Category: Sahaba


Talha Bin ‚Ubaid-u-Allah
( Talha, der Wohltätige )

Sein ganzer Name lautet "Talha Bin ‚Ubaid-u-Allah Bin ‚Othman Bin Amru Bin Ka’b Bin Sa’d Al Kuraschi At-Tamimi. Er zählt zu den ersten Menschen, die den Islam angenommen haben. Er wurde wegen seiner Religion peinlich gefoltert. Er ist auch einer der zehn Leute, denen die gute Nachricht angekündigt wurde, dass sie mit der ‚Jannah‘ (dem Paradies) belohnt werden werden. Er hat an der Schlacht von ‚Badr‘ nicht teilgenommen, weil er in der Region von ‚Asch-Schem beauftragt war, Auskünfte über deren Beigesellen zu sammeln. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, hat ihn in der Schlacht von ‚Uhud‘ ‚den Wohltätigen‘, in den Schlacht von ‚Hunain‘ ‚den Freigebigen‘ und in der Schlacht von ‚AL-Usra‘ ‚den Grossmütigen‘ genannt. In der Schlacht von ‚Badr‘ hat er sehr tapfer gekämpft, hat den Propheten auf seinen Schultern getragen, wurde mehr als 70 Mal verwundet und sein Finger wurde abgeschnitten. Er war sehr reich und gab sehr oft Almosen . Er war unter den sechs Beratungsleute, die ‚Omar ® beim Sterben gewählt hat, um unter ihnen den Kalif der Muslime zu wählen. Er war mit ‚Othman ® während des Aufruhres hart, war aber auf keinen Fall damit einverstanden, dass ‚Othman ermordet wird und er sagte:" O Gott! Nimm von mir und gib zu ‚Othman damit du mit mir zufrieden wirst!" Er hat an der Kamel-Schlacht gegen Ali ® teilgenommen. Aber Ali ® sprach zu ihm und zu Az-Zubair und deswegen hielten sie sich zurück gegen ihn zu kämpfen. Sie wurden später getötet und derjenige, der Talha getötet hat war Maruen Bin Al-Hakam.

Einer der 10 Leute, die ihnen die gute Nachricht verkündet wurde, dass sie mit dem Paradies belohnt werden werden

"Wer sich darauf freut, einen Mann zu sehen, der auf der Erde geht und der schon sein Gelübde erfüllt hat, der soll Talha ansehen."

Talha Bin ‚Ubaid-u-Allah Bin ‚Uthman At-Taimi Al-Kuraschi Al-Makki Al-Madani, Abu Muhammad, handelte einmal in Al-Basra und traf dort einer der besten ihrer Mönche. Dieser teilte ihm mit, dass sie in der Periode leben, während dessen der Prophet, der in Makka und ihrer Umgebung geboren werden wird, erscheinen wird. Er hat ihn beraten, den neuen Propheten zu folgen. Talha war nach Makka zurückgegangen um sich nach der Offenbarung, die der Wahreitssagende und Vertrauenswürdige; Allahs Segen und Frieden auf ihm, empfang, und nach seiner Botschaft zu erkündigen. Er eilte sich nach Abu Bakr. Er fand ihn schon gläubig bei den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm. Er war davon sicher, dass beide nur über die Wahrheit sich geeinigt haben könnten . Abu Bakr ® begleitete ihn zu den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, wobei er seinen Islam offenbarte und so zählte er zu den ersten Muslimen damals.

Sein Glaube

Talha ® war unter den reichsten seiner Mitbürger und trotzdem haben ihn die Beigesellen unterdrückt und misshandelt. Er wanderte nach Al-Madina aus und nahm an allen Feldzügen mit dem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, teil, außer der Schlacht von Badr, wobei er und Said Bin Zaid außerhalb von Al-Madina vom Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, als Vertreter entsandt wurden. Als sie zurückkamen waren die Muslime mit der Schlacht schon fertig. Beide litten darunter, dass sie mit den Muslimen nicht waren. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, beruhigte sie, in dem er ihnen versicherte, dass auch sie einen Lohn genau wie die anderen Kämpfer von Allah bekommen werden und gab ihnen einen Anteil von den verteilten Kriegsbeute wie die Teilnehmer am Feldzug. Der hochherzige Prophet nannte ihn am Tag von der Schlacht Uhud "Talha, den Wohltätigen" und bei der Schlacht von Al-Aschira "Talha, den Freigebigen" und bei Hunain "Talha, den Grossmütigen".

Sein Heldenmut bei der Schlacht von Uhud

In der Schlacht von Uhud hat Talha ® den Teil des Schlachtfeldes gesehen, worauf der Prophet (s) stand und kämpfte. Er hat bemerkt, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, ein Ziel der beigeselligenden Kämpfer war. Er ist zwischen den Schwertern und Lanzen bis zum Propheten (s) durchgelaufen. Und als er seine blutenden Wangen sah, war er außer sich aus Zorn geworden und ist vor den Propheten gesprungen und begann die Kämpfer mit beiden Händen zu schlagen. Er ließ den Propheten (s) sich auf ihn stützen und begleitete ihn weit von der Grube, wo sein Fuss hingerutschen war.

Abu Bakr sagt, wenn er diese Schlacht erwähnt: "Das war der Tag von Talha. Ich war der erste, der zum Propheten (s) kam. Der Prophet (s) sagte zu mir und zu Abu Ubaidah: " Habt Sorgfalt auf eueren Bruder." Wir besichtigten ihn. Wir haben mehr als 70 Dolch-, Lanzen- und Pfeilstöße auf seinen Körper aufgezählt. Sein Finger war auch abgeschnitten. Wir haben also seine Wunden behandelt."

Allah hat den folgenden Vers offenbart:

"Unter den Gläubigen sind Leute, die dem Bündnis, dass sie mit Allah geschlossen haben, die Treue hielten. Es sind welche unter ihnen, die ihr Gelübde erfüllt haben, und welche, die noch warten, und sie haben nichts verändert, nicht im geringsten." [Al-Ahzaab; 33:23]

Der Prophet (s) hat den oberen Vers vor seinen Gefährten (Sahabah) vorgelesen, hat dann Talha angezeigt und sagte:

"Wer sich darauf freut, einen Mann zu sehen, der auf der Erde geht und der schon sein Gelübde erfüllt hat, der soll Talha ansehen."

Wie schön diese Nachricht für Talha ® war! Er wusste demzufolge bescheid, dass Allah ihn vor den Versuchungen während seines ganzen Lebens schützen wird und dass Er ihn ins Paradies eintreten lassen wird. Wie groß diese Belohnung ist!

Seine Gabe und seine Freigebigkeit:

So lebte Talha unter den Muslimen, die Säulen vom Islam verankernd und seine Pflichten vollziehend. Wenn er mit Vollzug des Rechts von Allah fertig war, beschäftigte er sich mit dem Handel, um sein Geld zu vermehren. Er war sehr reich und gab sein Geld im Dienste der Religion aus. Jedes Mal wenn er Geld ausgegeben hat, gab es ihm Allah vermehrt zurück. Seine Frau, Sa’daa Bint ‚Auf, sagte: " Ich sah Talha an einem Tag besorgt. Ich fragte ihn, worum seine Sorgen waren. Er sagte: "Mein Geld ist so viel geworden, dass ich besorgt und bekümmert gaworden bin." Ich sagte:" Kein Sorgen. Verteile es." Er stand, rief die Leute zu ihm auf und verteilte das Geld bis zum letzten ‚Dirham‘ (eine der damaligen Währungen )." Eines Tages verkaufte Talha ein Grundstück mit einem hohen Preis. Als er das Geld sah weinte er und sagte: "Ein Mann, der solche Gelder bei sich hat und weiss trotzdem nicht, was mit denen zu unternehmen ist, ist sicher ein Mann, der Allah nicht richtig nach seinem Wert eingeschätzt hat." Er hat dann ein paar Freunde aufgerufen, die ihm dabei halfen, das Geld zu tragen. Sie betraten die Straßen und verteilten das Geld. Am Morgendämmerung hatte Talha kein ‚Dirham‘ von seinem Geld mehr.

Er war einer der gütigsten aller Menschen zu der eigenen Familie und Verwandten. Er finanzierte sie alle. Es wurde darüber das Folgende berichtet: "Er finanzierte jeden Bedürftigen von Banu Tamim (sein Stamm) und seine jeweiligen Kinder mit alles Nötigem. Er bedeckte die Kosten der Hochzeiten ihrer Ledigen. Er setzte sich für die Hilfe der Eltern ein und bezahlte die Schulden der Verschuldeten." As-Sa’ib Bin Zaid sagte: "Ich begleitete Talha in den bewohnten Gegenden und beim Reisen und haben niemanden gesehen, der mit Geld , Kleider und Essen freigebiger als Talha ist."

Talha und die ‚Fitna‘ (Aufruhr):

Als der Aufruhr in der Zeit des Kalifats von Othman ® ausbrach, gab Talha den Gegner Recht und stimmte mit den angestrebenen Änderungen zu. Er war aber dagegen, dass die Beschwerden der Aufrührer sich zur Ermordung von Othman entwickeln, sonst hätte er dem Aufruhr Widerstand geleistet und hätte ihm auf keiner Weise beigestanden. Aber die Lage hat sich leider zugespitzt. Talha und Az-Zubair haben Ali, Allah sei mit denen zufrieden, als Kalif anerkannt dann sind nach Makkah wegen der Umra eingereist und dann nach Al-Basra um Othmans Mord zu rächen. Nachher fand der Kampf von ‚Al-Jamal‘ im Jahre 36 nach Al Hidjra statt. Auf einer Seite stand Talha und Az-zubair und auf der anderen Seite Ali. Als Ali die Mutter der Gläubigen, Aischa, auf einem Kamel in dem Kampffeld sah, weinte er heftig und sagte laut zu Talha : "O Talha! Hast du die Frau des Propheten hier mitgebracht, um mit ihr zu kämpfen und hast deine Frau zuhause versteckt?" Er sagte weiter zu Az-Zubair: "O Zubair! Ich bitte dich bei Allah. Erinnerst du dich an den Tag, woran der Prophet (s) bei dir vorbeikam und woran wir in jenem Ort waren? Damals hat er dich gefragt: "O Zubair! Liebst du nicht Ali?" und du hast geantwortet: "Wie kann ich meinen Neffe und einen Muslimen nicht lieben?" Und er hat dir gesagt :"O Zubair! Ich schwöre aber bei Allah, dass du ihn ungerecht bekämpfen wirst" Az-Zubair sagte dann: "Ja, ich erinnere mich daran und ich habe es vorher vergessen. Bei Allah werde ich dich nicht bekämpfen."

Der Martyrertod

Talha und Az-Zubair haben abgelehnt, an diesem Kampf teilzunehmen. Das hat ihnen ihre Leben gekostet, sie haben aber- über ihre Entscheidung zufrieden- ihren Gott getroffen. Az-Zubair wurde beim Gebet von einem Mann, der Amru Bin Jarmouz hieß, verrätlicher Weise ermordet.Talha wurde mit einem Pfeil durch Marouan Bin Al-Hakam ums Leben gebracht.

Nachdem Ali ® beide bestattet hat, waren die letzten Wörter seines Abschiedsgesprächs: "Ich hoffe dass ich, Talha, Az-Zubair und Othman von dem folgenden qur’anischen Vers betroffen sind:

"Und wir wollen hinwegnehmen, was an Groll in ihren Herzen sein mag; brüderlich (sollen sie) auf Ruhesitzen einander gegenüber sitzen." [Al-Haschr; 15:47]

Er sah dann ihre Gräber an und sagte: "Ich habe mit meinen Ohren den Propheten (s) gehört, der sagte:

"Talha und Az-Zubair sind meine Nachbarn im Paradies."

Das Grab von Talha:

Talha wurde am Rande vom Fluss ‚Al-Furaat‘ begraben. Einige seiner Familie hatten ihn im Traum gesehen, wobei er dreimal sagte, dass er das Wasser nicht mehr ertragen kann. Ibn Al-Abbas wurde darüber informiert. Talhas Grab wurde nach Al-Basra in ein Haus verstellt. Das neue Grab ist heutzutage bekannt. Als er umgebracht wurde, war Talha 60 Jahre alt oder mehr .

Quelle: http://www.as-sunnah.de/modules.php?nam…le&sid=119


Wasalam 

Beitrag: #1
Ka’b Ibn Malik

Bismillah

Wasalam

Wer war Ka’b Ibn Malik?

Er war Abu Abdullah Ka’b Ibn Malik aus dem Stamm Khazrag, der azs Jemen vor der Flut von Arim nach Medina auswanderten.
Neben Hassan Ibn Tabit war er einer der bedeutendsten Dichter in der Umgebung des Propheten Muhammad (a.s.s.). Er nahm an mehreren Kämpfen teil und wurde bei Uhud verwundet. Im gegensatz zu Hassans Versen zeigen seine Gedichte eine tiefere und echtere Religiösität. Nachdem er dort an den blutigen Kämpfen der Stämme teilgenommen hatte, trat er _ schon vor der Hijra des Propheten (a.s.s.) zum Islam über. Er gehörte zu den Menschen, die über eine ungewöhnliche literarische Begabung und Macht des Wortes verfügt. Im besonderen war Ka’b durch seine scharfen Antworten auf satirische Angriffe der Gegner des Propheten bekannt. Aber als ein hartgeprüfter Mensch machte er durch die Kraft seines Glaubens und seiner Wahrhaftigkeit von einer derartigen Begabung keinen Gebrauch, und daher konnte er nichts über sich selbst sagen.

Bemerkenswert bei dieser Geschicht ist die Tatsache, dass er trotz seiner Verwandtschaft mit dem König Ghassan sich weder aus der Nähe des Propheten Muhammad (a.s.s.) , verließ. Der Gemeinschaft der Muslime, die ihn gemieden hatten, wollte er auf keinen Fall eine Absage erteilen.
Während er bei der Schlacht von Badr nicht teilgenommen hatte, beteiligte er sich sonst bei den meisten anderen Kämpfen. Bei der Schlacht von Uhud, bei der er selbst verwundet wurde leistete er selbstlos dem ebenfalls verwundeten Propheten Beistand.
Nach dem Tod des Propheten (a.s.s.), Bewahrte Ka’b weiterhin seine Treue zum Islam und zum islamschen Staat, sowohl während der Amtszeit des ersten Kalifen Abu Bakr Siddiq (632-634), als auch während der Amtszeit des zweiten Kalifen ‚Umar Ibn Al-Khattab (634-644), aber auch des dritten Kalifen ‚Uthman Ibn ‚Affan (644-656), für den er sich, zusammen mit Hassan und Zaid Ibn Tabit, energisch eingesetzt hatte.
Nach einem bewegten Leben und den historischen Ereignissen Starb Ka’b im Jahre 53 n.H. (673 n.Chr.), nachdem er erblindete, um endliche seine ewige Ruhe bei Allah s.t. zu finden.
Sein Leben und vor allem seine Prüfung bedeuten für uns Muslime eine Schulung im ehrlichen und liebevollen Verhalten gegenüber unserem Schöpfer und Seinem Gesandten. Seine Gedichte haben bis heute noch einen sehr hohen Wert; von ihrem sehr edlen Klang in bezug auf die Begeisterung für den Islam haben sie nicht im geringsten etwas verloren.

