Category: Ramadan Special



12. Was von der Sunnah für den Fastenden erwünscht ist (Mustahab)

 

  1. Das frühe Fastbrechen, dh. unmittelbar nach Sonnenuntergang, nach den Worten des Propheten (a.s.):

" Das Gute bleibt bei den Menschen in dem Maße, wie sie sich mit dem Fastbrechen beeilen.“

Und nach den Worten von Anas Ibn Mālik (Allah schenke ihm Sein Wohlgefallen):

" Der Prophet (a.s.) pflegte das Abendgebet nicht zu verrichten, bis er das Fasten gebrochen hatte, und wenn auch nur mit einem Schluck Wasser. " [ Überliefert und zu hassan erklärt von al-Tirmidhī.]

 

  1. Dass das Fasten mit einer reifen oder einer getrockneten Dattel oder mit Wasser gebrochen wird, wobei Ersteres das Beste ist, während Wasser das Mindeste ist. Erwünscht ist hierbei eine ungerade Anzahl von drei, fünf oder sieben, nach den Worten von Anas Ibn Mālik:

" Der Prophet (a.s.) pflegte das Fasten mit reifen Datteln zu brechen, bevor er (a.s.) betete. Wenn er keine fand, dann mit getrockneten Datteln, und wenn es auch davon keine gab, so nahm er ein paar Schlucke Wasser. " [ Überliefert von al-Tabarānī.]

 

  1. Dass beim Fastbrechen folgendes Bittgebet gesprochen wird:

" Denn er (a.s.) pflegte beim Fastbrechen zu sprechen ‚Allahuma für Dich haben wir gefastet und mit Deinen Gaben brechen wir das Fasten. So nimm unser Fasten an, wahrlich, Du bist der Hörende, der Wissende. " [Überliefert von Abū Dawūd.]

 Ibn ‘Umar pflegte zu sagen:

" Allahuma, ich bitte Dich durch Deine Gnade, mit der Du alles umfasst, dass Du mir meine Sünden vergibst. " [Überliefert von Ibn Māğeh.]

 

  1. Dass man das suhūr zu sich nimmt, dh. ein leichtes Essen vor dem Tagesanbruch gegen Ende der Nacht mit der Absicht, den Tag zu fasten, nach den Worten des Propheten (a.s.):

" Der Unterschied zwischen unserem Fasten und dem Fasten der Juden und Christen ist das suhūr. " [Überliefert von Muslim.]

Sowie seine Worte (a.s.):

" Nehmt das suhūr ein, denn in ihm liegt Segen." [von al-Bukhārī und Muslim]

 

  1. Dass man das suhūr so spät wie möglich einnimmt, im letzten Teil der Nacht, nach seinen Worten (a.s.):

" Meine Ummah bleibt solange im Guten, wie sie das Fastbrechen vorzieht und das suhūr verzögert. " [Überliefert von Ahmad, sahīh.]

Die Zeit des suhūrs beginnt in der letzten Hälfte der Nacht und endet vor der Morgendämmerung, nach den Worten des Zayd Ibn Thābit:

"Wir nahmen das suhūr mit dem Propheten (a.s.) ein, dann stand er (a.s.) auf, um zu beten und ich fragte: ‚wie viel lag zwischen dem Gebetsruf und dem suhūr?’ Er antwortete: ‚Ungefähr 50 Āyāt.’" [Von allen überliefert.]

Wer sich nicht sicher ist, ob die Morgendämmerung schon hereingebrochen ist, der soll essen und trinken, bis es keinen Zweifel mehr gibt, dann soll er das Fasten beginnen, nach den Worten des Erhabenen:

" Esst und trinkt, bis sich der weiße Faden vom schwarzen Faden in der Morgendämmerung deutlich hervorhebt. " [Sūrat al-baqara, 187.]

Von Ibn Abbās wird berichtet, dass jemand ihn fragte:

" Ich nehme das suhūr ein und wenn ich Zweifel habe, höre ich auf zu essen und zu trinken. Daraufhin antwortete er: „Solange du Zweifel hast, kannst du weiteressen, bis du keinen Zweifel mehr hast." [Überliefert von allen Überlieferern und von Ibn Khuzayma für sahīh erklärt.]

Was nun die vorbeugende Maßnahme betrifft, das Fasten ca. 10 Minuten vor der Morgendämmerung zu beginnen, so gehört dies zu den Neuerungen (BIDA‘). Die Tatsache, dass es in einigen Kalendern einen Zeitpunkt für den Fastbeginn und einen anderen für das Morgengebet gibt, ist ein Verstoß gegen die scharī‘a.

 

  1. Es ist erwünscht, einen Fastenden zu speisen, nachdem, was uns Zayd Ibn Khālid al-Ğihanī über den Propheten (a.s.) berichtete, der sagte:

"Wer einen Fastenden speist, bekommt denselben Lohn wie jener, ohne dass sich dessen Lohn dadurch verringert. "

 

 

Dinge, die mit dem suhūr und dem Fastbrechen zusammenhängen:

 

Manche Leute nehmen sehr früh das suhūr ein, weil sie den Großteil der Nacht aufbleiben und sich erst für vier oder fünf Stunden vor dem Morgengebet hinlegen, um zu schlafen. Diese Leute begehen mehrere Fehler:

Erstens fasten sie vor der eigentlichen Fastenzeit, denn Allah sagt:

" Esst und trinkt, bis sich der weiße Faden vom schwarzen Faden in der Morgendämmerung deutlich hervorhebt. Dann haltet das Fasten durch bis zur Nacht. " [Sūrat al-baqara, 187.]

Zweitens unterlassen sie zum Morgengebet das Gemeinschaftsgebet, damit sind sie Allah gegenüber ungehorsam, indem sie etwas unterlassen, das Allah ihnen mit dem Gemeinschaftsgebet zur Pflicht gemacht hat.

Drittens verspäten sie unter Umständen das Morgengebet, so dass sie es womöglich nach Sonnenaufgang beten, und das ist eine der größten Sünden. Der Erhaben sagt:

" Wehe den Betenden, die auf ihr Gebet nicht achten. " [Sūrat al-mā‘ūn, 4/ 5]

Die zweite Sache, auf die hier aufmerksam gemacht werden soll, ist, dass einige Leute am reich gedeckten Tisch zur Zeit des Fastbrechens sitzen und speisen und dabei das Abendgebet in der Moschee auslassen. Die Sunnah des Fastenden sieht jedoch so aus, dass er zuerst das Fasten brechen soll, dann zum Gebet geht und erst dann das Abendessen zu sich nimmt.

 

 

  1. Die Benutzung des siwāks (Hölzchen zum Reinigen der Zähne). Es ist erwünscht, dass der Fastende tagsüber seine Zähne mit dem siwāk reinigt.

" Der Prophet (a.s.) pflegte sich die Zähne mit dem siwāk zu reinigen, während er fastete." [Al-Tirmidhī sagt hierzu: Al-Schāfi‘ī sah kein Problem darin, sich am Tagesanfang und –ende die Zähne mit dem siwāk zu reinigen.]

Und ‘Āmir Ibn Rabī‘a sagte:

" Ich sah den Propheten (a.s.) so oft sich die Zähne mit dem siwāk reinigen, dass ich es nicht mehr zählen konnte, während er fastete. " [Al-Tirmidhī sagt, dass es sich hierbei um einen Hadīth hassan handelt.]

Und Ziyād Ibn Hudayr sagte:

" Ich sah niemanden, der während des Fastens eifriger mit einem frischen siwāk hantierte als ‘Umar Ibn al-Khattāb. "

 

  1. Das Sprechen besonders vieler Bittgebete während des Fastens. Al-Tirmidhī überlieferte mit einer Überliefererkette, die hassan ist, dass der Prophet (a.s.) sagte:

" Das Bittgebet dreier Sorten von Menschen wird nicht zurückgewiesen: des Fastenden bis er das Fasten bricht, des gerechten Imams und des Unterdrückten. "

 

  1. Freigebigkeit, Spenden und gemeinsames Studieren des Quran. Al-Bukhārī überlieferte von Ibn ‘Abbās (Allah schenke ihnen Sein Wohlgefallen), dass er sagte:

" Der Gesandte Allahs (a.s.) war der großzügigste unter den Menschen, und das Großzügigste, was im Ramadan geschah, war, dass Ğibrīl zu ihm (a.s.) kam, in jeder Nacht des Ramadan, um ihn (a.s.) den Quran zu lehren. Wahrlich, der Gesandte Allahs (a.s.) brachte mehr Gutes mit, als der herabgesandte Wind. " [gemeint: schnell und überall wie der Wind]

 

  1. Die besondere Widmung den gottesdienstlichen Handlungen in den letzten zehn Tagen. Al-Bukhārī und Muslim überlieferten von ‘Ā’ischa (Allah schenke ihr Sein Wohlgefallen):

" Dass der Prophet (a.s.) die Nacht durchwachte und besonders hingebungsvoll war, wenn die letzten zehn Tage anbrachen. "

Und in einer Überlieferung von Muslim finden wir:

" Der Prophet (a.s.) pflegte die letzten zehn Nächte so hingebungsvoll zu sein, wie er es an den anderen Tagen nicht war. "

 

  1. Das Unterlassen jeglicher Taten, die sich mit dem Fasten nicht vereinbaren lassen. Das Fasten ist nicht nur eine Enthaltung vom Essen und Trinken. Vielmehr ist es eine Enthaltung von allem, was Allah uns verboten hat. Abū Hurayrah berichtete über den Propheten (a.s.), dass er (a.s.) sagte:

" Das Fasten ist nicht nur eine Enthaltung vom Essen und Trinken. Es ist vielmehr eine Enthaltung von nutzlosem Gerede und Obszönitäten. Wenn also jemand mit dir Streit sucht oder sich töricht gegen dich benimmt, so sag: ‚Ich faste.’" [Überliefert von Ibn Khuzayma und Ibn Habbān, und er sagte, nach Muslims Kriterien ist er sahīh.]

