Archive for Dezember, 2007


Das Feiern der Kuffarfeste: Weihnachten, Silvester & Co.

 

 

Aus der Reihe

„WEEKLY LECTURE“

Ein Beitrag von UMMA – Geschrieben von:

Schwester Ratibah

(http://www.UMMA.info)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Namen des Allerbarmers, des Barmherzigen. Preis sei ALLAH und all Lob und Glorie sei Ihm, Dem Allmächtigen, Dem Barmherzigen. Dem Herrscher aller Welten. Friede sei mit all Seinen Propheten und Gesandten, und Friede sei auch mit Seinem letzten Gesandten, dessen Familie, Gefährten und all denen, die ihm folgen. Friede sei auch mit den Gerechten, den Rechtschaffenen, den Gottesfürchtigen, den Fastenden und all denen, die der Rechtleitung ALLAHs (subhana wa ta’ala), Dem Einen und Einzig Wahren Gott, folgen.

 

As salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh –

Liebe Geschwister im Islam, Alhamdolillah, inschaALLAH haben wir alle ein schönes Opferfest verbracht, mit unseren Familien, Verwandten und Lieben. Diesbezüglich wünschen wir euch noch nachträglich Id / Bayram Mubarak!

Passend zu diesem Thema liegt es mir am Herzen, auf die Feste der Kuffar einzugehen. Vor kurzem wurden in vielen Häusern Weihnachten gefeiert und Montag nacht wird dann Silvester gefeiert. Was bedeuten aber diese Feste für uns Muslime, und wie sollten wir uns verhalten? Leider sehen wir, dass viele Muslime sich falsch verhalten. Sie feiern förmlich mit und gratulieren, das ist jedoch falsch und nicht nach der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm). Deswegen ist es nötig diesen Vortrag zu schreiben, damit wir unsere Geschwister vor großen Fehlern und Sünden bewahren können. Wir als Muslime haben die Pflicht in Frieden nebeneinander mit Andersgläubigen zu leben, solange wir nicht selbst unterdrückt werden und unsere Religion nicht ausüben können. Selbst der Prophet (Friede und Heil auf ihm) lebte in Medina friedlich mit den Juden zusammen und akzeptierte ihre Rituale und Feste. Akzeptieren bedeutet aber nicht Mitmachen! Akzeptieren bedeutet auch nicht sich Unterordnen! Akzeptieren bedeutet auch nicht gratulieren! Hier bedeutet Akzeptieren eher Respekt gegenüber bringen, den jeder hat seine Religion und seine Traditionen, wie es in dieser Sura am Besten ausgedrückt wird:

Sprich: "O ihr Ungläubigen! Ich diene nicht dem, dem ihr dient, und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene. Und ich werde nicht Diener dessen sein, dem ihr dient, und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene. Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion." (Sura 109)

Eher ist es eine Chance bei solchen Angelegenheiten seine eigenen Feste zu erklären und mit den Menschen zu reden. Wir unterstützen sie nicht, indem wir Gratulieren oder sogar mitfeiern, sie also in ihrer Tat bestärken. Im Gegensatz eher unterstützen wir sie, indem wir unsere eigenen Feste erklären und erklären warum wir dagegen sind mitzufeiern. Jeder hat seine Meinungsfreiheit, solange du andere nicht belästigst und verletzt, sondern nur versuchst Da’wa zu machen und sie auf den geraden Weg zu bringen, ist alles bestens. Aber andere zu zwingen, dass ist nicht unser Recht, wir leben und sie leben, und später werden wir inschaALLAH erfahren wer richtig gelegen hat.

Id: An erster Stelle sollte man definieren was ‚Id (arabisch: das Fest) bedeutet: Der Name kommt von etwas, was sich wiederholt oder von Leuten, die sich an bestimmten Orten, zu bestimmten Zeiten oder zu bestimmten Handlungen versammeln. Beispiele dafür sind z.B. der Fastenbrechenfesttag, der Freitag bei Muslimen… So beinhaltet ‚Id ebenfalls Rituale und Taten, wo man etwas Gutes beabsichtigt. Jede Religion, jedes Volk hat Feste und ihre Rituale.

Kuffar: An zweiter Stelle sollte man definieren, was das Wort Kuffar bedeutet. Das Wort Kuffar ist die Pluralform von Al-Kafir. Kafir ist jeder, der nicht Muslim ist; der die Wahrheit verleugnet bzw. bedeckt, (obwohl er sie kennt). Wenn wir hier von Festen von Kuffar reden, dann reden wir von den Festen der Nicht-Muslime.

Gehen wir an dieser Stelle speziell auf das Weihnachtsfest und Silvester ein. Was bedeuten diese Feste für die Christen? Die Feste der Kuffar haben sich mit der Zeit verändert. Beispielsweise wurden viele Neuerungen, wie Weihnachten oder Sylvester, in ihrer Religion eingebracht. So sind die Feste Neuerungen in Religion und Tradition.

Weihnachten: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi und damit, nach christlichem Glauben, der Menschwerdung Gottes. Im christlichen Glauben wird Jesus als Gottes Sohn verstanden. A’uuthu biLLAH. Jeder sollte wissen, dass es Shirk ist! ALLAH ist einer und hat keine Familie:

Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger , Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden , und Ihm ebenbürtig ist keiner."

(Sura 112)

Man sollte auch wissen, dass Jesus gar nicht an Weihnachten geboren wurde, sondern im Frühling. Und wir kennen die Geschichte aus dem Qur’an, wo Jesus als Prophet (also normaler Mensch) von der Jungfrau Maria geboren wurde. Und das ist die islamische und die richtige Sicht.

Silvester: Das Feuerwerk zum Neujahr ist ein unislamischer Akt, vielmehr ist es religiöser Brauch von den Japanern. Sie benutzten es um „böse Geister“ zu verjagen. Die Silvesternacht an sich hat auch einen religiösen Hintergrund, an jenem Tag im Jahre 1582 wurde der 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt, da an jenem Tag Papst Silvester I. verstarb. Die Silvesternacht ist demnach einem Papst namens Silvester gewidmet. An Silvester wird also das neue christliche Jahr eingeleitet. Der islamische Kalender ist jedoch ein ganz anderer. Unser Kalender geht nach dem Mond und verschiebt sich immer um 11 Tage nach hinten. Im Islam feiern wir kein Neujahr, da es keine Beweise dafür im Qur’an und in der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm) gibt.

Die islamischen Festtage: Und somit kommen wir zu den islamischen Festtagen. Im Islam haben wir 2 Feste, nämlich das Fastenbrechenfest und das Opferfest:

Es wurde von Anas Ibn Malik (r) überliefert: Als der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm)

in Medina ankam, hatten sie (die Medinenser) zwei Tage an denen sie sich vergnügten (bzw.

feierten). So fragte er (Friede und Heil auf ihm): „ Was sind das für 2 Tage?“ Sie sagten: „Wir

pflegten uns in der vorislamischen Zeit in ihnen zu vergnügen.“ Daraufhin sagte der Gesandte

(Friede und Heil auf ihm): „Wahrlich, ALLAH hat euch diese beiden Tage durch etwas besseres ersetzt, nämlich das Opferfest und das Fastenbrechenfest.“ (Abu Dawud; sahih)

Somit gibt es für uns diese zwei Feste und keine anderen. Es gibt kein Weihnachten, kein Silvester, kein Geburtstag, kein Geburtstag des Propheten… Wir feiern nur diese zwei Feste und das ist inschaALLAH nach der Sunna des Propheten (Friede und Heil auf ihm).

Nun ist die Frage: Darf man die Feste der Kuffar feiern bzw. darf man ihnen gratulieren und wie soll man sich in der Festtagsstimmung verhalten?

Die Antwort ist: Wir dürfen die Kuffar in ihrem Kuffur (Unglauben) nicht bestätigen. Wenn wir mit ihnen ihre Feste feiern, bestätigen wir diese in ihren Kuffur! Das bedeutet, dass wir nicht mitfeiern und auch nicht gratulieren und auch nicht jegliches unterstützen, was das Feiern angehen (bspw. Geschenke geben). Wir dürfen uns ihnen nicht anpassen! Wir dürfen nur die Wahrheit feiern. Wir haben nur 2 Festtage, die wir feiern, sprich Opferfest und das Fastenbrechenfest!

Die Erklärungen für diese Antwort gründen wir auf vier Quellen:

1)       Der heilige Qur’an

2)       Die Sunna

3)       Al-Igma’

4)       Logisches Denken

 

Zum Punkt 1: Der heilige Qur’an

Hier führe ich einige Qur’anverse auf, die beweisen, dass wir nicht mitfeiern dürfen:

„…Heute haben die Ungläubigen vor eurem Glauben resigniert; also fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt…“ (5:3)

Das ist ein sehr wichtiger Vers, der besagt, dass unsere Religion vollkommen ist. Mit dem Propheten (Friede und Heil auf ihm) wurden uns durch den Qur’an und seine Sunna der Islam gezeigt. Und nach ihm gibt es nichts Neues in der Religion. Wenn man also etwas Neues einführt, wie beispielsweise Weihnachten oder Silvester, dann denkt man auch, dass der Islam nicht vollkommen ist, denn man zweifelt ja im Prinzip diesen Vers an. Aber ALLAH hat uns unsere Religion vollkommen gemacht und wir brauchen nichts Neues. ALLAH hat uns befohlen Ihn und Seinem Propheten zu folgen:

„Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten ALLAHs ein schönes Vorbild für jeden, der auf ALLAH und den Letzten Tag hofft und ALLAHs häufig gedenkt.“ (33:21)

"Nichts haben wir im Buch außer Acht gelassen." (6:38)

"Und wenn ihr über etwas in Streit geratet, dann bringt es vor ALLAH und den Gesandten…" (4:59)

"Und dies ist wahrlich Mein gerader Weg, so folgt ihm, und folgt nicht (anderen) Pfaden, die euch von Seinem Pfad abirren lassen…" (6:153)

"Sprich: ‚Wenn ihr ALLAH (wahrhaft) liebt, so folgt mir, dann wird ALLAH  euch lieben und euch eure Schuld vergeben…" (3:31)

Wir sollen den Propheten (Friede und Heil auf ihm) als Vorbild nehmen und nicht die Leute der Schrift, also sie auch nicht in ihren Festen nachahmen und in anderen Dingen nachahmen.

 

Sprich: "O Leute der Schrift, warum wendet ihr die Gläubigen von ALLAHs Weg ab? Ihr trachtet ihn krumm zu machen, wo ihr ihn doch bezeugt. Doch Allah ist eures Tuns nicht achtlos.“ (3:99)

 

Sprich: "O Leute der Schrift, übertreibt nicht zu Unrecht in eurem Glauben und folgt nicht den bösen Neigungen von Leuten, die schon vordem irregingen und viele irregeführt haben und weit vom rechten Weg abgeirrt sind."  (5:77)

„O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und sagt von ALLAH nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte ALLAHs und Sein Wort, das Er Maria entboten hat, und von Seinem Geist. Darum glaubt an ALLAH und Seine Gesandten, und sagt nicht: "Drei." Lasset (davon) ab – (das) ist besser für euch. ALLAH ist nur ein einziger Gott. Es liegt Seiner Herrlichkeit fern, Ihm ein Kind zuzuschreiben. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und ALLAH genügt als Anwalt.“ (4:171)

Dieser Vers beweist, dass ALLAH einzig ist und ihm kein Kind zugeschrieben wird, was aber die Bedeutung des Weihnachtsfestes beinhaltet. Dieses Fest geht also gegen das islamische Gottesbild und das unterstützen wir nicht.

Folgender Vers ist ein direkter Beweis, dass wir uns von den Festen fernhalten sollen:

,,Und diejenigen, die nichts Falsches bezeugen, und die, wenn sie unterwegs leeres Gerede hören, mit Würde (daran) vorbeigehen." (25:72)

Mit diesem Vers sind direkt die Feste der Kuffar gemeint! So stufen alle Gelehrten und Tabi3in diesen Vers ein! Rabi’ Ibn Anas, Al-Dahhaq, ‚Ata Ibn Jassar waren sich beispielsweise alle sicher: Damit sind die Feste der Mushrikin gemeint. Was heißt das? Dieser Vers bedeutet, dass die Muslime nicht etwas bezeugen, was falsch ist. Sie bewohnen nicht das falsche Zeugnis bei, was hier der Fall wäre, wenn wir ihre Feste mitfeiern würden, denn so würden wir die Kuffar unterstützen in ihrer Meinung.

 

Zum Punkt 2: Die Sunna

Vieles oben erwähnte finden wir auch in den Überlieferungen des Propheten (Friede und Heil auf ihm). Dazu nehmen wir noch mal den Hadith über die Festtage:

Es wurde von Anas Ibn Malik (r) überliefert: Als der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm)

in Medina ankam, hatten sie (die Medinenser) zwei Tage an denen sie sich vergnügten (bzw.

feierten). So fragte er (Friede und Heil auf ihm): „ Was sind das für 2 Tage?“ Sie sagten: „Wir

pflegten uns in der vorislamischen Zeit in ihnen zu vergnügen.“ Daraufhin sagte der Gesandte

(Friede und Heil auf ihm): „Wahrlich, ALLAH hat euch diese beiden Tage durch etwas besseres ersetzt, nämlich das Opferfest und das Fastenbrechenfest.“ (Abu Dawud; sahih)

Wichtig ist hier, dass wir verstehen was mit ERSETZT gemeint ist: Ersetzt (arab.: Al-Tabdil) bedeutet, dass man die Sache verlässt und etwas anderes macht. Und das sind unsere zwei Feste, die wir dafür feiern. Wir dürfen die Kuffarfeste nicht mitfeiern sondern feiern unsere Feste!

Thabit Ibn Addahat erzählt: Ein Mann wollte ein Gelübde ablegen und dafür ein Kamel schlachten. Der Mann ging zu Muhammad (Friede und Heil auf ihm) und sagte ihm: ,,Ich hab mich verpflichtet ein Kamel in Buwana zu schlachten." Muhammad (Friede und Heil auf ihm) fragte ihn: ,,Gab es Götzen, die an diesem Ort angebetet wurden?" Der Mann sagte: ,,Nein." Muhammad (Friede und Heil auf ihm) fragte weiter: ,,Haben sie (die Kuffar) an diesem Ort ihre Feste gefeiert?" Der Mann antwortete: ,,Nein". Daraufhin sagte Muhammad (Friede und Heil auf ihm): ,,Dann mach es." (Abu Dawud, Muslim, Bukhari)

Wie ist nun dieser Hadith zu verstehen? Hätten die Kuffar dort ihr Fest gefeiert, hätte er nicht gedurft! Und warum? Weil, die Menschen sonst verstanden hätten, dass er mit der Schlachtung ihr Fest unterstützt und sie nachahmen würde.  

‚A’ischa (r) berichtete: "Der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, kam zu mir und fand bei mir zwei junge Mädchen, die die Lieder von Bu’ath sangen. Er legte sich hin auf die Matratze und drehte sich in die andere Richtung um. Als Abu Bakr hereinkam, rügte er mich deswegen und sagte: »Flöte Satans beim Propheten, ALLAHs Segen und Friede auf ihm?« Da wandte sich ihm der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, zu und sagte:»Laß sie! Jedes Volk hat sein Fest und heute ist unser Fest!« Als der Prophet einschlief, gab ich den beiden Mädchen ein Zeichen, und sie gingen weg. (Bukhari)

Aus diesem Hadith entnehmen wir: Unsere Feste sind speziell für uns Muslime und die Kuffarfeste sind für sie. Was sie tun, tun sie und was wir tun, tun wir.

Auch gab es früher viele Juden und Christen in bestimmten Ecken wie z.B. der arabischen Halbinsel, Khaibar oder Jemen und es gab noch nie Überlieferungen, in denen bestätigt wurde, dass unsere Vorfahren mit ihnen gefeiert haben oder sie nachgeahmt haben!

Weiter berichtet Abu Hureira: Muhammad (Friede und Heil auf ihm) sagte: ,,Wir sind die Letzten in der Dunya und die Ersten in der Akhira.“

D.h. Wir kamen nach den Juden und den Christen. Normalerweise sollten die Juden und Christen Freitag als ihren Festtag nehmen, aber die Juden haben stattdessen den Samstag und die Christen den Sonntag als Feiertag genommen. Die Muslime aber haben dann den Freitag als Festtag genommen!