Ka’b Ibn Malik erzählte

"Ich war in keiner Schlacht abwesend, an der der Gesandte Allah’s Sas, teilnahm, außer in der Schlacht von Tabuk. Ich hatte zwar an der Schlacht von Badr nicht teilgenommen, damals aber wurde keinem, der nicht teilnahm, ein Vorwurf gemacht. Es ging damals darum, der gesandte (a.s.s.), auszog, um die Kamelkarawane der Qurais anzugreifen. Doch Allah bestimmte den Zusammenstoß mit dem Feind, ohne einen vorherigen Termin. Mit dem Gesandten Allahs (a.s.s.), war ich auch in der Nacht von Al-‚Aqaba (Der Vertrag von ‚Aqaba wurde von dem Propheten (a.s.s.) und Muslimen aus Madina geschlossen und ging der Auswanderung (Hijra) der Muslime von Mekka nach Madina voraus) dabei, als wir den Treueschwur für den Islam geleistet hatten. Dies war ein genauso beliebtes Ereignis wie Badr . Nur Badr blieb im Gedächtnis der Menschen haften.
Zuletzt ging es bei mir darum,dass ich niemals so stark und wohlhabend war, wie damals, als ich mich von der Kampftruppe (nach Tabuk gegen die Römer) zurückzog und daheimblieb. Ich schwöre bei Allah, dass sich bei mir niemals vordem zwei Reittiere befanden, es sei denn, ich dies für den Kampf zur Verfügung gestellt hatte. Gewöhnlich verfuhr der Gesandte Allah’s (a.s.s.) so, dass, wenn er ein bestimmtes Kampfziel hatte, er dieses immer mit einem anderen Ziel tarnteNur für diese letzte Schlacht zog der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, bei einer starken Hitzewelle aus und unternahm eine weite Reise, um ein ruhmreiches Ziel zu erreichen und gegen einen Feind zu kämpfen, der über eine große Zahl von Kriegern verfügte. Deshalb offenbarte der Prophet (a.s.s.) den Muslimen die Sache, damit sie sich für den Kampf gut vorbereiten konnten. Er teilte ihnen sein Ziel genau mit. Und es waren viele Muslime bei ihm, die ihm Beistand leisteten, ohne daß es unter ihnen Leute gab, die sich um den Verwaltungsapparat kümmerten. Jeder Mann, der vorhatte, sich von der Truppe (nach Tabuk) zu entfernen, dachte, daß er nicht auffallen würde, es sei denn, eine Nachricht könne von Allah seinetwegen offenbart werden. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, rückte für diese Schlacht, gerade in einer Zeit aus, in der die Ernte und die schattenspendenden Bäume sehr gediehen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, und mit ihm die Muslime, rüsteten sich aus, und ich nahm mir vor, mich auch auszurüsten, um mit ihnen auszuziehen. Ich kehrte aber jedes Mal um, ohne etwas unternommen zu haben. Dabei sagte ich zu mir: »Ich weiß, daß ich dazu fähig bin!« Ich hörte nicht auf, mit mir in meiner Entscheidung unschlüssig zu sein, bis die Sache mit den Menschen ernst wurde.
Eines Morgens standen der Gesandte Allahs (a.s.s.), und die Menschen mit ihm für den Aufbruch bereit, während ich gar nichts für meinen Aufbruch unternommen hatte.
Ich sagte zu mir:
»Ich rüste mich aus nach einem Tag oder zwei Tagen und ziehe ihnen nach«.
Als sie auszogen, ging ich, um mich auszurüsten. Ich kehrte abermals zurück, ohne daß ich etwas
unternommen habe; und auch am darauffolgenden Tag geschah dasselbe, nämlich, daß ich gar nichts unternahm. So verging die Zeit mit mir, bis die Truppe weit entfernt war, und trotzdem lag
es mir noch immer sehr am Herzen, mich aufzumachen und ihnen nachzueilen. Hätte ich dies bloß getan! Für mich aber war ein solches Geschick nicht vorherbestimmt! Als ich zu den Menschen auf
die Straße ging und die Runde machte – nachdem der Gesandte Allahs (a.s.s.), weggegangen war, betrübte mich die Tatsache sehr, daß ich nur Leute sah, die wegen
Heuchelei verachtet wurden, oder solche, die schwach waren, und denen Allah deshalb vergeben hat.
Der Gesandte Allahs (a.s.s.), erwähnte meinen Namen solange nicht, bis er Tabuk erreichte. Er fragte erst, als er mit den Leuten da saß:
»Was machte Ka‘b?«
Da sagte ein Mann aus dem Stamme der Banu Salama:
»O Gesandter Allahs, ihn haben seine Schönheit und seine schöne Kleidung zurückgehalten!«
Da sagte aber Mu‘ath Ibn Dschabal:
»Schlimm ist das, was
du sagst! Bei Allah, o Gesandter Allahs, wir können nur Gutes über ihn berichten!«
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, schwieg. Als ich von seiner Heimkehr erfuhr, war ich voller
Sorgen und fing an, mich an alle Lügensarten zu erinnern. Ich sagte zu mir:
»Wie kann ich später sein Mißfallen über mich vermeiden?«
Dann ließ ich mir von jedem aus meiner Familie, der dazu
fähig war, einen Rat geben.
Als die Nachricht kam, daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, bald ankommen würde, wurde jede Lüge von mir verworfen, da ich wußte, daß ich mit Lügen nicht zum Heil
kommen kann. Da entschloß ich mich dann für die Wahrheit. Bald war es soweit, daß der Gesandte Allahs Sas, nun wieder da war. Er pflegte, wenn er von einer Reise
zurückkam, zunächst in die Moschee zu gehen, um dort ein Gebet mit zwei Rak‘a zu verrichten und anschließend mit den Menschen für eine Weile zusammen zu sitzen. Als er dies tat, kamen
diejenigen zu ihm, die daheimgeblieben waren, und fingen an, sich bei ihm zu entschuldigen und vor ihm zu schwören. Diese waren etwa mehr als achtzig Männer, und der Gesandte Allahs Sas, nahm sowohl ihre Entschuldigung als auch ihre Huldigung an – dem Äußeren nach – und bat Allah für sie um Vergebung, wobei er Allah ihre geheimsten Gedanken
überließ.
Nun kam ich zu ihm, und als ich ihn grüßte, lächelte er wie ein Mensch, der nicht zufrieden war, dann sagte er zu mir:
»Komm zu mir!«
Ich begab mich zu ihm mit langsamen Schritten und setzte
mich vor ihn hin. Er sagte zu mir:
»Was hielt dich zurück? Hast du nicht einmal ein Gelöbnis dazu abgegeben?«
Ich sagte zu ihm:
»Gewiß, ich schwöre bei Allah, daß ich, wenn ich vor einem
anderen Menschen von den Leuten dieser Welt gesessen hätte, mich vor seinem Zorn mit irgendeiner Entschuldigung hätte retten können. Ich bin auch ein Mann, dem die Kunst der Sprache
und des Diskutierens gegeben wurde.
Bei Allah, ich bin sicher, daß, wenn ich dir heute eine lügenhafte Erzählung machen würde, mit der du bestimmt hinsichtlich mir zufrieden wärst, würde Allah dich bestimmt gegen mich zornig
machen. Wenn ich dir aber die Wahrheit sage, die dich auch gegen mich aufbringt, so rechne ich dabei mit der Vergebung von Allah. Nein! Bei Allah, ich hatte keine Entschuldigung dafür
vorzubringen. Bei Allah, ich war nie so gesund und so reich, wie bei diesem Mal, als ich daheimblieb.«
Der Gesandte Allahs (a.s.s.), sagte:
»Was diesen Mann angeht, so hat er die Wahrheit gesagt. Steh also auf und geh, bis Allah über dich eine Entscheidung spricht.«
Ich stand dann auf und ging. Einige Männer aus dem Stamm Banu Salama kamen mir erregt nach und sagten zu mir:
»Bei Allah, wir wissen, daß du dir niemals zuvor etwas hast zuschulden kommen lassen. Bist du unfähig, dich beim Gesandten Allahs so zu entschuldigen, wie sich die anderen Daheimgebliebenen entschuldigt haben? Das Bittgebet des Gesandten Allahs (a.s.s.), hätte genügt, um deine Sünden zu vergeben!«
Sie hörten nicht damit auf, mich dafür zu tadeln, bis ich nahe daran war, zurückzukehren und meine Aussage mit einer Lüge zu
widerrufen. Dann fragte ich sie aber:
»Gibt es noch jemanden, dem dasselbe passiert ist wie mir?«
Sie sagten:
»Ja! Es sind noch zwei Männer, die dieselbe Aussage machten wie du, und ihnen wurde dasselbe gesagt, wie dir.«
Ich fragte:
»Wer sind diese zwei?«
Die Leute nannten mir Murara Ibn
Ar-Rabi‘ Al-‘Amryy und Hilal Ibn Umayya Al-Waqifyy.
Sie nannten mir also zwei Männer, die sich an der Schlacht von Badr beteiligt hatten, und als Vorbilder in der Gemeinde galten. Als ich dies hörte, verließ ich die Leute; und der Gesandte Allahs Sas, verbot allen Muslimen, mit uns Dreien von denen, die daheimgeblieben waren, zu reden.
Die Menschen vermieden also uns und änderten ihre Beziehung uns gegenüber grundlegend, so als
ob mich die ganze Erde verleugnet hätte. Das war nicht dieselbe Erde, die ich kannte. Nach diesem
Ereignis vergingen fünfzig Nächte. Was meine beiden Gefährten anging, so blieben sie still in ihren
Wohnungen und weinten. Was mich anging, so war ich unter den dreien der jüngste und der
standhafteste. Ich pflegte hinauszugehen und mit den Muslimen wie üblich zu beten. Ich lief auf
den Märkten herum, ohne daß jemand mit mir ein einziges Wort gewechselt hätte. Ich kam aber
auch zum Gesandten Allahs (a.s.s.), als er nach dem Gebet mit den
Leuten dasaß, und grüßte ihn. Ich fragte mich selbst, ob er seine Lippen zur Erwiderung des
Grußes überhaupt bewegt hatte oder nicht! Dann suchte ich manchmal einen Gebetsplatz in seiner
Nähe und wechselte mit ihm die Blicke: Wenn ich mich zum Gebet begab, blickte er in meine
Richtung. Und wenn ich in seine Richtung blickte, wandte er sein Gesicht ab.
Diese ablehnende Haltung der Menschen mir gegenüber trieb mich dazu, daß ich umherlief, bis ich
an die Mauer des Obstgartens von Abu Qatada kam. Da kletterte ich auf die Mauer hinauf. Abu
Qatada ist übrigens mein Neffe und der liebste Mensch mir gegenüber. Ich grüßte ihn und bei Allah,
er erwiderte den Gruß nicht. Ich sagte zu ihm:
»Du, Abu Qatada! Ich flehe dich an bei Allah! Willst
du mir nicht sagen, wie ich Allah und Seinen Gesandten lieben soll?«
Er aber schwieg. Ich kam
abermals zu ihm und wiederholte meine Bitte, aber er schwieg. Ich kam nochmals zu ihm und
wiederholte meine Bitte, und er erwiderte:
»Allah und Sein Gesandter wissen es am besten!«
Da liefen mir die Tränen aus meinen Augen. Ich wandte mich ab und kletterte wieder die Mauer hinab.
Während eines Spaziergangs auf dem Markt, sah ich einen nabatäischen Händler aus Syrien, der
mit Lebensmitteln kam, um diese in Al-Madina zu verkaufen. Dieser Mann stellte den Leuten die
Frage, ob ihn jemand zu (mir) Ka‘b Ibn Malik führen könnte. Die Leute zeigten mich ihm. Als er zu
mir kam, gab er mir einen Brief des Königs von Ghassan, der folgendes enthielt: >Sodann, mir
wurde berichtet, daß sich dein Gefährte (der Prophet) von dir abwandte. Allah hat dich nicht
unbedingt darauf angewiesen gemacht, in einem Gebiet zu leben, in dem du dich gedemütigt fühlst
oder als wertloser Mensch lebst. So komm zu uns; denn wir sind imstande, dich zu trösten!< Ich
sagte zu mir, als ich diesen Brief las:
»Das ist noch eine weitere Prüfung!«
Ich ging mit dem Brief zum Ofen und verbrannte ihn darin.
Als vierzig Nächte von den insgesamt fünfzig Nächten vergangen waren, kam ein Bote des Gesandten Allahs (a.s.s.), zu mir und sagte:
»Der Gesandte Allah (a.s.s.), befiehlt dir, daß du dich deiner Frau nicht näherst.«
Ich fragte:
»Soll ich sie vertoßen, oder wie soll ich mich verhalten?« Der Bote sagte:
»Nein! Nur, bleib von ihr fern und berühre sie nicht!« Meinen anderen Gefährten wurde der gleiche Befehl erteilt. Ich wies meine Frau
an:
»Geh zu deiner Familie und bleib solange dort, bis Allah eine Entscheidung über diese meine Sache gibt.«
Die Frau von Hilal Ibn Umayya kam aber zum Gesandten Allahs (a.s.s.),
und sagte:
»O Gesandter Allahs, Hilal Ibn Umayya ist doch ein alter und schwächlicher Mann, der keinen Pfleger hat. Wärst du nicht damit einverstanden, daß ich ihn weiterpflege?«
Der Prophet sagte:
»Nein! Nur unter der Bedingung, daß er dich nicht berührt.«
Sie entgegnete:
»Er hat bei Allah zu nichts ein Verlangen. Bei Allah, bis heute hörte er nicht auf zu weinen, seit dem Vorfall,
der mit ihm damals geschah.«
Darauf sagten einige Leute aus meiner Familie zu mir:
»Wenn du den Gesandten Allahs wegen deiner Frau um Erlaubnis bitten würdest, würde er ihr vielleicht auch
erlauben, dich zu pflegen, so wie er der Frau von Hilal Ibn Umayya erlaubt hat, ihn zu pflegen?«
Ich sagte zu den Leuten:
»Bei Allah, ich werde den Gesandten Allahs (a.s.s.), nicht um eine solche Erlaubnis bitten. Und wie kann ich im voraus wissen, was der Gesandte Allahs (a.s.s.), dazu sagen wird, wenn ich ihn um eine Erlaubnis wegen meiner Frau bitte, wo ich doch ein junger
Mann bin!«
Danach vergingen noch zehn Nächte, bis die Gesamtzahl der fünfzig Nächte erreicht war, seit dem
Tag, an dem der Gesandte Allahs (a.s.s.), den Leuten verbot, sich mit uns zu unterhalten. Als ich gerade das Morgengebet der fünfzigsten Nacht beendet hatte, und zu
diesem Zeitpunkt auf dem Dach meines Hauses saß, befand ich mich in einem Zustand, wie ihn
Allah erwähnte: meine Seele war wie zugeschnürt, und die Erde wurde mir trotz ihrer Weite zu eng;
da hörte ich plötzlich die Stimme eines Rufers, der zu der Anhöhe des Berges von Sal‘ gelangt war,
und mit seiner lautesten Stimme rief:
»Du, Ka‘b Ibn Malik. Freue dich über eine gute Botschaft für
dich!« Ich warf mich sofort nieder und wußte, daß für mich eine Erlösung kam.
Diese Nachricht kam, als der Gesandte Allahs (a.s.s.), während des
Morgengebets, bekannt gab, daß Allah unsere Reue annahm. Da gingen die Leute hinaus, um uns
zu beglückwünschen. Auch zu meinen beiden Gefährten gingen einige mit der freudigen Nachricht,
und zu mir kam ein Mann geritten, während ein anderer Bote sich bemühte, zur Berghöhe zu
gelangen, um die Nachricht zu verkünden. Die Stimme des Mannes war schneller als das Reittier.
Als derjenige zu mir kam, dessen Stimme mit der frohen Botschaft ich hörte, zog ich für ihn mein
Kleid aus und kleidete ihn damit (aus Dankbarkeit) für seine gute Nachricht. Bei Allah, ich hatte an
jenem Tag kein anderes Kleidungsstück gehabt als dieses. Anschließend lieh ich mir zwei
Kleidungsstücke, zog sie an und ging in aller Eile zum Gesandten Allahs (a.s.s.).
Unterwegs empfingen mich die Leute scharenweise. Einer nach dem anderen beglückwünschten sie
mich für die Annahme meiner Reue, indem sie sagten: »Wir gratulieren, daß Allah deine Reue
annahm!« Nun ging ich in die Moschee und sah, daß der Gesandte Allahs, (a.s.s.), dort saß, und um ihn herum saßen die Leute. In diesem Augenblick stand Talha Ibn ‘Ubaid
auf und eilte zu mir, schüttelte mir die Hand und gratulierte mir. Bei Allah, es stand kein anderer
unter den Männern der Al-Muhadschirun außer ihm auf; und ich werde Talha dies nie vergessen!
Als ich den Gesandten Allahs (a.s.s.), grüßte, sagte der Gesandte Allahs (a.s.s.), mit einem vor Freude strahlenden Gesicht zu mir:
»Freue dich über das Gute eines Tages, der dir widerfährt, seit dich deine Mutter zur Welt brachte!« Ich fragte ihn:
»Ist es von dir, o Gesandter Allahs, oder ist es von Allah?«
Er sagte:
»Es ist doch von Allah!«
Das Gesicht des Gesandten Allahs (a.s.s.), strahlte gewöhnlich wie das
Licht eines Mondes, wenn er über etwas erfreut war, und dies war uns bekannt. Als ich vor ihm saß,
sagte ich zu ihm:
»Aus Reue will ich mein ganzes Vermögen als Spende an Allah und Seinen
Gesandten abgeben!«
Der Gesandte Allahs (a.s.s.), sagte:
»Behalte etwas von deinem Vermögen zurück; denn dies ist besser für dich.«
Ich sagte:
»In diesem Fall behalte ich nur meinen Vermögensanteil von Chaibar. O Gesandter Allahs! Wenn Allah mich
gerettet hat, so hat Er dies wegen der Wahrhaftigkeit getan. Zu meiner Reumütigkeit gehört
wahrlich, daß ich mein Leben lang nichts anderes sagen werde als die Wahrheit.«
Bei Allah! Ich kenne keinen unter den Muslimen, der – seitdem ich meine Aussage vor dem Gesandten Allahs (a.s.s.), gemacht habe – bezüglich der Wahrhaftigkeit in seiner Aussage
besser geprüft worden wäre als ich.
Ich habe – seitdem ich meine Aussage vor dem Gesandten Allahs (a.s.s.),
gemacht habe – nie zu lügen beabsichtigt; und ich hoffe, daß Allah mich vor dem Lügen bewahrt,
solange ich lebe.
Zur Annahme meiner Reue offenbarte Allah Seinem Gesandten Sas,
folgende Qur’an-Verse aus der Sura At-Tauba (9:117ff.): >Allah hat Sich wahrlich gnadenvoll dem
Propheten zugewandt und den Auswanderern und den Helfern, die ihm in der Stunde der Not
gefolgt sind, nachdem die Herzen einiger von ihnen fast gewankt hätten. Er aber wandte Sich ihnen
abermals mit Erbarmen zu. Wahrlich, Er ist zu ihnen Gütig, Barmherzig. Und auch den Dreien
(wandte Er Sich wieder gnädig zu), die zurückgeblieben waren, bis die Erde ihnen in ihrer Weite zu
eng wurde und ihre Seelen ihnen zugeschnürt wurden, und sie wußten, daß es keine Zuflucht vor
Allah gibt, es sei denn (die Zuflucht) zu ihm. Da kehrte Er Sich ihnen mit Erbarmen zu, auf daß sie
sich bekehren würden. Wahrlich, Allah ist der Gnädige, der Barmherzige. O die ihr glaubt, fürchtet
Allah und seid mit den Wahrhaftigen.<
Bei Allah! Allah hat mir zu keiner Zeit eine Gnade erwiesen – nachdem Er mich zum Islam
rechtgeleitet hatte, die in meiner Seele größer sein könnte, als meine Wahrhaftigkeit gegenüber
dem Gesandten Allahs (a.s.s.), nämlich, daß ich ihn nicht belogen hatte,
wodurch ich zugrunde gegangen wäre, wie diejenigen zugrunde gingen, die ihn belogen hatten;
denn Allah hat zu denjenigen, die zur Zeit der Herabsendung der Offenbarung gelogen hatten, das
Schlimmste gesagt, was Er je einem sagte. Er, Segensreich und Erhaben ist Er, sagt in der Sura At-
Tauba (9:95f.): >Sie werden vor euch bei Allah schwören, wenn ihr zu ihnen zurückkehrt, daß ihr
sie sich überlassen solltet. Überlaßt sie also sich selbst. Sie sind eine Plage, und ihr Aufenthalt ist
die Hölle, als Entgelt für das, was sie sich selbst erwarben. Sie werden euch schwören, daß ihr mit ihnen wohl zufrieden sein könntet. Doch wäret ihr auch mit ihnen zufrieden, Allah würde doch nicht
mit einem Volk von Frevlern zufrieden sein.<
Dann geschah es, daß wir drei uns von denjenigen abgesondert hatten, deren Entschuldigung der
Gesandte Allahs (a.s.s.), annahm, als sie vor ihm schworen, ihm
huldigten, und er für sie ein Bittgebet um Vergebung ihrer Sünden sprach. Die Entscheidung aber
über unsere Angelegenheit, wurde vom Gesandten Allahs Sas,
solange verschoben, bis Allah Selbst darüber etwas bestimmte, wie Er dazu in Sura At-Tauba
(9:118) sagt: >Und auch den Dreien (wandte Er Sich wieder gnädig zu), die zurückgeblieben
waren.< Bei dem, was Allah hier erwähnt, handelt es sich nicht um diejenigen, die überhaupt vom
Feldzug daheimblieben, sondern um die Aufschiebung der Entscheidung über das Schicksal derer,
die sich von den anderen, welche ihm schworen und sich bei ihm entschuldigten, absonderten, und
sich darauf seinem Gebot unterwarfen.“
Hier endet der Bericht von Ka‘b Ibn Malik, dem Schüler des Propheten Muhammad (a.s.s.), über dessen Lehre folgende, ebenfalls bei Al-Bucharyy überlieferte Hadithe
Aufschlüsse geben: ‘Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Prophet (a.s.s.), sagte: ”Wahrlich, die Wahrhaftigkeit führt zur Rechtschaffenheit, und
die Rechtschaffenheit führt wahrlich zum Paradies. Der Mensch pflegt beharrlich die Wahrheit zu
sprechen, bis er zu einem "Wahrhaftigen" wird. Und wahrlich, die Lüge führt zur Unverschämtheit,
und die Unverschämtheit führt zum Höllenfeuer. Der Mensch pflegt so lange zu lügen, bis er bei
Allah als "Lügner" eingeschrieben wird.“ Abu Huraira berichtete, daß der Gesandte Allahs (a.s.s.), sagte: ”Die Kennzeichen eines Heuchlers sind drei: Wenn er spricht, lügt
er; und wenn er etwas verspricht, erfüllt er sein Versprechen nicht; und wenn ihm etwas
anvertraut wird, handelt er untreu.“ Allah möge uns vor allem Übel behüten und unseren Glauben
bewahren und uns am Tage des Jüngsten Gerichts unter den Wahrhaftigen versammeln.