 Und alle außer Muslim überlieferten von Abū Hurayrah, dass der Prophet (a.s.) sagte:

"Wer (während des Fastens) die unsinnige Rede und Tat nicht unterlässt, von dem hat Allah es auch nicht nötig, dass er essen und trinken unterlässt. "

Derselbe berichtete ebenfalls, dass der Prophet (a.s.) sagte:

" Manche Fastende haben von ihrem Fasten nicht mehr als Hunger und Durst, Manche Betender haben von ihrem Gebete nicht mehr als die Schlaflosigkeit. " [Überliefert von al-Nisā’ī, Ibn Māğeh und al-Hākim, der sagte, dass der Hadīth nach den Kriterien von al-Bukhārī sahīh ist.]

 

Ramadan begrüßt die Jugend!

 

Salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatu liebe Geschwister,
 
erst mal natürlich: Mabrouk Ramadan!
 
Inshallah seid ihr bei bestem Iman!
 
Bei bestem Iman?
 
Dich müssten jetzt Fragen über Fragen überhäufen:

 
Bin ich bei bestem Iman? Wie komme ich zum besten Iman? Was tue ich dafür, um zum besten Iman zu gelangen? Was hält mich davon ab zum besten Iman zu gelangen?
Bist du der Diskogänger/ die Diskogängerin? Hast du einen Freund/ eine Freundin? Rauchst du ( egal, ob Zigaretten, Shisha, Joints etc.)? Bist du auf Droge? Bist du ein/e Verbrecher/in? Trägst du Hijab? Trägst du Sunna-Klamotten? Hast du einen Sunna-Bart? Bist du der Styler/ die Stylerin? Immer aufm neusten Trend? Bist du Playa, Gangsta, Gentleman oder was auch immer? Hast du mehr Quran-Suren drauf oder doch lieber mehr Musiktexte? Bist du der Schminktopf mit den stylisch gezupften Augenbrauen? Betest du deine Pflichtgebete oder zu anstrengend? Lieber im Fitnessstudio 3 Stunden pumpen…oder aufm Fussballfeld der Torjäger?!?
 
Überlegst du grad: Wieviele Sünden hab ich begangen? Hab ich meine Sünden mit guten Taten wieder getilgt?Hab ich Allah mal AUFRICHTIG um Vergebung für meine Sünden gebeten?
 
Also wie schauts aus: Bist du ein guter Muslim, ein solala Möchtegern-Muslim oder etwa ein schlechter Muslim?
 
Ich sag dir was: DAS IST EGAL, WAS FÜR EIN MUSLIM DU BIST!!! Ja richtig gelesen, das ist egal!
Aber warum?
Weil Ramadan an der Tür klopft!!!
Hast du schon einen kleinen Spalt aufgemacht, um Ramadan zu begrüßen oder noch zu beschäftigt mit der Dunya?!?

 
Weißt du was Allah dir sagt?

 
Allah sagt dir: ,, Oh meine Diener, ihr begeht so viele Sünden am Tag und in der Nacht.Bittet Mich um Vergebung und Ich werde euch vergeben!‘
 
Allah (st) sagt dir: ,, Oh meine Diener, bittet mich um Rechtleitung und ich werde euch rechtleiten!‘
 Zu spät denkst du? ZU VIELE SÜNDEN BEGANGEN?

Allah (st) sagt dir: ,, Wenn du (mein Diener) so viele Sünden wie die ganze Masse der Erde begehst und mich aufrichtig um Vergebung bittest, so werde Ich dir so viel Vergebung geben wie die Masse der Erde!‘

Du kennst bestimmt die Masse der Erde, wenn nicht schau mal:Die Masse der Erde beträgt 5,9736 mal 1024 Kilogramm (1024 ist eine 1 mit 24 Nullen).
Allahu Akbar so viele Sünden wie die Masse der Erde vergibt dir Allah!!! Veranschauliche dir das mal richtig!

Also: VERLIERE NIEMALS DIE HOFFNUNG AUF ALLAHS BARMHERZIGKEIT!
Du schadest Allah mit deinen Sünden nicht, sein Reichtum ist unendlich groß. Hier ein kleiner Vergleich: Wenn du eine Nadel ins Meer fallen lässt und danach wieder rausholst. Wie viel vom Wasser bleibt an der Nadel?
Die Antwort: NICHTS, Nulllll!
Du schadest nur dir selbst!
Willst du dein Leben weiter so führen, ein Leben unter dem Fluch und der Verdammung Allahs? Oder willst du mit 40 Jahren wieder zurück zum Islam? Hast du eine Versicherung mit Allah (st) abgeschlossen, dass du so lange lebst? Wenn ja , dann wird Allah (St) sein Versprechen einlösen! Aber du hast keine Versicherung von Allah (st) bekommen wie lange du leben wirst!
Bis wann Bruder/ Schwester soll dich der Sheitan festhalten? So lange du ihm zuhörst wirst du nicht von ihm wegkommen!

Also: KEHRE ZU ALLAH (ST) ZURÜCK!BITTE ALLAH UM VERGEBUNG!GEDENKE ALLAHS (ST)!


Wie aber soll ich meinen Iman jetzt stärken?
 
Bruder/ Schwester es ist RAMADAN!!!
 
Ramadan hat Besonderheiten, die andere Monate nicht haben:
• Fasten è Der Diener fastet für ALLAH (subhana wa ta’ala)
• Die ersten Verse des Qur’ans wurden offenbart
• Paradiestore sind offen
• Höllentore sind geschlossen
• Große Satane sind angekettet
• Rufer vom Himmel ruft: „Oh du, der das Gute machen will, komm näher! Oh du, der das
Schlechte machen will, geh weg, geh weg!‘
• Gemeinsame Tarawih-Gebete in der Nacht
• Zakat-ul-fitr
• Lailat-ul-Qadr

 
 
Tipps für Ramadan:

-> Zeit nutzen
-> Quran lesen + verstehen
-> Quran lernen
-> Taraweh beten in der Moschee
-> Hadithe lesen
-> Spenden
-> Du3a lernen
-> Das Gebet verbessern mehr Demut
-> Zu islamischen Vorträgen gehen
-> Islamische Vorträge anhören anstatt Musik
–> Üble Nachrede, Lüge, Streiterei, Kämpfe und Verleumdung sein lassen
-> vor Faulheit hüten – nicht zu lange schlafen!
-> nicht auf Streitereien einlassen

 
NICHT VERGESSEN: DIE JUGEND IST DIE ZUKUNFT DES ISLAM!
 
Zum Abschluss noch eine schöne Du3a:
 
Noch einen schönen und gesegneten Ramadan wünschen wir euch. InschaALLAH möge Gott uns
diesen Ramadan segnen und uns in ihm vergeben. InschaALLAH mögen wir unseren Gottesdienst wie der Prophet (Friede und Heil auf ihm) verrichten, es vermehren und vertiefen, so dass wir mehr Demut und Gottesfurcht erlangen. InschaALLAH nimmt Gott unsere Gebete und unser Fasten an, und
InschaALLAH mögen wir den ganzen Qur’an in ihm lesen. InschaALLAH möge Gott uns diesen Ramadan segnen und uns in ihm vergeben und uns Lailat-ul-Qadr finden lassen und uns Paradies Firdaus bescheren.
 
 
 
Wa assalamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh…

 

Lebe so, wie wenn du stirbst,wünschen wirst gelebt zu haben!
 
Was tun in Ramadan? Was lassen in Ramadan? Wie Ramadan verbringen?
 
 
 
Bismillah ir-rahmane ir-raheem
 
Im Namen des Allerbarmers, des Barmherzigen. Preis sei Allah und all Lob und Glorie sei Ihm, Dem Allmächtigen, Dem Barmherzigen. Dem Herrscher aller Welten. Friede sei mit all Seinen Propheten und Gesandten, und Friede sei auch mit Seinem letzten Gesandten, dessen Familie, Gefährten und all denen, die ihm folgen. Friede sei auch mit den Gerechten, den Rechtschaffenen, den Gottesfürchtigen, den Fastenden und all denen, die der Rechtleitung Allahs (subhana wa ta’ala), Dem Einen und Einzig Wahren Gott, folgen.
As salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh –
Liebe Geschwister im Islam, Alhamdolillah, der schönste und segenreichste aller Monate wird inschaALLAH eintreffen, nämlich Ramadan. Ramadan mubarak für alle unsere Geschwister. Möge Gott in diesem Monat unseren Iman stärken und möge Er uns verzeihen, denn Ramadan ist ein besonderer Monat, er ist der Monat der Umma. Dieser Weekly Lecture ist eine Zusammenfassung von Weekly Lecture 2-4. Diese Weekly Lectures könnt ihr dann genauer auf unserer Seite nachlesen. 
 
