergibt.” [Ahmad, Abu Dawood, und Ibn Maajah]

Meine lieben Brüder und Schwestern, wenn ihr eure Eltern heute seht, dann vergesst nicht die Worte des Gesandten Allahs – Sal Allahu alayhi wa Sallam – “Fa feehima fa Jaahid! Macht Jihad durch (gute Behandlung) der Eltern.

Oh Allah, vergib uns und unseren Eltern und belohne sie mit der besten Belohnung. Oh Allah, erhöhe ihre Stufe im Jenseits und in der Dunya; Mach das, womit sie heimgesucht werden, zu einer Schmälerung ihrer Sünden. Oh Allah, gewähre ihnen den Zutritt ins Firdaus, der höchsten Stufe des Paradieses, mit den Propheten, den Siddeeqeen und den Märtyrern. Ameen.

Quelle: Khutba.com

http://kitabundsunnah.wordpress.com/2008/04/17/meine-mutter-mein-bester-freund/

 

 

Einige Aussagen über das Verhalten gegenüber den Eltern

 

Veröffentlicht in August 29, 2008 von Abu-Ibrahim

Das folgende wurde von ‘Abd al-Malik al-Qasim in seinem Buch „Birr al-Walidayn” gesammelt. (Aus der englischen Übersetzung hiervon)

1 – Mujahid sagte:

„Wenn die Eltern alt werden und dorthin gelangen, dass sie auf sich selbst urinieren und die Notdurft verrichten, fühlt euch nicht abgestoßen oder sagt „Uff” zu ihnen. Stattdessen entfernt den Urin und die Fäkalien von ihnen, ebenso wie sie es pflegten zu tun, als ihr jung wart, ohne sich abgestoßen zu fühlen dies zu tun.”

2 – al-Husayn bin ‘Ali berichtete:

„Hätte es eine Handlung der Respektlosigkeit (gegenüber den Eltern) gegeben, die geringer wäre, als „Uff” zu sagen, hätte Allah es ebenso verboten.”

3 – al-Bayhaqi berichtete, dass Ibn ‘Abbas sagte:

„Allah öffnet zwei Türen (zum Paradies) für jeden Muslim, der pflichtbewusst gegenüber seinen (oder ihren) beiden muslimischen Eltern ist und allein den Lohn Allahs erwartet und eine Tür, wenn er (oder sie) ein überlebendes Elternteil hatte, gegenüber dem er (oder sie) pflichtbewusst war. Außerdem wird Allah nicht mit ihm (oder ihr) zufrieden sein, wenn jemand von ihnen seine Eltern zornig macht, bis seine (oder ihre) Eltern ihm (oder ihr) vergeben haben.”

Er wurde gefragt: „Auch wenn sie ungerecht zu ihrem Kind waren?”

Er sagte: „Auch wenn sie ungerecht waren.”

4 – Ibn al-Jawzi berichtete, dass Ibn Muhayriz sagte:

„Derjenige, der vor seinem Vater geht, wird in Respektlosigkeit ihm gegenüber fallen, außer dass er etwas Schädliches von seinem Weg entfernt.”

Er berichtete ebenfalls in seinem Buch „al-Birr was-Silah”:

„Kinder, egal wie alt sie werden, sollten ihren Eltern nicht direkt in die Augen schauen, vor ihnen gehen, zuerst sprechen, wenn sie anwesend sind oder rechts oder links von ihnen gehen, außer sie machen solch eine Aufforderung. Vielmehr sollten Kinder hinter ihren Eltern gehen, ebenso wie ein Diener dies mit seinem Herrn tun würde.”