Wasalambox

Quelle: Islamische Bibliothek

Abu Huraira

Bismillah

Salam

Abu Huraira


Abu Huraira (Vater des Kätzchens) war einer der treuesten Gefährten des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm.
Auf Grund seiner Vorliebe für Katzen, die seine Umgebung beeindruckte, gab ihm der Prophet sas diesen Beinamen, mit dem er lebte und als der bekannteste Überlieferer von Hadisen in die Geschichte des Islam einging.

Nach einer kurzen Tätigkeit als Gouverneur von Al- Bahrain zog er sich nach Al- Medina zurück und erfreute sich dort – dank seines außerordentlichen Gedächtnisses – großer Popularität.
Abu Huraira selbst berichtete einmal:
"Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, verteilte eines Tages Datteln unter seinen Gefährten. Er gab jedem von ihnen sieben Datteln, und mir gab er auch sieben Datteln, unter denen sich eine ausgetrocknete Dattel von minderwertiger Qualität befand.
Diese habe ich unter allen anderen Datteln deshalb am meisten gemocht, weil ich mich beim Kauen anstrengen musste."

Abu Huraira war stets zufrieden; denn er nahm die gute Seite an und hegte in sich keine schlechten Gedanken über die Verteilungspraxis des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm.

Abu Huraira berichtete ferner:

"Ich sagte: »O Gesandter Allahs, ich höre viele Hadise von dir, doch vergesse ich sie.«
Er sagte: »Breite dein Gewand aus.«
Ich habe dies getan, und er machte mit seinen Händen eine Bewegung, als füllte er etwas in mein Gewand, dann sagte er: »Nun lege seine Enden übereinander.«
Das tat ich, und seither habe ich nie mehr etwas vergessen."

Abu Huraira starb in hohem Alter in Al- Medina und wurde dort begraben.

Quelle: Perlen des Propheten

Die Geschichte des Abu Mihjan (Möge Allah mit ihm zufrieden sein)

Frage:

Ich hörte einen der Sheikhs sprechen über das Thema „Das Gute gebieten und das Schlechte verbieten“, und er sagte, dass es Pflicht ist für jeden Muslim, auch wenn er einer Sünde verfallen ist, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Er sagte weiter, dass es nicht erforderlich ist für die Person, die dies tut, fehlerfreien Charakters zu sein, wie es ja ersichtlich aus der Geschichte von Abu Mihjan (ra) ist. Meine Frage lautet, wer war Abu Mihjian (ra) und wie lautet seine Geschichte?

Antwort:

Gepriesen sei Allah.

Ich beglückwünsche dich für deine Versessenheit zu lernen und ich bitte Allah uns mit förderlichem Wissen und rechtschaffenen Taten zu segnen.

Abu Mihjian (ra) war einer der Gefährten vom Propheten (saws).

Dieser Sahaabi litt unter der Abhängigkeit des Weintrinkens. Er wurde herbei gebracht und gepeitscht, dann wieder gebracht und wieder gepeitscht, aber er wusste dass dieses Problem ihn nicht befreien würde von seiner Aufgabe sich anzustrengen für die Sache des Islams. Also brach er auf mit den Muslimen nach al-Qaadidiyyah als Kämpfer, auf der Suche nach dem Märtyrertod auf dem Schlachtfeld. In al-Qaadisiyyah wurde er zum Führer des Heeres, Sa’d Ibn Abi Waqqaas (ra), gebracht, weil er Wein getrunken hatte. Sa’d inhaftierte ihn, so dass die muslimischen Reihen gesäubert wurden von seiner Anwesenheit.