„O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen
vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (ALLAH) fürchten.“
(2:183)
 
Abû Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (Friede und heil auf ihm) zum Anlass des
Fastenmonats Ramadân sagte: "Ein gesegneter Monat ist zu euch gekommen. In ihm hat ALLAH das Fasten für euch zur Pflicht gemacht. In ihm werden die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore der Jahîm (Hölle) geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt. In ihm gibt es eine Nacht, die besser ist als tausend Monate. Wer den Segen dieser Nacht verpasst, der hat (einen enormen) Verlust erlitten." (Ahmad Ibn Hanbal, Nasaî und Baihâqî)
 Im Monat Ramadan, genauer in der Leilat l-qadr (Nacht der Bestimmung), im Jahre 610 n. Issa
(Friede sie auf ihm) wurden dem Propheten Mohammed (Friede und Heil auf ihm) mit 40 Jahren die ersten Verse des Qur’ans offenbart. Der Anfang der Qur’an-Offenbarung und der Anfang der
Prophetenschaft Mohammeds (Friede und Heil auf ihm) waren somit im Ramadan und so wurde er als segensreicher Monat und als Zeit zum Pflichtfasten, als eine Säule des Islams, bestimmt.
 
Wann beginnt Ramadan?
 
`Abdullâh Ibn `Umar (ra) berichtete, dass der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) sagte: "Der (Mond-)Monat hat neunundzwanzig Nächte, so beginnt das Fasten nicht, bis ihr
ihn (den Neumond) gesichtet habt. Und wenn die Sichtung nicht möglich ist, so
vollendet die Zahl dreißig Tage." (Bukhârî)
 
Was sind die Besonderheiten im Ramadan?
 
Ramadan hat Besonderheiten, die andere Monate nicht haben:
• Fasten è Der Diener fastet für ALLAH (subhana wa ta’ala)
• Die ersten Verse des Qur’ans wurden offenbart
• Paradiestore sind offen
• Höllentore sind geschlossen
• Große Satane sind angekettet
• Rufer vom Himmel ruft: „Oh du, der das Gute machen will, komm näher! Oh du, der das
Schlechte machen will, geh weg, geh weg!“
• Gemeinsame Tarawih-Gebete in der Nacht
• Zakat-ul-fitr
• Lailat-ul-Qadr
 
Gottesdienste, die wir im Ramadan erfüllen sollten, sind das Fasten, die Tarawih-Gebete, mehr Demut im Gebet, mehr Dhikir und Dua, Qur’an lesen (versuchen es ganz zu lesen) und sich Wissen anzueignen und Da’wa zu machen. Ein Tipp dafür, wie man den ganzen Qur’an im Ramadan lesen kann: 4,5 Seiten nach jedem Pflichtgebet. Auf 30 Tage hochgerechnet, ergibt es den ganzen Qur’an in einem Monat.
 
Was bedeutet Fasten und Ramadan?
 
„Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen
(sollen).“ (51:56)
 
Das Fasten ist eine Form des Gottesdienstes. Gottesdienst bedeutet nur ALLAH (subhana wa ta’ala)
anzubeten. Alles was wir für Gott mit dem Herzen mit aufrichtiger Absicht verrichten, ist Gottesdienst.
Diejenigen, die für ALLAH (subhana wa ta’ala) leben, Ihm dienen, Ihm gehorchen, diejenigen werden
inschaALLAH belohnt werden, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Die schönste Belohnung, das Paradies, inschaALLAH. Deshalb soll der Muslim jede Art von Ibadaat (Gottesdienst) versuchen zu verwirklichen und zu verrichten. Denn nur das ist der Beweis, dass er „La illaha illa ALLAH“ wirklich bezeugt und danach lebt. Jeder Gottesdienst hat zwei Vorraussetzungen:
 
1. Die Absicht ist rein für ALLAH è Aufrichtigkeit:
„Und es ist ihnen nichts anderes geboten worden, als dass sie ALLAH dienen sollen, aufrichtig
Ihm gegenüber in der Religion und rechtgläubig, und das Gebet verrichten und die Zakat
geben; und das ist die rechte Religion." (98:5)
 
2. Man muss der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm) folgen:
Sprich: "Wenn ihr ALLAH liebt, so folgt mir. Lieben wird euch ALLAH und euch eure Sünden
vergeben; denn ALLAH ist Allvergebend, Barmherzig." (3:31)
 
Nur so wird ALLAH (subhana wa ta’ala) unsere Ibadaat akzeptieren. Für die Begegnung mit Gott
müssen wir Rechtschaffenes tun. Man darf Gott nichts beigesellen und nur für Ihn den Gottesdienst
vollziehen. Man soll keinen Gottesdienst machen in der Hoffnung, dass andere Menschen ihn sehen
und man soll keinen Gottesdienst machen, der vom Gottesdienst des Propheten (Friede und Heil auf
ihm) abweicht. Fasten ist ein Gottesdienst, weil wir Beweise im heiligen Qur’an und der Sunna haben. Man muss mit offenem Herzen an diese Ibadaat gehen. Wenn wir schon außerhalb vom Ramadan vieles falsch machen, dann sollten wir uns im Ramadan bemühen diese Fehler zu vermeiden. Das Fasten hilft einem dabei, denn dadurch erlangt man, wenn man es mit Herzen für Gott macht, mehr Glauben, Gottesfurcht und mehr Geduld.
 
Das Fasten ist also ein sehr wichtiger Gottesdienst, welchen wir natürlich auch außerhalb vom
Ramadan praktizieren sollten. Es gibt sogar eine Möglichkeit, dass dein Fasten für ein ganzes Jahr
gilt. Man lässt dem Ramadan noch sechs Tage vom nächsten Monat Schawwal folgen:
 
Abu Ajjub al-Ansâri (ra) berichtet: >>Allahs Gesandter (Friede und Heil auf ihm) hat gesagt:
"Wer den Ramadân gefastet hat und ihm sechs (Tage) des Schawwâl folgen ließ, ist als ob er
die (ganze) Zeit gefastet hat."<< (Muslim)
 
Das Fasten muss im Herzen rein für ALLAH sein und nach der Sunna des Propheten gehen. Die
Bedingungen des Fastens sind zwei: Die Absicht haben zu fasten und sich der Dinge zu enthalten die
das Fasten ungültig machen.
 
Die Absicht ist keine Sache der Zunge, sondern des Herzens, bis auf Hadsch (Pilgerfahrt) und Umra
(Pilgerfahrt, die freiwillig ist), die ausgesprochen werden müssen. Das Aussprechen der Niyya hat
keine Stütze, weder im Qur’an noch in der Sunna. Die Niyya liegt im Herzen, sie wird nicht
ausgesprochen, denn das wäre Bid’a (Tadelnswerte Erneuerung) und die führt zum Irrweg. Jeder
Muslim muss sich also vom Abend bis zum Fajr bei jedem neuen Fastentag sich fest vornehmen oder
sich bewusst sein, den folgenden Tag zu fasten. Die Niyya zum Fasten hat man z. B. wenn man zum
Suhur aufsteht.
 
Der Ramadan ist die Zeit der Wiederentdeckung der Barmherzigkeit Gottes. Der Ramadan gilt unter
Muslimen als Monat der Barmherzigkeit, und das in zweierlei Hinsicht: Einerseits erwartet den Muslim
eine großzügige Vergebung vieler Sünden. Andererseits lernt der Mensch es, die Gaben Gottes,
sprich: Seine Barmherzigkeit, angemessen zu würdigen. In all den Dingen spiegelt sich für den
Muslim die allumfassende Barmherzigkeit Gottes wieder.
 
Ramadan ist eine Prüfung für jeden Muslim. Ein Muslim ist dazu angehalten seinen üblichen
Tagesablauf beizubehalten und seinen Gottesdienst zu vermehren. Allerdings soll der Muslim nicht
nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Geist fasten. Das Auftreten von Hunger und Durst ist nicht
etwa ein unerwünschter Nebeneffekt, sondern gerade der zentrale Bestandteil des Fastens. Denn nur
so entfaltet das Fasten seine Wirkung auf Geist und Charakter des Menschen. Er soll sich noch
intensiver mit Ibadaat (Gottesdienst) beschäftigen und versuchen sich von den Sünden fernzuhalten.
Man soll sich stärker denn je von Nutzlosem, Schändlichem und Verbotenem fernhalten, um mehr
Gottesfurcht zu erlangen.
 
Unser Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte diesbezüglich: „Wenn jemand von euch fastet,
so soll er keine Schändlichkeiten begehen.“ (Bukhari)
 
Üble Nachrede, Lüge, Streiterei, Kämpfe und Verleumdung gelten als besonders schlimm.
 
Unser Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte: „Wer das falsche Wort und dessen tatkräftige
Durchsetzung nicht unterlässt, von dem verlangt ALLAH (subhana wa ta’ala) nicht, dass er auf
sein Essen und Trinken verzichtet.“ (Bukhari)
 
Man soll sich nicht auf Streitereien einlassen, sondern versuchen sich besonders in dieser Zeit mit
Geduld zu üben.
 
Abu Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) sagte:
"Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz; so soll er (während des Fastens) weder
Schändlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert
oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: "Ich faste." (Ana Sayem)
Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Geruch aus dem Mund
eines Fastenden bei ALLAH (subhana wa ta’ala) besser ist als der Moschusduft." (Bukhari)
 
Das Fasten ist für den Muslim ein Schutz, denn ein Fastender ist vor Gott hoch gestellt, weil das
Fasten für Gott gewidmet ist und man mehr Gottesfurcht dadurch erlangt.
 
ALLAH (subhana wa ta’ala) sagte: "Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet und ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt." (Bukhari)
 
Man muss sich auch vor der Faulheit hüten. Darunter fällt auch die Kategorie: Zu lange schlafen, um
den Fastentag schnell zu überstehen. Denn so haben wir nichts vom Ramadan und so verpassen wir auch unsere Gebete! Der Hadith sagt hier aus, dass man auch mehr belohnt wird im Ramadan. Wer auch immer sich ALLAH (subhana wa ta’ala) nähern möchte durch irgendwelche guten Taten, für solch eine Person wird eine Belohnung sein als hätte er eine Fardh (Pflicht) zu irgendeiner anderen Zeit vollbracht. Und wer auch immer ein Fardh vollzieht, der kriegt die Belohnung von siebzig Faraidh (Pflichttaten) zu irgendeiner anderen Zeit. SubhanALLAH, es ist also eine gute Gelegenheit in diesem gesegneten Monat mehr Gottesdienst zu praktizieren und gute Taten zu verrichten, im aufrichtigen Glauben.
 