Er berichtete ebenfalls, dass wenn Nasr ibn Abu Hafidh al-Maqdisi von Jerusalem nach Irak reiste, um mit al-Kazaruni, ein wohl bekannter Gelehrter zu dieser Zeit, zu lernen, al-Kazaruni ihn fragte: „Ist deine Mutter am Leben?” Nasr sagte: „Ja.” Al-Kazaruni fragte: „Hast du ihre Erlaubnis erbeten?” Nasr sagte: „Nein.” Al-Kazaruni sagte: „Bei Allah! Du wirst nicht eher von mir lernen bis du zurück zu ihr gegangen bist, so dass ihr Ärger endet.” Nasr ging zurück zu seiner Mutter in Jerusalem und blieb bei ihr bis sie starb, dann reiste er um Wissen zu sammeln.

5 – Abu Bakr bin ‘Ayyash sagte:

„Ich pflegte mit Mansur in seinem Haus zu sitzen und ich hörte seine Mutter, die laut und grob war und ihm zurief: „O Mansur! Ibn Hubayrah (Gouverneur von Irak zu dieser Zeit) hat dich für den Posten des Richters berufen, aber du hast es abgelehnt!” Mansur schaute nicht mal in ihre Augen vor Respekt.”

6 – Wenn Haywah bin Shurih zu sitzen pflegte, die Leute zu lehren, sagte seine Mutter manchmal zu ihm: „O Haywah! Füttere die Hühner mit etwas Gerste.” Er verließ die Zuhörer, gehorchte seiner Mutter und setzte dann seinen Vortrag fort!

7 – At-Tirmidhi berichtete, dass der Prophet (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte:

„Die Eltern sind die beste unter den Türen des Paradies, so verliere sie oder schütze sie.”

8 – Der Prophet (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte:

„Kein Kind kann seinen Eltern vergelten, außer es findet seinen Vater als einen Sklaven, so dass er ihn kauft und ihn befreit.”

9 – Ibn al-Jawzi berichtetem dass al-Hassan sagte:

„Es ist besser für dich mit deiner Mutter ein Mahl zu essen, so dass ihr Herz getröstet ist, als eine freiwillige Hajj zu verrichten.”

10 – Al-Hakim berichtete, dass der Prophet (sallallahu ‘aleihi wa sallam) sagte:

„Allah zögert die Strafe für welche Sünde auch immer Er will hinaus, bis zum Tag der Auferstehung, außer für Respektlosigkeit und Ungehorsam gegenüber den Eltern, denn Er beschleunigt seine Vergeltung (in diesem Leben).”

11 – Ibn al-Jawzi berichtete:

Während heißen Tagen kostete az-Zubayr ibn Hisham das Wasser, das er brachte, und wenn er es als kalt vorfand, versorgte er seinen Vater damit und sandte es zu ihm zum Trinken.

Er berichtete ebenfalls, dass Abu Hurayrah, möge Allah Wohlgefallen auf ihm sein, pflegte seine Mutter zu tragen, als sie alt und blind wurde, so dass sie ihre Notdurft verrichten konnte, und sie zurück zu bringen, wenn sie fertig war.

12 – Zur’ah bin Ibrahim berichtete:

Ein Mann kam zu ‘Umar und sagte zu ihm: „Ich habe eine alte Mutter, die nicht in der Lage ist fortzugehen, um ihre Notdurft zu verrichten, so trage ich sie auf meinem Rücken. Ich helfe ihr ebenfalls die Waschung zu vollziehen, während ich mein Gesicht von ihr abwende (aus Respekt). Habe ich meine Pflicht ihr gegenüber erfüllt?”

‘Umar sagte: „Nein.”

Der Mann sagte: „Selbst wenn ich sie auf meinem Rücken trage und mich selbst ihr zu Diensten anbiete?”

‘Umar sagte: „Sie pflegte das Selbe für dich zu tun als du jung warst, während sie hoffte, dass du leben wirst. Was dich betrifft, du wartest darauf wann sie gehen (sterben) wird.”

http://kitabundsunnah.wordpress.com/2008/08/29/einige-aussagen-uber-das-verhalten-gegenuber-den-eltern/

 

Die Beschreibung von ‘Ali, radiallahu ‘anhu, die Mu’awiyah, radiallahu ‘anhu, zum Weinen brachte

Nachdem ‘Ali starb sagte Mu’awiyah bin Abi Sufyan zu Dirar bin Damrah:

„Beschreibe mir ‘Ali.”