Hier sind noch einige Überlieferungen, die inschaALLAH davon sprechen, dass wir dem Propheten (Friede und Heil auf ihm) folgen sollen und keine Neuerungen im Islam herbeiführen sollen. Eine Neuerung wäre logischerweise, dass Muslime anfangen Kuffarfeste zu feiern oder anderes, denn dies hat der Prophet (Friede und Heil auf ihm) nicht gemacht.

Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte ALLAHs, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Jeder in meiner Umma wird ins Paradies eintreten, mit Ausnahme desjenigen, der es ablehnt! "Die Leute sagten: „O Gesandter ALLAHs, wer lehnt es ab?“ Er sagte: „Wer mir Gehorsam leistet, der tritt ins Paradies ein, und wer mir Ungehorsam leistet, der hat es abgelehnt.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 7280)

 

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet, ALLAHs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Lasset meine Befragung sein, solange ich eure Handlung billige denn diejenigen, die vor euch waren, gingen durch ihre (überflüssigen) Fragen und ihre Meinungsverschiedenheiten mit ihren Propheten zugrunde. Wenn ich euch etwas verbiete, davon haltet euch fern, und von dem, was ich euch aufgetragen habe, führt aus, so viel ihr vermöget.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 7288)

 

Aischa (r) überliefert, dass der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) gesagt hat: "Wer in dieser unserer Sache etwas neu begründet, was nicht ein Bestandteil davon ist, ist abzuweisen." (Al-Bukhari und Muslim) In einer anderen Version bei Muslim heißt es: "Wer gegen unsere Sache handelt, ist zurückzuweisen."* (Riyad us-Salihin Nr. 169)                                 *Sowohl der Neuerer als auch die Neuerung selbst sind zurückzuweisen.

 

Dschabir (r) berichtet: Wenn der Gesandte ALLAHs (Friede und Heil auf ihm) predigte, wurden seine Augen rot, der Ton seiner Stimme erhob sich, und er erregte sich, als wäre er der Warner vor einem feindlichen Heer, das auflauert. Er pflegte zu sagen: "Der Feind wartet ab, um am Morgen oder am Abend über euch herzufallen," Er pflegte auch zu sagen: "Meine Entsendung ist ein Zeichen der baldigen Ankunft der Stunde (des Jüngsten Tages). Beide liegen sehr nah beieinander wie dies:" hierbei verschlang er seinen Zeigefinger mit seinem Mittelfinger und fügte hinzu: "Gewiss ist das beste Wort die Schrift ALLAHs, und die beste Führung ist die von Muhammad (Friede und Heil auf ihm) gezeigte. Die schlimmste Praxis ist das Einfuhren neuer Elemente in den islamischen Glauben, und jede Neuerung ist ein Irrtum." Er sagte stets: "Ich habe Vorrang in der Sorge um jeden Gläubigen vor ihm selbst. Wenn er etwas an Besitz zurücklässt, gehört dieser (dennoch) seinen Familienmitgliedern. Und wenn er stirbt und dabei Schulden hinterlässt, und von Abhängigen überlebt wird, halte ich mich verantwortlich für das Zahlen seiner Schulden und für den Unterhalt seiner Abhängigen." (Muslim) (Riyad us-Salihin Nr. 170)

Abu Tha’laba Al-Chuschanyy berichtete: "Ich sagte: »O Prophet ALLAHs, wir leben auf einem Gebiet, das zu den Leuten der Schrift* gehört. Dürfen wir (Muslime) aus ihrem Geschirr essen? Und dieses Gebiet ist zugleich ein Jagdgebiet, auf dem ich mit meinem Bogen und meinem nicht abgerichteten Hund, sowie mit meinem abgerichteten Hund, jage. Was ist davon richtig für mich?«Er sagte: »Was du im Hinblick auf die Leute der Schrift erwähnt hast, so verfahre so: Wenn ihr (Muslime) anderes Geschirr findet, so esset nicht aus ihrem Geschirr. Und wenn ihr nichts findet, so spült dieses aus und esset daraus. Was aber die Jagd angeht, ist es wie folgt: Was du mit deinem Bogen getroffen und dabei den Namen ALLAHs ausgesprochen hast, das darfst du essen. Was du mit deinem abgerichteten Hund gejagt hast, das darfst du nur dann essen, wenn das gejagte Tier (noch am Leben ist,) und du es rituell schlachten kannst.« "

Was lernen wir aus den Hadithen? Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) ist unser bestes Vorbild und nach seiner Sunna sollen wir leben. Außerdem sind Neuerungen (Bid’a) im Islam verboten. Sie sind ein Irrweg und das führt ins Höllenfeuer. Deswegen sollten wir diese Sünden wir Kuffarfeste feiern oder ihnen gratulieren, nicht als zu gering einschätzen. Es ist ein große Sünde, die keiner auf seinem Konto braucht. Und wenn du früher mitgefeiert hattest, dann bitte ALLAH jetzt um Vergebung, denn er ist der Allvergebende, der Barmherzige. Außerdem ist die Nachahmung der Kuffar verboten, was der letzte Hadith zeigt. Ich kann es nicht oft genug erwähnen.

 

Zum Punkt 3: Al-Igma’

Al-Igma’ ist die Übereinstimmung der Gelehrten. Die Gelehrten sind übereinstimmend der Meinung, dass das Feiern der Kuffarfeste verboten ist und ihnen auch zu gratulieren. Kein Einziger von den Großgelehrten hat gesagt, man darf die Feste der Kuffar feiern!

Ibn Umar (ra) sagte: ,,Macht sie nicht nach. Wir dürfen nicht in die Kirche, wenn sie ihr Fest da haben.“

Hierzu sagte Al-Bayhaqi: Es ist unbeliebt, dass man Kirchen beiwohnt.

Ibn Taymiyya sagte: ,,Wenn jemand an dem Tag der Kuffar einem Bruder ein Geschenk gibt, wird es nicht angenommen (von ALLAH) und man darf es nicht annehmen. Man darf auch nichts von den Kuffar annehmen, weil dies sonst als Bestätigung ihres Feste gelten würde.“

Ahmad Ibn Hanbal sagte: ,,Man darf nicht.“

Das geht also auch so weit, dass wir keine Geschenke oder Glückwünsche annehmen dürfen, die bezüglich ihrer Feste sind. Denn damit unterstützen wir sie in ihrer Meinung, dass sie ihr Fest feiern  richtig ist und dass wir damit zufrieden sind. Wenn dich jemand beschenkt oder beglückwünscht, dann erkläre ihm unsere Sichtweise. Sag beispielsweise: „Wir Muslime feiern diese Feste nicht und wir glauben nicht daran; aber ich respektiere es, denn du hast deine Religion und ich habe meine Religion.“

Genauso ist es auch, wenn man sie an Weihnachten treffen will. Wenn Weihnachten ein Grund für dich für ein Treffen ist, und du eingeladen wurdest, dann geh nicht hin, weil es kein Weihnachten für dich gibt! Und wenn du da bist, dann wird wahrscheinlich Alkohol am Tisch getrunken, und wir dürfen nicht mit Menschen zusammensitzen, die gerade Alkohol trinken. Darauf müssen wir auch achten.

 

Liebe Geschwister, es ist wichtig sich die Gottesfurcht ins Herz zu rufen.

Was ist uns wichtiger: dass die Menschen mit uns zufrieden sind oder dass ALLAH ta’ala mit uns zufrieden ist? Wollen wir an Silvester lieber ein bisschen „Spaß“ haben oder lieber ALLAH fürchten. Wir lieben ALLAH ta’ala, deswegen sollte es uns umso mehr Freude machen Ihn zufrieden zu stellen.

 

Zum Punkt 4: Logisches Denken

Allein durch logisches Denken muss einem klar sein, dass das Feiern und Gratulieren zu Kuffarfesten haram ist. Allein, dass man mit Weihnachten die Geburt „Gottes Sohn“ feiert. A’uthu biLLAH. Jedes Volk und jede Religion hat ihre Rituale und Feste. Die Feste gehören zur Religion. ALLAH hat uns befohlen die Kuffar nicht nachzuahmen, wenn wir also mitmachen, könnte es zeigen, dass wir zufrieden sind, mit dem was sie machen. A’uthu biLLAH.

Manche argumentieren, dass wir mit der Gratulation zeigen, dass unsere Religion Toleranz hat. Aber das ist falsch, das hat nichts mit Toleranz zu tun! Nicht bei so etwas, was völlig gegen unsere Religion spricht. Unsere Religion sagt aber, dass wir das respektieren und die Kuffar gut behandeln sollen, solange sie uns auch unsere Religion praktizieren lassen. Ihnen aus diesen Gründen zu gratulieren nennt man gesellschaftliche Heuchlerei. 1400 Jahre lang gibt es nun den Islam und die Gelehrten haben nicht ein Mal mitgefeiert. Erst seit 20-30 Jahren ist so etwas verbreitet. SubhanALLAH!

Du kannst auch nicht einer Person sagen, wenn sie lügt, wenn sie klaut, wenn sie andere verletzt etc., dass sie das gut gemacht hat. Wie ist das dann, wenn jemand ALLAH einen Sohn beigesellt? Das hat nichts mit Verhetzung, Hass o.ä. zu tun. Es sind Regeln unserer Religion und wir leben unsere Religion nach dem Qur’an und der Sunna und daran halten wir fest. Es gibt auf unserem geraden Weg immer Abzweigungen, und auf jeder Abzweigung steht ein Satan. Dieser Satan kann von den Jinn oder auch den Menschen sein. Sie laden zur Hölle ein, davor müssen wir uns in Acht nehmen; auch wenn es nur so was „kleines“ ist, wie Weihnachten mitzufeiern.

Ein weiterer logischer Aspekt ist die Geldverschwendung. Viele geben vor allem für Silvester viele Euros für Knaller und Böller aus, damit sie ihren Spaß haben. Das ist wohl das Fest, wo die meisten Muslime auch mitmachen. Wenn wir aber bedenken, dass dieser Tag das christliche Neujahr einleitet und es einem Papst gewidmet ist, dann sollten wir doppelt überlegen, ob wir da mitfeiern. Erstens ist das nicht unser Neujahr, zweitens feiern wir nicht mal unser Neujahr und drittens ist es eine Geldverschwendung. SubhanALLAH dieses Geld könnte man spenden und anderweitig sinnvoll investieren.

Diese Geldverschwendung ist unverständlich, ein Auszug aus der WDR – Internetseite: Der Hersteller-Verband rechnet mit einem Silvester-Umsatz von bundesweit etwa 100 Millionen Euro. Vor zwei Jahren hatten die Deutschen unter dem Eindruck der Tsunami-Katastrophe in Südasien ’nur‘ 87 Millionen Euro für ihr Feuerwerk ausgegeben und dafür mehr gespendet. 2005 war der Böller-Umsatz wieder auf 96 Millionen Euro gestiegen.[…]. Andere aktuelle Berichte prognostizieren, dass man um die 200 Millionen Euro an Feuerwerkkörpern ausgeben wird. Hier ist die Rede von verpulvern, d.h. man zündet das eigene Geld und bummm, ein Knall und das Geld ist verpulvert, verbrannt und dahin. Da fragt man sich doch glatt, wo hier der Sinn steckt. Eine Aktion „Brot statt Böller“ ist eine gute Aktion, die von BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) ins Leben gerufen wurde. Es gibt natürlich viele islamische Hilfsorganisationen (z.B. Muslime Helfen, Islamic Relief usw.), wo man das Geld spenden kann, anstatt es zu verpulvern.

Viele argumentieren auch mit dem Spaß für die kleinen Kinder. Außer das dieser Spaß schnell vorbei geht, eine große Gefahr für unsere Kinder ist und ihnen meistens auch Angst macht, rentiert sich der Spaß doch nicht viel. Viele sind sich der Gefahr nicht bewusst, wenn man mit Knaller und Böllern spielt. Es ist eine Gefahr für Menschen, aber auch für Tiere, an die wir gar nicht denken, aber auch Pflanzen werden beschädigt, und erst die Umweltverschmutzung! Aber habt ihr mal an einen anderen Aspekt gedacht? Nämlich das es Feuerspielzeuge sind? Du spielst da mit Feuer, obwohl Feuer unser Feind ist. Der Prophet (Friede und Heil auf ihm) sagte, dass das Feuer unser Feind ist, und das wissen wir auch, weil das Höllenfeuer eine große Strafe ist. Warum spielen wir dann mit Feuer? Fürchten wir ALLAH nicht? Möge uns ALLAH rechtleiten, amin!

 

 

Fazit: Im Qur’an heißt es, dass der Prophet (Friede und Heil auf ihm) nur als Barmherzigkeit für alle Welten geschickt wurde. Als Muslim hast du ALLAHs Barmherzigkeit und solltest diese Barmherzigkeit auch den Menschen zeigen und die Menschen aufrütteln, wie es auch der Prophet (Friede und Heil auf ihm) gemacht hatte. Wir müssen Da’wa machen und bei solchen Gelegenheiten ihnen unsere Religion und unseren Standpunkt erklären,  ohne dass wir jemanden verletzen. Aber wie sollen wir das machen, wenn sogar in den arabischen Ländern in den teuren Hotels zur Weihnachtszeit Weihnachtsbäume stehen? Da fragt sich doch der Christ: „Warum soll ich mich mit dem Islam beschäftigen, wenn man mich so empfängt?“ Aber wir als Muslime dürfen die Menschen nicht in die Irre gehen lassen, sondern müssen mit ihnen barmherzig sein und ihnen auf den geraden Weg helfen.

 

 

 

Möge ALLAH (subhana wa ta’ala) uns alle rechtleiten und uns den geraden Weg zeigen. Möge ALLAH uns vor Shirk und dem Nachahmen der Kuffar bewahren. Mögen wir immer nach dem Qur’an und nach der Sunna leben und an ihr festhalten. Und möge er letztendlich uns vor der Hölle bewahren und in Paradies Firdaus eingehen lassen.

 Möge mir Gott verzeihen, wenn ich Fehler in diesem Vortrag gemacht habe, denn alles Gute kommt von ihm und alles Schlechte von mir und meinem Shaytan. Amin.

 

 

Wa salamu aleikum

Eure Schwester Ratibah

– UMMA Team –

 

Literatur:

 Paltalk-Vortrag „Das Feiern der Kuffarfeste“ im Raum Deutschsprachiger Islaamunterricht Germany von Scheikh Abulhussain 

www.diewahrereligion.de è Aktuellè Weihnachten

http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvester

http://www.wdr.de/themen/freizeit/brauchtum/sylvester_06/index.jhtml

 

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Der wahre Reichtum

von Abu Ammar Yaasir al-Qaadhi

 

„Besitztum und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei deinem Herrn und hoffnungsvoller.“

[Surah al-Kahf, 46]

Viele Leute nehmen irrtümlich an, dass wahres Vermögen und wahre Kostbarkeit die des Geldes ist. Es ist wahrlich so, dass Wohlstand ein großer Segen Allahs ist, welcher Er Seinen Dienern schenkt. Und jemand, der es rein erwirbt, es richtig verwendet und es denen gibt, die bedürftig sind, der wird zweifellos eine große Belohnung von Allah erlangen.

 

Aber gleichzeitig ist Wohlstand nicht der größte Segen, der den Menschen gewährt wird. Vielmehr wird es sie, egal wie viel Vermögen eine Person hat, verlassen und in die Hände von anderen gelangen. Der Prophet (sallallahu aleihi wa sallam) erinnerte uns daran als er seine Gefährten fragte:

 

"Wer unter euch liebt das Vermögen seines Erben mehr als sein eigenes Vermögen?" Die Leute sagten: "O Gesandter Allahs, keiner von uns liebt das Vermögen seines Erben mehr als sein eigenes Vermögen!" Der Prophet sagte: "Das eigene Vermögen eines Menschen ist also das, das er (zum Wohlwollen Allahs) ausgab, und das Vermögen seines Erben ist das, das er für sich selbst aufhob."

 

So wird das meiste Geld, das eine Person besitzt, schließlich in den Händen der Erben enden und nur der Teil, der um den willen Allahs ausgegeben wurde, im Jenseits von Nutzen sein.