Diese Inhaftierung war eine harte Strafe, welche eine große Qual für Abu Mihjan (ra) darstellte. Als er die Geräusche der Schwerter und Speere und das wiehern der Pferde hörte wusste er, dass der Jihad begonnen hatte, und die Tore des Paradieses offen waren. So war er erfüllt mit Sehnsucht für den Jihad. Er rief die Frau von Sa’d ibn Abi Waaqqas (ra) und sagte, „Lasst mich gehen und ich verspreche bei Allah, dass wenn ich gesund und heil zurückkomme ich meine eigenen Füße in Ketten lege, und wenn ich getötet werde, seid ihr befreit von mir.“ Er tat ihr leid, also ließ sie ihn gehen, und er sprang auf ein Pferd, welches Sa’d gehörte und den Namen „Al-Balqa’“ trug. Dann griff er einen Speer auf und zog los. Er attackierte keine Gruppe des Feindes direkt aber er zerstreute sie. Sa’d war der Aufsichtsführende und er war überrascht und sprach, „Das ist der Lauf des Al-Balqa und der Kampfstile ist der des Abu Mihjan, aber Abu Mihjan ist in Ketten.“

Als die Schlacht endete, kam Abu Mihjan zurück und legte seine Füße in Ketten. Die Frau des Sa’d teilte Sa’d diese wundervolle Geschichte mit, so dass Sa’d diesen Mann für seine Sorge um den Islam und seine Sehnsucht nach dem Jihad bewunderte. Er selbst ging zu diesem Weintrinker, befreite ihn von seinen Ketten mit seinen eigenen Händen und sprach, „Steh auf, Bei Allah ich werde dich niemals wieder fürs Weintrinken peitschen.“ Abu Mihjan sprach, „Bei Allah, ich werde es niemals wieder trinken.“

Siehe dazu al-Isaabah fi Tamyeez al-sahaabah, 4/173-174; al-Bidaayah wa’l-Nihaayah, 9/632-633

Quelle: Islam Q&A (www.islamqa.com)  

                                        Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r)
 
 
Seine Geschichte
Der Name unseres heutigen Sahabis ist Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r).
Seine Geschichte und seine Erlebnisse beginnen schon in seinen jungen Lebensjahren. Sie beginnt damit, dass er und hunderte andere Mekkaner zu einem Ort außerhalb der Stadt gerufen wurden, um etwas Einmaliges zu erleben. Und zwar dies, dass Khubaib Ibn ³Udayyin(r), ein großer Sahabi, der unter die Gefangenschaft der Mekkaner geraten war, hingerichtet werden sollte. Die Masse sollte zur Abschreckung genaustens sehen, wie die Rache an den Propheten(s) in der Person von Khubaib Ibn ³Udayyin sich auswirkt.

Unser Sahabi war ein großer, starker junger Mann, der durch diese seine Gaben die Möglichkeit hatte, sich durch die Menschenmasse durchzukämpfen, um ganz vorn das Geschehnis zu erleben. Dadurch, dass er nun ganz vorn stand, konnte er auch genau sehen, was die Quraischiten mit dem Gefangenen machten und er konnte auch deutlich hören, was Khubaib Ibn ³Udayyin(r) als Antwort auf ihren grausamen Umgang sagte.
Schon auf dem Weg zum geplanten Ort schlugen und misshandelten sie ihn. Sie hatten einen solchen Hass auf ihn, weil der Prophet(s) den Quraischiten in der Schlacht von Badr eine erniedrigende Lektion erteilt hatte.
Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r) berichtet, dass, als sie am beabsichtigen Platz ankamen, Khubaib Ibn ³Udayyin(r) total erschöpft die Quraischiten um einen letzten Wunsch vor seinem Tod bat. Er drehte sich in Richtung der Kaaba und wollte noch zwei letzte Raka’ah verrichten, bevor er diese Welt verlässt. Nach dem Beenden des Gebetes wandte er sich gegen die Quraischiten und sprach: "Bei Allah, wäre es nicht so, dass ihr denkt, ich hätte Angst vor dem Tod, so hätte ich viel länger gebetet."
Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r) berichtet weiter: "Die Quraischiten haben diesen großartigen Sahabi auf eine grausame Art und Weise getötet: Sie haben von seinem Körper Stück für Stück abgeschlagen, ein Teil nach dem anderen, während er noch lebte." Und jedes Mal, bevor es dazu kam, stellten sie immer und immer wieder die gleiche Frage, welche übrigens den gesamten Inhalt der Geschichte von unserem Sahabi prägt: "Wäre es dir nicht lieber, dass Muhammad(s) an deiner Stelle wäre, während du selbst bei deiner Frau und den Kindern bist?" Und die Antwort, die Khubaib Ibn ³Udayyin(r) gab, die übrigens jeder Muslim, der sich in einer solch ähnlichen Situation befindet sagen muss und das Unterlassen dieser eine großen Sünde ist, war diejenige: "Bei Allah, mir wäre es nicht einmal lieber, dass ich zu Hause mit meiner Familie zusammensitze, während Muhammad(s) mit einem Nägelchen gestochen wird."
Sobald er diese Antwort gab, waren die Menschen mehr als nur aufgebracht und sie schrieen: "Tötet ihn, tötet ihn!" Dies geschah dann auch so., nachdem Khubaib Ibn ³Udayyin(r) seine Hände zum Himmel erhob und Allah(t) bat: "Allahumma ahsihim ‚adada – waqtulhum badada – wa la tughadir minhum ahada – Oh Allah, verringere ihre Anzahl und töte sie allesamt und verschone keinen von ihnen."

Nachdem dieses Ereignis geschah, gingen alle Quraischiten zurück in ihre Häuser und vergaßen schnell, was zuvor geschehen war. Einer jedoch, der junge Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r), konnte es einfach nicht vergessen; er konnte keinen Augenblick mehr Ruhe finden und hatte sogar in seinen Träumen kein Glück. Auch tagsüber plagte ihn das ständige Denken an Khubaib Ibn ³Udayyin(r) und sein Verhalten und er bekam es mit der Angst zu tun, das Allah(t) ihn dafür bestraft.
Außerdem hatte er von Khubaib Ibn ³Udayyin(r) einige Lektionen gelernt: Die erste war, dass das wahre Leben eine richtige Aqida voraussetzt und einen Jihad, eine Anstrengung, die diese Aqida schützt. Die zweite Lektion war, dass ein richtiger Iman, wenn man von ihm vollkommen überzeugt ist, unglaubliche Sachen bewirken kann. Und er lernte auch, dass ein Mann wie der Prophet(s), der von den Sahaba(r) dermaßen geliebt wird, nur ein Prophet sein kann, der die Wahrheit spricht.
So hat Allah(t) es so gewollt, dass Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r) Muslim wird. Daraufhin ist er zu den Quraischiten gegangen und hat sich von ihren Machenschaften los gesprochen und ist anschließend zum Propheten(s) ausgewandert. In Medina ist Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r) lange Zeit beim Propheten(s) geblieben und unternahm mit ihm die Schlacht von Khaibar und auch alles, was danach kam. Als der Propheten(s) verstarb, blieb Sa³id Ibn Amir Al-Jumahie(r) immer im Dienste der Kalifen(r). Er war ein Vorbild für die Gläubigen in ganz Medina, da er Al-Akhira mit Ad-Dunya gekauft hatte und die Liebe zu Allah(t) bei allen Dingen vorzog. Die Kalifen(r), die ihn bestens kannten, wussten nur zu gut bei ihm Rat zu suchen und auch er hielt seinen guten Rat nie zurück und war eine große Hilfe für sie.

 
Quelle: www.da3wa.net   

 

Zitat

Muawiya b. Abu Sufyan

Muawiya b. Abu Sufyan (ra)

Muawiya b. Abu Sufyan ist der Sohn von Abu Sufyan und Hind bint Utba. Abu Sufyan, sein Bruder Yazid und seine Mutter sind bei dem Sieg von Mekka Muslime geworden. Über Muawiya wird gesagt, dass er im Jahre der Umratul Kada Muslim geworden ist, aber wegen seiner Eltern den Islam verheimlicht hat und den Islam im Jahr der Eroberung von Mekka veröffentlich hat.

Muawiya kaempfte in der Schlacht von Hunayn zusammen mit dem Gesandten Allahs (sas). Er war katib (Schreiber) des Gesandten Allahs (sas).

Als Abu Bakr (ra) ein Heer in Richtung Syrien schickte, waren Muawiya und sein Bruder Yazid in dem Heer. Abu Bakr (ra) ernannte Yazid zum Wali von Damaskus; als er starb ernannte Abu Bakr Muawiya zum Wali von Damaskus; Umar (ra) bestaetigte ihn in diesem Amt. In der Zeit von Usman (ra) wurde er Wali von dem gesamten Syrien.

Muawiya war 20 Jahre lang Wali und 20 Jahre lang Kalif.

Als Muawiya (ra) im Sterben lag befahl er, unter seinem Leichenkleid das Hemd anzuziehen, welches ihm der Gesandte Allahs (sas) angezogen hat. Und er sagte: ‚Waere ich doch ein normaler Quraischite im Zu-Tuwa und haette nie ein Amt angenommen.‘

Muawiya (ra) starb im Jahr 60 der Hidschra im Alter von 78 Jahren. Es wird auch gesagt, dass er im Jahre 59 der Hidschra im Alter von 86 verstorben ist.

Als er gestorben war stieg Dahhak b. Kays auf die Kanzel und sagte:
‚Der Amir ul Muminin Muawiya (ra) war die Kraft und das Genie der Araber. Allah (swt) hat durch ihn die Fitna aufgehalten und ihm über die Diener Macht gegeben. Er hat das Heer auf der Erde und zu Wasser vorabgebracht. Er war einer der Diener, die viel Ibada verrichteten. Er machte Bittgebet und Allah (swt) akzeptierte sein Bittgebet. Jeztz ist er gestorben. Hier ist sein Leichentuch. Wir werden ihn in dieses Leichentuch einwickeln. Dann werden wir ihn in sein Grab legen. Zwischen ihm und Allah (swt) sind seine Taten. Wenn Er will ist Er ihm gnaedig, wenn Er will bestraft er ihn.‘

Hadise über Muawiya
Abu Idris al Hawlani berichtet: Umar b. al Hattab (ra) hatte den Wali (Gouverneur) von Humus Umayr ibn Sad abberufen und an seiner Stelle Muawiya b. Abu Sufyan (ra) ernannt. Dss Volk murrte: ‚Du berufst Umayr ab und ernennst an seiner Stelle Muawiya?!‘
Umayr (ra) sagte: ‚Erwaehnt Muawiya im Guten. Denn ich hörte den Gesandten Allahs (sas) sagen: >Allah, leite die Mensschen durch ihn auf den rechten Weg.<‚ (Tirmizi)

In einem anderer Hadis bei Tirmizi steht: ‚Allah rechtleite durch ihn die Menschen und leite ihn selber recht und bringe durch ihn die Menschen auf den rechten Weg.‘

Was sagte Ibn Taymiyya über Muawiya?

Der Scheikh ul Islam Ibn Taymiyya wurde über die Konflikte der Sahaba (ra), wie z.b: Ali, Muawiya, Talha, Aischa (ra adschmain) gefragt: Werden sie dafür zur Rechenschaft gezogen?

Er gab darauf ausführlich Antwort. (Fatawa 4) Wir werden hier die Teile der Antwort zitieren, die Muawiya b. Abu Sufyan (ra) betreffen.

Abu Musa al Aschari, Amr b. al As und Muawiya b. Abu Sufyan zaehlen zu den Sahaba und haben einige Tugenden und herausragende Handlungen/Taten.
Vieles was über sie gesagt wurde/wird ist Lüge. Wenn wir zu dem kommen, was richtig ist (von dem was über sie gesagt wird); wenn sie Mutschtahid waren: wenn ein Mutschtahid entscheidet und recht liegt bekommt er zwei Belohnungen; wenn er falsch liegt bekommt er eine Belohnung und die Fehler werden ihm verziehen.

salamo alaykom

 

 
Dieser Text ist von einem Bruder von www.schababannur.de

 
 
Bismillahi Rahman Rahim
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Umar Ibn Al-Khattab
(Vortrag im Internet von Abu Jamal)