„Willst du mich nicht davon befreien dir zu antworten”, sagte Dirar.

„Nein, beschreibe ihn”, verlangte Mu’awiyah.

„Bitte entschuldige mich dies zu tun”, sagte Dirar.

„Werde ich nicht”, sagte Mu’awiyah.

„Dann werde ich es tun”, sagte Dirar mit einem Seufzen.

„Bei Allah er war (weitsichtig) und sehr stark. Er sprach mit einer wahrhaftigen Bestimmtheit, so dass durch ihn die Wahrheit vor der Falschheit ausgezeichnet wurde. Er regierte gerecht und Wissen strömte aus ihm hervor, wie es die Weisheit tat. Er fühlte eine Abneigung zu der Welt und ihrem (Genuss). Er fühlte sich wohl in der Nacht und ihrer Dunkelheit (was bedeutet, dass er viel betete). Bei Allah er weinte übermäßig (vor Furcht gegenüber Allah); viel Zeit verbrachte er im Nachsinnen, während der er mit seiner Seele sprach. Er zeigte eine Vorliebe für plumpe Kleidung und minderwertigem Essen. Bei Allah, in seiner Demut, war es (trotzdem so) als wenn er einer von uns war: Wenn wir ihm eine Frage stellten, antwortete er uns; wenn wir zu ihm gingen begann er mit (dem Salam) und wenn wir ihn einluden (zu unseren Häusern), so kam er zu uns. Trotz seiner Nähe zu uns, sprachen wir nicht (frei, reichlich) zu ihm, aufgrund der Würde und Ehre, die er ausstrahlte wenn er lächelte, so dass er ein Gleichnis von reinen und regelrechten Perlen enthüllte (seine Zähne). Er ehrte religiöse Menschen und liebte die Armen. Die starke Person konnte nicht darauf hoffen Gunst von ihm durch Falschheit zu erlangen. Und die schwache Person verlor nie die Hoffnung auf seine Gerechtigkeit. Ich schwöre bei Allah, dass ich ihn zu gewissen Anlässen an seinem Gebetsplatz sah, als die Nacht dunkel war und wenige Sterne zu sehen waren, er sich an seinen Bart hielt und derart weinte, wie eine sehr traurige Person weint und ich ihn sagen hörte:

„O Welt, O Welt, bietest du dich mir an? Begehrst du mich? Niemals! Niemals! Täusche jemanden anderen als mich. Ich habe dich das dritte Mal geschieden, so dass du nicht zu mir zurückkehren kannst (metaphorisch natürlich; er spielt auf die Tatsache an, dass im Islam die dritte Scheidung endgültig ist), dein Leben ist kurz, die Existenz die du anbietest ist niedrig und deine Gefahr ist groß. Leider für den Mangel an Unterhalt (gute Taten), die große Distanz der Reise und die Einsamkeit des Weges!”

Nachdem Hören dieser Beschreibung, schwellten Mu’waiyahs Augen mit Tränen an und er war nicht in der Lage sie vor dem weiteren Strömen zurückzuhalten. Er war gezwungen sie mit seinen Ärmeln wegzuwischen und das Selbe kann über jene gesagt werden, die Anwesend waren.

Mu’awiyah sagte dann: „Möge Allah dem Vater von Al-Hasan barmherzig sein, denn bei Allah, er war genau wie du ihn beschrieben hast.”

Dann sagte er: „O Dirar, beschreibe deine Traurigkeit ihn verloren zu haben.”

„Meine Traurigkeit”, begann Dirar, „ist wie die Traurigkeit einer Frau, die ihre Tränen nicht kontrollieren kann oder ihren Kummer beruhigen kann, nachdem ihr Kind, während es sich in ihrem Schoß befindet, gerade geschlachtet wurde.”