Wer fastet im Ramadan?
 
Das Fasten ist jedem Muslim ab der Pubertät vorgeschrieben. Man sollte aber schon kleine Kinder
ermuntern einige Tage zu fasten, damit sie sich Schritt für Schritt daran gewöhnen können.
Entbunden von der Pflicht zu fasten sind Kinder, Altersschwache, Kranke, Reisende und Frauen
während der Menstruation, der Schwangerschaft und nach der Entbindung. Tage, die nicht gefastet
werden konnten, sollen bis zum nächsten Ramadan nachgeholt werden. Wenn am Morgen die
Absicht zu fasten gefasst wurde, dieses aber vorzeitig gebrochen wird, gilt der betreffende Tag nicht
als Fastentag und erfordert je nach Situation einen Ausgleichsakt. Man soll dann einen Bediensteten
freilassen, oder zwei Monate fasten oder 60 Bedürftige morgens und abends ernähren. Der, dem es
schwer fällt zu fasten, soll dafür einen Armen speisen.
 
Wie verhält sich nun der Fastende im Ramadan?
 
1. Der Fastende muss das unterlassen, was nicht im Einklang mit dem Fasten ist.
Der Prophet, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Es kann vorkommen, dass ein
Fastender nichts von seinem Fasten hat außer Hunger; und es kann sein, dass ein Betender in
der tiefen Nacht nichts von seinem Gebet hat außer Schlaflosigkeit!" (Hakim, Ibn Madscha)
 
Der Fastende sollte sich vor dem hüten, was sein Fasten annullieren oder mindern könnte. Fasten nennt man auf arabisch „Syam“ und das bedeutet „Enthaltung“. Während dem Fasten enthält
man sich also: Nicht nur vom Essen und Trinken, sondern auch vor schlechten Taten und Worten.
Maryam (ra), Mutter von Isa (Friede sei auf ihm) hat sich während dem Fasten auch enthalten:
 
„So iss und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: »Ich
habe dem Allerbarmer zu fasten gelobt, darum will ich heute mit keinem Menschen reden.«"
(19:26)
 
Man enthält sich während dem Fasten sozusagen vor dem Schlechten: Keine Lästerei, keine Streiterei, keine Verleumdung, keine Beschimpfung und Verfluchung, keine üble Nachrede, kein Meineid und keine üblen Taten. Die Muhaddithun (Hadithgelehrten) haben folgende Überlieferung verzeichnet:
 
Abu Huraira, ALLAHs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) sagte: "Wer das falsche Wort* und dessen tatkräftige Durchsetzung nicht
unterlässt, von dem verlangt ALLAH nicht, dass er auf sein Essen und Trinken verzichtet." {*Das falsche Wort umfasst sowohl das Wort als auch die Handlung wie das falsche Zeugnis, die Heuchelei, die falsche Beschuldigung an Menschen und die üble Nachrede}
 
Im Grunde sind diese Dinge allgemein nicht erlaubt, aber der Mensch ist schwach, deswegen soll er
versuchen jedenfalls im Ramadan sich anzustrengen und davon fernzubleiben. Was ist das für ein
Fasten, wenn der Muslim nichts isst, aber schlimme Sachen von sich gibt? Hat dieses Fasten ihm
dann genutzt? Hat er mehr Frömmigkeit, mehr Gottesfurcht?
 
Abû Huraira (ra) berichtete: ALLAHs Gesandter (Friede und Heil auf ihm) hat gesagt: "Für
alles ist Zakât zu entrichten, und die Zakât für den Muslim ist das Fasten.“ (Abu Huraira; Ibn
Madscha)
 
2. Freigebigkeit und das Verbringen der Zeit mit Quranlesen
Ibn `Abbas, ALLAHs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) war der großzügigste aller Menschen, und den Höhepunkt seiner
Großzügigkeit erreichte er im Ramadan. Ðibril (Gabriel), ALLAHs Heil auf ihm, pflegte, ihm jedes Jahr im Ramadan zu begegnen, bis der Monat zu Ende geht. In diesen Begegnungen las ihm der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Heil auf ihm, den Qur’an vor. Und wenn ihm Ðibril (Gabriel) begegnete, war der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Heil auf ihm, großzügiger als der Wind, der die Regenswolken mit sich bringt.“ (Sahih Muslim Nr. 4268)
 
Der Ramadan ist der Monat in dem der Qur’an offenbart wurde und er ist der segenreichste Monat, so
sollen wir mehr Qur’an lesen und versuchen ihn ganz zu lesen und unser Gottesdienst verstärken.
 
3. Das Verstärken der Ibadaat (Gottesdienst), vor allem in den letzten 10 Tagen des Ramadan
Bukhari und Muslim haben ein Hadith von Aischa (ra) verzeichnet, in dem der Gesandte Allahs die
letzten Nächte des Ramadan mit Ibaadat verbrachte. Er weckte seine Frauen, damit sie dasselbe tun.
In diesen Nächten hielt er sich vom Geschlechtsverkehr mit seinen Frauen fern. Außerdem ist in den
letzten 10 Nächten die Lailat-ul-Qadr zu erwarten, die eine segensreiche Nacht ist.
 
4. (Suhur) Das Essen vor der Morgendämmerung
`A´ischa berichtete, dass der Prophet, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Bilal ruft noch während der Nacht, so esset und trinket, bis Ibn Umm Maktum zum Gebet ruft.“ (Sahih Al-
Bucharyy Nr. 622 und 623)
 
Von wann bis wann fastet man jedoch an einem Fastentag? Auch hier gibt es leider Erneuerungen
(Bid’a). Das Fasten beginnt mit der Morgendämmerung und endet mit dem Sonneuntergang.
Es gibt zwei Arten von Fajr (Morgendämmerung):
1. Al-Fajr alkatheb (unechtes Fajr)
2. Al-Fajr alsadeq (echtes Fajr)
Die Muslime fasten ab dem echten Fajr. Was unterscheidet nun beide Arten? Zwischen beiden sind
20 Minuten Unterschied. Beim ersten Fajr, also dem unechtem Fajr, gibt es ein weißes längliches
Licht am Himmel, welches wie ein Schwanz von einem Fuchs aussieht. Es ist noch dunkel. Beim
zweiten Fajr, dem echten Fajr, gibt es ein breit horizontales rötliches Licht und man kann ein bisschen
sehen. Es gibt somit auch 2 Gebetsrufe. Wir Muslime beten beim Fajr alsadeq, denn das ist der richtige Fajr und somit fasten wir auch ab dem Zeitpunkt. Das ist die Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm). Es gibt eine weitgeführte Bid’a (Erneuerung), nämlich den Imsaak. In vielen Kalendern ist er als 10 Minuten vor Fajr eingetragen, ab da solle man nach deren Ansicht nicht mehr essen. Das ist jedoch nicht nach der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm), denn er hat gesagt, dass man sogar bis zum letzten Wort des Gebetrufes des zweiten Athan essen darf. Das ist dann der Suhur. Suhur stammt von Al-Sahar, was „späte Nacht“ bedeutet. Es ist eine leichte Mahlzeit vor der Morgendämmerung. Es ist ein Segen diese Mahlzeit am Fastentag zu sich zu nehmen. Damit beabsichtigen wir auch gleichzeitig den nächsten Tag zu fasten, und haben somit unsere Niyya im Herzen gefasst.
 
Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagt: “In Suhur ist der Segen. Unterlasst es nicht, auch
wenn ihr nur ein Schluck Wasser trinken würdet. ALLAH und seine Engel, lobpreisen denjenigen, die zu Suhur aufstehen.“ (Ahmad)
 
Beim Suhur kann man nur eine Dattel essen oder ein Schluck Wasser trinken und dabei im Herz beabsichtigen, dass man fastet. Es ist mustahab (lobenswert) den Suhur einzunehmen, jedoch keine Sünde, wenn man es unterlässt.
 
5. (Iftar) Das Essen zum Fastenbrechen
Man soll also vom Fajr alsadeq bis zum Sonnenuntergang fasten. Was ist der Sonnenuntergang? Es
ist dann, wenn die Sonnenkugel nicht mehr am Horizont zu sehen ist. Der Fastende sollte sein Fasten schnell brechen, sobald die Zeit dafür eingetreten ist. Damit ist gemeint, dass man rechtzeitig beim Sonnenuntergang das Fasten bricht und nicht wenn es nachts ist.
 
Sahl Ibn Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Es wird den Menschen immer wohl ergehen, wenn sie bei Fälligkeit des Fastenbrechens alsbald essen.“ (Sahih Muslim Nr. 1838)
 
Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte ungefähr: „Die Leute sind noch in Ordnung, wenn
sie sich beim Iftar beeilen.“ (Bukhari)
 
Unsere Religion wird sichtbar und erkennbar sein, solange wir uns beim Iftar beeilen, weil Juden und
Christen sich zum Beispiel verspäten und warten bis es nachts ist. Wir folgen der Sunna des
Propheten, solange wir nicht bis zur Sternerscheinung warten. Einige Muslime machen leider den
Fehler und warten bis es ganz dunkel ist, jedoch müssen wir nur warten bis die Sonnenkugel am
Horizont verschwindet. Man bricht das Fasten, und danach sollte man zuerst zum Abendgebet
(Maghrib-Gebet) gehen. Genauso macht es der Gebetsrufer: Er soll zuerst sein Fasten brechen
(bspw. schnell durch eine Dattel) und dann zum Gebet rufen. Es ist gut für den Iftar Bekannte einzuladen, dafür gibt es Lohn für Dich selbst und auch für den Eingeladenen.
 