In Makkah, einer Stadt mit windigem, trockenen Wüstenklima, wurde
Umar Ibn Al-Khattab Ibnu Nufail Ibnu Abul-Izza Bnu Riyah Ibnu
Abdullah Ibnu Qura Ibnu Rizah Ibnu Addi al-Qurashi geboren. Sein
Vater hieß Al-Khattab Bin Nufail al-Adawi. Seine Mutter war Hatima
Bint Hashim Bin Mughira Bin Abdullah Bin Umar Bin Makhzum Bint
Amm Abi Jahl.
Er war der Angesehenste bei den Quraish, und er war der Botschafter in
der Zeit der Jahiliyah. Besonders, wenn die Quraish mit einem der
Nebenstämme in Konflikt gerieten, wurde er als Botschafter geschickt.
Auch bei Konflikten und Streitigkeiten unter den Quraish wurde er als
Schlichter und Vermittler eingesetzt. Dies war Umar Ibn Al-Khattab in
der Zeit der Jahiliyah: Ein Mann von starker Statur, mit großer innerlicher
Ruhe, er kannte kein Zurück und war sehr gradlinig.
Gleich, wo immer Umar war, seine Persönlichkeit, sein Wille und seine
Gradlinigkeit waren immer gegenwärtig, als wäre er eine Armee, die sich
zielstrebig in eine Richtung bewegt. Seine Persönlichkeit war einzigartig.
Anas Ibn Malik, radiyallahu anhu, berichtete über den Grund der
Annahme des Islam durch Umar Ibn Al-Khattab:
Eines Tages ging Umar, bewaffnet mit seinem Schwert, als ihm ein Mann
der Bani Zahra begegnete, dieser sprach: „Wohin begibst du dich, o
Umar?“ Er sagte: „Ich will Muhammad töten.“ Der Mann sagte: „Wie
kannst du vor den Banu Hashim und den Banu Zahra sicher sein, wenn du
Muhammad getötet hast.“ Umar sagte: „Ich glaube, du bist ein Überläufer
und hast deine alte Religion aufgegeben.“ Er sagte: „Soll ich dich nicht
auf etwas Erstaunliches hinweisen, o Umar? Denn dein Schwager und
deine Schwester sind übergelaufen und haben deine Religion, in der du
dich befindest, aufgegeben.“ Umar ging verärgert weg, bis er bei ihnen
ankam. Bei ihnen war ein Mann von den Muhajirin. Sie sagten zu ihm
Khibab. Als Khibab Umar kommen hörte, versteckte er sich im Haus.
Umar trat ein und sagte: „Was war das für ein Geflüster, das ich eben bei
euch hörte?“ In der Zeit haben sie Surah Taha gelesen. Der Schwager und
die Schwester sagte: „Wir haben uns nur unterhalten.“ Umar sagte: „Ihr
seid wohl übergelaufen?“ Der Schwager antwortete ihm: „Was glaubst
2 Al-Tamhid.Net
du, o Umar, wenn die Wahrheit in einer anderen Religion wäre als in der
deinen?“ Daraufhin stürzte Umar sich auf seinen Schwager und schlug
und trat auf ihn ein.“ Seine Schwester eilte herbei und stieß ihn von ihrem
Gatten weg. Da schlug Umar sie mit seiner Hand, bis sie im Gesicht
blutete. Sie war sehr verärgert und sprach: „Wenn aber nun mal die
Wahrheit in einer anderen als in deiner Religion ist! Ich bezeuge, dass es
keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad sein Gesandter ist.“
Als Umar merkte, dass nichts zu machen war, sagte er: „Gebt mir das
Buch, in dem ihr gelesen habt.“ Umar konnte Lesen und Schreiben. Seine
Schwester sprach zu ihm: „Du bist unrein, und niemand darf es berühren,
nur diejenigen, die rein sind. So erhebe dich und wasche dich oder mache
Wudu’. Umar stand auf und machte Wudu’. Nun nahm er das Buch und
las Surah Taha bis zu dem Vers:
„Ich bin Allah, es gibt keinen Gott außer Mir, also diene Mir
und richte das Gebet ein zu Meinem Gedenken.“
(Surah Taha (20): 14)
Daraufhin sagte Umar: „Bringt mich zu Muhammad!“ Als Khibab hörte,
was Umar sagte, ging er aus dem Haus und sagte: „Freu dich, ja Umar,
ich hoffe, dass das Gebet, das der Prophet, , in der Donnerstagnacht
für dich gesprochen hat, wahr wird. Er hatte gesagt: „O Allah, ehre den
Islam mit Umar Ibn Al-Khattab oder Amr Ibn Hisham.“
Der Prophet, , befand sich in einem Haus am Fuße des Berges Safa.
Umar machte sich auf den Weg dorthin. An der Tür des Hauses stand
Hamza und einige Gefährten des Propheten, . Als Hamza bemerkte,
dass die Gefährten Angst vor Umar bekamen, sprach er: „Ja, dies ist
Umar, wenn Allah Gutes für ihn will, so wird er Muslim, und dem
Propheten, , folgen. Will er etwas anderes, so wird es uns nicht schwer
fallen, ihn zu erschlagen (ihn zu töten).“
Er sagte: Der Prophet, , war im Haus und hatte gerade eine
Offenbarung bekommen. Daraufhin ging der Prophet, , hinaus und trat
auf Umar zu und fasste ihn an der Naht seines Gewandes und an seinem
Schwerthalter und sagte: „Willst du nicht aufhören, bevor Allah die
Strafen und die Schande auf dich herabschickt, so wie bei Walid Ibn Al-
Mughira? O Allah, ehre den Islam mit Umar Ibn Al-Khattab.“ Darauf
sagte Umar: „Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allahs bist.“ So ist Umar
Muslim geworden und sagte: „Komm raus, o Gesandter Allahs.“
3 Al-Tamhid.Net
Dieses Hadith ist im Tabaqat-ul-Qubra von Ibnu Sa’ad.
Der Übertritt Umars zum Islam brachte für den Islam eine Wende. Bis
dahin lebten die Muslime in ständiger Furcht vor den Götzendienern. Sie
konnten ihre Gebete nicht in der Öffentlichkeit verrichten. Dies änderte
sich alles, nachdem Umar Muslim geworden war. Er verrichtete die
religiösen Pflichten eng mit den Gläubigen zusammen und unterstützte
den Propheten, , beim Da’wa (Ruf zum Islam). Mit seiner lauten
Stimme ließ er die Quraish bewusst die Worte der Einzigkeit Allahs
hören, bis der Prophet, , ihnen erlaubt hat, nach Madinah
auszuwandern. Die Mehrheit der Muslime verließ Makkah unauffällig,
doch nicht Umar. Er betete erst noch vor den Augen der Quraish an der
Ka’bah. Als er fertig war, sagte er mit seiner lauten Stimme: „Ich gehe
jetzt nach Madinah, wer mich daran hindern will, kann mich hinter dem
Tal treffen.“ Darüber sagte Ali, radiyallahu anhu: „Keiner wagte sich,
ihm zu folgen, bis auf einige Schwache, die mit ihm zusammen gingen.“
Er kam in Madinah al-Munawwarah mit zwanzig Reitern an. Vor ihm
waren schon Mus’ab Ibn Amir und Ibn Maktum dort angekommen. Eine
Gruppe der Muhajirin hatte es übernommen, in Madinah die Verträge für
die Ankunft des Propheten, , auszuhandeln. Anschließend hat der
Prophet, , mit der Gründung eines Staates mit festen Fundamenten
begonnen.
Es gab eine Reihe Auseinandersetzungen und Schlachten zwischen
Gläubigen und Ungläubigen. Bei jeder Schlacht und jeder
Auseinandersetzung hat Umar ein Mitspracherecht gehabt. Er nahm unter
anderem an den Schlachten von Badr, Uhud, Khandaq, Khaibar,
Hunainan und Ta’if teil, um nur einige zu nennen.
Der Prophet, , hatte drei Träume über Umar Ibn Al-Khattab gehabt,
die klar waren wie die Sonne, und alle waren wahr:
1) Der Gesandte Allahs, , sagte: „Während ich schlief, wurden mir
die Menschen, in Hemden bekleidet, vorgeführt. Einige trugen sie
bis zur Brust, andere kürzer, und mir wurde auch Umar Ibn Al-
Khattab in einem Hemd gezeigt, dessen Ende er hinter sich
herschleifte…“ Die Leute fragten: „Und wie hast du dies gedeutet,
o Gesandter Allahs?“ Er sagte: „Die Religion.“
4 Al-Tamhid.Net
2) Der Gesandte Allahs, , sagte: „Während ich schlief, wurde mir
ein Becher Milch gebracht, von dem ich trank, bis ich sah, dass die
Flüssigkeit durch meine Gliedmaßen hinausströmte. Ich gab
meinen Rest an Umar Ibn Al-Khattab weiter.“ Die Leute, die um
ihn herum saßen fragten: „Und wie hast du dies gedeutet, o
Gesandter Allahs?“ Er sagte: „Es ist das Wissen!“
3) Der Gesandte Allahs, , sagte: „Während ich schlief, sah ich
mich im Paradies, wo ich eine Frau erblickte, die neben einem
Palast den Wudu’ vornahm. Ich fragte: ‚Wem gehört das?’ Dort
wurde mir gesagt: ‚Dieser gehört Umar.’ Als ich mich an seine
Eifersucht erinnerte, lief ich schnell davon!“ Da weinte Umar und
sagte darauf: „Dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein, o
Gesandter Allahs?“
(Diese drei Hadithe sind alle von Al-Bukhari berichtet worden.)
Als bei Abu Bakr die Stunde kam, und er im Sterben lag, schrieb er
Umar:
„Bismillahi Rahmani Rahim. Von Abu Bakr an Umar Ibn Al-Kattab.
Ich befinde mich am ersten Tag im Jenseits und am letzten Tag des
Diesseits.
So dann:
O Umar, ich ernenne dich zum Nachfolger über die Gemeinde
Muhammads, , wenn du gütig und gerecht bist. So denke ich von
dir. Folgst du deiner Zuneigung, so ist Allah der Überwacher der
Geheimnisse. Mein Bestreben ist nicht von Freundschaft ausgegangen.
O Umar fürchte Allah.“
So ist Umar die Nachfolgerschaft eingetreten. Er hat eine großartige
Rede gehalten, in der er seine Politik darlegte und seinen Weg klar
demonstrierte. Sehr viele Rechtsgelehrte haben über ihn gesprochen,
und seine Biographie wird in sehr vielen Schulen gelehrt.
In der Zeit seines Khalifats haben die Menschen geschlafen und er hat
kaum geschlafen. Die Menschen waren satt und er hat kaum gegessen
und sich kaum ausgeruht.
Wenn die Menschen schliefen und die Sterne strahlten, nahm er,
radiyallahu anhu, seinen Stock und ging durch die Straßen von
Madinah, um nach dem Rechten zu sehen. Traf er einen Schwachen,
5 Al-Tamhid.Net
hat er ihm geholfen, traf er einen Armen, hat er ihn gespeist und traf er
einen Verbrecher, hat er ihn zu Recht gewiesen.
Eines Nachts war Umar unterwegs und hörte mitten in der Nacht in
einem Haus, wie eine Frau und ihre Kinder weinten. Ein Topf war auf
das Feuer gestellt. Umar schaute zur Tür rein und sagte: „O Dienerin
Allahs, warum weinen deine Kinder?“ Sie sagte: „Sie weinen vor
Hunger.“ Darauf sagte Umar: „Was ist in diesem Topf auf dem
Feuer?“ Darauf sagte sie: „Nur um sie zu täuschen, damit sie glauben,
es ist etwas darin.“ Er fing an zu weinen. Er kehrte zurück und brachte
ihr Mehl, Fett, Zucker, Butter, Datteln, Stoff und einiges an Geld. Sein
Bediensteter sagte: „Gib es mir, o Führer der Gläubigen, ich trage
alles.“ Umar lehnte dies ab und sagte: „Ich bin am Tag der
Auferstehung für sie verantwortlich, ich trage es selbst.“ So trug er
alles zu dem Haus und hat sich hingestellt und für sie das Essen
gekocht. Er hat sich auf den Boden gelegt und immer ins Feuer
geblasen, damit es nicht ausging. Der Bedienstete sagte: „Ich
beobachtete, wie der Rauch aus seinem Bart herauskam.“
So hat er ihnen das Essen gekocht, sie bedient und gefüttert bis sie satt
waren.
Während seines Khalifats hat Umar Ibn Al-Khattab Persien,
Damaskus und Jerusalem erobert, um nur einige zu nennen.
Eines Morgens, im Jahre 23 nach der Hijrah, war Umar gerade auf
dem Weg zum Gebet, als Abu Lu’lu’ , ein christlicher Sklave aus
Persien, ihn mit mehreren Messerstichen im Gebet niederstach.
Danach tötete er sich selbst. Als der schwer verletzte Umar fragte, wer
sein Mörder sei, antworteten ihm die Leute: „Abu Lu’lu’.“ Er war
erleichtert: „Alhamdulillah war es kein Muslim.“ Er wusste, dass er
kurz vor dem Tod war, sagte er zu seinem Sohn Abdullah: „Drücke
meine Stirn beim Gebet auf den Boden.“ Und er betete: „O Allah,
vergib mir. Tust du es nicht, dann wehe mir und meiner Mutter, die
mich geboren hat.“
Kurz darauf starb er im Alter von 63 Jahren. 
 
Quelle: www.altamhid.net
 
Ein Leben für den Islam – Sa’d Ibn Abi Waqqas
 
Einleitung
Sa’d bin Abi Waqqas wurde im Jahre 32 vor der Hidjra geboren und starb im Jahr 54 danach.
Sein vollständiger Name war Sa’d bin Malik bin Wahiib bin Abi Munaf bin Zahra. Sa’d war ein
naher Verwandter von Amina bint Wahiib, der Mutter des Propheten. Aminas Vater war ein
Bruder von Sa’ds Großvater, also sein "Großonkel". Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf
ihm – sagte über Sa’d: "Hier ist mein Onkel, so lasst jeder von euch mir seinen Onkel zeigen." Sa’ds
Vater Malik hatte den Spitznamen "Waqqas", deshalb war Sa’d als bin Waqqas bekannt.
Sa’ds Islam
Sa’d nahm den Islam früher als die meisten Prophetengefährten an. Eines Tages sagte er: "In
einem Traum sah ich, dass ich an einem sehr dunklen Ort war. Ich konnte alles nur aus großer Entfernung
sehen, ich sah einen leuchtenden Mond, so ging ich auf ihn zu, um mich aus der Dunkelheit zu befreien.
Während ich darauf zuging, sah ich, dass ‚Ali bin Abi Talib und Abu Bakr vor mir dort angelangten."
Sa’d sagte, dass er über diesen Traum nachdachte, als er aufwachte. Dann fragte er Abu Bakr
nach der Interpretation dieses Traumes. Abu Bakr erzählte ihm, dass Muhammad bin
‚Abdullah, der ehrliche Mann, zu einer neuen Religion aufrief. Diese neue Religion lehnte den
Götzendienst ab. Sa’d sagte sofort, dass er an den Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm –
glaubte und ging zum Hause des Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm -, um seinen Islam
kundzugeben.
Sa’ds Mutter und ihre feindliche Einstellung dem Islam gegenüber
Sa’ds Mutter wurde Hamnah genannt und gehörte zum Stamm der Bani Umayyah. Sie hatte
eine sehr starke Persönlichkeit. Hamnah sah, wie ihr Sohn mit leiser Stimme den Qu’ran
rezitierte und wie er Gebete verrichtete, die ihr fremd waren. Sie forderte ihn auf, das zu
erklären. Sa’d sagte ihr, dass er der Religion Muhammads folgte. Er lud sie auch ein, an den
Islam zu glauben, obwohl es noch ein geheimer Glaube war. Seine Mutter war verärgert und
forderte, dass er mit diesem Unsinn aufhören und wieder zur Religion seines Vaters
zurückkehren sollte.
Sa’d war gutmütig zu seinen Eltern, aber er fand, dass es etwas anderes war, ob er rechtschaffen
mit seiner Mutter umging oder an etwas glaubte, was ihr gefiel. Er blieb dabei, dass nichts ihn
dazu bringen könnte, Götzenbilder anzubeten, nachdem er die Gnade des Islam gefunden
hatte. Als seine Mutter merkte, dass sie ihn nicht davon überzeugen konnte, seine Meinung zu
ändern, drohte sie ihm damit, dass sie weder essen noch trinken würde, bis er die neue
Religion aufgäbe. Ansonsten würde sie sterben. Die Leute fingen an, ihm Lieblosigkeit seiner
Mutter gegenüber vorzuwerfen. Sa’d war es egal, was seine Mutter sagte, und er gab ihr zu
verstehen, dass er den Götzenbildern nicht wieder dienen würde, aus welchem Grund auch
immer. Hamnah versuchte ernsthaft, ihr Versprechen in die Tat umzusetzen. Sie hörte auf zu
essen und zu trinken bis sie ihre Kräfte verlor und dem Tod nahe war. Einige seiner
Angehörigen brachten Sa’d zu ihr, sie hofften, dass sie ihm leid täte und er nun tun würde, was
sie wollte. Sa’d ging und sah, dass seine Mutter wirklich schwach war, aber sein Glaube an Allah