Dirar stand dann auf und ging.

Sifatus- Safwah 1/66

Möge Allah mit beiden zufrieden sein.

 

Quelle: http://kitabundsunnah.wordpress.com/2008/08/05/beschreibung-von-ali-radiallahu-anhu/

Ál Imam Al Bukhari Teil I

Al Imam al-Bukhari

Teil I

Name und Geburt:
Er ist Muhammad ibn Isma’il ibn Ibrahim ibn al-Mughirah ibn Bardzabba (oder ibn Badhzabba laut anderen Quellen), bekannt als Abu Abdulllah al-Bukhari.

Sein Vater, Isma’il ibn Ibrahim, bekannt als Abu al-Hassan, war ein großer Muhaddith (Hadith-Überlieferer). Al-Bukhari erwähnte ihn in „at-Tarikh al Kabir“. Ibn Hibban schrieb über ihn in seinem Buch „al-Thiqat“ wie Folgendes:

„Isma’il ibn Ibrahim, der Vater von al-Bukhari, überlieferte über Hammad ibn Zaid und Malek, und die irakischen Gelehrten haben über ihn überliefert.“

Al-Bukhari sagte über seinen Vater:

„Mein Vater lernte bei Malek ibn Anas, sah Hammad ibn Zaid und begrüßte ibn al-Mubark mit beiden Händen.“ [ibn Hajar]

Al-Bukhari ist in Bukhara, der bekannten Stadt in ‚Khurassan‘, dem heutigen Usbekistan, am Freitag, dem 13. Schawwal 194 geboren. Sein Vater starb, als er noch Kind war. So hat ihn seine Mutter alleine erzogen. Sie war eine sehr fromme Frau. Ghunjar schrieb in seinem Buch „Die Geschichte von Bukhara“ und al-Lalakaee in „Sharh as-Sunnah“:

„Muhammad ibn Isma’il ist als Kind blind geworden. Seine Mutter war sehr fromm und hat den Propheten Ibrahim im Traum gesehen. Er sagte zu ihr: O du! Allah hat deinem Sohn das Licht seiner Augen wegen deiner Bittgebete wiedergegeben.“ Am nächsten sah Muhammad ibn Isma’il wieder. [Fath al-Bari, ibn Hajar]

Seine Ausbildung und Reisen:

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Ursprünge von al-Bukhari, nach der Unterstützung Allahs, eine wichtige Rolle in seiner Ausbildung gespielt haben. Sein Vater war ein bekannter Gelehrte und seine Mutter eine fromme Dienerin Allahs. Es wurde gesagt:

„Er wuchs im Schoß der Wissenschaft auf und stillte so aus der Brust der Huld, dass seine Abgewöhnung diesen Geist ergab“

Al-Khatib al-Baghdadi erzählte von Muhammad ibn abi Hatim, dass dieser gesagt hat:

„Ich fragte Abu Abdullah, Muhammad ibn Ismai’l al-Bukhari: Wie hast du mit dem Hadithlernen angefangen? Er antwortete: Ich hatte die Gabe, den Hadith auswendig zu lernen, während ich noch in der Qur’anschule war. Ich fragte: Wie alt warst du? Er antwortete: Zehn Jahre oder weniger. Jedes Mal, als ich mit der Qur’anschule fertig war, habe ich in der Nachmittagszeit zu al-Dakhili und anderen Gelehrten gesessen (und den Hadith) gelernt. Al-Dakhili sagte eines Tages, als er die Leute lehrte: „Sufian überlieferte über Abu al-Zubir, über Ibrahim“ Da sagte Ich: O! Abu al-Zubir überlieferte nichts über Ibrahim. Er wies mich scheltend ab. Daraufhin sagte ich ihm: Sieh im Originalen nach, wenn du es hast! So ging er rein, schaute nach, kam raus und sagte mir: Wie war es, Knabe! Ich sagte: Er ist al-Zubir ibn Adii über Ibrahim. Da nahm er den Stift aus meiner Hand, korrigierte sein Buch und sagte zu mir: Du hast die Wahrheit gesagt. Mansche seiner Gefährten (von al-Bukhari) fragten ihn: Wie alt warst du damals? Er antwortete: Ich war elf Jahre alt. Als ich ca. sechzehn Jahre alt war, habe die Bücher von ibn al-Mubark und von Waki‘ auswendig gelernt und die Lehren dieser (Meinungsschule) gekannt.