Sulaimân Ibn `Amir (ra) berichtete, dass der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) sagte:
"Wenn jemand von euch fastet, soll er sein Fasten mit Datteln brechen, und falls er diese nicht
findet, soll er es mit Wasser tun; denn das Wasser ist eine Reinigung." (Tirmîdhî und Ahmad Ibn
Hanbal)
 
Beim Fastenbrechen sagt man auch Bittgebete:
 
Vor dem Fastenbrechen:
"Allâhumma laka sumt(u) wa ~alâ rizqika ‚afTart(u), Bismillah arrahmane arrahim" (Abu Dawud)
(Oh ALLAH, ich habe für Dich gefastet und mit Deiner Versorgung breche ich mein Fasten. Im Namen
ALLAHs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.)
 
Beim Fastenbrechen:
"Allâhumma ‚innî ‚as’aluka biraHmatikal-latî wa si~atu kullu schei’in ‚an taghfira-lî "
(Oh ALLAH, ich bitte Dich mit Deiner Barmherzigkeit, die alle Dinge umfasst, dass Du mir vergibst.)
 
Nach dem Fastenbrechen:
"DhahabaDH-DHamâ’u, wabtallatil~urûq, wathabatal-‚adjru ‚inschâ’allâh"
(Der Durst ging vorüber, die Adern wurden befeuchtet und die Belohnung wurde fällig, so ALLAH will.)
Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte: „Das Bittgebet, welches der Fastende während
des Iftar zu ALLAH spricht, wird nicht abgelehnt.“ (Ibn Madscha)
 
Was macht das Fasten ungültig?
 
Das absichtliche Essen, Trinken und Rauchen
Absichtliches Erbrechen
Haid (Regelblutung) und Nifas (Wochenbett nach der Geburt)
Injektionen, Infusionen oder Spritzen, die Nahrung beinhalten
Absichtliche Ejakulation
Absicht des Fastenbrechens
Fastenbrechen aus Unwissenheit vor dem Iftar
Geschlechtsverkehr
 
Von all den Dingen, die das Fasten annullieren, zieht nur die sexuelle Handlung die Pflicht nach sich,
Sühne (kaffara) zu leisten. Die kaffara besteht darin, entweder einen Bediensteten frei zu lassen,
sechzig Tage nacheinander zu fasten oder sechzig Arme zu speisen. Zugleich muss er den Tag
nachfasten, den er verpasst hat. In der Nacht ist der Verkehr zwischen Mann und Frau erlaubt.
 
Was ist beim Fasten erlaubt (mubah)?
 
Siwak und Zahnbürste
Mund ausspülen und durch die Nase inhalieren
Parfüm, Kuhul, Cremes, Ohren- und Augentropfen, Augensalben
Hidschama (Aderlass) und Blutabnahme
Injektionen, die nicht zur Speisung gedacht sind
Abschmecken des Essens
Zärtlicher Körperkontakt und das Küssen
Abkühlung mit Wasser oder duschen
Dschunub (rituelle Unreinheit)
 
Was ist Zakat al-Fitr?
 
Jeder Muslim muss Zakat al-fitr leisten:
 
Ibn `Umar (ra) berichtete: „Der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, machte Zakatu-l-fitr * zur Pflicht, und zwar als eine Maßeinheit** Datteln oder eine Maßeinheit Gerste, welche ausgegeben werden soll für jeden Menschen (im Haushalt), sei dieser ein Sklave oder ein Freier, männlich oder weiblich, minderjährig oder volljährig von den Muslimen. Er gab dazu seine Anweisung, dass diese entrichtet werden solle, bevor sich die Menschen zum Festgebet begeben.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 1503)
(*Die Zakatu-l-fitr ist eine Abgabe an Bedürftige zum Fest des Fastenbrechens (‚Idu-l-fitr), welche auch
vor dem Fest im Verlauf des Fastenmonats Ramadan abgegeben werden kann und soll, damit ihre
Empfänger reichlich Zeit haben, etwas für sich und für ihre Kinder zu kaufen. **Die Maßeinheit
(arab.:Sa‘) beträgt etwa 3 kg)
 
Abu Sa`id Al-Khudriy (r) berichtete: „Wir pflegten Zakatu-l-Fitr (die Almosensteuer an
Bedürftige zum Fastenbrechenfest) als ein Saa` (Maßeinheit) Essen, ein Saa` Gerste,
ein Saa` Datteln, ein Saa` Pulvermilch oder ein Saa` Rosinen zu entrichten.“ (Muslim)
 
Diese Almose ist zu unterscheiden von dem normalen Zakat, also der dritten Säule im Islam, wo man
jährlich ein Teil seines Vermögens gibt. Zakat-ul-fitr ist eine Almose in Form von Nahrungsmitteln. Diese Abgabe zu Ende von Ramadan besteht aus einem sa’a (Maßeinheit: 2,5 kg-3
kg) Reis, Weizen, Gerste, Datteln, Rosinen, Roggen, Al-ikt (getrockneter Joghurt) oder entsprechende
Nahrungsmittel, auch solche, die in dem Gebiet bekannt sind, wo du lebst. Es ist nicht angebracht die Zakat-ul-fitr in Form von Geld, Kleidung oder anderweitig außer als Nahrungsmittel zu geben. Diese Zakat soll also nicht für Moscheebauten oder ähnliches ausgegeben werden. Notfalls kann man dann doch Geld geben. Imam Abu Hanifa erlaubt z.B. den Gegenwert von sa` in Geld zu geben. Zakat-ul-fitr soll an guten Armen und Bedürftigen geleistet werden.
 
Bis zum Festgebet soll Zakat-ul-fitr geleistet werden, am besten schon einige Tage vorher, während Ramadan, damit die armen Leute für das Fest schon etwas haben. Man soll es nicht später als das Festgebet geben, außer zu einem triftigen Grund. Denn der Zakat (sowohl Zakat-ul-fitr als auch das Zakat der dritten Säule, bei der man von seinem Vermögen einen bestimmten Prozentsatz (2,5%) spendet) ist eine verpflichtende Spende, die in ihrem Zeitraum geleistet werden muss und der Unterschied zur Sadaqa ist, dass diese eine freiwillige Spende ist.
 
„Wer es vor dem ’Id-Gebet (Festgebet) gibt, dem wird es als Zakat-ul-fitr angerechnet. Wer es
danach tut, nur als Sadaka (Spende).“ (Abu Dawud, Ibn Madscha, Darequtni)
 
Was ist die Leilat l-Qadr – Nacht der Bestimmung?
 
SubhanALLAH. ALLAH (subhana wa ta’ala) hat uns in diesem gesegneten Monat auch eine gesegnete Nacht gegeben, die Leilat l-Qadr:
 
„Wir haben ihn (den Qur’an) in der Nacht der Bestimmung herabgesandt.
Und was lehrt dich was die Nacht der Bestimmung ist?
Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis des Herrn herab mit jedem Anliegen.
Voller Frieden ist sie bis zum Anfang der Morgenröte.“ (Sure Al-Qadr)
 
Diese Leilat l-Qadr ist irgendwann in den letzten 10 Nächten (und hochwahrscheinlich dort in den
ungeraden), am wahrscheinlichsten in der 27. Nacht, also in der Nacht vom 26. zum 27. Tag:
 
`A´ischa, ALLAHs Wohlgefallen auf ihr, berichtete, dass der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Erwartet Lailatu-l-Qadr in den letzten zehn Tagen des Ramadan, die
ungerade Zahlen (Witr) haben.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 2017)
 
In dieser Nacht wurden die ersten Verse des Qur’ans dem Propheten (Friede und Heil auf ihm)
offenbart. Aus diesem Grund gilt die Nacht der Bestimmung als heiligste Nacht im islamischen Jahr. Das der Qur’an in der Lailat-ul-Qadr offenbart wurde, bedeutet, dass hier zum einen die Offenbarung begonnen hatte, und zum anderen der Qur’an von der beschützten Tafel zum Haus Beit-al-usa in den
ersten Himmel gebracht wurde. Und von diesem Haus wurde der Qur’an auf 23 Jahre verkündet.
Der aufrichtige Gottesdienst in Lailat-ul-Qadr hat eine größere Belohnung als der Gottesdienst in 1000 Monaten! SubanALLAH, diese Nacht muss man nutzen. Mehr Gebet, mehr Bittgebete, mehr Dhikir (Gedenken) und mehr Qur’an lesen natürlich.
 
Aischa (ra) erzählte: "Der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) pflegte in den letzten zehn Nächten des Ramadan die Gebete sehr zu vertiefen und er weckte seine Familie dazu und hielt sich von seinen Frauen fern." (Bukhari und Muslim; Riyad us-Salihin Nr. 99)
 
Lailat-ul-Qadr ist eine Nacht voller Segen, in der die Engel aufgrund des Segens herabkommen. In ihr
werden auch einige Sachen entschieden, aber Gott weiß es am besten.
 
„Wahrlich, Wir haben es in einer gesegneten Nacht herabgesandt – wahrlich, Wir haben damit
gewarnt; in dieser (Nacht) wird jegliche weise Sache entschieden.“ (44:3,4)
 
Da wir nicht wissen welcher Tag genau die heilige Nacht ist, sollten wir sie alle mit Gebeten verbringen und ALLAH (subhana wa ta’ala) gedenken und vor allem um Vergebung unserer Sünden bitten. Deswegen verbrachte der Prophet (Friede und Heil auf ihm) in jedem Ramadan die letzten zehn Tage in der Moschee und vermehrte seine Ibadaat. Diese Praxis bezeichnet man als I`tikaf (sich zurückziehen).
 