war stärker als alles andere, und so kümmerte ihn seine Mutter nicht. Er rief aus: "Ich schwöre bei
Allah, Mutter, wenn du sieben Seelen hast und sie eine nach der anderen verlieren wirst, ich werde meine
Meinung nicht ändern. Deshalb, ob du isst oder nicht, es geht mich nichts an."
Hamnah sah, dass ihr Sohn darauf beharrte, an diese Religion zu glauben, und weil ihre
Drohung dies nicht änderte, aß und trank sie wieder wie gewöhnlich. Allah sagt im Qur’an (in
ungefährer Bedeutung):
"Und wir haben dem Menschen anbefohlen, seinen Eltern Gutes zu tun. Doch wenn sie dich
zwingen wollen, Mir das (in Anbetung) zur Seite zu stellen, von dem du keine Kenntnis hast,
so gehorche ihnen nicht. Zu Mir werdet ihr heimkehren, (und) dann will Ich euch
verkünden, was ihr getan habt." [Sura Al-‚Ankabuut (29), Vers 8]
Hamnah aß zwar wieder wie gewöhnlich, aber das bedeutete keineswegs, dass sie den Versuch,
die Einstellung ihres Sohnes zu ändern aufgegeben hatte. Sie wollte nur ihre Gesundheit
wiedererlangen, um ihrem Sohn erneut gegenüberstehen zu können.
Sa’d berichtete einmal, dass er nach Hause zurückkehrte und sah, wie seine Mutter vor ihrem
Haus um Hilfe rief. Sie wollte ihn einsperren, bis er entweder sterben oder seiner neuen
Religion abschwören würde. Als er dies erkannte, beschloss Sa’d, dahin zurückzukehren von wo
er gekommen war, um seiner Mutter aus dem Weg zu gehen. Sie drängte ihn, zu tun was sie
wollte, sowohl auf friedliche als auch auf aggressive Art und Weise. Sa’d hatte all dies von seiner
nächsten Verwandten ertragen.
Sa’ds Kinder und sein Alter
In seinen jungen Jahren hatte Sa’d nicht viele Kinder. Im Jahr der Eroberung wurde Sa’d krank
und war dem Tode nahe. Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – besuchte ihn. Sa’d
fragte den Propheten: "Ich habe keine Kinder außer meiner Tochter und ich besitze ein großes
Vermögen. Soll ich zwei Drittel davon spenden?" "Nein!" antwortete der Prophet – Allahs Heil und
Segen auf ihm-.
Dann bat Sa’d ihn um Erlaubnis, die Hälfte davon zu spenden. Der Prophet – Allahs Heil und
Segen auf ihm – erlaubte auch dies nicht. Sa’d fragte ein drittes Mal, nun bat er darum, ein
Drittel seines Besitzes spenden zu dürfen. Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – war
einverstanden, aber er sagte, dass selbst ein Drittel noch zu viel sei. Allah schenkte Sa’d später
auch noch Söhne. Sa’d bat Allah darum, dass Er ihn lange leben lassen möge, weil seine Kinder
noch jung waren. Hiernach lebte er noch 20 Jahre und starb im Jahre 54 nach der Hidjra. Er
starb als letzter derer, die gemeinsam mit dem Propheten nach Medina ausgewandert waren.
Seine Beschreibungen
Sa’d war ein guter Überlieferer, auf ihn gehen ungefähr 271 Ahadith zurück. Seine Kinder
überlieferten Ahadith von ‚Aischa, ‚Abdullah bin ‚Abbas, Sa’d bin al Musaeb, Al-Ahnaf bin

Qaes und anderen. Er war sehr genau in seiner Berichterstattung. ‚Abdullah bin ‚Umar hörte
z.B. einmal, dass Sa’d erzählte, wie der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – bei der
Gebetswaschung mit der feuchten Hand über seinen Schuh wischte. Er fragte seinen Vater
‚Umar bin Al-Chattab, ob dies stimmte. ‚Umar sagte ihm, wenn er einen Hadith von Sa’d höre,
müsse er an ihn glauben und danach nicht überprüfen.
Sa’d war sehr empfindsam und weinte oft aus Furcht und Demut vor Allah. Oft wurde er mit
Tränen in den Augen gesehen, wenn er dem Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – dabei
zuhörte, wie er zu den Muslimen sprach. Es wurde berichtet, dass Sa’d einmal zu Lebzeiten des
Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – die Moschee betrat, wo sich auch Salman Al-Farsi,
Bilal bin Rabah und Suhayb Rumi befanden. Sa’d machte sich direkt daran, sein Gebet zu
verrichten. Während er betete, hörte er jemand sagen, die Fremden hätten sich mit den
Arabern vermischt, als ob sie zu den Aus oder den Chazradj gehörten. Sa’d wurde dadurch bei
seinem Gebet irritiert und wollte es schnell zu Ende bringen. Als er fertig war, ging er zu dem
Mann, der dies gesagt hatte, drohte, ihm den Kopf abzuschlagen und fuhr ihn verärgert an:
"Wie kannst du es wagen, so etwas zu den Gefährten des Propheten zu sagen? Weißt du nicht, dass der
Islam die Menschen gleichwertig gemacht hat?" Er brachte ihn dann zum Propheten – Allahs Heil
und Segen auf ihm -, um sich zu beschweren.
Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – war sehr traurig, als er hörte, was geschehen war.
Aus diesem Grund versammelte er die Muslime und wies sie an: "O ihr Menschen, Allah ist der
Eine, und unsere Religion (Islam) ist eine, und der Vater aller Menschen ist einer (Adam). Wer geradeaus
ins Paradies gehen wird, wird dies nur durch seine guten Taten und nicht durch den Namen seiner Familie
tun. Und wer durch seine schlechten Taten daran gehindert wird, das Paradies zu betreten, so wird ihm der
Name seiner Familie nicht helfen."
Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – sagte über Sa’d, dass er den gleichen Wert habe
wie 1000 Krieger. Es wurde berichtet, dass es in manchen Schlachten Sa’d und Talha waren, die
hinter dem Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – standen, um ihn zu schützen. Eines
Tages saß der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – mit seinen Gefährten beisammen, und
blickte dann auf einen weit entfernten Ort. Plötzlich hörte er auf, zu ihnen zu sprechen, als ob
er gerade eine Offenbarung bekäme und sich darauf konzentrierte. Dann sah der Prophet –
Allahs Heil und Segen auf ihm – wieder in die Gesichter seiner Gefährten und sprach: "Schaut,
der erste, der nun kommen wird, wird einer von den Leuten des Paradieses sein." Die Gefährten sahen
sich um, um zu wissen, um wen es sich handelte. Unerwartet erschien Sa’d bin Abi Waqqas.
‚Abdullah bin Amr bin Al-As fragte Sa’d einmal, was er tun müsse, um Allah näher zu sein. Sa’d
antwortete, dass er nichts weiter tun müsse, als die üblichen islamischen Pflichten einzuhalten
und keinen Hass oder Abneigung gegen andere Muslime zu empfinden. Wie bereits schon
früher über den Konflikt zwischen Sa’d und seiner Mutter erwähnt wurde, sagte Allah im
Qur’an (in ungefährer Bedeutung), um Sa’d zu ehren:
"Und wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug
ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung fordert zwei Jahre – :"Sei Mir und
deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr.

Doch wenn sie dich auffordern, Mir das (in Anbetung) zur Seite zu setzen, wovon du keine
Kenntnis hast, dann gehorche ihnen nicht. In weltlichen Dingen aber verkehre mit ihnen
auf gütige Weise. …" [Sura Luqmaan (31), Verse 14, 15]
In der Schlacht von Badr tötete Sa’d den Saed bin Al-As und nahm dessen Schwert an sich. Als
der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – davon erfuhr, verlangte er, dass Sa’d das Schwert
zum Rest der Kriegsbeute zurücklegt. Sa’d reagierte schnell auf den Befehl des Propheten. Nach
kurzer Zeit brachte der Engel Gabriel die Sure Al-Anfal ( herab, in der Allah dem Propheten –
Allahs Heil und Segen auf ihm – mitteilte, dass er den Muslimen den Gebrauch des Erbeuteten
erlauben sollte. Der Prophet -Allahs Heil und Segen auf ihm -sagte dann zu Sa’d, er solle gehen
und das Schwert wieder an sich nehmen. ‚Umar bin Al-Chattab fragte einmal Amr bin Mu’adh
bin Yakreb, einen Weisen unter den Arabern, nach seiner Meinung über Sa’d bin Abi Waqqas.
Amr sagte, Sa’d sei ein bescheidener, demütiger Mensch. Von seiner Kleidung her wirkte er wie
ein Araber, aber in seinem Innern war er ein Löwe. Er pflegte gerecht zwischen den Muslimen
zu richten. Er teilte Dinge gleich unter ihnen auf, und war ein gutherziger Mann.
Als später zu ‚Uthmans Zeit die Tumulte aufkamen und letztlich seine Ermordung geschah, trat
Sa’d zurück und hielt sich von den Feindseligkeiten fern. Einmal kam sein Sohn ‚Umar, um
seinen Vater zu besuchen. Sa’d sah ihn von weitem und sagte: "Ich suche Zuflucht bei Allah vor
dem, der da kommt." Als ‚Umar eintrat, sprach er zu seinem Vater: "O Vater, du bist hier, während
die Muslime sich gegenseitig bekämpfen." Sa’d antwortete: "Halt den Mund, ich hörte den Propheten,
Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen, dass Allah den Muslim gern hat, der rechtschaffen war und sich
von Streit fernhielt."
Sa’d lebte lange Zeit und begleitete alle vier rechtgeleiteten Kalifen. Er überlebte sie auch alle.
Es macht mehr Sinn, über sein Leben zu jeder Epoche zu reden.
Sa’d mit dem Propheten
Sa’d hatte eine großartige Stellung im Islam. Er bewies seine Tapferkeit in vielen Schlachten, an
denen er noch zu Lebzeiten des Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – teilnahm. Sa’d war
der erste Muslim, der das Vergießen von Blut für den Islam verursachte. Einmal war Sa’d in
Begleitung von ‚Ammar bin Yaser, Saed bin Zaid und ‚Abdullah bin Mas’ud unterwegs. Auf
ihrem Weg nach Mekka machten sie halt, um zu beten. Eine Gruppe von Ungläubigen, unter
ihnen Abu Sufyan, Akannas bin Scharnaq und ‚Abdullah bin Aqtal, wusste, dass die Muslime
am Beten waren. Sie fingen an, sich über sie lustig zu machen und riefen sie beim Namen.
‚Abdullah bin Aqtal zeigte seine Feidseligkeit den Muslimen gegenüber deutlicher als die
anderen. Er stürmte los, um einen der Muslime zu verletzen. Sa’d konnte es nicht ertragen,
solch eine widerliche Behandlung mit anzusehen. Er ergriff einen Knochen, der neben ihm lag
und schlug ‚Abdullah damit. Sa’d verwundete ihn, und so wahr er der erste Muslim, der die
Ehre hatte, das Blut der Ungläubigen zu vergießen. Sa’d ging als erster mit ‚Ubaida bin Al-
Hariths Gruppe, um die Neuigkeiten von den Ungläubigen dem Propheten zu bringen. Auch
diese Gruppe von Muslimen sah sich einer anderen Gruppe von Ungläubigen gegenüber, die
sich ihnen ebenfalls feindselig zeigte. Sa’d weigerte sich, den Rückzug anzutreten. Er bereitete

seine Pfeile vor und schoss sie auf die aggressiven Ungläubigen. Aus diesem Grund wurde Sa’d
als der erste Muslim betrachtet, der seine Pfeile gegen die Feinde Allahs sandte.
Sa’d unterstützt den Propheten
‚Aischa berichtete, dass der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – in der ersten Nacht,
nachdem er Medina erreicht hatte, nicht schlafen konnte, als wenn er fühlte, dass eine große
Gefahr auf ihn zukomme. Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – sagte: "Ich wünschte,
einer meiner Gefährten wäre hier, um mich heute abend zu bewachen." ‚Aischa berichtete weiter, dass
sie, sobald der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – dies gesagt hatte, das Geräusch von
Waffen vernahmen. Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – fragte: "Wer ist da?" Eine
Stimme antwortete: "Ich bin Sa’d bin Abi Waqqas."
"Was in aller Welt führt dich nun hierher?" fragte der Prophet. "Ich hatte das Gefühl, dass sich dir eine
Gefahr nähert, also bin ich gekommen, um dich zu unterstützen", sagte Sa’d.
Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm -betete für ihn und schlief in aller Ruhe.
Sa’d in der Schlacht von Badr
Sa’d zeigte eine Menge Tapferkeit in der Schlacht von Badr. ‚Abdullah bin Mas’ud sagte über
ihn: "Ich sah Sa’d tapfer kämpfen" Er fügte hinzu: "Ich nahm zusammen mit Sa’d und ‚Ammar bin
Yaser an der Schlacht von Badr teil. Wir vereinbarten, die von uns eingesammelte Beute zwischen uns
aufzuteilen. Sa’d brachte zwei Gefangene, während ‚Ammar und ich keinen einzigen brachten."
Sa’d in der Schlacht von Uhud
In der Schlacht von Uhud blieb Sa’d beim Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – und
stand vor ihm, um ihn zu schützen. Er kämpfte gegen den Feind. An jenem Tag betete Sa’d zu
Allah um Hilfe und darum, seine Pfeile gegen die Feinde Allahs und Seines Gesandten zu
senden. Der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – stimmte in Sa’ds Gebet mit ein und bat
Allah darum, Sa’ds Bitte anzunehmen. Als die Lage schlechter wurde, sagte der Prophet: "Schieß
deinen Pfeil, Sa’d, mein Liebling. Meine Mutter und mein Vater seien Dir geopfert."
‚Ali erzählte, dass der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – diese Worte zu niemandem
außer Sa’d sagte. In der Schlacht von Uhud sah Sa’d einen der Ungläubigen, Malik bin Zuhayr,
die Muslime wild töten. Sa’d beobachtete ihn sorgfältig, ergriff die Gelegenheit und tötete ihn
mit einem Pfeil.
Sa’d in der Schlacht von Banu Quraidha
Sa’d war einer der tapfersten Kämpfer unter den Muslimen in dieser Schlacht. Mut und
Weisheit waren seine deutlichsten Eigenschaften. In der Schlacht von Hunayn trug Sa’d die
Fahne der Muhadjiruun. Er blieb auch beim Propheten, als einige der Muslime in Panik

gerieten und vom Schlachtfeld flohen. Sa’d begleitete den Propheten von der frühen Phase des
Islam bis der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, starb.
Sa’d neben Abu Bakr
Zusätzlich zu seinem Mut war Sa’d auch ein guter Verwalter. Aus diesem Grund erwählte Abu
Bakr ihn zum Befehlshaber von Hawazin. Die Leute von Hawazin hattenden Islam erst kürzlich
angenommen, und ihr Islam war noch nicht fest. Sie hatten zusammen mit den Leuten von
Ta’if in den Schlachten von Hunain und Ta’if gegen den Propheten gestanden. Die Wahl zum
Anführer in der Schlacht von Hawazin war auf Sa’d gefallen, weil Abu Bakr meinte, eine so
schwierige Schlacht erfordere eine Person, die sowohl militärische als auch administrative
Fähigkeiten verkörperte. Sa’d konnte mit beiden Eigenschaften aufwarten.