 

Allah erwähnt diesen Punkt im Qur’an mit folgender Belehrung:

 

„Besitztum und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei deinem Herrn und hoffnungsvoller.“ [Surah al-Kahf, 46]

 

So können Kinder und Geld Annehmlichkeit und Genuss dieses Lebens sein, aber rechtschaffene Taten sind es die fortwährend sind, nicht jemands Familie oder Vermögen. Es sind diese rechtschaffenen Taten, welche das Wohlgefallen Allahs hervorrufen  und für welche eine Person auf eine immer währende Belohnung im Jenseits hoffen lässt. Der Qur’an sagt klar:

 

„Und es ist weder euer Gut, noch sind es eure Kinder, die euch Uns nahe bringen werden; die aber, die glauben und gute Werke tun, sie sollen den zweifachen Lohn für das, was sie getan haben, erhalten. Und in den Obergemächern (des Paradieses) werden sie sicher wohnen.“ [Surah Saba’, 37]

 

Der große Student von Ibn Abbas, Qatadah al-Sadusi, kommentiert diese Ayah:

 

„So bewertet die Leute nicht nach der Menge ihres Geldes oder ihrer Kinder, die sie besitzen! Sogar einem Ungläubigen könnte Geld gegeben werden, während der Muslim von dem zurückgehalten wird.“ 

 

In einem wohl bekannten und oft wiederholten Gleichnis vergleicht der Qur’an das Leben dieser Welt mit einem Feld, dass nach einem Regenfall aufblüht, nur um in einem kurzen Zeitabschnitt zu verwelken und zu vertrocknen. Der Qur’an sagt aus:

 

„Wisset, dass wahrlich das diesseitige Leben nur ein Spiel und ein Zeitvertreib ist und ein Prunk und Geprahle unter euch und ein Wettrennen um Vermehrung von Gut und Kindern. Es gleicht dem reichlichen Regen, dessen Pflanzenwuchs den Säern gefällt. Dann verdorrt er, und du siehst ihn vergilben; hierauf wird er brüchig. – Und im Jenseits gibt es eine strenge Strafe, aber auch Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Und das diesseitige Leben ist nichts anderes als eine Nutznießung, durch die man sich betören lässt.“ [Surah Hadid, 20]

 

Imam Al-Sa’adi verfasste den Kommentar dieser Ayah, als er in einer sehr schönen Passage schrieb: In dieser Ayah informiert uns Allah über die wahre Natur dieser Welt und auf was sie wirklich basiert und Er beschreibt ihr Ende sowie das Ende der Leute in ihr. Er informiert uns, dass es nur ein Spiel und Zeitvertreib ist, so dass unsere Körper darin spielen und unsere Herzen sich in ihr vergnügen. Und wir sehen, dass es genau die Leute sind, die dieser Welt folgen und ihr gesamtes Leben damit vergeudet haben ihre Herzen zu unterhalten. Sie befinden sich in vollkommener Ignoranz gegenüber dem Gedenken an Allah und der Begegnung mit der Belohnung und Bestrafung im Jenseits. Du siehst sie, wie sie ihre Religion als Vergnügen und Zeitvertreib ansehen.

 

Dies steht im Kontrast zu den Leuten der Erkenntnis und denjenigen, die das Jenseits anstreben. Ihre Herzen sind mit dem Gedenken an Allah, Seinem Wissen und Seiner Liebe lebendig. Und sie haben sich mit Taten beschäftigt, die sie Allah näher bringen, ob diese Taten nun ihnen selbst nützen oder auch anderen. Und der Ausdruck: „…zinah…“ oder „Prunk“ bedeutet, dass sie in ihrer Kleidung, in der Nahrung, in den Getränken, in den Transportmitteln, in ihren Häusern und Palästen, in ihrem Prestige und in anderen Angelegenheiten versuchen sich selbst aus zuschmücken. Die Aussage „…Geprahle unter euch…“ deutet an, dass jeder (dieser Welt) zugeneigt ist und versuchen andere zu übertreffen, damit sie als Sieger in allen Angelegenheiten hervorgehen. Diese wünschen sich dadurch jede ihrer Bedürfnisse zu befriedigen. Jeder möchte also mehr als der andere besitzen, in Angelegenheiten des Geldes und der Kinder. Und dies ist es, was unter denen auftritt, die diese Welt lieben und sich mit ihr begnügen.

 

Aber dies steht im Kontrast mit denjenigen, die diese Welt und ihre Realität verstehen und sie nur zu einer Passage machen und nicht zu einem Ziel. So konkurrieren sie im näher kommen Allahs, und sie nehmen die notwendigen Mittel, um sicherzugehen an den versprochenen Bestimmungsort zu gelangen. Also werden sie, wenn sie jemanden sehen, der mit ihnen in Dingen des Geldes oder Kindern konkurrieren will, sich mit Guten Taten an ihm messen!

 

Dann stellt Allah für uns ein Gleichnis dieser Welt auf. Sie ist wie ein Regenfall, der auf die Erde fällt und sich mit der Vegetation vermischt, welche von den Menschen und Tieren verzehrt wird, bis, wenn die Erde vor Schönheit sprießt und die Ungläubigen – die, die nicht über diesem Leben hinaus sehen können – von ihren Früchten beeindruckt sind, der Befehl von Allah über sie kommt. So wird sie zerstört und sie verwelkt und vertrocknet, und sie kehrt zu ihrem alten Zustand zurück, als ob das Land nie etwas Grünes hervorgebracht hätte und als ob niemals eine Schönheit auf ihr gesehen wurde.

 

Was die Taten des Jenseits angehen, so sind sie es, die von wirklichem Nutzen sind. Sie werden für ihren Inhaber (die Früchte seiner Arbeit) gespeichert und begleiten ihn für immer. Dies ist warum Allah sagt: „Und im Jenseits gibt es eine strenge Strafe (für die Ungläubigen), aber auch Vergebung von Allah und Wohlgefallen (für die Gläubigen).“ So wird das Jenseits nur von einer dieser beiden Angelegenheiten sein. Was die Bestrafung angeht, so wird sie das Höllenfeuer sein, samt seinen Gruben und Ketten und all seinen Grausamkeiten. Und dies ist für diejenigen, die diese Welt zu ihrem Ziel machten und zum Ende ihrer Reise, so dass sie Allah reichlich ungehorsam waren, Seine Zeichen zurückwiesen und Seinen Segnungen gegenüber undankbar waren.

 

Und was die Vergebung Allahs für die Sünden einer Person angeht und was das Freisprechen von jeglicher Bestrafung anbetrifft, so wird dies für jemanden bestimmt sein, welcher sich für den Aufenthaltsort des Genusses (das Paradies) anstrengte. Jemand, der die wahre Natur dieser Welt realisierte und sich deswegen für die wahre Anstrengung des Jenseits entschied.

 

So sollte uns das alles über das Begehren dieser Welt belehren und unser Begehren nach dem Jenseits steigern und das ist warum Allah sagt: „Und das diesseitige Leben ist nichts anderes als eine Nutznießung, durch die man sich betören lässt.“ Also ist dieses Leben eine Nutznießung, wovon eine Person nutzen ziehen kann und mit der er seine Bedürfnisse stillen kann. Niemand, ausgenommen eine Person des schwachen Verstandes, wird durch diese betrogen und sich mit ihnen zufrieden geben, und diese sind die, denen Allah erlaubt vom Betrüger (Shaytan) betrogen zu werden.

 

Egal wie viel Geld eine Person erwirbt, in Wirklichkeit verwendet er nur einen sehr kleinen Bruchteil davon. Wir erwägen folgende weise Erinnerung vom Propheten (sallallahu aleihi wa sallam). ’Abdullah ibn al-Shakir berichtet: „Ich trat beim Propheten (sallallahu aleihi wa sallam) ein und er rezitierte „Alhakum al-takathur“ (Das Streben nach Mehr [um mit anderen in weltlichen Dingen zu konkurrieren]lenkt euch ab) [al-Takathur, 1]. Er sagte:

 

„Der Sohn Adams ruft: „Mein Geld! Mein Geld!“ Aber hast du, oh Sohn Adams, irgendetwas von deinem Geld, außer dem was du isst, so wird es verzehrt oder dem was du trägst, so wird es abgetragen oder dem was du als Wohltat spendest, so hast du es vorausgeschickt (um es als Belohnung im Jenseits zu erhalten)?“

 

In diesem Hadith erinnerte uns der Prophet (sallallahu aleihi wa sallam), dass in der Realität all unser Geld auf drei Wegen verwendet wird. Erstens, dass Essen, das wir verzehren und das gegebenenfalls zu Abfall wird. Zweitens, die Kleidung, die wir tragen und gegebenenfalls abgetragen werden, so dass sie unbrauchbar werden. Drittens, das Geld, das um den Willen Allahs ausgegeben wurde. Und dies ist der einzige Teil, der einen dauerhaften Nutzen hat und zu uns zurückkommt. Also was für einen Nutzen hat es für eine Person sich mit seinem Geld zu brüsten, damit zu prahlen und darauf aus zu sein, wenn in Wirklichkeit so wenig von ihm in solch einer Weise ausgegeben wird, dass man einen ewigen Nutzen zieht?

 

Auf Grund dieser Faktoren, erinnerte der Prophet Muhammad (sallallahu aleihi wa sallam) die Menschen daran, dass Wohlstand nicht entsprechend der Menge an materiellen Besitz ist, die eine Person aufweist. Wahrer Wohlstand ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat und man es so verwendet, dass man sich für die immer währende Belohnung des Jenseits bemüht. Der Prophet (sallallahu aleihi wa sallam) sagte:

 

"Das Reichsein (der Wohlstand) versteht sich nicht als der Besitz von vielen Gütern, vielmehr besteht das Reichsein (der Wohlstand) aus der Tugend der Genügsamkeit, die sich der Mensch zu eigen macht.“

 

Er (sallallahu aleihi wa sallam) sagte auch:

 

„Der beste Unterhalt, der euch gegeben wird, ist das, was ausreichend ist.“

 

So ist wahrer Erfolg und wahrer Wohlstand im Frieden und in der Zufriedenheit zu finden, die aus Aufrichtigkeit im Glauben und in der Praxis resultiert. Die Zufriedenheit des Herzens ist es, die eine Person dazu bringt den wahren Reichtum zu erkennen und zu schätzen. Der Prophet (sallallahu aleihi wa sallam) beschreibt diesen Reichtum in einem anderen Hadith, wo er sagte:

 

„Wer auch immer unter euch aufwacht, sicher in seinem Haus, gesund in seinem Körper, die Menge an Essen besitzend, die er für den Tag benötigt, dann ist es so, als ob die gesamte Welt für ihn gefangen genommen worden ist, mit allem, was sie beinhaltet!“

 

Dieser Hadith weist viele Nutzen auf, die von ihm abgeleitet werden können. „Wer auch immer unter euch…“ meint die Muslime und beinhaltet den ersten und den größten Segen, nämlich den des Islams. „…aufwacht…“ bedeutet, dass jemand mit Leben gesegnet wurde. „…sicher in seinem Haus…“ bedeutet ohne Angst vor Angriffen auf die eigene Sicherheit oder der Sicherheit der Familie. „…gesund in seinem Körper…“ bedeutet, dass Allah ihn oder sie vor Leid und Krankheit geschützt hat. „…die Menge an Essen besitzend, die er für den Tag benötigt…“ beinhaltet, dass auch nur eine minimale Menge an Unterhalt ein großer Segen Allahs ist, dies List es was der Körper für seine Gesundheit benötigt und manche Leute besitzen nicht mal diese Menge. Und zu letzt, „…dann ist es so, als ob die gesamte Welt gefangen genommen worden ist, mit allem, was sie beinhaltet!“ beinhaltet, dass dies alles ist, was eine Person von diesem Leben braucht und alles, was über diese bloße minimale Menge hinausgeht ist ein unnötiger Luxus. Zufriedenheit mit Allahs Versorgung, ob groß oder klein, ist Zufriedenheit mit dem Leben, demzufolge ist es der beste Wohlstand, den eine Person erlangen kann. Der Prophet (sallallahu aleihi wa sallam) sagte:

 

„Gewiss, Allah prüft Seine Diener mit dem was Er ihnen gab. Also wer auch immer zufrieden ist mit dem, was ihm zugewiesen wurde, wird von Allah gesegnet und bekommt mehr! Aber wer auch immer unzufrieden ist (mit dem was ihm zugewiesen wurde), so wird er nicht damit gesegnet.“

 

Diejenigen, die zufrieden sind mit ihrer eigenen Versorgung und dem Los im Leben, werden das Interesse an dem Wohlstand und Status anderer verlieren. Solche Leute haben kein Interesse zu wissen wie viel Geld andere besitzen, welche Autos sie fahren, oder welche Größe die Häuser aufweisen, in denen sie leben. Die mit reinem Herzen in dieser Hinsicht lieben Allah und sind Ihm dankbar, wissend, dass die Güter dieser Welt keine Glückseligkeit erkaufen können oder den Segen des Glaubens und der Zufriedenheit. Im Gegenzug werden sie von Allah geliebt und von den Mitmenschen. Dieses Prinzip wird so klar in den vortrefflichen prophetischen Überlieferungen umfasst:

 

„Gib diese Welt auf (d.h. zu hoffen sie zu erlangen), so wird Allah dich lieben. Und gib auf (das Hoffen auf) was auch immer in dem Besitz anderer Leute ist und die Leute werden dich lieben.“

 

In einer anderen Überlieferung kam eine Person zum Propheten (sallallahu aleihi wa sallam) und fragte ihn: „Oh Gesandter allahs! Berichte mir einen Hadith und fasse ihn kurz!“ So antwortete er (sallallahu aleihi wa sallam):

 

„Verrichte dein Gebet, als wäre es dein letztes, so als ob du Ihn (Allah) sehen würdest, auch wenn du ihn nicht siehst, so sieht er dich doch. Und gebe die Hoffnung auf, das zu erlangen was andere besitzen, dann wirst du ein reiches Leben führen. Und bewahre dich vor allem, wofür du dich später endschuldigen müsstest.“

 

Wer auch immer also als primäres Ziel das Wohlgefallen Allahs und die Belohnung des Jenseits setzt, wird von Allah geliebt und wer auch immer meidet sich mit seinen Mitmenschen hinsichtlich weltlicher Angelegenheiten zu messen, wird von den Leuten geliebt. Und dieser Wohlstand, von Allah und den Menschen geliebt zu werden, ist weit aus größer als jeder Reichtum, der mit Geld gekauft werden kann.

 

Die frommen Vorfahren dieser Ummah erkannten auch dieses Prinzip. Awn ibn Abdillah sagte: „Der größte Segen ist, dass — wenn diese Welt für dich geradegerichtet wird — du schätzt, was dir von den Segen des Islams gegeben worden ist.“ Also wenn du dich das nächste mal in ernsten finanziellen Angelegenheiten befindest, so betrachte anstatt die materiellen Dinge und die temporären Vergnügen, die du dir nicht leisten konntest, den Schatz von Iman, mit dem Allah dich gesegnet hat und schätze das große Vermögen ein Muslim zu sein! Ebenso wenn du überglücklich oder beunruhigt bist, wegen etwas finanziellen Gewinnes oder Verlustes, dann erinnere dich an die Aussage von ibn Suqah Muhammad, welcher sagte:

 

„Es gibt zwei Eigenschaften, die, obwohl Allah uns nicht für sie bestraft, Grund genug für unsere Bestrafung wären: Wir sind überglücklich über einen kleinen Gewinn, den wir von dieser Welt erhalten, jedoch hat Allah uns niemals so glücklich gesehen während wir eine gute Tat verrichteten, und wir sind so besorgt über eine kleine Angelegenheit die wir verpasst haben hinsichtlich dieser Welt, jedoch hat Allah uns niemals so besorgt über eine Sünde gesehen, die wir begingen.“

 

Dieser Abschnitt wird abgeschlossen durch das zitieren der Ayah, mit der Allah den Propheten (sallallahu aleihi wa sallam) und die Gläubigen erinnerte, sich nicht zu lange für die Fülle dieser Welt – Fülle, die denen gegeben wurde, die die Unterwerfung zu Allah zurückgewiesen haben – aber vielmehr für den Reichtum des Jenseits zu bemühen:

 

„Und richte deinen Blick nicht auf das, was Wir einigen von ihnen zu (kurzem) Genuß gewährten – den Glanz des irdischen Lebens -, um sie dadurch zu prüfen. Denn die Versorgung deines Herrn ist besser und bleibender.“ [Surah Ta Ha, 131]

 

Prüfungen eines Muslims im Diesseits & wie man damit umgeht

Assalamu aleikum wr wb,

 

ich hab mal verschieden Quranverse und Hadithe zusammengesammelt, die mit den Prüfungen eines Muslims im Diesseits zu tun haben,was wirklich dahinter steckt und wie man mit diesen umgehen sollte. ICh denke sie sprechen für sich und deshalb hab ich auch kaum was dazu geschrieben. Hamdulillah Allahs Worte und die der Propheten sind die besten, die man niemals toppen könnte!!!