Abu Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte: "Wer immer – aus dem Glauben heraus und aus der Hoffnung auf den Lohn ALLAHs – Lailat-ul-Qadr im Gebet verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben. Und wer immer – aus dem Glauben heraus und der Hoffnung auf den Lohn ALLAHs – im Ramadan fastet, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben." (Bukhari, Muslim)
 
Diese eine Nacht überschreitet den Wert von 30.000 Nächten. Während ihm hofft der Gläubige auf
Vergebung von ALLAH für seine vergangenen Sünden, indem er weiß, dass der Prophet (Friede und
Heil auf ihm) all denjenigen versprochen hat, welche sich in den letzten zehn Tagen überwinden, dass
all ihre Sünden vergeben werden. Um dies zu erreichen, erinnert sich der Gläubige an die Ratschläge
des Propheten (Friede und Heil auf ihm) mit den verschiedenen Worten, die er benutzte, wie „strebt“,
„verfolgt“, „sucht“ und „haltet aufmerksam Ausschau“ nach Lailat-ul-Qadr. Die Person, welche sie
verpasst, hat wahrlich eine große Menge an Gutem versäumt.
Der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) zeigte uns einige Dinge, welche wir in dieser
gewaltigen Nacht tun sollen. In seiner gesegneten Sunna finden wir die folgenden Dinge:
Das Ziel ist es, einen Grossteil der Nacht im Gebet zu verbringen, Qur’an zu lesen, Du’a zu machen,
und Allah zu gedenken (Dhikir). An dieser Stelle sei erwähnt, dass es kein besonderes „Lailat-ul-Qadr-
Gebet“ gibt. Das freiwillige Gebet in dieser Nacht unterscheidet sich durch nichts von den anderen
freiwilligen Gebeten in der Nacht, die man im Ramadan macht bzw. außerhalb, also dem Tarawih bzw. Qiam Aleil (siehe Salat-ul-Tarawih), für die man nur mit dem Herzen die Absicht fasst. Es ist
vorzüglich ein Tarawih mit langen Qur’an-Rezitationen in den Nächten zu verrichten, auf welche
Lailat-ul-Qadr fallen könnte. Man kann während dem Gebet den Qur’an in der Hand halten und viel
lesen und man kann auch im Sujud (Niederwerfung mit der Stirn am Boden) viel Du’a machen, denn
während dem Sujud bist du Gott am Nahesten, Alhamdolillah.
 
Auf jeden Fall solltet ihr auch in der Lailat-ul-Qadr schlafen, denn der Prophet (Friede und Heil auf
ihm) hatte auch in dieser Nacht geschlafen, aber auch viel gebetet, man soll nicht übertreiben, denn
Gott will es uns leicht, nicht schwer!
 
Anas (r) erzählte: […] Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte: „Hört, ich fürchte ALLAH mehr als ihr alle, und ich bin frömmer. Dennoch faste ich und ich esse, ich bete (des Nachts) und schlafe (auch), und ich heirate Frauen. Wer sich von meiner Sunna abwendet, gehört nicht zu mir." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 143]
 
Dieses Bittgebet ist speziell für Lailat-ul-Qadr:
 
A’ischah berichtete, dass sie den Gesandten ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) fragte: „Oh
Gesandter ALLAHs! Wenn ich weiß, wann die Nacht von Lailat-ul-Qadr ist, was soll ich dann
sagen?“ Und er unterwies ihr zu sagen: „Allahumma innaka afuwwun tuhibbul afwa fa´fuanni –
Oh ALLAH! Du vergibst und du liebst die Vergebung. So vergib mir.“ (Ahmad, Ibn Madschah und
At Tirmidhi)
 
Liebe Brüder und Schwestern, wenn ihr die Moscheen für Tarawih in den letzten zehn Nächten des
Ramadans füllt, so erinnert euch daran, dass ALLAH euch wissen lassen will: Wisse, dass ALLAH der streng Strafende ist und dass ALLAH der oft Vergebende und Allerbarmer ist. Man soll nicht nur auf die 27. Nacht warten und da als einzigen Tag im Jahr beten, denn das wäre sehr schlecht. Man soll immer regelmäßig beten und nach der gesegneten Nacht suchen, und wenn man sie trifft, ist die
Belohnung sehr groß, inschaALLAH.
 
Am Abend des 28. oder 29. Tages des Ramadans warten Muslime gespannt auf die Sichtung des
Neumonds, die das Ende des Ramadan und den Beginn eines der beiden wichtigsten Feste des Islam markiert: Id al-fitr (Fastenbrechenfest). Am ersten Tag beten die Muslime Salat Al-Id (Festgebet) in der
Moschee und da ist es nicht erlaubt zu fasten. Die nächsten Tage kann man schon wieder fasten. Es
umfasst Besuche bei Freunden, kleinere Geschenke sowie Nahrungsmittelspenden. Und auf dieses
Fest freuen sich immer alle Muslime in dem Bewusstsein, dass sie inschaALLAH ihre Prüfung Ramadan bestanden haben.
 
Noch einen schönen und gesegneten Ramadan wünschen wir euch. InschaALLAH möge Gott uns
diesen Ramadan segnen und uns in ihm vergeben. InschaALLAH mögen wir unseren Gottesdienst wie der Prophet (Friede und Heil auf ihm) verrichten, es vermehren und vertiefen, so dass wir mehr Demut und Gottesfurcht erlangen. InschaALLAH nimmt Gott unsere Gebete und unser Fasten an, und
InschaALLAH mögen wir den ganzen Qur’an in ihm lesen. InschaALLAH möge Gott uns diesen Ramadan segnen und uns in ihm vergeben und uns Lailat-ul-Qadr finden lassen und uns Paradies Firdaus bescheren. Möge Gott mir vergeben, falls ich Fehler in diesem Vortrag gemacht habe. Denn alles Gute kommt von Ihm und alles Schlechte von mir und meinem Schaytan. Amin.
 
 
 
Wa salamu aleikum
– UMMA Team –
 
Quelle: Weekly Lecture 2-4 (www.umma.info
 
A Ramadhan Checklist

1. Ask Allah to enable you to reach Ramadan and to get the most out of it as the Salaf used to do.

2. Intend to fast every day with Iman and pure intention seeking the reward from Allah alone. The Prophet peace be upon him said, "Whoever fasts in Ramadan with Iman and seeking reward (from Allah) his past sins will be forgiven". (Bukhari)

3. Read the whole Qur’an at least once as the Prophet peace be upon him did.

4. Have Suhoor as the Prophet peace be upon him said, "Have Suhoor because it is blessed".

5. Make Du’a during the fast because the Prophet peace be upon him said that three people’s supplication is not rejected one of them is the fasting person. Ask for the good of this life and the next for yourself, your family and Muslims in general.

6. Make Dua before opening the fast. The Prophet peace be upon him said, "The fasting person has a supplication that is answered when he opens his fast".

7. Give Sadaqah and be good to people. The Prophet peace be upon him was the most generous of people and he was most generous in Ramadan.

8. Avoid anything that diminishes the fast such as, lying, backbiting, cheating, getting angry. The Prophet peace be upon him said "Whoever does not give up false statements (i.e. telling lies), and evil deeds, and speaking bad words to others, Allah is not in need of his (fasting) leaving his food and drink." [Bukhari] 9. Do not eat too much after Iftar.

10. Ask for forgiveness since this is the month Allah frees people from the fire.

11. Pray At-Tarawih with Khushoo. If you pray in the Masjid complete the Salah with the Imam. If you pray at home prolong the Salah as long as you can. The Prophet peace be upon him said, "Whoever prays during Ramadan with Iman and seeking reward (from Allah) his past sins will be forgiven".

12. Feed the poor and invite others for Iftar. The Prophet peace be upon him said, "Whoever gives Iftar to someone fasting he will have the same reward without decreasing the reward of the person fasting".

13. Try harder the last ten nights especially the odd nights. The prophet would strive in Ramadan more than he would in any other month and more so in the last ten days.

14. Say this Dua in the nights that Laitul-Qadr is likely to fall on: Allhumma innaka afuwun tuhibbul-afwa fa’fu anni (O Allah you are Forgiving and love forgiveness so forgive me).

15. Ask Allah to accept all your good actions during this month.

By Abu Talha
 

Ramadhan Warriors


By Muhammad Alshareef

Sahl ibn Sa’d – radi Allahu ‚anhu – narrates that An-Nabee – sal Allahu alayhi wa sallam – said, "In Jannah there is a gate called Ar-Rayyan, a door which the Saa’imoon will enter from, no one else except them. It will be announced, ‚Where are the Saa’imoon?‘ and the Saa’imoon will stand. No one except them will enter from the Rayyan gate."

Have you ever heard of a weekend warrior? They are employees who sit in cubicles and relax at a coffee station weighed down with donuts all week long. Then on the weekend they rip off their suits bearing their Reebok gear underneath and spend the entire weekend playing basketball, hang gliding, and mountain climbing. What happens? They break their knees, pull a dozen muscles, and are hospitalized on Monday.

This is in relation to the physical body. But there are people that should be known as Ramadan warriors. They are those that haven’t fasted all year long and then shock their bodies with a whole month. Or haven’t prayed in the Masjid or haven’t woken up to pray in the night all year long. What happens to them? As one Muslim doctor said, "In normal days, we have about 5 – 7 patients a day. On the first day of Ramadan,the patients increase to over 50!"