Sa’d neben ‚Umar bin Al-Chattab
Die Rolle Sa’ds während des Kalifats von ‚Umar bin Al-Chattab währte lang und war sehr
wichtig. Zur Anfangszeit von ‚Umars Kalifat besiegten die Muslime das Byzantinische Reich. Zu
dieser Zeit nahm die Macht des Persischen Reiches zu und begann, eine Bedrohung für die
Muslime darzustellen. Die Muslime erkannten, dass ein Krieg gegen die Perser die einzige
Lösung war, um deren Aggressivität einzudämmen.
‚Umar bin Al-Chattab wollte das Heer selbst anführen. Er schickte Gesandte an die
Befehlshaber aller muslimischen Städte, um Männer und Waffen anzufordern. Die Truppen
kamen binnen kurzer Zeit mit all ihrer Ausrüstung in Medina an. ‚Umar war drauf und dran,
die Armee selbst zu führen, aber die Gefährten baten ihn, in Medina zu bleiben. Sie glaubten,
dass der Kalif einen ihrer tapfersten Kämpfer schicken sollte, um den Kampf zu leiten. Der
Grund für diese Bitte war, dass er so andere wichtige Aufgaben übernehmen konnte: wenn der
Kalif in Medina blieb, konnte er den Anführer des Heeres mit Geld, Männern und Waffen
versorgen, sobald dieser welche brauchte. Würde er getötet, könnte ‚Umar einen anderen
Krieger schicken.
‚Umar nahm diesen Ratschlag an, denn der Krieg konnte lange dauern und viel Nachschub
und Führung aus einer Zentrale erfordern. ‚Umar und der Rest der Gefährten fingen also an,
sich darüber Gedanken zu machen, wer am besten für die Zuständigkeit der Leitung des Heeres
geeignet war.
Eines Tages las ‚Umar einen Brief von Sa’d bin Abi Waqqas, in dem dieser ihm mitteilte, dass
er eine Gruppe guter Krieger geschickt hatte, wie der Kalif ‚Umar befohlen hatte. Während
‚Umar noch den Brief las, riefen die Prophetengefährten, dass sie den Anführer gefunden
hätten, der gesucht wurde. ‚Umar fragte: "Wer ist dieser Mann?" Sie sagten ihm, dass es Sa’d bin
Abi Waqqas war. Zusammen entschieden sie, dass Sa’d für diese Mission ausgewählt wurde.
‚Umar rief Sa’d nach Medina zurück, und befahl ihm dann, das Heer in den Irak und den Iran
zu führen.
‚Umar vergaß nicht, Sa’d davon abzuraten, auf sich selbst stolz zu sein. Er sprach zu ihm: "Sa’d,
sei nicht hochmütig, weil du der Onkel des Propheten und sein Gefährte bist, denn Allah hat keinen
Verwandten und nichts wird einem Mann helfen, außer seinen guten Taten. Die Menschen sind gleich vor
Allah, egal ob sie aus einer höheren oder einer niedrigeren Schicht sind. Es gibt keinen Unterschied
zwischen den Menschen bis auf ihre Taten. Schreibe mir alles über die Lage der Muslime und deiner im
Kampf, und auch über die Lage der Feinde. Lass mich deine Briefe lesen, als sei ich bei dir." Er wies ihn
an, gut zu den Muslimen zu sein und einige von ihnen im Geheimen zu entsenden, um ihm
Nachrichten über die Feinde zu überbringen. Zuletzt sagte er ihm, er solle seinen Assistent
unter den tapfersten Männern aussuchen. Sa’d machte den ersten Schritt auf die schwierigste
Schlacht zu. Er blieb in ‚Umars Nähe, indem er ihm Briefe schrieb und ebenso welche von ihm
empfing. ‚Umar pflegte sich mit seinen Gefährten zu beraten und sie nach ihrer Meinung zu
fragen; dann schickte er seine Anordnung an Sa’d, nachdem sie entschieden hatten, welche die
beste war.

Muthannah sendet einen Brief an Sa’d
Muthannah bin Harithah war vor Sa’d ein Befehlshaber der muslimischen Streitkräfte und
hatte dort eine sehr beachtliche und großartige Stellung. Als er erkrankte und das Herannahen
des Todes fühlte, schrieb er einen Brief, indem er Sa’d einen Ratschlag gab. Er empfahl ihm in
diesem Brief, wie er den Kampf am besten leiten und welche Vorgehensweisen er anwenden
sollte, um den Sieg zu erreichen. Muthannah bat Sa’d, seine Frau Salmah zu heiraten, falls er
starb, er sagte, sie habe bemerkenswerte Fähigkeiten im Kampf. Al-Muthannah verstarb bald
darauf und Sa’d folgte seinem Rat und ernannte seinen Bruder zu seinem Assistenten.
Die Schlacht von Qadisiyah
Die Schlacht von Al-Qadisiyah war die erste und zugleich auch die schwierigste, die Sa’d
anführte. Sa’d vergab mehrere Posten vor der Schlacht, aber seine Absicht war lediglich, den
Sieg für die Muslime zu erringen. Er ernannte Salman Al-Farsi zum Sprecher für diese Mission.
Er bat Zaid bin Abi h, Schreiber für Briefe an ‚Umar zu sein. Außerdem wählte er einige der
Gefährten aus, um verschiedene Einheiten der Armee anzuführen.
Sa’d pflegte dann den Wettbewerb unter ihnen für die Sache des Islams anzutreiben. Er tat
dies, indem er ihnen sagte, dass Stärke in diesem Leben eine der Säulen des Lebens sei, dass der
Sieg durch Ausdauer erreicht werden solle, und dass die Muslime und der Islam wahrhaftig
seien und nicht besiegt werden würden. Er forderte sie auf, die Verse des Qur’ans zu rezitieren,
die ihr Verlangen nach Djihad und Martyrium um Allahs willen steigerten. Sa’d sandte einen
Boten an Rustum, den Befehlshaber der persischen Armee, der ihn und seine Leute dazu
aufforderte, vor dem Kampf in den Islam einzutreten. Er sagte ihm auch, dass er, falls er
Muslim würde, alle Rechte der Muslime genießen würde, wenn er alle Pflichten einhielt. Der
Bote war Rabiah bin Amr, der von einigen seiner Anhänger begleitet wurde. Diese Gruppe von
Muslimen erklärte Rustum, dass Islam bedeutete, die Leute vor der Hölle zu retten und sie aus
der Dunkelheit ins Licht der Wahrheit zu führen. Sie fügten hinzu, dass der Islam sie vom
Dienst an vielen Götzenbildern weg dazu geführt hatte, nur einem Gott, Allah zu dienen.
Rabiah sprach zu Rustum: "Diese Botschaft war für Euch und für uns. Wenn Ihr sie annehmt, werden
wir zurückkehren, ohne Eurem Land irgendeinen Schaden zuzufügen. Euer Land wird unter Eurer
Herrschaft bleiben. Wir werden Euch auch gegen jeden Angriff Eurer Feinde beistehen. Wenn Ihr dieses
Angebot nicht annehmt, müsst Ihr Al-Djizya bezahlen. Wenn Ihr keine der beiden Wahlen annehmt, wird
Krieg zwischen uns sein."
Rustum fragte neugierig: "Was wird Eure Belohnung dafür sein?"
"Das Paradies für jeden unserer Getöteten und Freude für die Lebenden nach dem erreichten Sieg",
antwortere Rabiah.
Rustum wies die Botschaft ab. Er war stolz auf seine Streitkräfte, die etwa einhunderttausend
Kämpfer ausmachten.

Die Schlacht der Fesseln
Weil es für die Muslime keine Option außer dem Krieg gab, standen sich die beiden Heere
gegenüber. Die Persische Armee mit ihrer großen Anzahl an Kämpfern, Waffen und ihrer
gewaltigen Vergangenheit, und die Muslime mit ihrem großen Glauben an Allah. Die
Sichtweise der Muslime hatte sich nach dem Islam geändert. Sie wollten getötet werden oder
den Sieg um Allahs willen erreichen. Die Schlacht von Al-Qadisiya dauerte vier Tage, und jeder
Tag hatte seinen eigenen Namen und seine eigenen Schwierigkeiten. Zu Anfang des Kampfes
wurde Sa’d krank. Seine Erkrankung hielt ihn davon ab, am Kampfgeschehen teilzunehmen. Er
konnte weder sein Heer unterstützen noch mit Ratschlägen zur Seite stehen. Er saß auf dem
Dach eines Hauses, beobachtete und sandte Befehle an die Armee. Am ersten Tag siegten die
Perser. Dies geschah, weil die Elefanten, die sie benutzten, zwischen die Muslime vordrangen.
Die Folge war, dass die Pferde der Kämpfer erschreckt wurden.
Am zweiten Tag der Schlacht begannen die Anzeichen des Sieges der Muslime sich
abzuzeichnen. Die Muslime lenkten ihre Pfeile in die Augen und Rüssel der Elefanten. Sie
durchtrennten die Stränge, mit denen die Kästen auf den Rücken der Tiere befestigt waren, in
denen sich die persischen Kämpfer befanden. Die verborgenen Bogenschützen schossen ihre
Pfeile auf die Muslime, während sie selbst im Innern der Kästen geschützt waren.
Ein weiterer Grund für diesen großen Sieg war, dass guter Nachschub und Verstärkung Sa’d
vom Kalifen ‚Umar erreichten. Die neue Gruppe von Kämpfern wurde von Haschim bin Utbah
bin Abi Waqqas, Sa’ds Neffe angeführt. Ein weiterer Anführer war Al-Ka’ka’h bin Amr, einer
der tapfersten Männer. Abu Bakr sagte einmal über Al-Ka’ka’h, dass eine Armee, in der Al-
Ka’ka’h sei, nicht besiegt werden würde. Er fing an, mit einem der persischen Befehlshaber,
Harith bin Thabian zu kämpfen. Es war ein klarer Sieg für Al-Ka’ka’h und seine Gefährten.
Am dritten Tag der Schlacht gab es schwere Gefechte zwischen den beiden Armeen. Und wie
schon zuvor wirkten sich Mut und gute Planung auf das Kampfgeschehen aus. Al-Ka’ka’h, Amru
bin Madi Charab, Qais bin Makschun und Ahsam bin Amr kämpften tapfer. Die Kämpfe
dauerten die ganze Nacht des vierten Tages der Schlacht an.
Am letzten Tag war es sehr windig. Rustum, der auf einem Elefanten ritt und von dort aus
seine Befehle gab, stürzte hinab, als einer der Muslime die Augen des Tieres traf. Hilal bin Al-
Qamah verwundete Rustum daraufhin, und er starb auf der Stelle.
Mit Rustums Tod begann der großartige Sieg. Die Armee des Schahenschah, die bis auf
viertausend Kämpfer reduziert worden war, die Rustum bewachten, bat um Frieden. Sie stellten
für ihre Kapitulation zwei Bedingungen: erstens verlangten sie, dass ihnen von den Muslimen
erlaubt würde, sich mit wem auch immer zu verbünden. Zweitens sollten die Muslime sie
großzügig entlohnen. Sa’d stimmte zu. Mit ihrem Eintritt in den Islam bildeten sie eine starkes
Heer, dass ihren Feind besiegen konnte. Außerdem ergab sich auch eine weitere Gruppe von
Rustums Armee, die mit Ketten gefesselt war, um ihre Flucht zu unterbinden, den Muslimen.
Die Persische Armee war so auf Gefangene und Mörder reduziert worden. Die Muslime hatten
etwa 7000 Kämpfer verloren, kleine Verluste im Vergleich mit denen des persischen Heeres.

Dies machte die nächste Unterwerfung sehr viel einfacher. Der Großteil der persischen
Streitkräfte bestand aus Christen, und sie hatten sich oft über die Muslime lustig gemacht, aber
zu guter Letzt nahmen sie den Islam an.
Die Neuigkeiten vom Sieg erreichen ‚Umar
Als die Muslime in der Schlacht von Al-Qadisiyah den Sieg über die Perser erkämpf hatten,
schrieb Sa’d an ‚Umar bin Al-Chattab. Die Nachricht las sich wie folgt:
"Allah hat uns geholfen, den Sieg über unseren Feind zu erringen. Sie bekamen, was sie verdienten, obwohl
sie ein großes Heer und eine Menge Waffen hatten. Die Muslime beherrschten sie auf dem Schlachtfeld
und folgten ihnen in die Wüste. Am Ende erreichten sie den großartigen Sieg. Die Muslime haben einige
ihrer besten Krieger verloren. Sie rezitierten den Qur’an in der Nacht und kämpften tagsüber. Diejenigen,
die aus diesem Leben gegangen sind, waren nicht besser als diejenigen, die noch leben, abgesehen von der
Ehre des Martyriums."
Al-Numan bin Al-Munthers Tochter
Als die Schlacht von Al-Qadisiya vorrüber war, kam die Tochter Al-Numan bin Al-Munthers zu
Sa’d. Ihr Vater war der König von Al-Hiirah und ein Verbündeter der Perser. Als sie eintrat, um
Sa’d zu sehen, war sie von Armut und Depression gezeichnet. Sie war reich gewesen, umgeben
von Silber, Gold und Seide. Als sie eintrat und sich vorstellte, erinnerte sich Sa’d, wozu der
Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihm – den Muslimen geraten hatte, wenn sie eine Person
sahen, die ehrbar unter ihrem Volk gewesen war und daraufhin arm und bescheiden wurde.
Der Rat des Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – war gewesen, gütig zu diesen
Menschen zu sein, und so hieß Sa’d sie willkommen und gab ihr großzügig, worum sie bat. Als
sie später gefragt wurde, wie Sa’d sie behandelt hätte, sagte sie, er sei gütig zu ihr gewesen.
Sa’d rückt nach Al-Madd’en vor
Sa’d wollte die Wunden der Muslime heilen lassen, und er forderte sie auf, dort zu verbleiben,
wo sie waren, nachdem die überlebenden Perser geflohen waren. Die Perser gruppierten sich an
den Ufern des Tigris neu. Ein Perser sammelte eine große Armee um sich. Er plante einen
letzten Kampf in Al-Madd’en. Die Vorbereitungen hierfür dauerten zwei Jahre für beide Seiten.
Die Muslime nannten den Ort Al-Madd’en, weil es dort sieben nahe bei einander liegende
Städte gab, nicht eine einzige, wie sie gedacht hatten. Als er mit den Vorbereitungen fertig war,
wartete Sa’d auf den Auftrag des Kalifen. Sa’d brach sofort auf, als er den Befehl von ‚Umar
erhielt. Er marschierte zum Westufer des Flusses und eroberte es. Als die persische Armee floh,
zerstörte sie die Brücke, die zum anderen Ufer führte. Die Muslime hatten nun keine
Möglichkeit, sie zu erreichen. Sa’d dachte eine Weile nach und entschied sich, nach einer
seichten Stelle im Fluss zu suchen. Wenn sie eine solche Stelle fanden, konnten Sa’d und seine
Kämpfer den Fluss auf dem Rücken ihrer Pferde überqueren. Bevor es losging, bildete Sa’d zwei
Gruppen, die bereit waren, schwierige Aufgaben durchzuführen und ihr Leben zu opfern, falls
dies zum Wohle anderer nötig sein würde.