‚Und bestimmt werden Wir euch prüfen mit etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz, Seelen und Früchten. Doch verkünde frohe Botschaft den Geduldigen‘ (Al-Baqara,155)

Der Gesandte verspricht den Standhaften einen hohen Lohn, der sich im Wohlgefallen von Allah ausdrückt und warnt den Ungeduldigen vor dem Zorn von Allah, indem er sagt:
Wenn Allah, der Erhabene, das Volk liebt, prüft er es.
Wer sich nun zufrieden gibt, dem steht das Wohlgefallen (von Allah) zu, und wer zürnt, dem wird der Zorn (von Allah) zuteil.

(von Ibn Majah überliefert)

 

Anas (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte:
‚Wenn Allah einen Seiner Diener begünstigen will, so lässt Er ihn im
Diesseits leiden. Wenn Er ihn nicht begünstigen will, so bestraft Er ihn
überhaupt nicht, bis zum Tag des Gerichts.‘ Er (s) sagte auch: ‚Die Höhe
der Belohnung entspricht dem Umfang des Leidens, und wenn Allah, der
Erhabene, ein Volk liebt, so prüft Er es. Ist der Mensch damit zufrieden,
so genießt er Allahs Wohlgefallen. Grollt er deswegen, so verdient er
Seinen Groll.‘

(At-Tirmidhi) Dies ist ein guter Hadith (hasan).


 

Der Gesandte sagte:
,,Die Lage des Gläubigen ist wahrlich erstaunlich.
Jeder Zustand ist gut (für ihn) und keinem anderen außer dem Gläubigen wird dies zuteil.
Trifft ihn etwas Erfreuliches und er dankt dafür, so ist es gut für ihn.
Trifft ihn etwas Unerfreuliches und er zeigt sich darin standhaft, so ist (auch) dies gut für ihn.‘

(von Muslim überliefert)

 

Allah lobt die Gläubigen, die in guten wie schlechten Zeiten standhaft im Islam leben:
Die, wenn ihnen ein Unglück widerfährt, sagen: Wahrlich, von Allah sind wir (geschaffen) und zu Ihm (dem Ort seiner Rechenschaft) kehren wir zurück.
Jenen wird die Vergebung ihres Herrn und Seine Gnade zuteil – und jene sind es, die rechtgeleitet sind.

(Al-Baqara, 156-157)

 

Said fragte den Gesandten:
Welcher Mensch wird der schwersten Prüfung unterzogen?
Der Gesandte erwiderte:
Die Propheten, dann die, die nach ihnen kommen, dann die, die nach denen kommen.
Der Mann wird gemäß seiner Religion(sstufe) geprüft:
seine Prüfung wird schwer sein, wenn seine Religion standfest ist, und entsprechend (schwächer) ausfallen, wenn in seiner Religion Nachlässigkeit liegt.
Die Prüfung lässt erst dann vom Diener ab, bis er durch sie frei von Sünden auf der Erde umhergeht.

(von At-Tirmidhi überliefert)

‚Beim Nachmittag!
Wahrlich, der Mensch ist im Verlust.
Außer diejenigen, die glauben, gute Werke verrichten, einander zur Wahrheit und einander zur Geduld ermahnen.‘
( Surat al-‚Asr)

 

Der Gesandte ALLAHs (sal allahu alayhi wa sallam) sagte:

 „Die Angelegenheiten des Gläubigen sind sonderbar. Wahrlich, all seine Angelegenheiten sind gut für ihn: Wenn ihm etwas Gutes widerfährt, dankt er ALLAH dafür und das ist besser für ihn. Und wenn ihm etwas Schlechtes widerfährt, ist er geduldig damit und das ist besser für ihn. Und das ist nur beim Mu’min (Gläubigen) so.

Ibn al-Jauwzi sagte:

Wenn diese Welt nicht ein Ort der Prüfungen wäre, wäre es nicht voll von Krankheit und Schmutz. Wenn das Leben nicht das Leben der Härte wäre, hätten die Propheten und Frommen auf die angenehmste Art gelebt. Doch Adam (alayhis-salam) ertrug eine Prüfung nach der anderen, bis er diese Welt verließ. Nuh (alayhis-salam) weinte 300 Jahre lang. Ibrahim (alayhis-salam) wurde in eine Feuergrube geworfen und später wurde ihm befohlen, seinen Sohn zu opfern. Ya’qub (alayhis-salam) weinte, bis er blind wurde. Musa (alayhis-salam) forderte Pharao heraus und wurde mit seinem Volk geprüft. `Isa (alayhis-salam) hatte keine Verpflegung außer den Bissen, die seine Jünger mit ihm teilten. Und Muhammad (sal allahu alayhi wa sallam) begegnete der Armut mit Geduld; sein Onkel – einer seiner liebsten Verwandten – wurde ermordet und verstümmelt und sein Volk glaubte nicht an ihn… und die Liste der Propheten geht weiter und weiter.‘

 

ALLAH (subhanahu wa ta’ala) sagt:

 „ Und Wir haben sie auf Erden in Gemeinschaften zerteilt. Unter ihnen sind Rechtschaffene, und unter ihnen gibt es welche, die nicht so sind. Und Wir prüften sie durch Gutes und durch Böses, auf dass sie sich bekehren mögen.‘ [QS: 7:168]

 

Abd Al Malik Ibn Ishaq sagte:

 „ Es gibt niemanden, der nicht mit Gesundheit und Wohlstand geprüft wird, ohne dessen Dankbarkeit zu messen (Shukr).‘

 

Anas Ibn Málik, Alláhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Prophet, Alláhs Segen und Friede auf ihm, an einer Frau vorbeiging, die an einem Grab weinte; er sagte zu ihr: ”Fürchte Alláh und sei geduldig!“ Die Frau erwiderte: ”Laß mich in Ruhe; denn du bist von meinem Unglück nicht betroffen, und du kennst es auch nicht.“ Einer sagte zu ihr: ”Er ist doch der Prophet, Alláhs Segen und Friede auf ihm!“ Sie suchte dann den Propheten auf und sah dort, daß keine Wächter vor seiner Tür standen. Sie sagte zu ihm: ”Ich habe dich nicht erkannt!“ Der Prophet sagte zu ihr: ”Wahrlich, die Geduld gilt als solche nur bei der ersten Erschütterung!“

 (Bu) (HmF)

Umm Salamah (radi allahu ‚anha) erzählte:

„ Ich hörte den Gesandten ALLAHs (sal allahu alayhi wa sallam) sagen:

,, Jeder Muslim, der im Angesicht eines großen Unglücks das sagt, was ALLAH ihm befohlen hat – nämlich: zu ALLAH gehören wir, und zu Ihm ist unsere Rückkehr – , dem wird ALLAH etwas besseres gewähren, als das, was er verloren hat.‘ [Muslim]

 

‚Und Wir werden euch ganz gewiss so lange prüfen, bis Wir die kenntlich
machen, die sich unter euch mit aller Kraft (für Unsere Sache) einsetzen
und standhaft sind…‘
(47:31)

 

Abu Said al-Khudri und Abu Huraira (r) überliefern, dass der
Prophet (s) sagte:

‚Für eine jede Sorge, Krankheit, Leid, Bekümmernis,
Verletzung oder Gram, die einen Muslim plagt, sogar für den Stich eines
Dorns, nimmt Allah etwas von seinen Sünden fort.‘

(Al-Bukhari und
Muslim)
Ibn Mas’ud (r) erzählte:

Ich besuchte den Propheten (s) als er
Fieber hatte. Ich sagte zu ihm: ‚Oh Gesandter Allahs! Du hast sehr hohes
Fieber.‘ Er sagte: ‚Ja wirklich, es ist so stark, wie wenn zwei Männer von
euch Fieber hätten.‘ Ich fragte: ‚Heißt das, dass du die doppelte
Belohnung erhältst?‘ Er sagte: ‚So ist es. Wenn ein Muslim auch nur
durch einen Dorn verletzt wird, vergibt ihm Allah dafür eine seiner
Sünden, und sie fallen von ihm ab, wie Laub von einem Baum.‘

(Al-Bukhari und Muslim)

 

„ Alif Lam Mim. Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten:‘ Wir glauben‘, und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt? Und wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren.Also wird ALLAH gewiss die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiss wird Er die Lügner erkennen.‘ [QS: 29:1-3]

 

‚Und wir prüften sie durch Gutes und durch Böses, auf dass sie sich bekehren mögen. (Sura 7:168)

 

‚Doch es mag sein, dass euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, dass euch etwas lieb ist, was übel für euch ist.Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht‘ (2:216)

 

‚Und Wir werden gewiss denen, die standhaft sind, ihr Lohn nach den besten ihrer Taten bemessen.‘ (16:96)

 

Sa’d Ibn Abi Waqqas ra sagte:

Ich sagte:,, Oh Gesandter Allahs!Wer ist der Geplagteste von allen Menschen? Er antwortete: ,, Die Propheten, dann die rechtschaffenen Menschen, dann jene´, die ihnen in ihrer Vollkommenheit am nächsten sind und jene, die diesen am nächsten sind.. Der Mensch wird entsprechend seiner Freligiösität geprüft; wenn er stark in seiner Religion ist, wird seine Prüfung erhöht, und wenn er schwach ist in seiner Religion, wird seine Prüfung verringert.. Und ein Gluäubiger wird so lange geprüft, bis er auf der Erde sündlos schreitet (d.h. seine Sünden werden aufgrund seiner Heimsuchungen, die er erleiden muss, glöscht).‘ (Buchari)

 

‚ Wenn Allah jmd. etwas Gutes wünscht, plagt er ihn mit Heimsuchungen.‘ (Bu)

 

‚ Wer antwortet dem Bedrängten, wenn er Ihn ruft, und nimmt ihm das Übel weg und macht ihn zu Nachfolgern auf Erden? Existiert wohl ein Gott außer Allah? Geringfügig ist das, was ihr bedenkt‘

(Sura 27:62)

 

 Abu Abdullah Khabbab ibn al-Aratt (r) sagte:

Wir beklagten
uns bei dem Gesandten Allahs (s), während er seinen Kopf im Schatten der Ka’ba auf sein Gewand gelegt hatte, indem wir sagten: ‚Betest du nicht um Hilfe für uns? Willst Du nicht die Hilfe Allahs für uns erbitten?‘ Daraufhin sagte er: ‚Einst verfolgte man die Gläubigen, indem man sie in ein Loch eingrub und ihren Kopf in zwei Teile sägte, oder ihr Fleisch mit Eisenkämmen von den Knochen schabte, doch nichts von alledem konnte sie von ihrem Glauben abbringen. Bei Allah! Allah wird gewiss diese
Botschaft vollenden, bis der Reiter, der von San’a‘ bis Hadramaut gelangt,
nichts außer Allah fürchtet, und dem Wolf für seine Schafe. Doch ihr
drängelt zu sehr.‘ (Al-Bukhari)
In einer anderen Version heißt es, dass der Gesandte mit dem Kopf auf
seinem Gewand lag, und wir von den Ungläubigen hart bedrängt wurden.

 

Sprich:,, Nichts kann uns treffen außer dem, was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer. Und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen.‘ (9:51)

 

***ALLAHU AKBAR***

 
Wirklich in ganz kurz:
 
Was lernen wir aus diesen Hadithen und Quranversen???
 
1) Durch Prüfungen werden wir um Ränge im Paradies erhöht.
2) Prüfungen geschehen aus Barmherzigkeit Allahs, nicht als Strafe.
3) Durch Prüfungen tilgt Allah all unsre Sünden, bis wir inshallah sündlos sind.
4) Prüfungen sind Teil unseres Lebens!
5) Durch Prüfungen werden wahre Muslime von Heuchlern/Lügnern getrennt.
 (Beweis für Jaum Al-Qiyama)
Wenn der Glaube fest in deinem Herzen verankert ist, dann wird dich nichts von deinem Glauben abhalten!!!
6) Durch Prüfungen erkennen wir was wir falsch machen und was nicht
7) Harte Prüfungen machen deinen Glauben aus.
Je größer der Glauben, desto stärker die Prüfung.Je geringer der Glaube, desto schwächer die Prüfung.
8) Die Propheten und Sahaba haben am meisten gelitten. Wir sollten uns an ihnen Beispiele nehmen.
9) Durch Prüfungen stärken wir unseren Iman.
10) Wir sollten im Guten auch das möglicher Weise Schlechte suchen und im Schlechten das möglicherweise Gute suchen!
11) Kein Zustand ist dauerhaft. Nach der Prüfung kommt auch die Erleichterung!!!
12) Wir dürfen niemals aufgeben,sondern müssen immer standhaft bleiben!
13) Wenn du gläubig bist, dann ist alles für dich gut!!!
 
Also wenns dir mal nicht so gut geht, dann denk an das Gute dieser Prüfung und wisse ES GIBT IMMER MENSCHEN DENEN ES SCHLECHTER GEHT ALS DIR!!!
Schau hoch zu den guten Vorbildern der Muslime, nicht zu den schlechten Menschen, denen es im Diesseits vielleicht ANSCHEINEND besser geht und sie dadurch mehr und mehr Sünden kassieren, denn diese werden im Höllenfeuer ihr ganzen Leben lang für EWIG in der Hölle die schlimmsten Qualen erleiden, während die Muslime im Paradies alles bekommen werden, was sie sich nicht einmal jemals ersehnt haben!!!
Ich weiß man könnte noch viel mehr schreiben, aber ich denk das dürfte für paar Ansatzgedanken reichen inshallah.

Ich denk mal das reicht vorerst…wer mehr Infos will dem würd ich folgenden Link empfehlen:
 
http://www.salaf.de/swf/chu0012.swf
 
Wa aleikum assalam wr wb

Yusuf a.s.