Dann reiste ich mit meiner Mutter und meinem Bruder nach Mekka. Nach meiner Pilgerfahrt reiste mein Bruder mit meiner Mutter zurück und ich blieb in Mekka, um die Hadithwissenschaft zu erwerben. Als ich achtzehn war, habe ich angefangen, die Sprüche und Aussagen der Prophetengefährten und deren Nachfolger (al-Tabi’in) zu schreiben. Dies war in der Zeit von Ubaid Allah ibn Mussa. Ich verfasste das Buch „Die Geschichte“ in den Vollmondnächten in der Moschee des Gesandten Allah, Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm, nah zu seinem Grab. Dann sagte er: Es gibt kaum einen Namen in der Geschichte, worüber ich nichts erzählen kann, aber ich wollte das Buch nicht dicker machen.“

Muhammad ibn Abu Hatim sagte auch: Ich habe den Bukhari gehört, als er sagte:

„Ich kam eines Tages bei al-Humaidi – ich war achtzehn Jahre alt -, als er eine Diskussion über einen Hadith mit einem andern führte. Als al-Humaidi mich sah, sagte er: Hier ist jemand gekommen, der zwischen uns urteilen kann. So schilderte jeder seine Meinung. Ich gab Al-Humaidi recht. Hätte der andere auf seiner Meinung bestanden, wäre er als Ungläubiger gestorben“

Bakr ibn Munir sagte: Ich habe Al-Bukhari gehört, als er sagte:

„Ich hörte bei Abu Hafs, Ahmad ibn Hafs, Abschnitte aus „al-Dschami“ von Sufian al-Thawri und aus dem Buch meines Vaters. Dann las Abu Hafs einen Buchstaben, der bei mir (in meinem Gedächtnis) nicht standr. Da korrigierte ich ihn. Er wiederholte zum zweiten und dritten mal, wobei ich ihn jedes Mal korrigierte. Er schwieg, dann fragte er: Wer ist er? Sie antworteten: Er ist der Sohn Ismails. Dann sagte er: Was er sagt stimmt. Merkt dies von mir: Er wird ein angesehener Gelehrte werden.“

Nach Mekka ging er zur Medina im Jahre 212 n. H., als er achtzehn war. Er lernte dort von Ibrahim ibn al-Mundhir, Mutraf ibn Abdullah, Ibrahim ibn Hamza, Muhammad ibn Ubaid Allah und Abdulaziz ibn Abdullah al-Uwaissi und anderen.

Dann ging er vier Mal zu Basra und mehrmals zu Kufa. Er war mehrmals in Bagdad, der damaligen Hauptstadt der Khilafa, wo er von al-Imam Ahmad ibn Hanbal, Mohammad ibn Issa al-Sabaagh und anderen gelernt hat. Er reiste auch nach Damaskus und Ägypten. Durch seine vielen Reisen konnte al-Bukhari die Anzahl seiner Lehrer vervielfachen, bis sie ca. Tausend waren. Er selbst sagte:

„Ich lernte von über tausend Gelehrten. ich kenne keinen Hadith, ohne dass ich dessen Überlieferungskette kenne.“

Er sagte auch:

„Ich habe nur von denjenigen abgeschrieben, die sagen: Der Glaube ist das Sagen und das Tun.“

Seine Mystik und Frömmigkeit:

Gunjar sagte in seinem Geschichtsbuch:

„Abu Hafs schickte Muhammad Ibn Ismail Ware. Abends haben sich einige Händler bei ihm versammelt und boten ihm einen Gewinn von 5000 Dirham an. Er sagte ihnen: Geht jetzt. Am nächsten Tag kamen andere Händler und boten ihm 10000 Dirham Gewinn. Er lehnte das Angebot ab und sagte: Ich hatte gestern die Absicht, diese Ware den ersten Händlern zu verkaufen. So verkaufte er den ersten die Ware und sagte: Ich möchte meine Absicht nicht brechen.

