Tag Archive: Hölle


Weil es momentan so kalt ist, eine Erinnerung:

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Hölle klagte bei ihrem Herrn und sagte: O Gott! Die einigen meiner Teile haben die anderen gefressen. So erlaube mir zwei Atem; einen im Winter und einen im Sommer. Das ist die stärkste Hitze (im Sommer) und die stärkste kälte (im Winter).
[Sahih Muslim Nr. 977 (im arabischen)]

Von Samurah Ibn Dschundub wird überliefert: Der Gesandte Allahs (ass) pflegte seine Gefaehrten oft zu fragen: „Hat jemand von euch etwas getraeumt?“ Derjenige, den Allah dafür bestimmt hat, erzaehlte von seinem Traum. Eines Morgens erzaehlte er uns:
„Gestern Nacht kamen zwei Personen (im Traum) zu mir und sagten: „Lass uns gehen. Also brach ich mit ihnen auf, und wir kamen bei einem Mann an, der (auf dem Boden) lag, in dem über ihn ein anderer Mann mit einem grossen Stein stand. Er warf den Stein auf den Kopf des anderen Mannes hinunter und zerschmetterte ihn. Der Stein rollte weg und der Werfende ging ihm hinterher und brachte ihn zurück. Nach einiger Zeit kam er zu dem Mann zurück, dessen Kopf wieder hergestellt war, dann setzte er fort, das Selbe zu tun. Ich sagte: „SubhanAllah! Wer sind diese beiden?“ (Meine beiden Begleiter) sagten zu mir: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
So gingen wir weiter und kamen bei einem Mann an, welcher flach auf seinem Rücken lag. Mit ihm war ein Mann, welcher über ihm stand und einen Eisenhaken (in seiner Hand) hielt. Er steckte den Haken in die eine Seite seines Mundes und riss jene Seite seines Gesichts bis nach hinten (zu seinem Nacken) auf. Dann riss er seine Nase genauso von vorne nach hinten auf und sein Auge, von vorn dach hinten. Dann tat er das Selbe, auf der anderen Seite seines Gesichts. Er hatte kaum die eine Seite beendet, als die erste Seite wieder hergestellt wurde. Also ging er zurück (zur anderen Seite) und begann von neuem. Ich sagte: „SubhanAllah! Wer sind diese beiden?“ (Meine beiden Begleiter) sagten zu mir: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
Also gingen wir weiter und kamen bei etwas an, das wie ein Lehmofen aussah – ich glaubte er sagte: „In ihm war es sehr laut und (man hoerte viele) Schreie – Wir schauten hinein und darin waren nackte Maenner und Frauen, mit Flammen, die von unterhalb her auf sie zukamen. Als die Flammen sie erreichten, schrien sie laut. Ich fragte: „Wer sind diese Leute?“ (Meine beiden Begleiter) sagten zu mir: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
Wir gingen weiter, bis wir zu einem Fluss aus Blut kamen. Ein Mann stand in der Mitte des Flusses und auf dem Damm war ein Mann, der einige Steine vor sich hatte. Der Mann im Fluss naehere sich ihm, doch als er versuchte hinauszusteigen, steckte der Mann auf dem Damm ihm einen Stein in den Mund und schubste ihn zurück. Jedes mal, wenn der Mann im Fluss versuchte hinauszusteigen, warf der Mann auf dem Damm ihm einen Stein in den Mund und schickte ihn zurück. Ich fragte: „Wer ist das?“ (Meine beiden Begleiter) sagten zu mir: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
So gingen wir weiter und kamen bei einem haesslichen Mann an – mit der abstossendsten Erscheinung, die ihr je gesehen habt. Neben ihm war ein Feuer. Er zündete es an und lief drum herum. Ich fragte: „Wer ist das?“ (Meine beiden Begleiter) sagten: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