Asalamu alaikum wa rahmatulahi wa barakatu.
( von Schwester Muslima89)

Wie wir wissen steht in Sura 12 die Geschichte des Propheten Yusuf alleyhi asalam.
Ich habe hier versucht mit eigenen Worten (mit Zitaten) die Geschichte wiederzugeben, wie sie im Koran steht, damit sie auch jeder versteht:

Yusuf alleyhi asalam, der Sohn von Jakub, hatte 11 Geschwister (10 aus einer anderen Ehe). Diese waren alle neidisch auf ihn. Er wurde von Jakub a.s. besonders geliebt. Sie wollten ihn auf alle Fälle loswerden und wollten beschließen ihn umzubringen. Jedoch schritt einer der Brüder ein und sagte: „Tötet Joseph nicht; wenn ihr aber etwas tun müsst, so werfet ihn in die Tiefe eines Brunnens; jemand von der Karawane der Reisenden wird ihn dann schon herausziehen.“
Zuvor mussten sie sich überlegen, wie sie ihren Vater Jakub überreden konnten Yusuf mitzunehmen. Sie fragten Jakub, ob sie Yusuf mit zum Spielen mitnehmen konnten, doch Vater misstraute ihnen und sagte: „Es betrübt mich, dass ihr ihn mit fortnehmen wollt, und ich fürchte, der Wolf möchte ihn fressen, während ihr nicht auf ihn Acht gebt.»
Doch sie sagten, dass sie diejenigen sein werden, die etwas verloren haben, wenn Yusuf wirklich vom Wolf gefressen werden würde. So schickte dann Jakub Yusuf mit den Brüdern.
Als die Nacht angebrochen ist, kamen sie weinend mit Yusufs Hemd, welches sie mit falschem Blut befleckt hatten und sprachen: „O unser Vater, wir liefen miteinander um die Wette und ließen Joseph bei unseren Sachen zurück, und da hat ihn der Wolf gefressen; du wirst uns doch nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit reden.“
Jedoch wusste Jakub, dass sie nicht die Wahrheit sagten.
Es kam eine Karawane von Reisenden, und sie schickten ihren Wasserschöpfer aus.
Dieser ließ seinen Eimer nach unten gleiten und Yusuf hielt sich dem Eimer fest. Er sagte: „Hier ist ein Jüngling!“ Und die Reisenden nahmen ihn mit und verkauften ihn in Ägypten im Königreich als Sklaven.
Hier muss ich erwähnen, dass Yusuf alleyhi asalam für seine Schönheit bekannt war und Allah ihm die Schönheit der halben Menschheit verliehen hat. So musste er sogar sein Gesicht auf dem Markt verhüllen, damit die Frauen ihn nicht zu verführen versuchten.
Yusuf gefiel der Prinzessin der Königreichs (Frau des Ministers) und sie versuchte ihn gegen seinen Willen zu verführen. Sie verriegelte die Türen und bot sich ihm an „Nun komm!“ , sagte sie. Yusuf alleyhi asalam antwortete: „Ich suche Zuflucht bei Allah. Er ist mein Herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler können nicht Erfolg haben.“
Er wollte ihr entkommen und beide liefen zur Tür. Sie zerriss ihm sein Hemd von hinten und sie begegneten seinem Herrn an der Tür. Sie sprach: „Was soll eines Lohn sein, der gegen dein Weib Böses plante, wenn nicht Kerker oder eine schmerzliche Strafe?“
Sie gab vor, dass Yusuf a.s. sie verführen wollte. Yusuf a.s. aber sagte: „Sie war es, die mich zu verführen suchte gegen meinen Willen.“
Da kam ein Zeuge aus ihrer Familie und sagte: „Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen und er ist der Lügner. Ist sein Hemd jedoch hinten zerrissen, dann hat sie gelogen und er ist der Wahrhaftigen.“
Als er nun sah, dass sein Hemd hinten zerrissen war, da sprach er: „ Eure List ist gewaltig. Yusuf a.s., wende dich ab von dieser Sache, und du (zu seiner Frau) bitte um Vergebung für deine Sünde. Denn gewiss, du gehörst zu den Schuldigen.“ Einige Frauen aus der Stadt hörten über diese Sache und sprachen darüber, dass die Prinzessin versuchte ihren Burschen zu verführen und, dass er sie in leidenschaftliche Liebe versetzt hat. Als die Prinzessin davon hörte, lud sie die Frauen zu sich ein und bereitete sie für sie ein Gastmahl vor. Sie gab jeden von ihnen ein Messer und eine Orange. Dann forderte sie Yusuf auf rauszukommen. Als die Frauen ihn sahen, staunten sie ihn an und schnitten sich in die Hände (sie waren dabei die Orangen zu schälen) und sprachen: „Preis sei Allah! Das ist kein Mensch. Das ist ein Engel.“

So versuchten alle Frauen ihn bei dieser Sitzung zu verführen. Die Prinzessin freute sich und gab zu, dass sie versucht hat ihn gegen seinen Willen zu verführen. Damit wurde bewiesen, dass Yusuf a.s. unschuldig war und nichts getan hatte.
Aber wenn er nicht das tut was sie von ihm verlangte, so sollte er ins Gefängnis geworfen werden und zu den Gedemütigten gehören. Doch Yusuf a.s. wollte nicht das tun, was von ihm verlangt wurde und sprach zu Allah: „O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich einladen; und wenn Du nicht ihre List von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und der Törichten einer sein.“ So erhörte ihn Allah und wendete ihre List von ihm ab. Und damit die Frauen und die Prinzessin ihren Ruf wahren, haben sie Yusuf a.s. ins Gefängnis bringen lassen.
Es kamen mit ihm zwei Jünglinge aus dem Palast ins Gefängnis. Einer von ihnen hatte versucht den König zu vergiften. Beide erzählten von ihrem Traum, den sie fast jeden Tag hatten. Der eine sprach: „Ich sehe mich Wein auspressen“ und der andere sagte: „Ich sehe mich auf meinem Kopfe Brot tragen, von dem die Vögel fressen. Verkünde uns die Deutung hiervon, denn wir sehen, dass du der Rechtschaffenen bist“
Yusuf a.s. konnte Träume deuten und bekam diese Begabung von Allah.
Yusuf a.s. antwortete: „Ich werde euch die Deutung hiervon verkünden, noch ehe das Essen, mit dem ihr versorgt werdet, zu euch kommt. Dies auf Grund dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich die Religion jener Leute, die nicht an Allah glauben und Leugner des Jenseits sind. Und ich folge der Religion meiner Väter Ibrahim und Isaak und Jakub.“
Er fuhr fort und sagte, dass der erste Jüngling aus dem Gefängnis frei kommen wird und dem König weiterhin Wein einschenken wird. Der zweite wird gekreuzigt werden, sodass die Vögel von seinem Kopfe fressen können.
Er sagte zu dem von den beiden, von dem er glaubte, er würde entkommen: „Erwähne meiner bei deinem Herrn.“ Doch Satan ließ ihn vergessen, es bei seinem Herrn zu erwähnen. So blieb er einige Jahre im Gefängnis.
Der König hatte immer wieder denselben Traum. Er träumte von sieben fetten Kühen, und es fressen sie sieben magere; und sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. Er verlangte nach Traumdeutern und sprach: „Erkläret mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum auszulegen versteht.“ Diese antworteten jedoch: „Wirre Träume! Und wir kennen die Deutung der Träume nicht.“ Derjenige Jüngling, der aus dem Gefängnis freigelassen wurde, erinnerte sich dann erst nach einiger Zeit an Yusuf a.s. und berichtete dem König von der Begabung Yusufs. Er befreite dann Yusuf a.s. nach der 7-jährigen Gefangenschaft und wollte , dass er ihm eine Traumdeutung auslegt. Yusuf sagte, dass sie 7 Jahre lang eine fruchtbare Zeit haben werden, in der sehr viel Ernte wachsen wird und darauf werden 7 Jahre Dürre folgen, deshalb sollten sie von der Ernte in der fruchtbaren Zeit viel aufbewahren. Dann wird nach diesem ein Jahr kommen, in welchem die Menschen Erleichterung finden und in welchem sie Geschenke geben werden. Der König sagte zu seinem Jüngling, dass er Yusuf zu ihm bringen soll, als er seine Traumdeutung von dem Jüngling erfahren hat. Doch Yusuf sagte zu ihm: „Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es den Frauen ergeht, die sich in die Hände schnitten, denn mein Herr kennt ihren Anschlag recht wohl.“ Er wollte, dass sie die Wahrheit ans Licht kommt. Der König fragte die Frauen: „Wie stand es um euch, als ihr Yusuf a.s. zu verführen suchtet gegen seinen Willen?“
Diese antworteten: „Er hütete sich um Allahs willen. Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da antwortete die Prinzessin: „Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ Der König lies dann Yusuf a.s. zu sich bringen und ernannte ihn zum Hüter seiner Schatzkammer. Als die 7 Jahre Dürre folgte, kamen alle Menschen aus der Stadt mit Gold und wollten diese gegen Nahrung austauschen. Die Dürre hat sogar die Gebiete außerhalb Ägypten erreicht. Es kamen die Brüder Yusufs und traten zu ihm ein; er erkannte sie, sie aber erkannten ihn nicht. Diese wollten ebenfalls Nahrung gegen Gold austauschen. Yusuf a.s. sagte zu ihnen: „Bringt mir euren Bruder von eures Vaters Seite. Seht ihr nicht, dass ich volles Maß (an Korn) gebe und dass ich der beste Gastgeber bin?“
Er hatte nur einen Bruder aus der anderen Ehe, welcher Benjamin heißt. Er fuhr fort: „Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr kein Maß von mir haben, noch sollt ihr mir nahe kommen.“ Sie antworteten: „Wir wollen versuchen, ihn von seinem Vater zu trennen; und das tun wir bestimmt.“ Zuvor befahl Yusuf den Sklaven Geld in die Taschen seiner Brüder zu hineinzustecken, weil diese nicht genug Geld hatten um für die Familie aufzukommen und er wollte sich sicher sein, dass diese zu ihm zurückkehren werden. Sie brachen auf zu Jakub, welcher vor seiner Trauer, dem Verlust Yusufs erblindete. Sie erzählten Jakub a.s., dass ihnen keine Nahrung gegeben wurde und, dass sie nur etwas bekommen, sobald sie Benjamin mitnehmen. Jakub a.s. misstraute ihnen und antwortete: „Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch seinen Bruder zuvor anvertraut habe. Doch Allah ist der beste Beschützer, und Er ist der barmherzigste Erbarmer.“ Als sie ihre Taschen öffneten, da fanden sie das Geld ihnen und waren überglücklich: „Wir werden Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leichterhältliches Maß.“ Jakub sagte, dass er ihn nicht mit ihnen senden wird, ehe sie nicht mit ihm ein Versprechen im Namen Allahs geben, dass ihn ihm sicher wiederbringen.“ Als sie ich das Versprechen gegeben hatten, sprach er: „Allah wacht über das, was wir sprechen. Als sie vor Yusuf a.s. traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er erzählte ihm alles: „Ich bin dein Bruder; so betrübe dich nicht ob dessen, was sie getan haben.“
Als Yusuf a.s. ihnen Nahrung gab, versteckte er den Kelch des Königs in Benjamins Tasche um eine List anzuwenden. Dies bemerkte ein Diener des Palasts und rief : „Ihr Leute von der Karawane, ihr seid wahrhaftig Diebe.“ Sie drehten sich um und fragten, was sie vermissen. Er sagte, dass sie den Kelch des Königs vermissen und wer ihn wiederbringt, sollte eine Kamellast (mit Nahrung) erhalten. Sie erwiderten: „Bei Allah, ihr wisset doch, dass wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe.“
Ihre Taschen wurden durchsucht und man entdeckte den Kelch in Benjamins Tasche. Da sagte einer der Brüder: „Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl verübt.“ Jedoch sagte Yusuf nichts und hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sprach: „Ihr (scheint) in der übelsten Lage zu sein; und Allah weiß am besten, was ihr behauptet.“ Ein Bruder sagte daraufhin, dass er einen greisen Vater hat und, dass er lieber einen von ihnen nehmen soll als Benjamins, weil Jakub a.s. nicht noch mal den Verlust erleiden kann einen Sohn zu verlieren.
Yusuf a.s. antwortete: „Allah behüte, dass wir einen andern nehmen sollten als den, bei dem wir unser Eigentum gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht.“ Die Brüder zogen sich zur Beratung zurück und einer von ihnen sagte, ob sie ihr Versprechen im Namen Allahs vergessen hätten. Yusuf verlangte, dass sie zu ihrem Vater zurückkehren und ihm das Geschehnis schildern. Der Vater glaubte ihnen nicht und seine Augen tränten vor Kummer um Yusuf a.s.. Er wollte, dass sie über Yusuf und seinen Bruder forschen. Sie traten vor Yusuf und wollten Nahrung haben und sagten, dass die Wohltätigen von Allah belohnt werden.
Yusuf a.s. fragte, ob sie noch wissen, was sie Yusuf und seinem Bruder angetan haben. Sie antworteten: „Bist du etwa gar Yusuf?“ Er sprach: „Ich bin Yusuf, und dies ist mein Bruder. Allah ist gnädig gegen uns gewesen. Wahrlich, wer rechtschaffen und standhaft ist – nimmermehr lässt Allah den Lohn der Guten verloren gehen.“ Und die Brüder gaben zu, dass sie schuldigen waren. Er sprach: „Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allah euch vergeben! Denn Er ist der barmherzigste Erbarmer.“ Yusuf gab den Brüdern sein Hemd, welches sie ihm auf sein Gesicht legen sollten, damit er nicht mehr an Erblindung leiden sollte, denn dieses Hemd war kein einfaches. Es war unter den Edelsten vererbt, unter Isaak, Jakub und zu Yusuf. Die Brüder schilderten dem Vater die Situation und baten bei ihm Verzeihung ihrer Sünden. Jakub sagte: „Ich will Verzeihung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ Als sie vor Yusuf a.s. traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sprach: „Ziehet ein in Ägypten in Frieden, wie es Allah gefällt.“
Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich (alle) seinetwillen fußfällig nieder um seinetwillen. Yusuf a.s. sagte, dass sein Traum sich erfüllt hat und dankte Allah: „O mein Herr, Du hast mir nun Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Lass mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen.“
Er bat Allah, die „Stunde“ nicht plötzlich antreffen zu lassen, während die Menschen nichts ahnend sind? Er sprach: „Das ist mein Weg. Ich rufe zu Allah. Ich und die mir folgen, habesichere Kenntnis. Und heilig ist Allah; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.“

Quelle:   http://forum.islamvoice.de/yusuf-a-s-t-48.html

Die Gechichte von Luqman

Bismillah
Wasalam

Ich hab mir die Geschichte von Luqman ausgesucht, die ich Euch gerne in der im Quran erzählten Form erzählen möchte.

Die islamischen Gelehrten sind sich in einer Sache nicht einig, und zwar behaupten die einen Luqman a.s. wäre ein Prophet und die anderen zu den die mehrheit gehören sagen Er sei ein rechtschaffener Diener Allah’s.

Jedenfalls gibt uns Allah (s.t.) in der Sura 31 (Luqman) einige Weisheiten die sehr wichtig für jeden Muslim sind.
Eine dieser Ratschläge ist, die Stellung der Kinder gegenüber den Eltern.
Wiederum zeigt uns Allah (s.t.) wie wichtig das Gebet und die Bescheidenheit für den Muslim ist. In Aya 16 lehrt Luqman seinem Sohn auch den Tauhid.

Die Geschichte von Luqman

Einer der weisesten Menschen, die je auf der Erde gelebt haben, war ohne Zweifel Luqman. Er wußte wohl, daß wahre Macht und wahrer Reichtum nur in Allah‘ Händen liegt, und Allah teilt den Menschen ihren Lebensunterhalt zu.
Luqman führte ein bescheidenes Leben. Er erinnerte die Menschen an Allah und forderte sie auf : "Seid Allah dankbar!" Denn wer Allah dankbar ist, nützt damit seiner eigenen Seele, und wenn jemand undankbar und achtlos ist, dann ist doch Allah frei von jedem Mangel. Undankbare und achtlose Menschen verderben ihren eigenen Charakter.(siehe 31:12)

Als Luqman alt wurde, lehrte er seinen Sohn alles, was für ein glückliches Leben in dieser Welt und nach der Auferstehung wichtig und notwendig ist. Er sprach: "Mein lieber Sohn, bete nicht außer Allah andere wesen an. Götzendienerei ist wahrhaftig die schlimmste Übeltat."(31:13)

Luqmans Sohn hörte gern auf seinen Vater und gehorchte ihm,
wie Allah dem Menschen befohlen hat, sich seinen Eltern gegenüber liebevoll und folgsam zu verhalten. Unter viele Schmerzen hat seine Mutter ihn geboren, und mit viel Arbeit hat sie ihn gepflegt, als er ein kleines hilfloses Kind war. Darum sei dankbar gegenüber Allah und Gegenüber deinen Eltern. Zu Allah wirst du am Ende zurückkehren. Wenn aber deine Eltern verlangen, daß du außer Allah andere Wesen anbeten sollst, dann gehorche Ihnen nicht. Lebe aber in Gerechtigkeit mit ihnen zusammen, nimm Rücksicht auf sie und folge dem Weg derer, die sich Allah zuwenden. Sprich freundlich mit Ihnen und sage: "Am Ende kehren wir alle zu Allah zurück." Ich will euch die wahre Bedeutung von allem erklären, was Ihr tut. (31:14-15)
Luqman sprach weiter zu seinem Sohn: "Mein lieber Sohn, wenn es auch nur ein kleines Teilchen gäbe, etwa wie ein Senfkorn, und dies in einem Felsenversteckt wäre oder sonst irgendwo im Himmel oder auf der Erde, Allah würde es doch ans Licht bringen. Denn Allah kennt die feinsten und verstecktesten Geheimnisse. Nichts ist Ihm verborgen."(31:16)

"Mein lieber Sohn, bete beharrlich zu Allah. Befiel den Menschen, Gutes zu tun und verbiete das Böse. Ertrage geduld, was dir im Leben auch geschieht und zeige Standhaftigkeit. Das ist wahrlich Stärke in allen Dingen. Sei nicht stolz und schreite nicht arrogant auf der Erde einher, denn Allah liebt hochmütige Prahler nicht. Sei bedächtig und sprich leise und deutlich. Die widerwärtigste der Stimmen ist ohne Zweifel die Stimme des Esels."(31:17-18)

Diese Ratschläge sind nicht nur für Luqmans Sohn nützlich, sondern ebenso für alle Menschen. Beherzige sie daher und wende sie in Deinem Leben an.