Er bestimmte Assume bin Amr zum Anführer der ersten Gruppe und Al-Ka’ka’h zum Anführer
der zweiten. Diese beiden Gruppen hatten den Tigris durchquert und die Muslime folgten
ihnen auf dem Rücken ihrer Pferde. Die Pferde überquerten den Fluss, als ob sie über Land
liefen. Die Armee der Perser war verängstigt, die Muslime näherkommen zu sehen. Yazdeger
der Perser entkam mit seinen Soldaten, nachdem sie ihre Kostbarkeiten entfernt hatten und
überließ die Städte den Muslimen.
Die Beute, die die Muslime in Al-Qadisiya und Al-Madd’en machten
Die Muslime nahmen riesige Beute in Al-Qadisiya und Al-Madd’en. Sa’d betrat den weißen
Palast wo Kisrahs Bogen war. Schnell las er den Qur’anvers:
"Wie zahlreich waren die Gärten und die Quellen, die sie zurückließen! Und die Kornfelder
und ehrenvollen Stätten!" [Sura Ad-Duchan (44), Verse 25,26]
Sa’d bemerkte, dass die Muslime Unmengen von Schätzen und Schmuck fanden, aber niemand
wollte etwas für sich selbst nehmen. Stattdessen beeilten sie sich, alles ihrem Anführer zu
übergeben. Als ‚Ali bin Abi Talib dies hörte, sagte er, dass er dies von einer ehrlichen Armee
und deren Anführer erwarte. Ali wies alle Muslime an, es ihnen gleichzutun.
Sa’d plant die Stadt Kufa
Sa’d bin Abi Waqqas war nicht nur ein Mann des Krieges, sondern auch ein Mann des
Aufbaus. Es wird überliefert, dass er die Stadt Kufa geplant und gegründet hat. Er tat dies, weil
die Muslime nicht damit zufrieden waren, in den Häusern der Perser zu wohnen, denn sie
waren nicht für die Muslime geeignet. Die Stadt Kufa wurde nach islamischem System und
Grundsätzen gebaut. Eine Moschee wurde in der Mitte der Stadt errichtet. Das Haus des
Anführers wurde direkt daneben gebaut und rundherum waren die Behausungen der Muslime.
Die Straßen waren breit, und ein großer Platz wurde freigelassen, damit auf ihm die Kinder
spielen und die Krieger trainieren konnten.
‚Umar ruft Sa’d
‚Umar war interessiert daran, den Anführer einer jeden erfolgreichen Schlacht nach Medina
zurückzurufen. Der Grund dafür war, dass er sich Sorgen machte, der Anführer könne nach
dem Sieg auf sich selbst stolz sein. Er forderte Chalid bin Al-Waliid, Al-Muthannah bin Harith
und nun auch Sa’d auf, sein Entlassungsgesuch einzureichen. Ein weiterer Grund war, die
Leute davor zu schützen, diese zu vergöttern und sie religiös zu verehren. Es war nicht so, weil
‚Umar an Sa’d zweifelte, im Gegenteil, weil er ihn respektierte. Zum Beweis seines Respekts war
Sa’d unter den sechs Prophetengefährten, die ‚Umar für das Amt des Kalifen nach sich
empfohlen hatte. ‚Umar sagte: "Wenn ihr Sa’d wählt, so hat er es verdient."

In ‚Uthmans Zeit erkannte der Kalif, dass Sa’d bin Abi Waqqas der beste Befehlshaber für den
Irak war, denn Sa’d kannte das Volk des Irak schon sehr gut. Er ernannte ihn zum Anführer
der Stadt Kufa im Irak. Als im letzten Jahr der Amtszeit ‚Uthmans der Konflikt zwischen den
Muslimen begann, hielt Sa’d sich davon fern. Als ‚Uthman getötet wurde und der Konflikt
zwischen ‚Ali und Mu’awiyah entbrannte, lehnte Sa’d es ab, mit einer der beiden
Splitterparteien teilzunehmen. Er schrieb an ‚Ali und entschuldigte sich dafür, nicht in der
Schlacht von Al-Jamel zu kämpfen. Er schrieb: "Gib mir ein Schwert, wodurch, wenn ich damit
kämpfe, die Muslime auf den rechten Weg zurückkehren. Wenn Du mir so ein Schwert geben könntest,
würde ich sofort zusammen mit Dir kämpfen."
Sein Neffe Haschim bin Utbah bin Abi Waqqas drängte ihn, sich an dem Streit zu beteiligen,
indem er sagte: "Onkel, es gibt ungefähr einhundert Muslime, die glauben, dass Du das Recht hast, der
nächste Kalif zu sein."
"Ich brauche nichts, dass auf dem Vergießen des Blutes der Muslime gebaut ist", antwortete er.
Sa’ds Tod
Sa’d starb im Jahre 54 nach der Hidjra. Vor seinem Tod wies er seine Kinder an, eine Kiste zu
öffnen, die seit Jahren verschlossen gewesen war. Als sie die Kiste öffneten, forderte er sie auf,
sein altes Gewand herauszunehmen. Er bat sie darum, ihn nach seinem Tode darin
einzuwickeln, und er sagte, es sei das Gewand, dass er in einer der Schlachten gegen die
Ungläubigen getragen hätte.
Sa’ds Ratschläge
Es gibt viele Ratschläge, dievon Sa’d bin Abi Waqqas überliefert wurden. So zum Beispiel:
Er sprach zu seinen Söhnen: "O Söhne, wenn ihr um etwas bittet, so sollte es angemessen sein, wer dies
nicht tut, so wird Allah niemals mit ihm zufrieden sein."
Er sagte ihnen auch: O Söhne, seid nicht stolz auf Euch selbst und erinnert Euch, wie Ihr dieses Leben
begonnen habt und wohin Ihr nach dem Tod gehen werdet. Wer arrogant ist, demgegenüber wird Allah auf
seinem Recht bestehen."
Schließlich sagte er ihnen auch: "O Söhne, vermeidet Gier, denn sie ist nur eine Armut in diesem
Leben."
Eine Moschee mit Sa’ds Namen
In Qantuun in China gibt es eine Moschee und ein Grab, von dem geglaubt wird, dass es Sa’d
bin Abi Waqqas gehört. Es ist zweifelhaft, ob Sa’d nach China ging, um zum Islam aufzurufen
und dort starb. Dennoch haben die Leute ein Grab eingerichtet und eine Moschee, die seinen
Namen tragen. Die Wahrheit ist aber, dass Sa’d niemals in seinem Leben nach China kam, er
starb in Medina und wurde in Al-Baqeah begraben. Später geschah es, dass ein anderer Mann,
der auch Al-Waqqas genannt wurde, dorthin ging. Weil Sa’d so berühmt war, dachten die
Leute bald, dass er derjenige war, der nach China ging. 

Muawiya b. Abu Sufyan (ra)

Muawiya b. Abu Sufyan ist der Sohn von Abu Sufyan und Hind bint Utba. Abu Sufyan, sein Bruder Yazid und seine Mutter sind bei dem Sieg von Mekka Muslime geworden. Über Muawiya wird gesagt, dass er im Jahre der Umratul Kada Muslim geworden ist, aber wegen seiner Eltern den Islam verheimlicht hat und den Islam im Jahr der Eroberung von Mekka veröffentlich hat.

Muawiya kaempfte in der Schlacht von Hunayn zusammen mit dem Gesandten Allahs (sas). Er war katib (Schreiber) des Gesandten Allahs (sas).

Als Abu Bakr (ra) ein Heer in Richtung Syrien schickte, waren Muawiya und sein Bruder Yazid in dem Heer. Abu Bakr (ra) ernannte Yazid zum Wali von Damaskus; als er starb ernannte Abu Bakr Muawiya zum Wali von Damaskus; Umar (ra) bestaetigte ihn in diesem Amt. In der Zeit von Usman (ra) wurde er Wali von dem gesamten Syrien.

Muawiya war 20 Jahre lang Wali und 20 Jahre lang Kalif.

Als Muawiya (ra) im Sterben lag befahl er, unter seinem Leichenkleid das Hemd anzuziehen, welches ihm der Gesandte Allahs (sas) angezogen hat. Und er sagte: ‚Waere ich doch ein normaler Quraischite im Zu-Tuwa und haette nie ein Amt angenommen.‘

Muawiya (ra) starb im Jahr 60 der Hidschra im Alter von 78 Jahren. Es wird auch gesagt, dass er im Jahre 59 der Hidschra im Alter von 86 verstorben ist.

Als er gestorben war stieg Dahhak b. Kays auf die Kanzel und sagte:
‚Der Amir ul Muminin Muawiya (ra) war die Kraft und das Genie der Araber. Allah (swt) hat durch ihn die Fitna aufgehalten und ihm über die Diener Macht gegeben. Er hat das Heer auf der Erde und zu Wasser vorabgebracht. Er war einer der Diener, die viel Ibada verrichteten. Er machte Bittgebet und Allah (swt) akzeptierte sein Bittgebet. Jeztz ist er gestorben. Hier ist sein Leichentuch. Wir werden ihn in dieses Leichentuch einwickeln. Dann werden wir ihn in sein Grab legen. Zwischen ihm und Allah (swt) sind seine Taten. Wenn Er will ist Er ihm gnaedig, wenn Er will bestraft er ihn.‘

Hadise über Muawiya
Abu Idris al Hawlani berichtet: Umar b. al Hattab (ra) hatte den Wali (Gouverneur) von Humus Umayr ibn Sad abberufen und an seiner Stelle Muawiya b. Abu Sufyan (ra) ernannt. Dss Volk murrte: ‚Du berufst Umayr ab und ernennst an seiner Stelle Muawiya?!‘
Umayr (ra) sagte: ‚Erwaehnt Muawiya im Guten. Denn ich hörte den Gesandten Allahs (sas) sagen: >Allah, leite die Mensschen durch ihn auf den rechten Weg.<‚ (Tirmizi)

In einem anderer Hadis bei Tirmizi steht: ‚Allah rechtleite durch ihn die Menschen und leite ihn selber recht und bringe durch ihn die Menschen auf den rechten Weg.‘

Was sagte Ibn Taymiyya über Muawiya?

Der Scheikh ul Islam Ibn Taymiyya wurde über die Konflikte der Sahaba (ra), wie z.b: Ali, Muawiya, Talha, Aischa (ra adschmain) gefragt: Werden sie dafür zur Rechenschaft gezogen?

Er gab darauf ausführlich Antwort. (Fatawa 4) Wir werden hier die Teile der Antwort zitieren, die Muawiya b. Abu Sufyan (ra) betreffen.

Abu Musa al Aschari, Amr b. al As und Muawiya b. Abu Sufyan zaehlen zu den Sahaba und haben einige Tugenden und herausragende Handlungen/Taten.
Vieles was über sie gesagt wurde/wird ist Lüge. Wenn wir zu dem kommen, was richtig ist (von dem was über sie gesagt wird); wenn sie Mutschtahid waren: wenn ein Mutschtahid entscheidet und recht liegt bekommt er zwei Belohnungen; wenn er falsch liegt bekommt er eine Belohnung und die Fehler werden ihm verziehen.

salamo alaykom

 

 
Dieser Text ist von einem Bruder von www.schababannur.de

 

Abdullah Ibn Masud (ra)
Masruq berichtete: ”Abdullah Ibn Amr erwähnte einmal den Namen von Abdullah Ibn Masud und fügte hinzu: »Ich höre nicht auf, ihn zu lieben; denn ich hörte den Gesandten Allahs (sas) sagen: >Nehmt den Quran von vier Männern: Abdullah Ibn Masud, Salim, Muaz und Ubayy Ibn Kab!<«“

Masruq berichtete ferner: ”Abdullah Ibn Masud (ra) sagte: »Ich schwöre bei Allah, außer Dem kein Gott da ist, daß es keine Sura gibt, die von dem Buche Allahs herabgesandt wurde, ohne daß ich am besten wußte, wo sie herabgesandt worden ist. Und es gibt keinen Vers im Buche Allahs, der herabgesandt wurde, ohne daß ich am besten wußte, zu welchem Anlaß dieser herabgesandt worden ist. Und wenn ich wüßte, daß es einen Menschen gäbe, der das Buch Allahs besser als ich kennen würde, und er wäre durch eine Kamelreise erreichbar, so wäre ich zu ihm geritten!«“

Und Saqiq Ibn Salama berichtete: ”Abdullah Ibn Masud hielt uns einmal eine Rede, in der er sagte: »Bei Allah, ich vernahm aus dem Munde des Gesandten Allahs (sas) mehr als siebzig Suren, und ich schwöre bei Allah, daß die Gefährten des Propheten (sas) bereits wissen, daß ich zwar zu denjenigen unter ihnen gehöre, die das meiste Wissen über das Buch Allahs besitzen, nicht aber der beste von ihnen bin!« Anschließend begab ich mich zu den verschiedenen Gesprächskreisen, um die Reaktion darüber zu hören, und ich habe keine Äußerung gehört, die die meinige widerlegte.“

Abdullah Ibn Masud (ra) war ein Gefährte des Propheten Muhammad (sas). Er war der sechste Mensch, der zum Islam kam. Er begleitete stets den Propheten (sas) und nahm in allen Kämpfen an seiner Seite teil.

Zur Amtszeit des Kalifen Umar Ibn Al Hattab (ra) wurde er zum Wali (Statthalter) in Kufa ernannt, wo er dank seiner gründlichen Kenntnis des Buches Allahs und seiner Vertrautheit mit allen Phasen im Leben des Propheten Muhammad (sas) einen hohen Rang unter der muslimischen Bevölkerung innehatte.

Abdullah Ibn Masud (ra) wird noch als Überlieferer von mehr als 800 Haditen des Propheten anerkannt.