Man erzählt von ihm, dass er an einigen Tagen nicht mal ein Scheibchen Brot aß, sondern nur zwei oder drei Mandel. Er pflegte, die gewürzte Gerichte, wie Kichererbsengerichte u. ä., zu vermeiden,

Sein Gottesdienst:

Al-Khatib erzählte in seinem Geschichtsbuch von Muhammad Ibn Abi Hatem Al-Warraq:

Muhammad Ibn Isma’il wurde zu dem Garten einiger Gefährten eingeladen. Am Mittagsgebet betete er vor. Dann betete er lang freiwillig nach. Als er fertig war, hub er den Rand seines Gewands und sagte einigen seiner Gefährten: Schaut mal ob ihr etwas unter meinem Gewand seht. Da war ein Hummel, der ihn 16 oder 17 Mal gestochen hat. Seine Haut war dadurch geschwollen, Die Spuren der Stiche waren an seinem Körper deutlich zu sehen. Sie sagten ihm: Warum hast du dein Gebet beim ersten Stich nicht unterbrochen? Er antwortete: Ich war am Lesen einer Surah und wollte sie vervollständigen.

Seine Großzügigkeit und guten Manieren:

Al-Hafidh ibn Hajar sagte: Abdullah Ibn As-Sayarifi sagte:

Ich war einmal bei Abu Abdullah, Mohammad Ibn Ismail. Seine Dienerin kam zu ihm und stolperte über einen Tintenfass, den er in den Händen hielt. Er sagte zu ihr: Wie läufst du? Sie antwortete: Wie kann ich denn laufen wenn der Weg gesperrt ist? Er streckte seine Hände aus und sagte: Geh! Ich befreie dich! Ihm wurde gesagt: Hat die Dienerin dich aufgeregt? Er sagte: Auch wenn sie mich aufgeregt hätte, habe ich mich durch meine Tat befriedigt.

Sein starkes Gedächtnis:

Al-Hafidh erzählte: Ahmad Ibn Adii sagte:

Ich hörte viele Gelehrten, die sagten: Als Muhammad Ibn Ismail Al-Bukhari in Baghdad ankam, versammelten sich die Hadithgelehrten und wählten 100 Hadithe aus. Sie ordneten jedem Hadith-Inhalt eine Überlieferungskette eines anderen Hadith zu. 10 Von Ihnen haben jeweils 10 Hadithe vor Al-Bukhari vorgelesen, und bei jedem Hadith sagte Al-Bukhari, dass der Hadith ihm unbekannt war, so dass die Gelehrten sein Wissen und seine Gedächtnisstärke bezweifelten.

Als al-Bukhari sicher war, dass sie fertig waren, sagte er zu dem ersten: Du hast bei deinem ersten Hadith so und so gesagt, und das Richtige ist so und so. Und bei dem zweiten Hadith hast du so und so gesagt, was aber richtig ist, ist so und so. Und bei dem dritten Hadith hast du das und das gesagt, was aber richtig ist, ist das und das etc., bis er alle Hadithe der 10 Gelehrten in der Reihenfolge wiederholte und jeden korrigierte.

Nicht nur die Korrektur der Hadith hat die Gelehrten bewundert, sonder auch die Tat, dass er die falschen Hadithe in der richtigen Reihenfolgen wiederholt hat, die er zum ersten Mal gehört hatte.

Quelle: Min A’lam as-Sunnah: Ahmad Faried

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