Ich lasse mich gerne immer wieder von dieser Sura ermahnen, da ich ein junger Vater bin, und weiss das ich in der Erziehung meines Kindes eine große Verantwortung gegenüber Allah s.t. hab.

Baraka Allahu fikum

Wasalam

 

Tipps zum Auswendig lernen des Quran

Bismillah

Salam

1.Regel

Ich-las: Lerne nur auswendig, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Ich-las ist das Geheimnis des Erfolges. Eine Weisheit, die dahinter steckt mit Ich-las zu lernen ist, dass man nicht aus irgendeinem Grund das Lernen abbricht, denn man lernt fuer Allah, Der einen immer sieht und bei Dem die gute Tat nicht verloren geht, alhamdulillah.

2.Regel

Bitte Allah darum, dass Er dir den Erfolg dazu verleiht.

3.Regel

Suche dir einen ausgezeichneten Quranlehrer, dem du den Quran regelmäßig auswendig vorliest.

4.Regel

Mach dir bewusst, wie groß die Belohnung bei Allah ist fuer den Hafiz und fuer denjenigen, der den Quran liest. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Am Tag der Auferstehung kommt der Quran und sagt: ‚O Herr, schmücke ihn (denjenigen, der den Quran auswendig gelernt hat)‘ Dann wird er die Krone der Ehre aufgesetzt bekommen. Dann sagt er: ‚O Herr, gib ihm mehr!‘ Dann wird ihm das Gewand der Ehre angezogen. Dann sagt er: ‚O Herr, sei mit ihm zufrieden!‘ Dann wird er mit ihm zufrieden sein und sagen: ‚Lies und steige auf!‘ Für jeden Vers wird ihm dann eine zusätzliche gute Tat aufgeschrieben." (Al-Albani stufte ihn in Sahih wa da’if Al-Dschami‘ als hasan ein)

5.Regel

Nimm dir die Quranausgabe, die in Madinah gedruckt wird, und zwar die rein arabische, in einer größe, die du als angenehm empfindest. Der Vorteil dieser Ausgabe ist die schöne Schrift, die beim Auswendiglernen sehr hilft, dass es diese Ausgabe überall gibt, so dass man jeder Zeit mit derselben Ausgabe wiederholen kann (was unbedingt sein muss) und, dass dieser Mushaf in der uthmanischen Rechtschreibung geschrieben worden ist. Mit "rein arabisch" meine ich, dass nicht auf der einen Seite die Uebersetzung steht, denn dies belastet das Hirn beim Auswendiglernen. Des Weiteren darf man auf gar keinen Fall auswendig lernen, indem man ihn mit lateinischen Buchstaben geschrieben liest.

6.Regel

Reserviere täglich eine bestimmte Zeit für den Quran, die du in 2 Teile einteilst: die erste Hälfte ist für das Wiederholen bestimmt, die zweite zum neu Auswendiglernen. Diese reservierte Zeit darf nicht durch andere Termine eingeschränkt werden. Die Gelehrten erwähnen Zeiten, in denen das Auswendiglernen erfahrungsgemäß am sinnvollsten ist. Dazu gehören die frühen Morgenstunden.

7.Regel

Beim Auswendiglernen laut singen, also nicht beim Lernen leise psalmodieren, sondern laut. Wenn du bei bestimmten Versen eine bestimmte Melodie hast, hilft es dir beim Merken. Sobald du mal nicht weiter weist, hilft dir die dazugehoerige Melodie dabei. Und ein weitere gewaltiger Vorteil ist, dass das Lesen und Wiederholen viel mehr Spas macht, nicht nur fuer dich, sondern auch fuer denjenigen, der dir zuhoert.

8.Regel

Man muss das Auswendiggelernte immer jemandem vortragen, der das Gelernte selbst auswendig kennt. Er sollte ein Quranlehrer ist, wenn es geht, ein Ausgezeichneter. Wenn man alleine lernt, wird man manchmal Buchstaben falsch lernen, sogar manchmal ganze Worte weglassen und die Aussprache missachten. Und ohne Quranlehrer erhaelt man nicht gute Tips, die das Auswendiglernen vereinfachen, wie zum Beispiel der Hinweis auf sich aehnelnde Verse.

9. Regel

Man soll möglichst mit anderen Geschwistern wetteifern. Durch Wetteifern werden Zeiten überbrückt, in denen die Bereitschaft nachlässt. Des Weiteren führt dies dazu, dass man beim Auswendiglernen Gas gibt.

10. Regel

Nicht einfach den Quran aufschlagen und auswendig lernen, sondern vorher, wenn möglich, einem Quranlehrer vorlesen, was du als nächstes auswendig lernen willst. Dadurch verringerst du die kleinen und großen Fehler beim Quranlesen. Und wenn du dir noch zusätzlich eine Aufzeichnung eines ausgezeichneten Quranlehrers, ist es besser.

11. Regel

Bevor du bestimmte Verse auswendig lernen willst, lies ihre Bedeutungen nach.

12. Regel

Lerne immer mit Tadschwid auswendig, so dass du genauso liest, wie der Quran herabgesandt wurde. Und verherrliche den Quran durch Tadschwid, denn der Quran ist nicht wie irgendein anderes Buch! Sag niemals: "Ich werde Tadschwid im Nachhinein lernen." Im Nachhinein zu lernen ist aus mehr als einem Grund schwer.

13. Regel

Nutze deine Gebete und Nachtgebete aus, darin den Quran zu wiederholen und verschwende keine Zeit im Auto, Bus, Zug, auf dem Fahrrad …

14. Regel

Lerne niemals etwas Neues, wenn das Alte noch nicht gefestigt ist.

15. Regel

Tausche auf keinen Fall die Quranausgabe durch eine andere aus. Bleib bei einer, dass du dich nicht an eine andere Schrift oder Anordnung gewöhnen musst. Am besten ist es, du nimmst die Ausgabe aus der Qurandruckerei in Madinah, denn diese ist die am meisten verbreitete, so dass sie dir quasi überall zur Verfügung steht.

Wasalam

 

Quelle: http://forum.islamvoice.de/tipps-zum-auswendig-lernen-t-410.html

Die Absicht (Niyya)

Niyya (Die Absicht) Grundsatz:

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Assalamu alaikum wa Rahmatu Allah,

Vom Führer der Gläubigen, Abْ Hafs ‘Umar Ibn Al-Hattab, Allلhs Wohlgefallen auf ihm: Ich hörte den Gesandten Allلhs, Allلhs Segen und Friede auf ihm, sagen:

”Wahrlich, die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen steht das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allلhs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allلh und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswandert.“ (Bu, Mu) Der Hadith weist darauf hin, daß die Absicht eines Menschen einen Maßstab für die Bewertung seiner Taten darstellt. Wenn die Absicht gut ist, so ist auch die ihr folgende Tat gut, und wenn die Absicht schlecht ist, so ist es auch die Tat. Existiert eine Tat in Verbindung mit einer Absicht, sind hierbei drei Fälle zu unterscheiden:

1. Man tut etwas aus Furcht vor Allلh (t); dies ist die Verehrung der Sklaven.

2. Man tut etwas aus dem Verlangen nach dem Paradies und der Belohnung Allلhs heraus; dies ist die Verehrung der Händler.

3. Man tut etwas aus Scham vor Allلh (t) und außerdem, um seine Pflicht zur demütigen Verehrung zu erfüllen und Dank abzustatten, und betrachtet sich selbst dabei trotzdem noch als nachlässig.

Bei alledem fürchtet man sich von Herzen, weiß man doch nicht, ob die Tat angenommen wird oder nicht. Dies ist die Verehrung der Freien, die der Gesandte Allلhs meinte, wo ‘ء’isa (r) zu ihm sagte, als er nachts immer wieder aufstand, bis ihn die Füße schmerzten:

”O Gesandter Allلhs! Nimmst du das auf dich, wo dir Allلh doch schon deine vorangegangenen und zukünftigen Sünden vergeben hat?“, und er darauf entgegnete: ”Soll ich denn kein dankbarer Diener sein?“

Auf die Frage, ob die Verehrung aus Furcht oder aus Hoffnung vorzuziehen ist, kann man antworten, daß der Imلm Al-Gazzلlyy, Allلh erbarme Sich seiner, sagte: ”Die Verehrung aus Hoffnung ist besser, weil die Hoffnung Liebe bewirkt, die Furcht aber Verzweiflung.“

Die drei genannten Gruppen von Taten können nur dann Geltung beanspruchen, wenn die ihnen vorausgehenden Absichten aufrichtig sind. Nun kann sich aber erstens der Aufrichtigkeit das Übel der Eitelkeit in den Weg stellen. Wer auf seine Tat stolz ist, dem wird ihre Entlohnung verloren gehen. Ebenso geht der Lohn demjenigen verloren, der hochmütig ist.

Im zweiten Fall wird die Aufrichtigkeit geschmälert, wenn man seine Tat aus dem gemeinsamen Verlangen nach dem Diesseits und dem Jenseits heraus begeht. Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, daß eine solche Tat von Allلh (t) zurückgewiesen wird.

Als Beleg dafür führen sie folgenden Hadith-Qudsyy an:

”Allلh, der Erhabene, sagt: »Ich bin der unbedürftigste Teilhaber, und wer dann in einer seiner Taten einen anderen Teilhaber als Mich nimmt, dessen bin Ich ledig«.“

Dieser Auffassung schließt sich auch Al-Harit Al-Muhلsibyy in seinem Buch "Ar-Ri‘لya" (Die Obhut) an: ”Aufrichtigkeit ist, daß du etwas aus Gehorsam Ihm (Allلh) gegenüber willst und nicht aus einem anderen Grunde. Die Heuchelei besteht aus zwei Arten:

1. Man will durch gehorsames Verhalten nur das Wohlwollen der Menschen erhalten.

2. Man will dadurch sowohl das Wohlwollen der Menschen als auch das des Herrn der Menschen erreichen.

Beide Arten lassen die Tat vor Allلh verloren gehen.“ Diese Worte sind uns durch den Hafiz Abْ Nu‘aim in seinem Buch "Hilyatu-l-Auliyل’" (Schmuck derjenigen, die Allلh nahestehen) von einigen der Früheren überkommen. Manche führen als Beweis auch folgenden Qur’لn-Vers an:

”(…) Der Gewaltige, Der Hochstehende. Erhaben ist Allلh über das, was sie Ihm als Teilhaber zuschreiben.“ (Sura 59, Vers 23).

So wie Allلh (t) Hoch darüber steht, eine Gattin, Kinder oder einen Teilhaber zu haben, so steht Er auch darüber, eine Tat anzunehmen, bei der Ihm der Handelnde noch einen anderen Teilhaber hinzugesellt. Ist Er, der Erhabene, doch Groß, Größer, Hochstehend. As-Samarqandyy, Allلh erbarme Sich seiner, sagte: ”Was man für Allلh (t) tut, wird angenommen, was man jedoch um der Menschen willen tut, wird zurückgewiesen.“

Jemand verrichtet zum Beispiel das Mittagsgebet und beabsichtigt damit die Erfüllung seiner Pflicht Allلh (t) gegenüber, zieht aber dabei jeden Teil des Gebets in die Länge, nimmt jede Körperhaltung ganz genau ein und rezitiert mit schöner Stimme, um den Menschen zu imponieren.
Sein Gebet gilt als grundsätzlich angenommen. Aber das In-die-Länge-Ziehen und die schöne Haltung um der Menschen willen werden von der Annahme ausgeschlossen, weil derjenige beabsichtigt, damit den Menschen zu gefallen.

Als der Scheich ‘Izz Ad-Dيn Ibn ‘Abdissalلm nach jemandem gefragt wurde, der sein Gebet um der Leute willen in die Länge zog, gab er zur Antwort: ”Ich hoffe, daß diese seine Tat nicht ganz verloren geht, wenn die Teilhaberschaft nur im Äußeren der Tat liegt. Liegt sie jedoch in der Tat selbst, indem man das Pflichtgebet um Allلhs und der Leute willen verrichtet, so wird das Gebet nicht angenommen wegen der Teilhaberschaft in der Tat selbst.“

Ebenso kann die Heuchelei auch im Unterlassen der Tat bestehen. Al-Fudail Ibn ‘Ayyلd sagte: ”Das Unterlassen der Tat um der Leute willen ist Heuchelei, und ihre Ausführung um der Leute willen ist Teilhaberschaft. Aufrichtigkeit ist, wenn dich Allلh (t) vor beidem bewahrt.“

Dies bedeutet, daß einer, der sich entschließt, eine gottesdienstliche Handlung zu tun, und sie dann aus Furcht unterläßt, die Leute könnten ihn dabei sehen, ein Augendiener ist, weil er seine Tat um der Leute willen unterläßt. Betet man aber nicht vor den Leuten, sondern wenn man allein ist, so ist dies wünschenswert, außer beim Pflichtgebet, der Pflichtabgabe (Zakلh) oder beim Gebet jemandes, der als Gelehrter ein Vorbild gibt.
In diesen Fällen ist es besser, die gottesdienstlichen Handlungen öffentlich zu verrichten. Ebenso wie die Augendienerei die Tat zunichte macht, so geschieht dies auch, wenn sie herumerzählt wird; daß man also etwas für Allلh (t) unter Ausschluß der Öffentlichkeit tut, um es anschließend den Leuten kund zu tun.

Der Gesandte Allلhs sagte:

”Wer (von seinen guten Taten) herumerzählt, von dem erzählt auch Allلh herum, und wer (seine Taten) zur Schau stellt, den stellt auch Allلh zur Schau.“

Die Gelehrten meinen: Wenn es sich um einen Gelehrten handelt, den sich die Leute zum Vorbild nehmen, so ist nichts dagegen einzuwenden, wenn er den Leuten von seinen guten und frommen Taten erzählt, um sie damit anzuspornen, dergleichen zu tun. Al-Marzubلnyy, Allلh erbarme Sich seiner, sagte:
”Der Betende benötigt vier Eigenschaften, damit sein Gebet (zu Allلh) emporsteigt:
– die Gegenwart des Herzens,
– die Anwesenheit des Verstandes,
– die Unterwerfung der stützenden Kräfte und
– die Demut der Glieder. Wer ohne Gegenwart des Herzens betet, der ist ein unaufmerksamer Beter; wer ohne Anwesenheit des Verstandes betet, der ist ein unachtsamer Beter; und wer ohne Unterwerfung der stützenden Kräfte betet, der ist ein ungeschlachter Beter; und wer ohne Demut der Glieder betet, der macht es falsch.
Wer sich aber an diese Punkte hält, der betet vollkommen.“ ”Wahrlich, die Taten sind entsprechend den Absichten (…)“ Hiermit sind nur die Taten gemeint, die sich auf Dinge beziehen, die eine Erfüllung des Gehorsams gegenüber Allلh (t) darstellen, und nicht auf Dinge, deren Tun und Lassen einem freigestellt ist.

Al-Hلrit Al-Muhلsibyy sagte: ”Die Aufrichtigkeit kann nicht in etwas geübt werden, dessen Tun oder Lassen einem freigestellt ist, da es nichts enthält, mit dem man sich Allلh näher bringt und auch nicht zu etwas führt, was (Ihn) näher bringt, so wie die Errichtung eines Bauwerks zu keinem eigentlichen Zweck, sondern (nur) aus Gedankenlosigkeit. Hat sie aber einen Zweck, wie (es) bei Moscheen, Brücken oder Festungen (der Fall ist), so ist sie erwünscht.
In verbotenen oder verpönten Dingen kann ebenfalls keine Aufrichtigkeit geübt werden. Das ist so, als ob jemand etwas ansieht, was anzusehen ihm nicht erlaubt ist, und behauptet, er sähe es an, um über die Schöpfung Allلhs nachzudenken, oder wie das Anschauen eines Bartlosen, worin (ebenfalls) keine Aufrichtigkeit liegen kann, ja absolut nichts, was einem Allلh näher bringt.