Ramadan warriors were rare in our Islamic history. To illustrate, let’s all remember where we were at the beginning of Safar – corresponding this year to the second week of May. We were probably praying for work to end, or just finished up with exams, or looking through brochures for a holiday getaway.

Interestingly, if we were sitting beside a taabi’ee over a thousand years ago in a simple Masjid, we would have heard him raising his hands asking Allah to grant him the blessing of being around when a guest comes, a guest called Ramadan!

There are different ways that we can ‚warm up‘ for Ramadan. One of those ways is by increasing the frequency of our Du’a:

Allah ta’ala says in the Qur’an … the verse before it is talking about Ramadan and the verse after it is speaking about Ramadan, and right in the middle we read: [And when My servants ask you, (O Muhammad), concerning Me – Indeed I am near. I respond to the invocation of the supplicant when he calls upon Me. So let them respond to Me (by obedience) and believe in Me that they may be guided.]

– Surah Al Baqarah 2/186

Every goodness on earth is from Allah. And one of the most exclusive blessings is Ramadan. So let us ask the Lord of Ramadan to help us find His Mercy in the coming days.

Last year, we gave a khutbah here on Hajj entitled ‚The Call of Ibraheem‘. A brother just a few weeks ago told me that during that Khutbah he raised his hands to Allah and asked Allah to find him a way to make Hajj. He said that he had no money to make the trip, but that night more then one brother approached him with the offer, "Brother we have a Hajj program for new Muslims, would you like to come!"

Alhamdulillah, that brother made Hajj last year from a Du’a that came straight from the heart – in sha‘ Allah.

The early generations of the Ummah used to make Du’a 6 months after Ramadan that Allah accept their deeds in Ramadan. And for the next 6 months, they would make du’a to Allah to grant them the blessing of being alive in the coming Ramadan.

Cleanliness – Whenever a guest comes, we prepare in advance for his arrival by vacuuming the carpet, dusting the shelves, and scrubbing the sinks. We should do this for our guest called Ramadan. But the scrubbing should not just be of our physical surroundings, it should include the scrubbing of our sins.

Listen to the words of an-Nabee – sal Allahu alayhi wa sallam – speaking about those people that don’t want to clean up for Ramadan, "Whoever doesn’t desist from speaking falsehood and acting upon it, Allah has no need that he desist from his food and drink." – Bukhari

Fasting in Sha’baan (this Month that we are now in) – The biggest downfall of the weekend warriors was that they were not properly warmed up for the exercise which caused the injuries. Similarily, when Fasting, some people only do it once a year making their bodies very foreign to going without food and drink.

From here we see the following Sunnah: Umm Al-Mu’mineen Aisha – radiAllahu ‚anha – observes, "Allah’s Messenger never fasted an entire month other than Ramadan and I haven’t seen him fast more than he did in Sha’baan."

A poet said: Oh ye who isn’t satisfied with his sins in Rajab / so much so that you continued disobedience in Sha’baan / The month of fasting has now come upon you / so do not convert it also to a month of disobedience.

Part II

When we look at the celebrations, ‚the holy days‘ of this country, we see that they put all their time and effort and spirit in preparation. I tell you, go to any store outside this Masjid and you will see preparations of Candy Canes, red and green bouquets, even Eggnog all in the wait for the annual celebration of the birth – as they falsely claim- of Prophet ‚Esa (alayhis salam.) They are preparing for their falsehood almost 2 months in advance! One of the ways to prepare for Ramadan is to educate ourselves in the Fiqh of Ramadan. Alhamdulillah – sitting in this Masjid today are many brothers and sisters for whom this will be their first Ramadan. Allahu Akbar! May Allah accept it from them and allow them and us to share in the blessing of Ramadan for many years to come. Let us briefly review what fasting is:

Fasting Ramadan is not optional – it is a must. The evidence for this is found in the Qur’aan and Sunnah. Allaah says (interpretation of the meaning):

"O you who believe! Observing al-sawn (the fasting) is prescribed for you as it was prescribed for those before you, that you may become al-muttaqoon (the pious)." [al-Baqarah 2:183]

The Prophet said: "Islam is built on five [pillars]…" among which he mentioned fasting in Ramadaan. – Bukhari

The Arabic word for fasting is Sawm. In Arabic it literally means to abstain from something. And in Islamic Law it is to abstain from those things that break the fast starting from dawn (Fajr Prayer) and ending with sunset (Maghrib prayer) having first made the intention to do so.

The things which break ones Fast, the things which he or she must abstain from from dawn to sunset are as follows:

(a) Eating and Drinking

(b) Marital Relations

These apply if 3 conditions are met (1) That the person is not ignorant that this thing breaks ones fast (2) That he is aware that he is doing something that breaks his fast (meaning he did not do so in forgetfulness) (3) He does so out of his free will and no one forced him to break his fast.

In conclusion, as the month of Ramadan draws nearer, we should prepare for this special guest by preparing a Ramadan program *Operation: Valuable Time* in our homes and at our Masjids. The program should in sha‘ Allah include:

1. Locked times of the day when we will consistently recite Qur’an, learning it’s meanings and memorizing new Sur’ahs.

2. Something useful for the time before Taraweeh prayers and the time after Taraweeh. And how to increase our worship in the last ten nights – i.e. what will we do extra.

3. We should make sure that there are days of this month when we feed people. Bring dates or milk to the Masjid for Maghrib. Invite people over to have dinner with your family. Organize a dinner in the Masjid and invite people that don’t normally get invited because they are new. Take care of the New Muslims in your community and for the sake of Allah ta’ala make their Ramadan special.

4. Make the intention to double and triple the amount of Sadaqah we give, the worship we normally do, the Dhikr we do, and the deeds that’ll help us purify our souls, etc.

And finally, for those that can afford it plan a Umrah to the Ka’bah in Ramadan!

After returning from the farewell Hajj, Rasul Allah – sal Allahu alayhi wa sallam – saw an Ansari women who had not made the Hajj. He asked her, "What kept you back from joining in the Hajj?" She said, "We had a camel that we used to ride which Abu Fulan and his son went on, and another we used for farming." So Rasul Allah – sal Allahu alayhi wa sallam – said, "Verily, Umrah in Ramadan is the same (reward) as performing Hajj with me!" – Bukhari and Muslim  

Der Monat Ramadan

 

 

Ramadan ist der Heilige Monat in dem der Quran dem Propheten Muhammad (a.s.s) offenbart wurde

 

 

[2:183]  O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.

[2:184]  Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr es (nur) wüßtet!

[2:185] Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein.

 

Der Gesandte Allahs a.s.s pflegte seinen Gefährten die frohe Botschaft über die Ankunft des Ramadan zu verkünden. Er sagte: Der Ramadan ist zu euch gekommen. Er ist ein Monat des Segens, in dem Allah euch (mit Segen) bedeckt, denn Er sendet Barmherzigkeit herab, verringert die Sünden und beantwortet die Gebete. In ihm schaut Allah auf euer Wetteifern (in guten Taten) und prahlt vor Seinen Engeln mit euch. So zeigt Allah eure Güte, denn der Unglückliche ist derjenige, dem (in diesem Monat)  die Barmherzigkeit Allahs  vorenthalten ist.“ Berichtet von At-Tabarani

 

Stell dir folgenden Fragen und beantworte sie ganz ehrlich für dich:

 

Wie oft hatte ich bis jetzt Ramdan und habe ich das genutzt?

 Wo ist die Garantie, dass dieser nicht mein letzter Ramadan sein wird?

 Vergesse ich an dem Tod zu denken? Schafft es der sheitan mich zu überzeugen, dass ich noch jung bin; lä sst er mich

vergessen, dass der Todesengel ohne Voranmeldung und unerwartet kommt?

Wie oft bin ich in meine Gedanken bei meinen Freunden, bei meiner Arbeit, bei meinem Studium… und wie oft mache ich mir Gedanken über den Jenseits? Wie oft denke ich an den Tag, an dem nichts eine Bedeutung für mich haben wird, außer meine gute Taten?

  

 

Der Jüngste Tag wird zweifellos kommen.

 

An diesem Tag wird alles, was du im Diesseits begehrt hast, seine Wichtigkeit verlieren.

Du wirst sogar von deiner eigenen Mutter weglaufen und niemand wird dir etwas nutzen.

Es geht um alles oder nichts!

Paradies oder Hölle?!

Du wirst nicht deine Freunde vermissen, deine Familie, deine Hobbys… Du wirst jede Sekunde vermissen, in der du die Möglichkeit gehabt hast gute Taten zu machen und die du verpasst hast…

Du willst ins Paradies…Bist du bereit etwas dafür zu tun?

Wenn ja – dann reinige deine Seele und es gibt keine bessere Zeit dafür als in dem Monat Ramadan.

 

Voraussetzungen für richtiges Fasten:

 

•  Sich fernhalten von Falschheit

    „Wer nicht die Falschheit in Wort und Tat aufgibt, von dem braucht Allah auch nicht, dass er sich des
      Essens und Trinkens enthält.“ (Buhary)

 

• 

Selbst Reinigung

    „Wer im Ramadan in festen Glauben und in der Hoffnung auf Belohnung fastet, dem werden seine vergangene Sünden
       vergeben (Buhary, Muslim)

 

 

Schutz vor Sünden

    „Das Fasten ist ein Schutz, So soll der, der fastet, keine unzüchtigen Reden führen und sich nicht töricht
      verhalten; und wenn jemand ihn bekämpft oder ihn beschimpft, soll er zweimal sagen:
 
     „Ich  faste““ (Buhary, Muslim)

 

Gutes tun

     Wer im Ramdan einem fastenden eine Mahlzeit ausgibt, mit der er sein Fasten brechen kann, dem werden seine 
       vergangenen Sünden vergeben, er wird vor dem Feuer der Hölle bewahrt und seine Belohnung wird dieselbe sein wie
       die eines Fastenden.“ (Baihaqi)
 
 
                                                         Was kannst du tun?
 