So gingen wir weiter und kamen zu einem Garten mit tiefer, grüner und dichter Vegetation mit allen Arten von Frühlingsfarben. In mitten des Garten war ein sehr langer Mann, so lang, dass ich kaum seinen Kopf sehen konnte. Um diesen Mann waren mehr Kinder, als ich ja zuvor gesehen hatte. Ich fragte: „Wer ist das? Wer sind sie?“ (Meine beiden Begleiter) sagten zu mir: „Gehe weiter, gehe weiter (Los, los)!“
So gingen wir weiter, bis wir an einen hohen Garten ankamen, groesser und herrlicher, als ich je zuvor gesehen habe. Meine beiden Begleiter sagten mir: „Gehe hinauf in ihn.“ So gingen wir hinauf in ihn, in eine Stadt die aus goldenen und silbernen Ziegelsteinen gebaut worden war. Wir kamen am Tor der Stadt an und baten um Oeffnung und wir wurden eingelassen. Dort trafen wir Menschen mit einer Haelfte ihres Koerpers, die schoener war, als alles, was ihr je gesehen habt und die andere Haelfte haesslicher (als alles, was ihr je gesehen habt). Meine zwei Begleiter befahlen ihnen: „Geht und springt in den Fluss!“ Es gab einen Fluss, der durch die Stadt floss, dessen Wasser weisser als Milch war. Sie gingen und taten, was ihnen befohlen wurde und kamen in bester Form zurück, da alle Spuren der Hنsslichkeit von ihnen entfernt wurden.
Meine beiden Begleiter erzaehlten mir: „Dies ist das Paradies von Aden und dies ist dein Platz.“ Und ich schaute hoch und sah einen Platz, (der aussah) wie weisse Wolken. Meine beiden Begleiter sagten zu mir: „Dies ist dein Platz.“ Ich sagte zu ihnen: „Moege Allah euch beide segnen! Lasst mich hineingehen.“ Sie sagten; „Jetzt (ist nicht die Zeit) für dich hinein zu gehen.“ Ich sagte: „Ich habe heute Nacht viele Wunder gesehen. Was ist (die Bedeutung von) allem, was ich gesehen habe?“ Sie sagten: „Wir werden dich aufklaeren:
Der erste Mann, den du gesehen hast und dessen Kopf mit einem Stein zerschlagen wurde, ist der Mann, welcher den Quran studierte, jedoch weder rezitierte noch praktizierte. Und (er ist derjenige), der die vorgeschriebenen Gebete vernachlaessigte.
Der Mann, den du gesehen hast, als ihm das Gesicht von Mund, von der Nase und den Augen, von vorne nach hinten aufgerissen wurde, ist der Mann, welcher am Morgen aus seinem Haus heraus geht und so viele Lügen erzaehlt, dass sie über die ganze Welt verteilt werden.
Die nackten Maenner und Frauen, welche in etwas wie einem Tannur waren, sind die Ehebrecher und die Ehenbrecherinnen.
Und der Mann, welchen du im Fluss schwimmen gesehen hast und dem die Steine in den Mund geworfen wurden, pflegte Zinsen zu verzehren.
Die haesslich aussehende Person, welche du gesehen hast, wie sie das Feuer angezündet und es umkreist hat, ist Malik, der Torwaechter der Hoelle.
Der lange Mann im Garten ist Ibrahim und die Kinder um ihn herum sind all die Kinder, welche im Zustand der Fitrah (d.h. der natürliche Zustand des Menschen, so wie er geboren wird) gestorben sind.“
Einige der Muslime fragten: „Oh Gesandter Allahs! Was ist mit den Kindern der Goetzendiener?“ Der Gesandte Allahs (ass) sagte: „Die Kinder der Muschrikiin (sind) auch (da). Und die Leute, welche mit einer schoenen und einer haesslichen Haelfte erschienen, sind jene, welche die guten Angelegenheiten mit den schlechen vermischten. Doch Allah vergab ihnen.“ [sahih, Buchary]