Die Wahrhaftigkeit als Merkmal des Knechtes Allلhs liegt in der Ausgeglichenheit zwischen Heimlichkeit und Öffentlichkeit, Äußerlichem und Innerlichem. Die Wahrhaftigkeit bestätigt sich mit der Verwirklichung aller Lagen und Zustände, so daß die Aufrichtigkeit der Wahrhaftigkeit bedarf. Die Wahrhaftigkeit aber bedarf nichts (weiterem als ihrer selbst allein), weil der wirkliche (d.h. der wahrhaftige) Sinn der Aufrichtigkeit das Streben nach Allلh durch Gehorsam ist. Man mag zwar durch das Gebet nach Allلh streben, ohne aber dabei auf die Gegenwart des Herzens zu achten. (Dies wäre zwar aufrichtig, aber nicht wahrhaftig; denn:) Die Wahrhaftigkeit ist nun (geprägt durch) das Streben nach Allلh durch die gottesdienstlichen Handlungen zusammen mit der Gegenwart des Herzens. So ist jeder Wahrhaftige aufrichtig, nicht aber jeder Aufrichtige wahrhaftig. Dies bedeutet (zugleich) eine Verbindung und eine Trennung, weil er (d.h. der Wahrhaftige) sich von allem anderen als Allلh löst und durch die Gegenwart (des Herzens) mit Allلh in Verbindung tritt. Es bedeutet auch die Aufgabe alles (anderen) außer Allلh, das Aufgeben durch die Gegenwart vor Allلh, des Gepriesenen und Erhabenen.“ ”Wahrlich, die Taten (…)“

Das Verhältnis der Taten zu ihren Absichten kann die Gültigkeit der Taten, ihre Beurteilung, ihre Annahme oder ihre Vollkommenheit bestimmen. Letztere Meinung vertritt der Imلm Abْ Hanيfa, Allلh erbarme Sich seiner, nimmt aber diejenigen Taten davon aus, deren Unterlassung eine Sünde oder einen Verstoß darstellt, wie die Beseitigung von Verunreinigungen, die Zurückgabe von widerrechtlich angeeignetem oder geliehenem Gut, die Auslieferung eines Geschenks und dergleichen mehr. Die Gültigkeit dieser Taten ist nicht von der Absicht abhängig, wohl aber deren Belohnung von der Absicht, Allلh (t) damit näher zu kommen.
So empfängt man zum Beispiel Lohn dafür, wenn man seinem Reittier zu fressen gibt und dies in der Absicht tut, damit dem Befehl Allلhs nachzukommen. Hegt man aber bei der Fütterung des Tieres nur die Absicht, sein Eigentum zu erhalten, so erhält man dafür keinen Lohn. Ausgenommen davon ist das Pferd des Glaubenskämpfers, welches dieser für die Sache Allلhs hält. Selbst wenn das Tier gegen seinen Willen getränkt wird, wird er dafür belohnt, wie es in der Sahيh-Sammlung von Al-Buhلryy steht.
Ebenso verhält es sich mit dem Verhalten der Ehefrau gegenüber, dem Verschließen der Tür oder dem Löschen der Lampe beim Schlafengehen: Wenn man damit beabsichtigt, dem Befehl Allلhs Folge zu leisten, wird man dafür belohnt, andernfalls nicht.

Es ist wichtig zu wissen, daß die "Absicht" (arab.: Niyya) im Sprachgebrauch "Vorsatz" (arab.: Qasd) bedeutet.

Im islamischen Recht bezeichnet die Absicht den Vorsatz zu einer Handlung in Verbindung mit ihrer Ausführung. Hat man den Vorsatz, läßt aber dann davon ab, so nennt man ihn "Entschluß" (arab.: ‘Azm). Die Absicht erfüllt den Zweck, erstens zwischen Gewohnheit (arab.: ‘ءda) und gottesdienstlicher Handlung (arab.: ‘Ibلda) und zweitens zwischen verschiedenen Stufen der gottesdienstlichen Handlungen zu unterscheiden.
Beispiele für den ersten Unterscheidungszweck sind: Das Sitzen in der Moschee erfolgt gewöhnlich, um sich auszuruhen. Durch die Absicht aber, sich dorthin zum Gebet zurückzuziehen (arab.: I‘tikلf), wird das Sitzen zur gottesdienstlichen Handlung erhoben. Den Unterschied zwischen Gewohnheit und gottesdienstlicher Handlung macht also hier die Absicht aus.
Ebenso bezweckt man mit der Waschung (arab.: Gusl) für gewöhnlich die Säuberung des Körpers. Durch das Hinzutreten der Absicht, sich von ritueller Unreinheit zu befreien, wird die Waschung dagegen zur gottesdienstlichen Handlung gesteigert.
Der Unterschied besteht auch hier wieder im Fehlen oder Bestehen der Absicht.

Den Wert der religiösen Absicht beleuchtet folgende Aussage des Propheten, Allلhs Segen und Friede auf ihm, als er gefragt wurde, welche Motive zu kämpfen – Augendienerei, Begeisterung oder Tapferkeit – wohl gut für die Sache Allلhs seien, und er (der Prophet) darauf zur Antwort gab:

”Wer dafür kämpft, daß das Wort Allلhs an oberster Stelle steht, der kämpft für die Sache Allلhs.“

Beispiele für den zweiten Unterscheidungszweck von Absicht – Absicht als unterscheidendes Merkmal zwischen verschiedenen Stufen der gottesdienstlichen Handlungen – sind: Wenn jemand vier Rak‘a betet, kann er dabei die Verrichtung des Mittagsgebetes, aber auch die eines freiwilligen Gebets im Sinn haben. Der Unterschied liegt auch hierbei in der entsprechenden Absicht. Ebenso kann man mit der Freilassung eines Sklaven die Ableistung einer Buße (arab.: Kaffلra) für eine Sünde als auch etwas anderes, wie zum Beispiel die Erfüllung eines Gelöbnisses, bezwecken. Den Unterschied macht die auf verschiedene gottesdienstliche Handlungen ausgerichtete Absicht aus.

”(…) und jedem Menschen steht das zu, was er beabsichtigt hat.“

In diesen Worten steckt der Hinweis, daß bei gottesdienstlichen Handlungen weder Stellvertretung noch Bevollmächtigung anderer Personen mit der fremden beziehungsweise eigenen Absicht erlaubt sind.
Ausgenommen davon sind die Verteilung der Zakلh und die Schlachtung von Opfertieren, wobei die Bevollmächtigung eines anderen mit der Absicht zur Schlachtung oder Verteilung erlaubt ist, auch wenn man in der Lage ist, selbst die entsprechende Absicht zu fassen.

Hinsichtlich der Pilgerfahrt ist dies nicht gestattet; ebensowenig beim Bezahlen von Schulden. Bezieht sich die Zahlungpflicht auf einen Schuldner, so ist die Absicht dazu nicht nötig. Erstreckt sich die Zahlungspflicht aber auf zwei Parteien, so ist den betreffenden Personen die Absicht zur Schuldentilgung freigestellt.
Wenn zum Beispiel jemand, der zweitausend Mark Schulden hat und für eintausend Mark ein Pfand hinterlegt hat, dann eintausend Mark bezahlt und sagt: ”Das sind die tausend, für die ich das Pfand gegeben habe“, so hat er damit sein Versprechen eingelöst. Falls er bei der Bezahlung keine Absicht gefaßt hat, so kann er dies noch nachträglich tun und wofür er will.

”Wer also seine Auswanderung um Allلhs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allلh und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung um des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswanderte.“

Ursprünglich bedeutet "Hijra": Auswanderung, Meiden, Verlassen.

Im Sprachgebrauch der islamischen Geschichte kann "Auswanderung" mehrere Dinge beinhalten:

I. Die Auswanderung der Prophetengefährten von Makka nach Abessinien, als die Götzendiener dem Gesandten Allلhs Schaden zufügten, und sie zum Negus, Kaiser von Abessinien, flohen. Diese Auswanderung fand fünf Jahre nach der Entsendung Mu5ammads als Prophet statt.

II. Die Auswanderung von Makka nach Al-Madيna, die dreizehn Jahre nach der Entsendung des Propheten Muhammad, Allلhs Segen und Friede auf ihm, stattfand.
Es bestand damals die Pflicht für jeden Muslim in Makka, dem Gesandten Allلhs nach Al-Madيna nachzufolgen.
Nach Ibn Al-‘Arabyy haben die Gelehrten die Fortbewegung in zwei Bereiche gegliedert: Der erste Bereich der Fortbewegung bezieht sich auf die Flucht vor den üblen Dingen, der wiederum in sechs Kategorien unterteilt wird:

1. Der Auszug aus dem Gebiet des Krieges oder Unfriedens (arab.: Dلr Al-Harb) ins Gebiet des Islam (arab.: Dلr Al-Islam), wozu die Pflicht bis zum Tage der Auferstehung bestehen bleibt und nur durch die Eroberung des Dلr Al-Harb und seine Umwandlung in das Dلr Al-Islam beendet wird. Ähnliches ereignete sich bei der Eroberung von Makka, wodurch die Pflicht zur Auswanderung zum Gesandten Allلhs nach Al-Madيna aufgehoben wurde. Dazu die Worte des Propheten, Allلhs Segen und Friede auf ihm: ”Nach der Eroberung gibt es keine Auswanderung mehr.“

2. Der Auszug aus dem Land der ketzerischen Lehren oder Neuerungen im religiösen Bereich (arab.: Bid‘a) (innerhalb des Islam) nach den Worten des Ibn Mلlik (r): ”Es ist keinem erlaubt, in einem Lande zu verweilen, in dem die Früheren der Muslime geschmäht werden.“

3. Der Auszug aus dem Land, in dem die verbotenen Dinge und Handlungen die Regel sind; denn das Streben nach Erlaubtem ist Pflicht für jeden Muslim.

4. Die Flucht vor körperlichem Schaden, welche eine Gnade von Allلh (t) für denjenigen darstellt, der an einem bestimmten Ort um sich selbst fürchtet, und den zu verlassen Allلh (t) ihm gestattet hat, um der drohenden Gefahr zu entgehen. Abraham, Allلhs Friede auf ihm, war der erste, der dies tat, als er sich vor seinem Volk fürchtete und sprach:
”Ich werde zu meinem Herrn auswandern.“ (Sura 29, Vers 26) Allلh (t) sagt im Qur’لn über Mose, Allلhs Friede auf ihm: ”Da zog er aus ihr (der Stadt) hinaus in Furcht und spähte umher.“ (Sura 28, Vers 21)

5. Der Auszug aus Furcht vor Krankheit aus einem ungesunden Land in ein Gebiet mit gesünderem Klima. So erlaubte der Gesandte Allلhs Leuten vom Stamme der ‘Uraina, hinaus aufs Weideland zu ziehen, als ihnen das Klima von Al-Madيna nicht zuträglich war.

6. Der Auszug aus Furcht vor Schaden am Vermögen, da das Vermögen des Menschen ebenso unverletzlich wie sein Blut ist.

Der zweite Bereich der Fortbewegung markiert die Suche nach etwas, das die Gelehrten in zehn Kategorien eingeteilt haben: Die Suche nach der Religion und nach den weltlichen Dingen, wobei sich die Suche nach der Religion ihrerseits in neun Arten untergliedert:

1. Die Reise zur Belehrung, von der es im Qur’لn heißt: ”Sind sie denn nicht im Lande umhergezogen, so daß sie schauen konnten, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten?“ (Qur’لn 12:109; 30:9; 35:44; 40:21, 82; 47:10). So war auch Du-l-Qarnain in der Welt herumgereist, um ihre Wunder zu sehen (s. Sura 18, Vers 83ff.)

2. Die Reise zur Pilgerfahrt nach Makka.

3. Die Reise zum Kampf für den Islam (arab.: Djihلd).

4. Die Reise zum Erwerb des Lebensunterhalts.

5. Die Reise zum Handel und zum Erwerb dessen, was über den Lebensbedarf hinausgeht. Sie ist erlaubt nach folgendem Qur’لn-Vers: ”Es ist keine Sünde für euch, danach zu streben, daß euer Herr euch Gunst erweist.“ (Sura 2, Vers 198)

6. Die Reise zum Studium.

7. Die Reise, um die heiligen Stätten aufzusuchen, den Worten des Gesandten Allلhs gemäß: ”Begib dich auf die Reise nur zu drei Moscheen: zur heiligen Moschee (in Makka), zur Moschee des Gesandten Allلhs (in Al-Madيna) und zur Al-Aqsل-Moschee (in Jerusalem, Al-Quds).“

8. Die Reise zu den Frontstellungen, um sich dort zum Kampf für den Islam bereitzuhalten.

9. Die Reise, um Brüder in Allلh zu besuchen. Der Gesandte Allلhs sagte:

”Ein Mann hatte sich einmal aufgemacht, um einen Glaubensbruder in einem anderen Ort zu besuchen. Da sandte Allلh einen Engel auf seinen Weg, der ihn (anredete und) fragte: »Wohin willst du?« »Ich will zu einem Bruder von mir hier an diesem Ort.« Der Engel fragte weiter: »Mußt du ihm eine Wohltat erwidern?« »Nein, sondern ich liebe ihn nur in Allلh.« Darauf gab sich ihm der Engel zu erkennen mit den Worten: »Nun, ich bin von Allلh zu dir gesandt (um dir mitzuteilen,) daß Allلh dich liebt, so wie du ihn (d.h. deinen Glaubensbruder) liebst.«“ (Überliefert in den Sammlungen von Muslim u.a.)

III. Die Auswanderung der arabischen Stämme zum Gesandten Allلhs, um die Lehre des Islam zu empfangen und um dann zu ihren daheimgebliebenen Stammesgenossen zurückzukehren und sie ihrerseits im Glauben zu unterweisen.

IV. Die Auswanderung derjenigen Makkaner, die den Islam angenommen hatten, um zum Propheten, Allلhs Segen und Friede auf ihm, zu kommen; und ihr Rückzug zu ihren Leuten in die Heimat.

V. Die Auswanderung aus dem Gebiet des Unglaubens (arab.: Dلr Al-Kufr) ins Land des Islam. Dem Muslim ist der fortwährende Aufenthalt im Dلr Al-Kufr untersagt. Al-Mawلrdyy sagte: ”Hat er dort Frau und Familie, und ist es ihm möglich, seine Religion offen zu zeigen, so bringt es ihm nichts, auszuwandern, weil der Ort, an dem er sich aufhält, dadurch zum Dلr Al-Islam geworden ist.“

VI. Das Fernbleiben des Muslims von seinem Glaubensbruder für eine längere Frist als drei Tage und Nächte ohne gesetzlich anerkannten Entschuldigungsgrund. Diese Art von Verlassen ist verpönt (arab.: makrْh) für einen Zeitraum bis zu drei Tagen und für einen längeren als drei Tage verboten (arab.: Harلm), außer, wenn es notwendig ist.

VII. Das Meiden der Ehefrau, wenn ihre Widerspenstigkeit erwiesen ist, nach dem Qur’لn-Vers: ”Und meidet sie im Ehebett.“ (Sura 4, Vers 34). Dazu gehört auch, daß man sündhaftes Volk im Wortwechsel und durch Fernbleiben meidet, und daß man den Friedensgruß erwidert und beginnt.