•  Bittgebete machen (unsere Dua wird mehr erhört)

Quran lesen, lernen. Islamische Bücher lesen, Vorträge hören usw.

Auf deiner Zunge achten; Sag nur das, was für dich ein Nutzen im Jenseits haben kann.

Jedes Lebewesen auf dieser Erde gut behandeln; Sei barmherzig mit den anderen, dann wird  Allah barmherzig mit dir sein.

Bete das Tarawih-Gebet (zu Hause oder in der Moschee)

Bete nachts!

Versuche dich zu erziehen und nimm dir vor, wenn du etwas Falsches machst im Ramdan damit aufzuhören. (Rauchen, Lieblingsserie, schlechtes Gerede usw.)

Bekämpfe deine Nafs und zeig ihr, wer der Chef ist 🙂

Mach keine Überstunden bei der Arbeit, mach Überstunden für Jenseits!

 

                                    Was macht Allah für dich?

Wenn man 1 tag fastet, wird ihn Allah 70 Jahre von der Hölle entfernen“

Jede gute Tat des Menschen wird  um ein vielfaches vermehrt, zehn- bis siebenhundertfach. Aber Allah spricht: Das Fasten ist eine Ausnahme, Es ist nur für Mich, und Ich gebe soviel Belohnung ich will.“ (Buhary und Muslim)

Allah vergibt Dir die vergangenen Sünden!

Allah hat uns das Fasten zu Pflicht gemacht, damit wir Gottesfürchtig werden mögen. Nur derjenige, der den Sinn des Fastens verstanden hat und zu erfüllen strebt, den wird dieser Segen zuteil werden.

 

 

                               Was sollst du nicht tun?

 

Die Nacht zum Tag machen und den Tag zu Nacht machen.

 

Das Verschlafen der Pflichtgebete.

Das Übertreiben im Essen und Trinken.

Das unterlassen des gesamten Tarawih-Gebets.

Das Sich Versammeln mit Leute, die sich mit Lästern und Verleumdung beschäftigen.

Fernsehen!

Die Überwigende Beschäftigung der Frau mit der Zubereitung von Essen

Es gibt viele Menschen, die fasten, aber nichts davon haben, außer Hunger und Durst und es gibt viele, die nachts im Gebet stehen, aber nichts davon haben außer Schlaflosigkeit
(Überliefert von Darimi)

 

 

 

Es gibt viele Menschen, die fasten, aber nichts davon haben, außer Hunger und Durst und es gibt viele, die nachts im Gebet stehen, aber nichts davon haben außer Schlaflosigkeit
(Überliefert von Darimi)

 

>>>Wenn dein Tisch bei jedem Iftar so überfüllt ist, dann denk darüber nach…<<<

 

 

 

Mach mit dem Geld, etwas besseres!

 

 

 Spende für Leute, die deine Spende brauchen, die nicht einmal ¼ davon haben was du auf dem Tisch hast!

 

 

 

Möge uns Allah in diesem Ramadan die Sünden vergeben und inshaAllah kommen wir ganz rein daraus, um weiterhin mit neue Kräfte Ihm aufrichtig zu dienen!

AMEEN!

 

O Allah, gib uns Verständnis für Deine Religion und erlaube uns, die inneren Geheimnisse Deiner Befehle zu verstehen! Berichtige für uns die Angelegenheiten unserer Religion und unseres weltlichen Lebens. Und vergib uns, unseren Eltern und allen Muslimen durch Deine Barmherzigkeit! Und möge der Frieden und der Segen Allahs auf Muhammad (a.s.s.), seiner Familie und allen seinen Gefährten sein! 

Hutba – Den Ramadan empfangen

 

Verehrte Geschwister,
allmählich nähern wir uns dem Ramadan, dem „König der elf Monate“.

Allah ermögliche uns diesen Monat, den segenreichsten der Drei Monate, mit guten Werken und Gottesdiensten (Ibâda) zu verbringen.

Der Ramadan ist der Monat des Fastens, der Monat des Korans (Sure Bakara, [2:185]) und ein an Segen reicher Monat, in dem auch mehr soziale Gottesdienste verrichtet werden, als sonst.

An den letzten zehn Tagen dieses Monats kann man sich, gemäß dem Brauch (Sunna) des Gesandten Gottes, in eine Moschee zurückziehen (Îtikâf).

Außerdem wird neben den täglichen Pflichtgebeten ein freiwilliges Gebet verrichtet, dass man Tarâwih-Gebet nennt, so dass man mehr und mehr Lohn erwirbt.

Die Fitra-Spende, die für jeden Muslim, der in der Lage dazu ist, verpflichtend ist, wird in diesem Monat gezahlt.

Verehrte Geschwister,
der Muslim, der diesen Monat mit Fasten verbringt, reinigt sich körperlich sowie geistig.

Jeder Gottesdienst, der während dem ganzen Jahr verrichtet werden kann, nimmt in diesem Monat seinen Platz ein.

Da dies der Monat des Korans ist, wird er viel gelesen.

Die Koranrezitationen in Form der Mukâbala, die in unseren Moscheen gelesen werden, symbolisieren die Rezitation Gabriels mit unserem Propheten während jedes Ramadans.

Verehrte Geschwister,
in diesen Tagen sollten wir, genauso wie wir uns auf den Ramadan vorbereiten, auch unsere Moscheen auf die Gläubigen vorbereiten, die vermehrt die Moschee aufsuchen werden.

Wir sollten auch unsere Nachbarn, die in unserer unmittelbaren Umgebung wohnen auf den Ramadan und die zu erwartende Zahl der Gläubigen aufmerksam machen und uns schon im Voraus für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Da ab diesem Jahr die Zeit des Tarâwih-Gebets in die abendlichen Ruhestunden fällt, ist besonders darauf hinzuweisen, dass die Gläubigen während des Moscheebesuchs die Menschen nicht stören dürfen.

Unsere Gemeindevorstände sollten schon zu Beginn des Ramadans auf die Dienste unseres Verbandes, der bedürftigen und benachteiligten Menschen seine helfende Hand ausstreckt, hinweisen und diese Arbeit ernst nehmen.

Wir müssen in der Lage sein das Elend eines Menschen zu spüren, der sich mit einem trockenen Stück Brot begnügen muss, während wir von allmöglichen Gaben überschüttet werden.

Gemäß den Worten des Gesandten Gottes, der sagte, dass in diesem Monat „die Teufel gebändigt und die Pforten des Paradieses weit geöffnet“ werden, sollten wir dafür beten, dass schlechte Gedanken nicht verwirklicht werden können und wir die Menschen in Frieden leben können.

Verehrte Geschwister,
indem wir Fasten, werden wir eines der fünf Gebote (Farz) befolgen und das größte Geschenk des Ramadans entgegennehmen.

Über das Fasten sagte unser Prophet: „Wer aus reinem Glauben und die Belohnung von Allah erhoffend fastet, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben.“ Allah hat gesagt: „Das Fasten ist für mich und ich werde es belohnen.“

Welches Glück dem, der dieses Gebot einhält!

Zum Abschluss unserer Hutba möchten wir auf folgendes hinweisen:

Die Muslime müssen den Ramadan zu aller erst gedanklich, geistig und körperlich gereinigt empfangen. Sie müssen das Fasten gemäß seinen Vorschriften einhalten und so oft wie möglich die Moscheen besuchen. Sie müssen sich vor leeren Handlungen und Worten hüten und oft im Koran lesen. Sie müssen die Zakât, Fitra und andere Abgaben entrichten und – wenn möglich – sich in der Moschee zurückziehen (Îtikâf). Sie müssen für die muslimische Gemeinschaft (Umma) und alle Menschen beten und zu Allah flehen.

Sie sollten den Ramadan mit Gottesdiensten schmücken wie jemand, der im Blumenbeet des Lebens Rosen sammelt.

Sie sollten auf gute Charaktereigenschaften wie Ehrlichkeit (Ichlâs), Reue (Tawba), Nachsicht, Liebe, Aufrichtigkeit (Ihsân) und Großherzigkeit achten.

Gemäß dem Wort „Der beste unter den Menschen ist der, der den anderen nützlich ist.“ müssen sie sich und der ganzen Gesellschaft und insbesondere ihren Nachbarn helfen.

Wir bitten Allah, dass er unser Fasten und all unsere anderen Gottesdienste annehme und beglückwünschen schon jetzt alle zum Ramadan.

IGMG – Irschad-Abteilung

 

Ramadan

Alhamdulillah,
Es ist Ramadan,
Wir fangen ein ganz neues Leben an,
Alhamdulillah,
Wir fasten am Tage
und beten des Nachts, gib uns keine Plage

Alhamdulillah,
Es ist Ramadan,
Allahs Segen kommt so machtvoll heran,
Alhamdulillah,
Wir sind Gott so nah,
Die schönste Zeit des Jahres ist da

Alhamdulillah,
Es ist Ramadan,
Der Monat, in dem zu uns kam der Quran,
Alhamdulillah,
Die Welt wird jetzt frei,
Wir beten, dass überall Frieden sei

Alhamdulillah,
Es ist Ramadan,
Wir fangen ein ganz neues Leben an,
Alhamdulillah,
Wir fasten von früh
Bis zum Anfang der Nacht
Allah hat uns ein schönes Geschenk gebracht.