VIII. Das Meiden dessen, was Allلh (t) verboten hat. Dies ist die allgemeinste Form des Sich-Fernhaltens. ”(…) Wer also seine Auswanderung um Allلhs und Seines Gesandten willen unternimmt (…)“ Wer mit der Absicht und mit dem Vorsatz, Allلh (t) zu dienen, auswandert, dessen Auszug erfolgt nach dem Gesetz und zu Recht um Allلhs und Seines Gesandten willen. ”Und wer seine Auswanderung um weltlicher Dinge willen unternimmt, sie zu erlangen (…)“
Es wird berichtet, daß ein Mann von Makka nach Al-Madيna auswanderte. Er tat es aber nicht, um die Vorzüglichkeit der Auswanderung Allلhs wegen anzustreben, sondern er tat es, um eine Frau namens Umm Qais zu heiraten. So wurde er der "Auswanderer zu Umm Qais" genannt.
Wendet man dagegen ein, daß der Mann doch Allلhs wegen ausgewandert sei, da die Heirat ja zu den Dingen gehöre, die das göttliche Gesetz vorsehe und nicht zu den weltlichen Dingen, so lautet die Antwort darauf, daß dieser Mann sich nicht offen zur Heirat als wahrem Reisegrund bekannte, sondern vorgab, die Auswanderung Allلhs und Seines Gesandten wegen zu unternehmen. Weil er seine wahre Absicht verbarg und eine andere vortäuschte, verdient er Tadel und Vorwürfe.

Analog dazu verhält es sich mit jemandem, der angeblich zur Pilgerfahrt aufbricht, dabei aber in Wirklichkeit bloß den Handel im Sinn hat. Ebenso ist es mit dem Hinausziehen zum Studium, wenn man damit eigentlich nach einer leitenden Position oder einem Verwaltungsposten strebt.

”(…) dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswandert.“

Dieser Vers läßt notwendigerweise folgern, daß, wer statt Pilgerfahrt, Handel und Besuch der Heiligen Stätten anstrebt, keinen Lohn dafür bekommt. Der Hadith muß aber so verstanden werden: Wenn die Pilgerfahrt der Anlaß zum Handel ist, steht dem Pilger der Lohn für die gottesdienstliche Handlung zu, da der Handel nur eine Folge der Pilgerfahrt ist und nicht ihr Grund. Der Lohn fällt in einem solchen Fall aber geringer aus, als wenn jemand allein um der Pilgerfahrt willen hinauszieht. Ist der Beweggrund zur Fahrt beides, Pilgern und Handel, so kann man annehmen, daß man seinen Lohn erhält, weil man nicht nur der weltlichen Dinge wegen ausgezogen ist. Man kann aber auch das Gegenteil vermuten, weil man Taten für das Jenseits mit solchen für das Diesseits verbunden hat. Aus diesem Hadith geht klar hervor, daß der Vorsatz die Beurteilung der Tat bestimmt.
Wenn nun jemand beides, Diesseitiges und Jenseitiges beabsichtigt, so können wir nicht sagen, er habe dabei nur weltliche Dinge vor Augen gehabt.

Aber Allلh (t) weiß es am besten. 

wa alaikum salam wa Rahmatu Allah
Quelle: Der deutsche Mufti

Quelle: www.islam-basis.de

Was ist ‚Aqida?

Was ist Aqida?

Schaich Salih al-Munadschid

Preis sei Allah -der Erhabene -.

`Aqida bezieht sich auf jene Angelegenheiten, an die man in Herz und Gemüt glaubt, und zwar mit Gewissheit und Überzeugung. Sie sind nicht mit irgendeinem Zweifel oder Ungewissheit behaftet.

Das arabische Wort `Aqida stammt von der Wurzel `Aqada, die verschiedene Bedeutungen der Gewissheit übermittelt (Bestätigung, Bekräftigung etc.).

Im Qur’an sagt Allah – der Erhabene –
(ungefähre Bedeutung):

„Allah wird euch für ein unbedachtes Wort in euren Eiden nicht zur Rechenschaft ziehen,
doch Er wird von euch für das Rechenschaft fordern, was ihr mit Bedacht geschworen habt.

(Bima `aqqadtum al-ayman).“ [5:89]

Das mit „Bedacht geschworen“ umschriebene Verb ist hier `Aqqada/Ta’qid, welches dann angewendet wird, wenn man Entschlossenheit im Herzen hat. Man kann auch im Arabischen
`Aqada’l-habl (Das Seil ist gebunden) sagen, d.h. es wurde fest gezogen.

Das Wort I’tiqad (Glaube) wurde ebenfalls von dieser Wurzel abgeleitet. Es hat die Bedeutung „festbinden“ und
„festmachen“. Der Satz A’taqadtu kadhaa (Ich glaube so und so) bedeutet: Ich bin davon in meinem Herzen überzeugt; dies ist eine rationale Überzeugung.

Im Islam ist `Aqida eine Sache von Wissen.

Ein Muslim muss in seinem Herzen glauben und überzeugt sein, ohne Zweifel oder Bedenken, weil Allah – der Erhabene – ihm in Seinem Buch und über Seinen Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – von `Aqida berichtet hat.

Die Prinzipien der `Aqida sind jene, die Allah – der Erhabene – uns zu glauben befohlen hat, so wie es im folgenden Vers (ungefähre Bedeutung) erwähnt wird:

„Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten…
Und sie sagen: "Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr.“ [2:285]

Und ebenso in einer bekannten Überlieferung, die beschreibt, wie Gabriel zum Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm -kam und ihn über Islam, Iman etc. fragte:
„Der Glaube (Iman) ist, dass du an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an die Begegnung mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.“

Daher bezieht sich im Islam `Aqida auf die Angelegenheiten, die aus dem Qur’an und den authentischen Hadithen bekannt sind, und an die ein Muslim im Herzen glauben muss, in Anerkennung der Wahrheit von Allah – der Erhabene – und Seinem Gesandten – Allahs Heil und Segenauf ihm -.

(Quelle: Scharch Lam’ah al-I’tiqad von Ibn al-Uthaimin und Al-`Aqida fi-Allah von `Umar al-
Aschqar)

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Question:
Are there only ninety-nine names of Allaah, or are there more than that?.

Answer:
Praise be to Allaah.

Al-Bukhaari (2736) and Muslim (2677) narrated from Abu Hurayrah (may Allaah be pleased with him) that the Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “Allaah has ninety-nine names, one hundred less one. Whoever learns them will enter Paradise.”

Some of the scholars (such as Ibn Hazm – may Allaah have mercy on him) understood this hadeeth as meaning that the names of Allaah are limited to this number. See al-Muhalla, 1/51

But what Ibn Hazm said is not supported by the majority of scholars. Rather some of them (such as al-Nawawi) narrated that the scholars are agreed that the names of Allaah are not limited to this number. It seems that they regarded the view of Ibn Hazm as odd and as something that should not be paid any attention.

In support of the view that the beautiful names of Allaah are not limited to this number, they quoted the report narrated by Ahmad (3704) from ‘Abd-Allaah ibn Mas’ood who said: The Messenger of Allaah (peace and blessings of Allaah be upon him) said: “There is no-one who is afflicted by distress and grief, and says: ‘Allaahumma inni ‘abduka ibn ‘abdika ibn amatija naasyati bi yadika, maada fiyya hukmuka, ‘adlun fiyya qadaa’uka. As’aluka bi kulli ismin huwa laka sammayta bihi nafsaka aw anzaltahu fi kitaabika aw ‘allamtahu ahadan min khalqika aw ista’tharta bihi fi ‘ilm il-ghayb ‘indaka an taj’al al-Qur’aana rabee’ qalbi wa noor sadri wa jalaa’ huzni wa dhihaab hammi (O Allaah, I am Your slave, son of Your slave, son of Your maidservant; my forelock is in Your hand, Your command over me is forever executed and Your decree over me is just. I ask You by every name belonging to You which You have named Yourself with, or revealed in Your Book, or You taught to any of Your creation, or You have preserved in the knowledge of the Unseen with You, that You make the Qur’aan the life of my heart and the light of my breast, and a departure for my sorrow and a release for my anxiety),’ but Allaah will take away his distress and grief, and replace it with joy.” He was asked: “O Messenger of Allaah, should we learn this?” He said: “Of course; everyone who hears it should learn it.”

Classed as saheeh by al-Albaani in al-Silsilah al-Saheehah, 199.

The phrase “or You have preserved in the knowledge of the Unseen with You” indicates that there are beautiful names of Allaah that He has kept with Him in the knowledge of the Unseen, and which none of His creation has come to know. This indicates that there are more than ninety-nine Names.

Shaykh al-Islam [Ibn Taymiyah] said concerning this hadeeth in Majmoo’ al-Fataawa (6/374):

This indicates that Allaah has more than ninety-nine names.

And he said (22/482):

Al-Khattaabi said: This indicates that He has names that He has preserved with Him, and that indicates that the words “Allaah has ninety-nine names, whoever learns them will enter Paradise” mean that there are ninety-nine of His names which whoever learns them will enter Paradise. This is like saying, “I have one thousand dirhams which I have prepared to give in charity,” even if his wealth is greater than that. In the Qur’aan Allaah says (interpretation of the meaning):

“And (all) the Most Beautiful Names belong to Allaah, so call on Him by them”

[al-A’raaf 7:180]

Allaah has commanded us to call upon Him by His names in general terms, He did not say that He has only ninety-nine names.

Al-Nawawi (may Allah have mercy on him) stated in Sharh Saheeh Muslim that the scholars were unanimously agreed on that, and he said:

The scholars are unanimously agreed that this hadeeth does not mean that Allaah has only ninety-nine names, or that He does not have any other names apart from these ninety-nine. Rather what the hadeeth means is that whoever learns these ninety-nine will enter Paradise. The point is that one may enter Paradise by learning them, not that the number is limited to these names.

And Shaykh Ibn ‘Uthaymeen was asked about that and replied:

The names of Allaah are not limited to a certain number. The evidence for that is the words of the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) in the saheeh hadeeth: “O Allaah, I am Your slave, son of Your slave… I ask You by every name belonging to You which You have named Yourself with, or revealed in Your Book, or You taught to any of Your creation, or You have preserved in the knowledge of the Unseen with You.”

What Allaah has preserved in the knowledge of the unseen with Him cannot be known and what is not known is unlimited.

With regard to the words of the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him), “Allaah has ninety-nine names, one hundred less one. Whoever learns them will enter Paradise,” this does not mean that He does not have any names apart from these, rather it means that whoever learns these ninety-nine of His names will enter Paradise. This is like when the Arabs say: “I have one hundred horses which I have prepared for jihad for the sake of Allaah,” which does not mean that the speaker has only these hundred horses, rather these hundred are prepared for this purpose.

Majmoo’ Fataawa Ibn ‘Uthaymeen, 1/122

 
 
Hier die wunderschönen 99 Namen Allahs:

Er ist Allah, außer dem kein Gott ist…
huwa allāhu al-ladhī lā ilāha illa huwa
هُو الله الذّي لا إلَه إلاّ هُو‎

1 der Erbarmer ar-Raḥmān الرّحمان‎
2 der Gnädige ar-Raḥīm الرّحيم‎
3 der König al-Malik المَلِك‎
4 der Heilige al-Quddūs القُدّوس‎
5 der Frieden as-Salām السّلام‎
6 der Sichernde al-Mu’min المُؤمن‎
7 der Kontrollierende al-Muhaimin المُهَيْمِن‎
8 der Allmächtige al-ʿAzīz العزيز‎
9 der Unterwerfer al-Dschabbār الجبّار‎
10 der Stolze al-Mutakabbir المُتَكَبِّر‎
11 der Schöpfer al-Chāliq الخالق‎
12 der Verwirklichende al-Bāri‘ البارئ‎
13 der Gestalter al-Muṣawwir المُصَوِّر‎
14 der Verzeiher al-Ghaffār الغفّار‎
15 der Unterwerfer al-Qahhār القهّار‎
16 der Gebende al-Wahhāb الوهّاب‎
17 der Versorger ar-Razzāq الرزّاق‎
18 der Öffner al-Fattāḥ الفتّاح‎
19 der Allwissende al-ʿAlīm العليم‎
20 der Einschließende al-Qābiḍ القابض‎
21 der Gewährer al-Bāsiṭ الباسط‎
22 der Erniedriger al-Chāfiḍ الخافض‎
23 der Erhöher ar-Rāfiʿ الرّافع‎
24 der Ehrende al-Muʿizz المُعِزّ‎
25 der Demütigende al-Mudhill المُذِلّ‎
26 der Hörende as-Samīʿ السّميع‎
27 der Sehende al-Baṣīr البصير‎
28 der Richter al-Ḥakam الحكم‎
29 der Gerechte al-ʿAdl العدل‎
30 der Milde al-Laṭīf اللطيف‎
31 der Kundige al-Chabīr الخبير‎
32 der Nachsichtige al-Halīm الحليم‎
33 der Großartige al-ʿAẓīm العظيم‎
34 der Verzeihende al-Ghafūr الغفور‎
35 der Dankbare asch-Schakūr الشّكور‎
36 der Hohe al-ʿAlī العليّ‎
37 der Große al-Kabīr الكبير‎
38 der Erhaltende al-Ḥafīẓ الحفيظ‎
39 der Ernährende al-Muqīt المُقيت‎
40 der Berechnende al-Ḥasīb الحسيب‎
41 der Majestätische al-Dschalīl الجليل‎
42 der Großzügige al-Karīm الكريم‎
43 der Wächter al-Raqīb الرقيب‎
44 der Erhörer al-Mudschīb المجيب‎
45 der Umfassende al-Wāsiʿ الواسع‎
46 der Weise al-Ḥakīm الحكيم‎
47 der Liebevolle al-Wadūd الودود‎
48 der Ruhmreiche al-Madschīd المجيد‎
49 der Erweckende al-Baʿith الباعث‎
50 der Zeuge asch-Schahīd الشّهيد‎
51 der Wahrhaftige al-Ḥaqq الحقّ‎
52 der Beschützer al-Wakīl الوكيل‎
53 der Kraftvolle al-Qawī القوي‎
54 der Solide al-Matīn المتين‎
55 der Herrscher al-Walī الوليّ‎
56 der Preiswürdige alḤamīd الحميد‎
57 der Aufzeichnende al-Muḥṣī المُحصي‎
58 der Urheber al-Mubdī‘ المُبدئ‎
59 der Wiedererweckende al-Muʿīd المُعيد‎
60 der Lebensspendende al-Muḥīyy المُحيي‎
61 der Tötende al-Mumīt المُميت‎
62 der Lebendige al-Ḥayy الحيّ‎
63 der Beständige al-Qayyūm القيّوم‎
64 der Seingebende al-Wādschid الواجد‎
65 der Glorreiche al-Mādschid الماجد‎
66 der Einzige al-Wāḥid الواحد‎
67 der Eine al-Aḥad الاحد‎
68 der Absolute aṣ-Ṣamad الصّمد‎
69 der Bemessende al-Qādir القادر‎
70 der Mächtige al-Muqtadir المُقتدر‎
71 der Vorverlegende al-Muqaddim المُقدِّم‎
72 der Aufschiebende al-Mu’achchir المُؤخّر‎
73 der Erste al-Awwal الأوّل‎
74 der Letzte al-Āchir الآخر‎
75 der Offenbarer aẓ-Ẓāhir الظّاهر‎
76 der Verborgene al-Bāṭin الباطن‎
77 der Schutzherr al-Wālī الوالي‎
78 der Erhabene al-Mutaʿālī المُتعالي‎
79 der Gütige al-Barr البرّ‎
80 der die Reue Annehmende at-Tawwāb التّوّاب‎
81 der Vergelter al-Muntaqim المُنْتَقِم‎
82 der Vergeber al-ʿAfuw ّالعفُو‎
83 der Barmherzige ar-Ra’ūf الرّؤف‎
84 der Inhaber aller Reichtümer Mālik al-Mulk مالك المُلك‎
85 der Herr der Majestät und der Ehre Dhū l-dschalāli wa l-ikrām ذو الجلال والإكرام‎
86 der Unparteiische al-Muqsiṭ المُقسط‎
87 der Versammler al-Dschāmiʿ الجامع‎
88 der Unabhängige al-Ghanī الغنيّ‎
89 der Befreiende al-Mughnī المُغْني‎
90 der Schützende al-Māniʿ المانع‎
91 der Erzeuger der Not aḍ-Ḍār الضّار‎
92 der Wohltäter an-Nāfiʿ النّافع‎
93 das Licht an-Nūr النّور‎
94 der Führer al-Hādī الهادي‎
95 der Erfinder al-Badīʿ‘ البديع‎
96 der Bleibende al-Bāqī الباقي‎
97 der Erbende al-Wārith الوارث‎
98 der Lenker ar-Raschīd الرّشيد‎
99 der Geduldige aṣ-Ṣabūr الصّبور